Islamistisch-terroristische Radikalisierungsprozesse. Die Bedeutung des Internets sowie anderer Einflussfaktoren


Fachbuch, 2018
73 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung und Definitionen
2.1 Die Relevanz des Themas und die Forschungsfrage
2.2 Der Begriff des Radikalismus und der Radikalisierung
2.3 Der Begriff des Extremismus
2.4 Die Begriffe vom Islamismus bis islamistischen Terrorismus

3 Methodik
3.1 Die qualitative Inhaltsanalyse und die Begründung der Theoriewahl
3.2 Auswahl der Studien und Literatur
3.3 Erhebungsinstrument

4 Datenauswertung und Beschreibung der Kategorien
4.1 Internet
4.2 Glaube
4.3 Alter/Geschlecht
4.4 Sozioökonomischer Status
4.5 Soziale Beziehungen
4.6 Psychologische Faktoren
4.7 Zusammenfassung und Darstellung der Ergebnisse

5 Der virtuelle Dschihad - Die Bedeutung des Internets im Radikalisierungsprozess
5.1 Das Angebot
5.2 Nutzungsarten des Internets

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Impressum:

Copyright © ScienceFactory 2018

Ein Imprint der Open Publishing GmbH, München

Druck und Bindung: Books on Demand GmbH, Norderstedt, Germany

Covergestaltung: Open Publishing GmbH

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersichtsgrafik der verschiedenen Strömungen und deren Verortung im Islam

Abbildung 2: Übersichtgrafik zur Differenzierung der Begriffe: Radikalismus, Extremismus, Terrorismus

Abbildung 3: Festgelegte Kategorien nach dem Modell von Mayring

1 Einleitung

In den vergangenen Jahren kam es in Deutschland zu aufsehenerregenden Anschlägen mit islamistischem Hintergrund, bei denen Menschen verletzt und getötet wurden. Das Ergebnis einer aktuellen Studie der R+V Versicherung zeigt, dass Verunsicherung und Angst vor Terror in der Gesellschaft herrschen. In der Umfrage geben 71 Prozent der Befragten an, dass ihre derzeit größte Sorge der Terrorismus ist. 62 Prozent der Deutschen fürchten sich vor politischem Extremismus und 61 Prozent sorgen sich um mögliche Spannungen durch den Zuzug von Migranten.1 Im Jahre 2016 kamen in Europa 135 Menschen bei 13 dschihadistischen2 Terroranschlägen ums Leben.3 Diese Ereignisse rücken den Terrorismus in die Mitte der Gesellschaft, und der dschihadistische Terrorismus nimmt einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, Politik und bei den Sicherheitsbehörden ein. Daraus resultiert eine große Relevanz, diesen Bereich weiter zu erforschen. Um aus diesem Forschungsbereich Maßnahmen und Präventionsansätze ableiten zu können ist es notwendig, radikalisierungsfördernde Faktoren zu erkennen. Im Rahmen dieser Arbeit wird eine Einführung in das Themenfeld gegeben. Weiterhin werden Begriffe definiert um ein Gesamtverständnis für den Themenbereich zu erhalten. Unter Anwendung des Modells nach Mayring wird eine qualitative Inhaltsanalyse mit drei Literaturquellen durchgeführt. In Folge dieser Analyse werden Risikofaktoren im dschihadistischen Radikalisierungsprozess erarbeitet und bewertet.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Masterarbeit die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

2 Einführung und Definitionen

Das folgende Kapitel setzt sich mit den Begriffsbestimmungen und der Relevanz des Themenbereiches auseinander. Weiterhin wird die Forschungsfrage festgelegt. Die Begriffsdefinitionen in den Kapiteln 2.2 bis 2.4 helfen, ein Gesamtverständnis für die Thematik bzw. den Phänomenbereich zu entwickeln. Die Beschreibung der Religion des Islams und deren Historie sowie Aspekte der Entstehung des Islamismus werden im Rahmen dieser Arbeit nicht beleuchtet. Gleiches gilt für die grundsätzliche Entwicklung vom Islam über den Islamismus zum islamistischen Terrorismus.4

