Die technologischen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte haben die Welt des Handels drastisch verändert. Seit der Digitalisierung sind Konsumenten während ihrer Kaufprozesse nicht mehr auf bestimmte Orte oder Öffnungszeiten angewiesen. Sie können selber entscheiden was, wo und wann sie konsumieren.
Das Internet bedeutet jedoch nicht ausschließlich eine Gefahr für den stationären Handel. Stattdessen bietet es diesem auch die Chance, seine Service-Kompetenz auszuweiten und Ladenprofile an relevante Kundengruppen anzupassen.
Ebru Sultan Demir untersucht in dieser Publikation, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den stationären Handel hat. Außerdem arbeitet sie heraus, wie sich das Konsumentenverhalten in diesem Zusammenhang entwickelt hat.
Aus dem Inhalt:
- Stationärer Handel;
- Digitalisierung;
- Internet;
- Konsumentenverhalten;
- Multi-Channel-Handel
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlage: Konsumentenverhalten
2.1 Begriffserklärung
2.2 Die Kaufentscheidung: SOR Ansatz
2.3 Konsumentendeterminanten
2.4 Phasen des Kaufenscheidungsprozesses
2.5 Kaufentscheidungsarten von Konsumenten
2.6 Entwicklung des Konsumentenverhaltens
3 Handelskanäle
3.1 Der stationäre Handel
3.2 Das E-Commerce
3.3 Der Multi-Channel Handel
4 Effekt der Digitalisierung auf das Konsumentenverhalten
4.1 Einkaufsstättenwahl der Konsumenten - Vor- und Nachteile der Einkaufsstätte
4.2 Veränderung des Konsumentenverhalten
4.3 Implikation des SOR-Modells unter der Betrachtung des Schuhhändlers Görtz
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf den stationären Handel zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die Beziehung zwischen dem stationären Handel und dem E-Commerce gestaltet und welche Veränderungen sich daraus für das Konsumentenverhalten ergeben haben.
- Grundlagen des Konsumentenverhaltens und der Kaufentscheidung (SOR-Modell)
- Analyse der verschiedenen Handelskanäle (stationär, E-Commerce, Multi-Channel)
- Untersuchung der Auswirkungen der Digitalisierung auf das Einkaufsverhalten
- Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen verschiedener Einkaufsstätten
- Praxisbeispiel: Analyse des Schuhhändlers Görtz im Kontext der Digitalisierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärung
Eines der wichtigsten Ziele des Marketings ist neben der Koordination, Planung und Kontrolle der Unternehmenshandlungen, welche zur Gewinnerzielung auf die aktuellen sowie die in naher Zukunft in Betracht kommenden Märkte gerichtet werden, dauerhaft die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen. Somit soll die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen und von Unternehmenszielen gewährleistet werden.14
„Es ist eine Herausforderung, das Konsumentenverhalten zu verstehen, zu erklären, zu prognostizieren oder gar zu verändern.“15 Die Aufgabe der Konsumentenverhaltensforschung ist es das Verhalten von Menschen zu erforschen, welches sie in ihrer Rolle als Konsument darstellen. Somit ist der Mensch als Konsument das Erkenntnisobjekt dieses Forschungsbereiches, denn die Gesamtheit der Verbraucher werden in anderen Forschungsdisziplinen wie der Volkswirtschaftslehre, der Konsumsoziologie und der Sozialökonomie betrachtet.16 Denn es gibt vielfältige Einflussfaktoren sowie Determinanten, die das Konsumentenverhalten bilden, dazu gehören neben den verschiedenen Persönlichkeiten und Lebensweisen sowie kulturellen Unterschieden auch die situativen Umstände beim Kaufprozess eine wichtige Rolle. Ebenfalls haben das Unternehmensimage sowie die Produktgestaltung und viele andere Faktoren einen Einfluss auf das Konsumentenverhalten. Auf Grund dieser Komplexität ist die Forschung des Konsumentenverhaltens eine Herausforderung und eine vielfältige Konsumentenverhaltensforschung ist notwendig.17 Durch die unterschiedliche Forschungsdisziplinen und die daraus konkludierenden Methoden und Erkenntnisse, kann das Konsumentenverhalten erkundet werden. Durch diese Perspektivenvielfalt weist die Konsumentenverhaltensforschung eine starke Interdisziplinarität auf.18
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den technologischen Wandel durch das Internet und dessen Herausforderungen sowie Chancen für den stationären Handel.
2 Theoretische Grundlage: Konsumentenverhalten: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Konsumentenverhaltens, das SOR-Modell der Kaufentscheidung sowie psychologische und soziale Determinanten.
3 Handelskanäle: Hier werden die Merkmale des stationären Handels, des E-Commerce und des Multi-Channel-Handels definiert, analysiert und ihre Bedeutung im heutigen Marktumfeld dargestellt.
4 Effekt der Digitalisierung auf das Konsumentenverhalten: Das Kapitel analysiert die Vor- und Nachteile von Online- und Offline-Handel sowie die grundlegenden Veränderungen im Kaufprozess durch die Digitalisierung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer Multi-Channel-Strategie für den langfristigen Erfolg im Handel.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Konsumentenverhalten, Stationärer Handel, E-Commerce, Multi-Channel, Kaufentscheidung, SOR-Modell, Online-Handel, Kundenbindung, Kaufmotive, Kundenverhalten, Handelskanäle, Einzelhandel, Transformation, Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel der Handelsstrukturen durch die Digitalisierung und deren Einfluss auf das Verhalten der Konsumenten.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Konsumentenverhaltens, die verschiedenen Handelskanäle (stationär, online, Multi-Channel) sowie der Effekt der Digitalisierung auf diese.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Wirkungsweise der Digitalisierung auf den reinen stationären Handel zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich das Konsumentenverhalten in diesem Kontext entwickelt hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle wie das SOR-Modell (Stimulus-Organismus-Response) sowie eine Analyse von Handelsstrukturen und ein Praxisbeispiel.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Konsumentenverhaltens, den verschiedenen Handelskanälen sowie der detaillierten Analyse, wie die Digitalisierung die Einkaufsstättenwahl und den gesamten Kaufprozess verändert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Digitalisierung, Konsumentenverhalten, Multi-Channel-Handel, E-Commerce und stationärer Einzelhandel sind die prägenden Begriffe.
Wie definiert die Autorin den „vernetzten Konsumenten“?
Der vernetzte Konsument wird als aktiver Akteur beschrieben, der nicht mehr nur passiver Empfänger von Botschaften ist, sondern im Internet Informationen austauscht, bewertet und aktiv an der Wertschöpfung teilnimmt.
Warum wird das Unternehmen Görtz als Praxisbeispiel gewählt?
Görtz dient als Beispiel für einen Einzelhändler, der bereits früh eine Multi-Channel-Strategie implementiert hat, um auf das veränderte Kundenverhalten zu reagieren.
Welche Rolle spielt das SOR-Modell bei der Analyse des Online-Shops von Görtz?
Es dient dazu, die Marketing-Stimuli (z.B. Website-Gestaltung, Services) zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese auf den Organismus des Kunden wirken und seine Kaufreaktion beeinflussen können.
- Arbeit zitieren
- Ebru Sultan Demir (Autor:in), 2018, Stationärer Handel und E-Commerce. Wie die Digitalisierung das Kundenverhalten verändert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437724