Papst Johannes Paul II. - ein Papst der Mission? In dieser Ausarbeitung wird versucht, diese und weitere Fragen rund um den Papst mit dem längsten Pontifikat der Geschichte zu klären und sein Curriculum Vitae darzustellen. Es wurde ein besonderes Augenmerk auf sein Handeln und Wirken als Heiliger Vater gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Papsttum
2. Das bürgerliche Leben von Karol Józef Wojtyla
3. Wahl zum ersten slavischen Papst
4. Die Anfangsphase: „Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus“
4.1 Die zwei großen Pilgerreisen nach Mexiko und nach Polen
4.2 Papst der Reisen
4.3 Bund mit den Medien
4.4 Attentat auf dem Petersplatz
5. Die zweite Phase: „Den Blick ausweiten“
5.1 Ökomenische Utopie
5.2 Weltjugendtage
5.3 Papst der Arbeiter
6. Die letzte Phase: „Mea culpa“
6.1 Entschuldigung der Fehler der katholischen Kirche in der Vergangenheit
6.2 Gewissensprüfung zur Jahrtausendwende
6.3 Papst der Schmerzen
6.4 Krankheit und Tod
7. Zusammenfassende Wirkung seines Handelns und Auseinandersetzung
8. Vergleich mit Papst Franziskus
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Pontifikat von Papst Johannes Paul II. in drei thematische Phasen zu unterteilen und dessen missionarische sowie kirchenpolitische Wirkungskraft zu analysieren, wobei insbesondere die Rolle des Papstes als Brückenbauer zu den Menschen und Medien im Vordergrund steht.
- Die drei Phasen des Pontifikats und deren jeweilige inhaltliche Schwerpunkte
- Die Rolle der Medienarbeit für die Missionierung und Popularität
- Der Umgang mit dem Attentat auf dem Petersplatz und die Bedeutung des Leidens
- Das Engagement für die Ökumene und die soziale Gerechtigkeit
- Die Aufarbeitung der kirchlichen Vergangenheit unter dem Motto "Mea culpa"
Auszug aus dem Buch
Bund mit den Medien
Schon zu Beginn seiner Amtszeit ging der Papst sehr offen mit den Medien und Journalisten um: Er bat die Italiener öffentlich, ihn als „Bischof von Rom anzunehmen“ (S.86), wobei dieser Titel mit dem Papsttum gleichzusetzen ist. Damit war er ein Ansprechpartner für die Medien, denn so eine wichtige Botschaft zum Amtsantritt auf dem Weg der Medien zu veröffentlichen, war eine neue Art der Beziehung zwischen ihnen und dem Papst. Dabei fiel er immer wieder durch seine spontane und improvisierten Antworten auf die Fragen der Journalisten, beispielsweise in Assisi, wo ihn der Zuruf „Es lebe die Kirche des Schweigens“ aus der Menge erreichte. Daraufhin erwiderte er: „Es gibt keine Kirche des Schweigens mehr, denn sie spricht durch den Papst!“ (Papst Johannes Paul II., S.86). Diesem Satz bleibt er während seines Pontifikats treu.
Der Papst begann am 27. Januar 1979, als er seine erste Auslandsreise unternahm, im Flugzeug Interviews zu geben. Es zeiget sich ein neuer Umgang mit den Medien: Es wurden keine Fragen abgelehnt oder zensiert. Im Gegensatz zum Vorgänger Paul VI. galt nicht das Frageverbot während einer Audienz, die Journalisten durfen alles fragen. Damit ging er das Risiko ein, nur so antworteten zu können, wie es im spotan einfiel, doch er vertraute „auf die allgeime Zuverlässigkeit der Medien“ (S.87). Somit wird auch klar, warum er die Regeln der Medien, nämlich „Übertreibung (Redundanz), Vereinfachung und Unterhaltung“ (S.87), befolgte. Er wollte ein Papst der Menschen sein, weg von den steifen Umgangformen hin zu neuen Wegen, mit denen er die Menschen erreichen konnte. Die Vereinfachung ermöglichte es, dass der Papst für alle klar verständlich wurde, er sprach zu den Journalisten oft in einer normalen Umgangssprache.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Papsttum: Definition des Amtes, der Institution des Papstes sowie Erläuterung des Konklave-Wahlverfahrens.
2. Das bürgerliche Leben von Karol Józef Wojtyla: Darstellung des Lebensweges von der Kindheit in Polen bis zur Priesterweihe und zum akademischen Wirken.
3. Wahl zum ersten slavischen Papst: Beschreibung des historischen Ereignisses der Wahl Karol Wojtylas zum Papst am 16. Oktober 1978.
4. Die Anfangsphase: „Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus“: Analyse der ersten Jahre, geprägt durch medienwirksame Reisen, den Bund mit den Medien und das Attentat 1981.
5. Die zweite Phase: „Den Blick ausweiten“: Betrachtung des Fokus auf Ökumene, der Einführung der Weltjugendtage und des Einsatzes für die soziale Frage.
6. Die letzte Phase: „Mea culpa“: Thematisierung der historischen Aufarbeitung kirchlicher Fehler sowie die Leidensgeschichte durch Krankheit.
7. Zusammenfassende Wirkung seines Handelns und Auseinandersetzung: Kritische Reflexion über die Mission, die Rolle als Oberhaupt und die Reformbilanz.
8. Vergleich mit Papst Franziskus: Erläuterung, warum ein direkter Vergleich aufgrund unterschiedlicher Amtszeiten und Kontexte problematisch ist.
Schlüsselwörter
Papst Johannes Paul II., Mission, Ökumene, Weltjugendtag, Medienpräsenz, Karol Józef Wojtyla, Attentat Petersplatz, Mea culpa, Kirche, soziale Gerechtigkeit, Evangelisierung, Priesteramt, christlicher Glaube, Reformen, Heiliger Vater
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das 26-jährige Pontifikat von Papst Johannes Paul II. und untersucht seine Rolle als "Papst der Mission" anhand seiner Reisen, seines Medienumgangs und seiner kirchenpolitischen Entscheidungen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören die missionarische Arbeit, die Bedeutung der Ökumene, das soziale Engagement für Arbeiter, die Aufarbeitung kirchlicher Geschichte und der Umgang mit Medien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, das Wirken des Papstes in drei verschiedene Phasen zu gliedern und aufzuzeigen, wie er durch sein Auftreten das Bild des Papsttums nachhaltig veränderte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer biografischen und theologisch-historischen Analyse, unterstützt durch Primärquellen wie Enzykliken und Sekundärliteratur zu seinem Leben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Anfangsphase, die Ausweitung des Blicks auf Weltjugendtage und Ökumene sowie die abschließende Phase der "Mea culpa" detailliert beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mission, Medienpräsenz, Ökumene, christlicher Glaube, soziale Gerechtigkeit und Mea culpa.
Wie ging der Papst mit dem Attentat auf seine Person um?
Das Attentat wird als prägendes Ereignis dargestellt, das der Papst mit Vergebung und Gebeten für den Attentäter beantwortete, was seine Haltung zur Feindesliebe unterstrich.
Warum ist laut der Arbeit ein Vergleich mit Papst Franziskus nur eingeschränkt sinnvoll?
Der Autor argumentiert, dass die Amtszeiten von unterschiedlicher Dauer und Länge sind und sich der Papst Franziskus mit gänzlich anderen Herausforderungen der modernen Digitalisierung konfrontiert sieht.
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- Anonym (Author), 2018, Papst Johannes Paul II. Ein Papst der Mission?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437531