2.1 Die Relevanz des Themas und die Forschungsfrage

Ereignisse wie der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin5 (12 Tote), in Manchester auf einem Konzert6 (23 Tote) oder der letzte terroristische Akt in New York7 (8 Tote) machen deutlich, dass in der westlichen Welt der islamistische Terrorismus als zentrale sicherheitspolitische Bedrohung Einzug gehalten hat. Ableitend resultiert daraus in der medialen Berichterstattung, aber auch in der Politik, in der Gesellschaft und auf individueller Ebene ein Diskurs über die Bedrohung der internationalen Sicherheit.8 Zudem wird gehäuft nach den durchgeführten Terroranschlägen in der Nachbetrachtung festgestellt, dass die Täter oft über diverse Plattformen im Internet radikalisiert wurden. Die Angst vor Terroranschlägen ist allgegenwärtig, es werden neue Sicherheitsstrategien von einzelnen Ländern oder von Verbünden aus Ländern entwickelt. Öffentliche Plätze und Großveranstaltungen werden verstärkt gemieden. Es gibt gehäuft öffentliche Diskussionen zur Überwachung im alltäglichen Leben. Die Unsicherheit nimmt zu. Der daraus resultierende Bedarf, den islamistischen Terrorismus zu erfassen und zu analysieren, ist groß. Dabei unterliegen letztlich alle Versuche, islamistische Milieus zu beschreiben, einer Einschränkung: Sie beziehen sich immer auf einen sehr kleinen Personenkreis, der gewaltbereit ist, lassen aber die Mehrheit jener Personen außer Acht, auf die die beschriebenen Kriterien ebenso zutreffen, die sich aber nicht terroristisch betätigen. Dies gilt für Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit ebenso wie für Europa.9 Um die Sicherheit wieder zu erhöhen oder das Sicherheitsgefühl zu steigern, müssen Ursachen, Einflussfaktoren sowie die Bedeutung des Internets analysiert werden, welche individuelle Radikalisierungsprozesse und den Einstieg in radikale Milieus zulassen. Daraus können dann Handlungsempfehlungen oder Präventionsmaßnahmen abgeleitetet werden.10 Neben der Klärung von Grundbegriffen und der Phänomenbeschreibung des islamistischen Terrorismus wird in dieser Bachelorarbeit folgende Untersuchungsfrage bearbeitet:

Welche Bedeutung hat das Internet und welche anderen Risikofaktoren lassen sich in den islamistisch-terroristischen Radikalisierungsprozessen feststellen?

2.2 Der Begriff des Radikalismus und der Radikalisierung

Der Begriff Radikalismus ist abgeleitet von ‚radix‘, dem lateinischen Wort für ‚Wurzel‘.11

Frindte definiert als radikal Personen oder Organisationen, die sich tiefgehende gesellschaftliche und politische Veränderungen wünschen, die jedoch das gegenwärtige politische und rechtliche System respektieren, in der Folge aber auch keine illegalen oder gewalttätigen Maßnahmen ergreifen oder gutheißen.12

Aus dem zuvor definierten Begriff des Radikalismus lässt sich der Begriff der Radikalisierung ableiten. Dieser ist ein ausgelöster Prozess, der im Wesentlichen durch Unbehagen mit dem existierenden gesellschaftlichen bzw. politischen System bei einem Individuum oder einer Gruppe darauf abzielt, dieses System zu ändern.13

Ein direkter Übergang von Radikalisierung zu (terroristischer) Gewaltanwendung ist nicht zwangsläufig gegeben. Schließlich wolle nicht jeder seine Radikalisierung durch Gewalttaten ausdrücken. Gleichzeitig erfordere eine Beteiligung an terroristischen Anstrengungen nicht zwingend ein radikales Weltbild – auch wenn dies häufig der Fall sei.14

Im Kontext einer islamistischen, salafistischen, dschihadistischen Radikalisierung ist festzuhalten, dass es zur Übernahme einer islamistischen Ideologie ohne die Anwendung von Gewalt oder herrschender Gewaltbereitschaft kommt. Die Erforschung von Radikalisierungsprozessen brachte in den letzten Jahrzehnten einige Erklärungsansätze hervor und erlebte Wechsel der wissenschaftlichen Ansichten, von eindimensionalen psycho-pathologischen Theorien hin zu dynamischen Betrachtungsweisen. Die psycho-pathologischen Theorien gingen dabei von Kausalzusammenhängen zwischen Person und Umfeld aus.15

Die neuere Forschung geht vom Rational-Choice-Ansatz aus, welcher jedem Individuum zu jeder Zeit die Fähigkeit zuspricht, bewusste Entscheidungen zu treffen und selbstbestimmt zu handeln. Sich radikalisierende Personen werden dabei nicht als ‚Opfer ihrer Psyche‘ angesehen, vielmehr erschließt sich der Prozess der Radikalisierung unter Betrachtung der psychosozialen, gesellschaftlichen und gruppendynamischen Entwicklungen.16 Auf die Prozesshaftigkeit der Radikalisierung weisen auch andere Veröffentlichungen hin, so etwa Silber und Bhatt (2007) in ihrem für das New Yorker Police Department (NYPD) entwickelten mehrstufigen Modell.17 Weitere Radikalisierungsmodelle sind die von Sagemann (2007), Precht (2007) und Wiktorowicz (2003).

