Eine Kultur, eingebettet in einer anderen Kultur - kann es das geben? Ute Marie Metje beschäftigte sich mit obdachlosen jungen Frauen am Hamburger Hauptbahnhof, mit Mädchen also, die unserem westlichen Kulturkreis angehören, deren Leben jedoch anderen Normen folgt, als wir es gewohnt sind. Ihr Leben folgt anderen Regeln, den Regeln der „Szene“, in der sie sich bewegen, die überwiegend von Prostitution und Drogen bestimmt wird. Verschiedene junge Frauen wurden über drei Jahre lang in ihrem Milieu beobachtet und befragt, sowohl auf der Straße als auch im KIDS, einer Einrichtung speziell für obdachlose Jugendliche.
In dieser Hausarbeit werden zunächst die Forschungsmethoden vorgestellt, dann der Inhalt der Monographie grob umrissen und letztendlich gezeigt, wie die Mädchen in ihrer Kultur von Metje dargestellt werden. Metje formuliert in ihrer Monographie das Ziel, den Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihnen Gehör zu verschaffen, damit der Leser Verständnis für die Normen des Straßenmilieus entwickeln kann. Wie ihr das gelingt, soll ebenfalls eine zentrale Frage dieser Abhandlung sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Methoden und Inhalte der Monographie
- Die methodische Arbeit
- Zentrale Inhalte der Monographie
- Der Bahnhof
- Die Straße
- Das KIDS
- Wie werden die Menschen in der untersuchten Kultur repräsentiert?
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Monographie „Zuhause im Übergang. Mädchen und junge Frauen am Hamburger Hauptbahnhof“ von Ute Metje befasst sich mit dem Leben obdachloser junger Frauen am Hamburger Hauptbahnhof, die in einer eigenen Kultur leben, die von Prostitution und Drogen bestimmt wird. Ziel der Arbeit ist es, den Jugendlichen eine Stimme zu geben und dem Leser ein Verständnis für die Normen des Straßenmilieus zu ermöglichen.
- Die Lebensbedingungen und Herausforderungen von obdachlosen jungen Frauen am Hamburger Hauptbahnhof
- Die „Szene“ und ihre Regeln
- Die Anwendung ethnographischer Methoden in der Feldforschung
- Die Bedeutung von Subjektivität in der Forschung
- Die Darstellung der „Fremden“ in der eigenen Kultur
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Thematik der Monographie vor und beschreibt die Lebenswelt der Mädchen und jungen Frauen am Hamburger Hauptbahnhof. Im zweiten Kapitel werden die Forschungsmethoden, wie teilnehmende Beobachtung und dichte Beschreibung, erläutert und die Besonderheiten des Forschungsfeldes hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Obdachlosigkeit, junge Frauen, Hamburger Hauptbahnhof, Prostitution, Drogen, Ethnographie, teilnehmende Beobachtung, dichte Beschreibung, Subjektivität, Kultur, „Fremde im eigenen Land“
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Ute Metjes Monographie?
Die Monographie untersucht das Leben obdachloser junger Frauen am Hamburger Hauptbahnhof, die in einer eigenen "Szene-Kultur" leben.
Welche Regeln bestimmen die Kultur am Hauptbahnhof?
Das Leben der Mädchen folgt eigenen Normen, die stark durch Prostitution, Drogenkonsum und das Überleben auf der Straße geprägt sind.
Was ist das "KIDS" in Hamburg?
Das KIDS ist eine spezielle Einrichtung für obdachlose Jugendliche, in der Metje ebenfalls Beobachtungen für ihre Forschung durchführte.
Welche Forschungsmethoden wendete Ute Metje an?
Sie nutzte ethnographische Methoden wie die teilnehmende Beobachtung über drei Jahre hinweg sowie die "dichte Beschreibung".
Was ist das Ziel der Autorin mit dieser Untersuchung?
Metje möchte den Jugendlichen eine Stimme geben und beim Leser Verständnis für die Normen und Lebensumstände dieses Straßenmilieus wecken.
Was bedeutet der Begriff "Fremde in der eigenen Kultur"?
Er beschreibt Menschen, die zwar zum selben westlichen Kulturkreis gehören, deren Lebensrealität und Regeln jedoch so stark abweichen, dass sie wie eine fremde Welt wirken.
- Arbeit zitieren
- Marlene Schulze (Autor:in), 2011, Das Fremde in der eigenen Kultur. Ute Metjes Monographie "Zuhause im Übergang. Mädchen und junge Frauen am Hamburger Hauptbahnhof", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437689