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Darstellung und "Hypersexualisierung" von Frauen in Medien

Titel: Darstellung und "Hypersexualisierung" von Frauen in Medien

Essay , 2017 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Man war lange davon überzeugt, dass das Geschlecht des Menschen naturgegeben sei. Man unterschied nicht nur biologisch zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen den verschiedenen psychischen und physischen Voraussetzungen. In vielen Forschungsgebieten - vor allem in der Pädagogik - beschäftigt man sich seit Jahren mit dem Geschlecht. Gender, wie es im Fachjargon heißt. Dieses ist jedoch nicht nur auf das biologische Geschlecht (sex) reduzierbar, beziehungsweise damit vergleichbar. Häufig wird Gender konstruiert und es kommt in verschiedenen Bereichen zur Stereotypisierung von Geschlecht. Gender ist somit das sozial konstruierte Geschlecht. Dies bedeutet, dass sich Gender nicht an eindeutig festlegbaren Merkmalen, wie zum Beispiel Physiologie oder Habitus festmachen lässt, sondern im Gegenteil, ein Teil der Genderforschung bestreitet einen Zusammenhang zwischen Gender und sex. Deshalb geht es vielmehr darum, wie und in welcher Form Menschen Gender ausleben. Dieser Prozess ist individuell und wird vom äußeren Umfeld der Person z.B. durch Familie, Freunde, Institutionen usw. geprägt.

Da sich verschiedene Studien mit Kindermedien, deren Einfluss und Einsatz in der Schule beschäftigt haben, möchte ich in der folgenden Arbeit vor allem auf die Medien Kinderfernsehen und Bilderbücher eingehen, da diese Medien im Kindesalter am meisten genutzt werden und somit den größten Einfluss haben. An den Beispielen soll die Stereotypisierung des weiblichen Geschlechts untersucht werden. Vor allem die starke Rollenteilung zwischen Mann und Frau und die Art der Darstellung von Frauen sollen fokussiert werden. Durch sogenannte Hypersexualisierung wird das optische Frauenbild und somit konstruierte Frauenideal in Medien verstärkt. Anhand aktueller Beispiele wird abschließend am Einfluss der Kindermedien bezüglich Konstruktion eines Frauenbildes Kritik geübt. Über die Medien hinaus sollen auch noch anhand aktueller Vorkommnisses aus der Modebranche und dem Fernsehen aufzeigen, dass Hypersexualisierung nicht allein durch Medien geschehen kann, sondern auch das soziale Umfeld eine entscheidende Anteilnahme daran hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stereotypisierung von Geschlecht

2.1. Medium: Kinderfernsehen

2.2. Medium: Bilderbüchern

3. Hypersexualisierung

4. Einfluss von Kindermedien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von Geschlechterrollen sowie die Darstellung und Hypersexualisierung von Frauen in Kindermedien. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kinderfernsehen, Bilderbücher und gesellschaftliche Einflüsse bereits in jungen Jahren zu Stereotypisierungen beitragen und welche Rolle dabei tradierte Frauen- und Männerbilder spielen.

  • Konstruktion von Gender und Geschlechterstereotypen
  • Analyse der Darstellung weiblicher Figuren im Kinderfernsehen
  • Rollenverteilung in Kinderbilderbüchern
  • Phänomen der Hypersexualisierung in Medien und Modebranche
  • Einfluss von Medien auf die Entwicklung von Schönheitsidealen bei Kindern

Auszug aus dem Buch

3. Hypersexualisierung

Wie vor allem in 2.1. beschrieben, zeigt sich bei der Darstellung von menschlichen Figuren ein Phänomen, das international als Hypersexualisierung bezeichnet wird. Darunter versteht man eine Darstellung von bestimmten Verhaltensweisen, bestimmter Gestik und Mimik, die vor allem durch viel Haut zeigende Kleidung und Betonung erotisch attraktiver oder sensibler Körperbereiche charakterisiert wird. Dabei werden Körperteile betont und Körperformen stilisiert. Po und Brüste werden beispielsweise vergrößert und die Taille verschmälert. Es gibt sogar einen Index, der den Taillenumfang der Figuren anhand des Umfangs einer Barbie miteinander vergleicht. Die Hypersexualisierung findet bei Frauen fünfmal mehr als bei männlichen Figuren statt.7