2.3 Der Begriff des Extremismus

Die Begrifflichkeit des Extremismus bezeichnet Gruppierungen, die sich außerhalb (aus dem Lateinischen ‚extremus‘= ganz außen, das Äußerste) der gesellschaftlichen Grundordnung bewegen und diese bedrohen.18

Innerhalb dieser Arbeit wird der Begriff ‚Extremismus‘ nur auf diejenigen Personen und Organisationen angewandt, welche aktiv Maßnahmen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung richten oder die ein solches Vorgehen begrüßen oder unterstützen.19

Die zuvor beschriebene Begrifflichkeit des Extremismus wird durch Lützinger noch ergänzt, in dem sie eine klare Trennung zum Terrorismus vornimmt.

„Im Gegensatz zu den Terroristen, (…) [ist hier keine] nachhaltige oder arbeitsteilige Struktur eingebunden (…). Versuche zur Organisierung oder Kontakte zu organisierten Strukturen können jedoch vorhanden sein.“20

Im Rahmen dieser Arbeit wird nicht auf weitere Personenbereiche wie militante Radikale oder extremismusnahe Personen eingegangen.21

2.4 Die Begriffe vom Islamismus bis islamistischen Terrorismus

Im Mittelpunkt dieses Unterkapitels stehen die Begriffe des Islamismus, des Salafismus, des Dschihadismus und des islamistischen Terrorismus.

2.4.1 Der Islamismus

Eine Auffassung nach Wentker beschreibt den Islamismus als eine fundamentalistische Strömung des Islam, dessen Zielsetzung in der Erschaffung eines islamischen Gesellschaftssystems liegt. Die Sub-Strömungen Salafismus und Dschihadismus sind ebenfalls aus der islamistischen Ideologie entstanden. In dieser beziehen sich alle Werte, Normen und das geltende Recht ausschließlich auf die Worte des Propheten Mohammed und leiten sich aus dem Koran ab. Eine Rückbesinnung auf die Lehren des Korans stellt für Islamisten somit eine umfassende Lösung dar. Diese Ansicht wird für die Islamisten davon verstärkt, da es aktuell in vielen islamisch geprägten Ländern politisch prekäre Lagen gibt. Der Grund hierfür soll nach Ansicht derer auf die Abkehr des Islams zurückzuführen sein.22

2.4.2 Der Salafismus

Der Salafismus (aus dem Arabischen von al Salaf al Salih, ‚die Altvorderen‘), ist die derzeit am weitesten verbreitete und radikalste Strömung des Islamismus. Ziel der Salafisten ist es, die Gesellschaft zum wahren Islam der ersten drei Generationen der Muslime zurückzuführen. Sie lehnen es ab, die Aussagen des Islam fortzuentwickeln und den zeitlichen Umständen anzupassen.23

Das Bundesministerium des Inneren definiert den Salafismus wie folgt:

„Der Salafismus ist eine fundamentalistische, islamistische Ideologie und zugleich eine extremistische, moderne Gegenkultur mit einem alternativen Lebensstil durch markante Alleinstellungsmerkmale (Kleidung und Sprache).“24

Der Salafismus ist eine seit mehreren Jahren stark an Bedeutung gewinnende Strömung im Islamismus. Salafisten geben vor, sich in ihrem Denken und Handeln ausschließlich an einem wortgetreuen Verständnis von Koran und Sunna sowie am Vorbild der Gefährten des Propheten zu orientieren. Salafisten vertreten einen Exklusivitätsanspruch, sie sehen sich als die einzigen ‚wahren‘ Muslime.25 Der Salafismus stellt per se keine gewaltbereite Strömung dar, dennoch werden die religiösen und politischen Ziele in unterschiedlichen Ausrichtungen, wie dem dschihadistischen Salafismus, unter Gewaltanwendung durchgesetzt.26

2.4.3 Der Dschihadismus

Eine Ansicht zu dem Begriff des Dschihadismus27 bedeutet, die Anstrengungen der Gläubigen, Gottes Wohlgefallen zu erlangen und das Wohl der Mitmenschen zu begünstigen. Häufig wird der Begriff aber irrtümlich mit ‚Heiliger Krieg‘ übersetzt. Dschihadisten vertreten eine Gewaltideologie, die sich gegen all jene richtet, die ihre fundamentalistischen Ansichten nicht vertreten.28

Die Anstrengung des Gläubigen soll dazu führen, sich selbst zu verbessern und Gutes für die Gesellschaft zu tun.29 Durch eine fundamentalistische Auslegung des Korans wird jedoch Gewalt legitimiert. Eine beispielhafte Sure30, welche Interpretationsspielraum zulässt, ist:

„Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf (…)“.31

Der Begriff des ‚Dschihadismus‘ wird in dieser Arbeit trotz der Unzulänglichkeiten, was die reine Übersetzung, Deutung und Interpretation betrifft, verwendet. Zum einen zeigt er besser als andere Begriffe einen Unterschied zwischen dem Islam im Allgemeinen und der dschihadistischen Bewegung im Speziellen. Zum anderen hat der Begriff in den Medien und der Literatur breite Verwendung gefunden, wenn auch die Definition oft unklar erscheint.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Übersichtsgrafik der verschiedenen Strömungen und deren Verortung im Islam

Das Schaubild zeigt überblicksweise die verschiedenen Strömungen und deren Verortung im Islam. Die Größenverhältnisse haben keine qualitative und quantitative Bedeutung.

2.4.4 Der islamistische Terrorismus

Nach Goertz wendet der islamistische Terrorismus aufsehenerregende Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und staatliche Institutionen an, um Angst und Schrecken zu verbreiten und dadurch politische Entscheidungen von Staaten zu beeinflussen. Die Ziele des islamistischen Terrorismus basieren auf einer extremistischen Interpretation der Religion Islam und ihrer Rechtsquellen.32

In der internationalen und sicherheitspolitischen Forschung hat sich weitgehend die Auffassung durchgesetzt, dass der Terrorismus als eine Strategie verstanden werden muss, die von unterschiedlichen Akteuren in sehr unterschiedlichen politischen Situationen angewendet wird.33

Eine empirische Analyse des IS zeigt, dass der IS den Terrorismus als eine taktische Methode bzw. als taktisches Mittel nutzt. Es ist für den IS ein Mittel in Form eines kommunikativen Aktes zur Erreichung religiös-politischer Ziele.34 Zur visuellen Darstellung von Unterscheidungsmerkmalen von Radikalismus, Extremismus und Terrorismus verweise ich auf nachfolgende Abbildung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Übersichtgrafik zur Differenzierung der Begriffe: Radikalismus, Extremismus, Terrorismus35

3 Methodik

Aus methodischer Sicht ist die Befundlage im deutschsprachigen Raum wenig aussagekräftig. Es existieren kaum Studien und Literatur, die sich quantitativer Methoden (u.a. Brettfeld/Wetzels 2007, Frindte 2011) bedienen. Bei den Veröffentlichungen von Ministerien und Sicherheitsbehörden (u.a. Bundesamt für Verfassungsschutz 2017) bleibt offen, woher die empirischen Daten stammen.36

Die Forschung im internationalen Kontext umfasst Publikationen aus dem Bereich der Terrorismusforschung oder welche, die in Reaktion auf islamistische Terroranschläge seit dem 11. September 2001 entstanden sind. Die deutsche Forschungslandschaft kann nicht losgelöst von der internationalen Forschung betrachtet werden. Jedoch ist festzustellen, dass der Fokus auf den Terrorismus in Deutschland zeitversetzt und nicht derart ausgeprägt auftrat.37 Zudem sind bestimmte Datensätze nicht verfügbar, da diese dem VS-NfD-Status unterliegen.

3.1 Die qualitative Inhaltsanalyse und die Begründung der Theoriewahl

Seit den Terroranschlägen in Ansbach38, Würzburg39 oder auf den Berliner Weihnachtsmarkt40 ist der islamistische Terror auch in Deutschland zum Thema geworden. Die vorhandene empirische Datenlage für den deutschsprachigen Raum ist jedoch nicht äußerst aussagekräftig. Um die Faktoren näher zu beleuchten, die eine Radikalisierung beeinflussen können, werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit relevante Studien gescreent und einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen.

Trotz einer Zunahme an wissenschaftlicher Literatur, in der Hintergründe und Bedingungen erfasst werden, die für eine Hinwendung zum gewaltorientierten Islamismus ausschlaggebend sein können, bleibt die empirische Datenlage dürftig. Die Gründe hierfür finden sich vor allem in der Schwierigkeit der Datenbeschaffung. Der Zugang zu den sich radikalisierenden Menschen gestaltet sich schwierig, demzufolge lassen sich die Motive und Hintergründe, die zu einer Radikalisierung führen, nur schwer beleuchten. Erhobene Daten stammen zumeist aus Gerichtsakten, rückblickender Biographiearbeit oder Experteninterviews.41

Die qualitative Inhaltsanalyse der untersuchten Literatur wurde unter Zuhilfenahme des Modells nach Mayring realisiert.