Nochmal kurz auf die Kinderserien eingehend, kann man sagen, dass vor allem in japanischen Animes und amerikanischen Serien weibliche Körper sexuell attraktiv dargestellt werden. Zu behaupten, eine Hypersexualisierung fände nur bei Frauen statt, muss jedoch falsifiziert werden. Wenngleich sie wesentlich häufiger stattfindet, so sind dennoch auch Männer von der Hypersexualisierung betroffen. Oft werden die männlichen Helden muskelbepackt und furchtlos dargestellt. Sowohl in den Marvel als auch in den DC-Comics sind die Superhelden immer außerordentlich gut gebaut. Hier tritt der Mann generell nur oberkörperfrei auf. Männer werden also auf Stärke und Mut reduziert, die ohne Muskeln nicht begehrenswert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Genderforschung ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von Geschlechterrollen in Kindermedien im pädagogischen Kontext.

2. Stereotypisierung von Geschlecht: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Stereotypenforschung und legt die theoretischen Grundlagen für die Analyse von Geschlechterbildern dar.

2.1. Medium: Kinderfernsehen: Der Abschnitt analysiert die Präsenz und Charakterdarstellung in Kinderserien sowie die häufige Vermittlung von Klischees über das weibliche Aussehen.

2.2. Medium: Bilderbüchern: Hier wird untersucht, wie Bilderbücher durch Rollenzuschreibungen im häuslichen Umfeld zur Festigung traditioneller Geschlechterrollen beitragen.

3. Hypersexualisierung: Das Kapitel erläutert das Phänomen der stilisierten Erotisierung von Medienfiguren und zeigt auf, dass dies sowohl weibliche als auch männliche Charaktere betrifft.

4. Einfluss von Kindermedien: Es wird diskutiert, inwiefern die Industrie durch die Gestaltung von Medien und Produkten Schönheitsideale prägt und bereits Kinder in ihrer Identitätsfindung beeinflusst.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Beständigkeit stereotypischer Rollenbilder und weist auf die Bedeutung der kindlichen Veranlagung hin.

Schlüsselwörter

Geschlecht, Gender, Stereotypisierung, Kindermedien, Kinderfernsehen, Bilderbücher, Hypersexualisierung, Schönheitsideal, Rollenbild, Konstruktion, Pädagogik, Medienanalyse, Identitätsbildung, Geschlechterrolle, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Geschlecht in Medien für Kinder und der Frage, wie diese zur Stereotypisierung und Hypersexualisierung beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Gender, die mediale Repräsentation in Fernsehen und Literatur sowie der Einfluss auf kindliche Schönheitsideale.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Medien durch ihre Darstellung weiblicher und männlicher Rollen das Bild von Geschlecht bei Kindern konstruieren und beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Studien zur Medienwirkung, Geschlechterdarstellungen und aktuellen Beispielen aus der Medienwelt integriert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden Kinderfernsehen und Bilderbücher analysiert, das Phänomen der Hypersexualisierung beleuchtet und der Einfluss der Industrie auf Kinder kritisch hinterfragt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Gender, Stereotypisierung, Hypersexualisierung, Kindermedien und Identitätsbildung.

Wie werden weibliche Figuren laut der Analyse häufig im Kinderfernsehen dargestellt?

Sie werden oft mit klischeehaften optischen Merkmalen, einer eher passiven, emotionalen oder kindlichen Art sowie in Fokus auf Schönheit und Anerkennung beschrieben.

Welche Rolle spielt die Modebranche bei der Thematik der Hypersexualisierung?

Die Modebranche wird als verstärkender Faktor genannt, indem sie durch Produkte wie "Kinder-BHs" bei jungen Mädchen Schönheitsideale suggeriert, die nicht dem kindlichen Alter entsprechen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Mannes in Kindermedien?

Der Mann wird meist auf Stärke, Mut und Muskelkraft reduziert oder ist in häuslichen Rollen im Vergleich zur "heldenhaften Frau" noch seltener präsent.

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Details

Titel
Darstellung und "Hypersexualisierung" von Frauen in Medien
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaft)
Veranstaltung
Abbilder der Ungleichheit: Medien, Bildung und Gesellschaft
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
11
Katalognummer
V437554
ISBN (eBook)
9783668809055
ISBN (Buch)
9783668809062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Pädagogik Schule Medien Gesellschaft Ungleichheit Frauen Frauenbild Hypersexualisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Darstellung und "Hypersexualisierung" von Frauen in Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437554
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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