Das Konzept der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring besteht darin, „Texte systematisch [zu] analysieren, indem sie das Material schrittweise mit theoriegeleitet am Material entwickelten Kategoriensystemen bearbeitet“.42 Dabei wird eine Textzusammenfassung, die den im Text enthaltenen Sinn in sogenannten Kategorien darstellt, realisiert. Die Kategorien ihrerseits sind in einem System organisiert. Das Kategoriensystem mit Kategorien und Unterkategorien stellt den im ausgewerteten Texten enthaltenen latenten Sinn dar. Es dient als Ansatzpunkt für die Interpretation eines Textes und ist der Knotenpunkt der Analyse.43

Zur methodischen Situation stellt auch Mina Al-Lami fest, dass die internationale Forschung aufgrund der schwierigen Erhebungssituation nur in Ausnahmefällen empirisch-qualitativ untersucht. Ein Grund hierfür ist, dass Daten von Nachrichtendiensten nicht offengelegt werden.44

3.2 Auswahl der Studien und Literatur

Im Fokus der Literaturrecherche standen Fachliteratur sowie Fachtexte in Papier- oder digitalem Format, die sich mit politisch motivierter Gewalt bzw. dessen Entstehung im islamistischen Kontext befassen. Diese Gesamtstudien oder mehrere Einzelbiographien beleuchtet und diese ausgewertet. Es wurden für die Literatursuche Recherchesysteme im Internet wie Google Scholar oder dem OPAC der Bibliothek Erfurt, Jena und der Deutschen Hochschule der Polizei genutzt. Weiterhin wurde das polizeiinterne System Extrapol45 verwendet.

Es wurde sowohl deutsche als auch englische Literatur geprüft und in der Folge die gescreente Literatur auf die nachfolgenden Gesichtspunkte selektiert.

Die zu untersuchende Literatur durfte nicht älter als zehn Jahre sein. Weiterhin musste innerhalb der Quellen ein inhaltlicher Kontext zu Schlagworten wie Glaube, Moschee, soziale Beziehungen, Alter, Geschlecht, Internet, Identitätskrise, Prediger, Freunde, Familie sowie Bildung bestehen.

3.3 Erhebungsinstrument

Zur Entwicklung der Kategorien nach Mayring wurde zunächst eine umfassende, das Phänomenfeld betreffende Literatursichtung vorgenommen, um Risikofaktoren zusammenzutragen und abzubilden. Bei der Entwicklung des Erhebungsinstruments handelte es sich weiterhin um einen offenen Prozess, das heißt, dass im Laufe der Untersuchung weitere Items/Faktoren ergänzt und adaptiert wurden, um so eine möglichst umfassende Darstellung möglicher Einflussfaktoren zu gewährleisten.

Um dem Phänomen in seinem Facettenreichtum gerecht zu werden und möglichst alle phänomenrelevanten Einflüsse zu erfassen, erfolgte eine Kategorisierung gestützt auf das Modell nach Mayring vgl. Kapitel 3.1.

4 Datenauswertung und Beschreibung der Kategorien

Während der Literaturrecherche wurden drei Quellen eruiert, in der alle gewählten Schlagwörter wiederzufinden waren. Mit diesen wiederum wurde eine qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Bei den drei Quellen handelt es sich um:

1. Islamitsischer Terrorismus. Analyse-Definition-Taktik; Goertz 2017

2. Radikalisierung; Khosrokhavar 2016

3. Radikaler Islam im Jugendalter- Erscheinungsformen, Ursachen und Kontexte; Herding (Hrsg.) 2013.

Nach der Kategorienbildung wurden die gebildeten Kategorien zueinander in Beziehung gesetzt und die Zusammenhänge näher beleuchtet. Es wurden nach dem Modell von Mayring in Verbindung mit der recherchierten Literatur folgende Kategorien schematisch-visuell festgelegt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Festgelegte Kategorien nach dem Modell von Mayring

Im Folgenden werden die gebildeten Kategorien beschrieben.

4.1 Internet

Die Aussagen der ausgewählten Quellen zur Datenauswertung, die dieser Kategorie zugeordnet wurden, beinhalten Auffassungen der Autoren zum Internet als Bestandteil der Radikalisierung. Detaillierte Beschreibungen zum Internet und dem ‚virtuellen Dschihad‘ werden im Kapitel 5 dargestellt. Im Folgenden werden der Begriff des Internets definiert und im Anschluss die Meinungen der Autoren vorgestellt.

Das Internet ist ein globales, heterogenes Computernetzwerk. Über das Internet werden zahlreiche Dienste wie z.B. E-Mail, FTP46, WWW47 oder IRC48 angeboten.49 Dies sind Anwendungsmöglichkeiten, die einen Austausch von Informationen, das Übermitteln von Film oder Bilddateien ermöglichen. Die virtuelle Rekrutierung und Radikalisierung reicht von einer Teilhabe an salafistischen Aktionen oder Demonstrationen50 bis hin zu offenen Aufrufen zum aktiven, militanten Dschihad.51 Es werden soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Youtube oder Instagram aber auch Websites genutzt. Zudem wird das Internet als Kommunikationsmittel verwendet, um propagandistische, radikalisierende Inhalte zielgruppengerecht und multilingual als Audio-, Video- oder Textbotschaften zu verbreiten.52 Weitere Nutzungsmöglichkeiten sind elektronische Angriffe gegen staatliche Internetseiten und Computernetzwerke. Der IS verbreitete den Aufbau einer ‚Cyber-Armee‘ und rekrutieren dazu Personen mit IT-Fähigkeiten. Kurz nach den islamistischen Terroranschlägen in Paris auf Charlie Hebdo im Januar 201553 identifizierten Cyber-Spezialisten französischer Sicherheitsbehörden mindestens 19 000 Hacker-Attacken aus dem islamistischen Spektrum.54

Goertz beschreibt das Internet als einen Risikofaktor innerhalb der Radikalisierung. Nach seinen Ausführungen ist die virtuelle Missionierung und Rekrutierung ein entscheidender Aspekt innerhalb der Radikalisierung. Weiterhin nennt er Nutzungsmöglichkeiten, um Missionierungen, Motivation und Rekrutierung zu realisieren.

„Virtueller Dawa55 ist ein vitaler Faktor für eine (…) Radikalisierung und (…) Motivation. (…) Ideologen und Führungspersonen nutzen Audio-, Video- und Textbotschaften (…)“56

Khosrokhavar stellt das Internet als Medium und Instrument zur Beeinflussung von Menschen dar. Die Beeinflussungs kann dabei vielfältig sein.

„Das Internet spielt eine Rolle sowohl als Instrument (…) sozialen Handelns wie auch als Medium der Wandlung von Verhaltens-, Sicht- und Handlungsweisen.“57

Nach Ansicht der Autoren von Wensierski/Lübcke in Herdings ‚Radikaler Islam im Jugendalter‘ ist das soziale Netzwerk des Internets ein starkes Wirkmittel für die Rekrutierung junger Menschen.

„[In] sozialen Netzwerken des Internets [wird] stark auf die Rekrutierung neuer Anhängerinnen und Anhänger unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen [eingewirkt].“58

Die drei ausgewählten Quellen (Kapitel 3.2 Goertz, Khosrokhavar und von Wensierski/Lübcke in Herding) schreiben dem Internet eine tragende Rolle zu, sowohl als Kommunikations-, Rekrutierungs- und Informationsmedium. Es ist dazu geeignet, Verhaltens- und Sichtweisen zu beeinflussen. Aus allen drei behandelten Texten wird ersichtlich, dass die Autoren das Internet als beachtenswerten Faktor innerhalb des Radikalisierungsprozesses bewerten. Von Wensierski/Lübcke schreiben dem Internet einen ‚starken‘ Einfluss zu. Insbesondere, behaupten die Autoren, sei bei jungen Menschen die Beeinflussung durch oder über das Internet sehr hoch und nimmt daher eine besondere Bedeutung ein.

4.2 Glaube

Die zur Datenauswertung herangezogenen Schlagworte, die dieser Kategorie zugeordnet wurden, beinhalten Auffassungen der Autoren zum Glauben, dem Islam, Moscheen oder Predigern. Im Folgenden werden diese Begriffe definiert und im Anschluss die Standpunkte der Autoren vorgestellt.

Solange es Menschen gibt, gibt es auch den Glauben an eine höhere Macht, an einen Gott oder etwas Heiliges, das über allem anderen steht und sowohl der Welt als auch dem Leben einen Sinn gibt. Zu Beginn der Menschheitsgeschichte verehrten die Menschen viele verschiedene Götter, vor etwa 3500 Jahren begannen die Juden als Erste an einen einzigen Gott zu glauben. Heute gibt es auf der Welt fünf große Religionen, zu denen sich die meisten Menschen bekennen: das Judentum, das Christentum, der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus.59

Im Rahmen dieser Arbeit meint die Kategorie ‚Glaube‘ ausschließlich den Begriff des Glaubens in Bezug auf den Islam betrachtet (Vgl. Abbildung 2). Zudem werden die Begrifflichkeiten wie Moscheen oder Prediger innerhalb dieser Ausführungen im Kontext des Islam kurz beleuchtet. Die Moschee ist das Gebetshaus der Muslime und gleichzeitig ein Treffpunkt zum Lernen, Diskutieren und Unterhalten. Auf Arabisch heißt die Moschee ‚Masgid‘. Dies bedeutet „Ort der Niederwerfung“.60 Als Prediger werden Personen beschrieben, die Glaubenswahrheiten verbreiten, meist handelt es sich dabei um Geistliche.61

Goertz beschreibt in seinen Ausführungen, dass „entscheidende Radikalisierungsfaktoren: Religion, (…) Islamismus, Salafismus Ideologie, (…) Jihadismus“62 sind. Er beschreibt, dass die Religion im Allgemeinen die Fähigkeit besitzt, ihre Anhänger in der Gewaltausübung zu beeinflussen. Das liegt daran, dass die Geschichte der großen Religionen kriegerisch und gewaltsam gestaltet ist. In besonderen Krisen kann dabei auf die Ursprünge der Religion zurückgegriffen werden. Dabei können gewaltsame Impulse als Resultat entstehen.63

„(…) Religion hat die Fähigkeit, äußerste Verpflichtungen bei ihren Anhängern hervorzurufen, kann Gewalt (…) kontrollieren und kanalisieren und hat dadurch eine (…) Gewaltkontrolle, wie sie sonst nur vom modernen Staat [als] Gewaltmonopol wahrgenommen wird“64

Goertz stützt sich zudem auf Studien zu britischen Homegrown-Dschihadisten65.66 Er kommt zu dem Schluss, dass Prediger einen vitalen Einfluss auf junge Menschen und in der Folge Einflüsse auf die Tätigkeit von Behörden und Wissenschaft haben.67 Religionen bilden „Identität und Legitimität (‚ich tue das Richtige‘)“68 aus, sowohl in Individuen als auch in Gruppen.

„80 % der untersuchten (…) Islamisten von (…) charismatischen ‚Predigern‘ sowie deren Netzwerken (…) radikalisiert wurden. Diese Feststellung [hat] erheblichen

[...]


1 Vgl. Suhr. https://de.statista.com/infografik/11013/die-aengste-der-deutschen-2017/. vom 08.09.2017.

2 Es existiert mehrere Schreibweisen des Jihad. Eine weitere ist Dschihad. Letztere Variante wurde außerhalb von Zitaten stringent, auch in Abwandlungen des Wortes oder der Wortnutzung, in dieser Arbeit genutzt.

3 Vgl. Europol 2017, S. 22. Übersetzung A.R.

4 Weiterführende Literatur dazu u.a. Nischler. https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2006/maerz/detailansicht-maerz/artikel/wie-kommt-es-vom-islamismus-zum-islamistischen-terrorismus.html. vom 31.03.2006.

5 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/berlin-breitscheidplatz-gedaechtniskirche-weihnachtsmarkt. vom 19.12.2016.

6 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/selbstmordattentat-manchester-terror-fragen-antworten-ueberblick. vom 23.05.2017.

7 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/manhattan-anschlag-new-york-kleinlaster-deutsche-verletzt. vom 01.11.2017.

8 Vgl. Hegemann; Kahl 2018, S. 169 f.

9 Nischler. https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2006/maerz/detailansicht-maerz/artikel/wie-kommt-es-vom-islamismus-zum-islamistischen-terrorismus.html. vom 31.03.2006.

10 Vgl. Aslan, Akkilic; Hämmerle 2017, S. 17,249,266.

11 Vgl. Frindte 2011, S. 28.

12 Vgl. Frindte 2011, S. 30.

13 Vgl. Aslan, Akkilic; Hämmerle 2017, S. 20.

14 Vgl. Horgan; Braddock 2010, S. 279. Übersetzung A.R.

15 Vgl. Lützinger; BKA (Hrsg.) 2010, S. 4 f.

16 Vgl. Ebd. S.4 f.

17 Vgl. Aslan, Akkilic; Hämmerle 2017, S. 33.

18 Vgl. Frindte 2011, S. 28.

19 Vgl. Ebd. S.30.

20 Lützinger; BKA (Hrsg.) 2010, S. 14.

21 Weiterführende Literatur dazu u.a. Lützinger; BKA (Hrsg.) 2010

22 Vgl. Wentker 2008, S. 37.

23 Vgl. Abou Taam 2014, S. 442.

24 Bundesministerium des Inneren (Hrsg.) 2017, S. 179.

25 Vgl. Ebd. S. 154-155.

26 Vgl. Abou Taam 2014, S. 442 f.

27 Von Jihad/Dschihad, heißt u.a. wörtlich übersetzt „sich abmühen“. Vgl. Islam-Info. http://www.islam-info.ch/de/Dschihad.htm. vom 24.03.2017.

28 Vgl. Politik-Lexikon. http://www.politik-lexikon.at/print/dschihadismus/. vom o.J..

29 Vgl. Islam-Info. http://www.islam-info.ch/de/Dschihad.htm. vom 24.03.2017.

30 ein Kapitel des Korans. Vgl. Duden. https://www.duden.de/rechtschreibung/Sure. vom 10.06.2016.

31 Nagie (Hrsg.) 2012, S. 139.

32 Vgl. Goertz 2017, S. 29.

33 Vgl. Tilly 2004.Übersetzung A.R.

34 Vgl. Goertz 2017, S. 28.
Weiterführende Literatur sind u.a.: „Der neue Terrorismus-neue Akteure, neue Strategien, neue Taktiken und neue Mittel, Lübeck 2018, Springer Fachmedien“

35 Richter. https://crp-infotec.de/ideologie-radikalismus-extremismus-terrorismus/. vom 23.07.2016.

36 Vgl. Herding (Hrsg.) 2013, S. 21 ff.

37 Vgl. Ebd.

38 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-07/ansbach-explosion-sprengstoff. vom 25.07.2016.

39 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-07/terrorismus-einsamer-wolf-anschlaege/seite-3. vom 18.07.2016.

40 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/berlin-breitscheidplatz-gedaechtniskirche-weihnachtsmarkt. vom 19.12.2016.

41 Vgl. Herding, Langner; Glaser. http://www.bpb.de/politik/extremismus/radikalisierungspraevention/212082/faktoren-fuer-die-hinwendung-zum-gewaltorientierten-islamismus. vom 15.09.2015.

42 Mayring 2002, S. 114.

43 Vgl. Ebd.

44 Vgl. Al-Lami. https://static1.squarespace.com/static/566d81c8d82d5ed309b2e935/t/567ab488b204d58613bf92aa/1450882184032/Studies_of_Radicalisation_State_of_the_F.pdf. vom 31.01.2009.Übersetzung A.R.

45 Extrapol ist eine polizeilich-interne Kommunikationsplattform Vgl. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Extrapol. vom 26.01.2017.

46 Abk. für File Transfer Protocol; Internetprotokoll, das die Übertragung (Download und Upload) von Dateien zwischen Rechnern ermöglicht. Gabler Wirtschaftslexikon. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/54828/ftp-v10.html. vom o.J.

47 Abk. für Multimedialer Dienst des Internets, der auf der Verlinkung von HTML-Seiten (HTML) basiert und die Darstellung von Text-, Bild-, Ton- und Videodateien mithilfe eines Browsers ermöglicht. Gabler Wirtschaftslexikon. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/74922/world-wide-web-www-v14.html. vom o.J.

48 Abk. für ein textbasiertes Chat-System, mit dem Chats nahezu in Echtzeit durchgeführt werden können. SEO-United. https://www.seo-united.de/glossar/irc/. vom o.J.

49 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/9169/internet-v16.html. vom o.J.

50 Z.B. eine Demonstration mit 200 radikalislamischen Salafisten in Bonn aus dem Jahre 2012. Vgl. Süddeutsche Zeitung. http://www.sueddeutsche.de/politik/eskalation-zwischen-salafisten-und-rechten-pro-nrw-aktivisten-eine-explosion-der-gewalt-die-wir-lange-nicht-erlebt-haben-1.1349490. vom 06.05.2012.

51 Vgl. Goertz; Maninger 2016, S. 29-42.

52 Vgl. Goertz 2017, S. 65.

53 Vgl. Zeit Online. http://www.zeit.de/feature/attentat-charlie-hebdo-rekonstruktion. vom 11.05.2015.

54 Vgl. Griffin. http://www.independent.co.uk/life-style/gadgets-and-tech/news/charlie-hebdo-france-hit-by-19000-cyberattacks-since-paris-shootings-in-unprecedented-hacking-9980634.html. vom 15.01.2015.Übersetzung A.R.

55 Auch Da’wa (arabisch) bedeutet Missionierung und Rekrutierung neuer Anhänger durch Propagandaaktivität. Vgl. Goertz 2017, S. 23.

56 Goertz 2017, S. 82.

57 Khosrokhavar 2016, S. 97.

58 von Wensierski; Lübcke 2013, S. 70.

59 Vgl. Wissen.de. http://www.wissen.de/glaube-und-religionen. vom o.J.

60 Vgl. Religionen-Entdecken.de. https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/m/moschee. vom o.J.

61 Vgl. Wortbedeutung.info. http://www.wortbedeutung.info/Prediger/. vom o.J.

62 Goertz 2017, S. 49.

63 Vgl. Goertz 2017, S. 48.

64 Ebd. S. 48.

65 Homegrown bedeutet ab der der zweiten Einwanderergeneration, in europäischen Ländern geboren und/oder aufgewachsen. Es besteht aufgrund religiöser, kultureller etc. Faktoren eine Ablehnung des westlichen Verfassungssystems. Vgl. Ebd. S.29.

66 Vgl. Ebd. S. 58 f.

67 Vgl. Ebd.

68 Vgl. Ebd. S.49.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten

Details

Titel
Islamistisch-terroristische Radikalisierungsprozesse. Die Bedeutung des Internets sowie anderer Einflussfaktoren
Autor
Jahr
2018
Seiten
73
Katalognummer
V437617
ISBN (eBook)
9783956876103
ISBN (Buch)
9783956876110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islamismus, Terror, Radikalisierung, Internet, Extremismus, Radikalismus, Mayring
Arbeit zitieren
Andre Röthling (Autor), 2018, Islamistisch-terroristische Radikalisierungsprozesse. Die Bedeutung des Internets sowie anderer Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437617

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Islamistisch-terroristische Radikalisierungsprozesse. Die Bedeutung des Internets sowie anderer Einflussfaktoren


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden