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Parteinahe Stiftungen. Struktur, Aufgaben, Finanzen, Kritik

Title: Parteinahe Stiftungen. Struktur, Aufgaben, Finanzen, Kritik

Term Paper , 2018 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Cindy Lembke (Author)

Law - Public Law / Miscellaneous
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Im Rahmen dieser Arbeit soll erörtert werden, ob die Notwendigkeit eines Stiftungsgesetzes besteht. Im ersten Teil wird auf die Struktur der parteinahen Stiftungen eingegangen. Ebenso werden die auf Bundesebene vertretenen parteinahen Stiftungen kurz vorgestellt. Nachfolgend werden ihre Aufgaben und Ziele zusammengetragen. Im dritten Teil wird auf die Finanzierung der parteinahen Stiftungen und deren Kontrolle eingegangen. Der Fokus liegt hierbei bei der Betrachtung der öffentlichen Mittel sowie des Vergabeverfahrens. Abschließend werden mögliche Kritikpunkte an der Finanzierung und der Behandlung von parteinahen Stiftungen durch die Bundesregierung offengelegt.

Im Jahre 2017 flossen den parteinahen Stiftungen 581,4 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt zu. Dies waren 135,5 Millionen Euro mehr als fünf Jahre zuvor und im Vergleich zum Jahre 2007 stiegen die Zahlungen um 241,4 Millionen Euro. Diese Zahlen wurden durch die Bundesregierung aufgrund einer Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD im 19. Bundestag bekanntgegeben. Unter anderem die Entwicklung der Finanzierungshöhe, aber auch eine fehlende Transparenz veranlassten die Fraktion der AfD im Juni 2018, einen Gesetzesentwurf über die Rechtstellung und die Finanzierung parteinaher Stiftungen in den Bundestag einzubringen. Dieser wurde zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Inneres und Heimat überwiesen.

Bereits im Jahre 1992 beauftragte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker eine Kommission unabhängiger Sachverständiger, Vorschläge für eine künftige Regelung der mit der Parteienfinanzierung zusammenhängenden Fragen zu erarbeiten. In einem eigenen Kapitel ihrer Empfehlung wies die unabhängige Kommission auf Zusammenhänge zwischen Stiftungen und den ihnen nahestehenden politischen Parteien hin, rügte eine fehlende Transparenz und empfahl den Entwurf und die Verabschiedung einer gesetzlichen Regelung. Die Ergebnisse der Kommission wurden durch den Bundestag lediglich zur Kenntnis genommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Struktur der parteinahen Stiftungen

2.1 Definition

2.2 Parteinahe Stiftungen auf Bundesebene

2.2.1 Konrad-Adenauer-Stiftung

2.2.2 Hanns-Seidel-Stiftung

2.2.3 Friedrich-Ebert-Stiftung

2.2.4 Desiderius-Erasmus-Stiftung

2.2.5 Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

2.2.6 Rosa-Luxemburg-Stiftung

2.2.7 Heinrich-Böll-Stiftung

2.3 Abgrenzung: Stiftung - Eingetragener Verein

2.4 Rechtsstatus der parteinahen Stiftung

3 Aufgaben der parteinahen Stiftungen

3.1 Politische Bildungsarbeit

3.2 Forschung und Beratung

3.3 Studienförderung

3.4 Internationale Arbeit

4 Finanzierung der parteinahen Stiftungen

4.1 Von öffentlicher Hand

4.1.1 Globalzuschüsse

4.1.2 Projektmittel

4.1.3 Vergabeverfahren und öffentliche Kontrolle

4.2 Von privater Hand

5 Kritikpunkte an parteinahen Stiftungen

5.1 Versteckte Parteienfinanzierung

5.2 Personalverflechtungen

5.3 Wesentlichkeit der Stiftungsfinanzierung

6 Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit eines gesetzlichen Rahmens für parteinahe Stiftungen in Deutschland. Dabei wird die Struktur, das Aufgabenspektrum und die Finanzierung dieser Institutionen analysiert, um kritische Aspekte wie mangelnde Transparenz und die Gefahr einer verdeckten Parteienfinanzierung aufzuzeigen.

  • Struktur und rechtliche Einordnung parteinaher Stiftungen
  • Aufgabenbereiche (Bildung, Forschung, Stipendien, internationale Arbeit)
  • Staatliche Finanzierung und deren Vergabepraxis
  • Kritische Analyse von Personalverflechtungen und Transparenz
  • Diskussion um die "Wesentlichkeitstheorie" bei der Stiftungsfinanzierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

Parteinahe Stiftungen sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Ebenso werden sie als politische Stiftung oder auch kritischer als Parteistiftung betitelt. Der Begriff fasst die derzeit sieben Stiftungen zusammen, die den im Bundestag vertretenen politischen Parteien nahestehen. Bei ihrer Arbeit orientieren sie sich an den Grundwerten der jeweiligen politischen Partei. Allerdings dürfen sie nicht im Namen dieser arbeiten, sondern haben eine rechtliche und tatsächliche Selbstständigkeit zu wahren. In anderen Demokratien gibt es keine Einrichtungen dieser Art, so dass die parteinahen Stiftungen eine deutsche Besonderheit darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg der staatlichen Finanzierung parteinaher Stiftungen und führt in die Fragestellung ein, ob ein gesetzlicher Rahmen für deren Tätigkeit und Finanzierung erforderlich ist.

2 Struktur der parteinahen Stiftungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der parteinahen Stiftung, stellt die sieben auf Bundesebene agierenden Stiftungen vor und erläutert deren Abgrenzung zum eingetragenen Verein sowie ihren Rechtsstatus.

3 Aufgaben der parteinahen Stiftungen: Hier werden die zentralen Tätigkeitsfelder wie politische Bildungsarbeit, Forschung und Beratung, Studienförderung sowie das Engagement in der internationalen Arbeit detailliert dargelegt.

4 Finanzierung der parteinahen Stiftungen: Dieses Kapitel analysiert die Einnahmequellen, insbesondere die staatlichen Globalzuschüsse und Projektmittel, das Vergabeverfahren sowie die marginale Bedeutung privater Finanzierung.

5 Kritikpunkte an parteinahen Stiftungen: Das Kapitel diskutiert problematische Aspekte, darunter den Vorwurf der verdeckten Parteienfinanzierung, die enge Personalverflechtung mit politischen Parteien sowie die verfassungsrechtliche Debatte zur Wesentlichkeit der Finanzierung.

6 Stellungnahme: Die Verfasserin bewertet die aktuelle Situation kritisch und kommt zu dem Schluss, dass ein Stiftungsgesetz notwendig ist, um Transparenz zu schaffen und die Stiftungsfinanzierung in einen rechtlich legitimierten Bereich zu führen.

Schlüsselwörter

Parteinahe Stiftungen, Politische Stiftungen, Stiftungsfinanzierung, Staatliche Zuwendungen, Parteienfinanzierung, Transparenz, Wesentlichkeitstheorie, Globalzuschüsse, Projektmittel, Politische Bildung, Rechtsstatus, Verflechtungen, Demokratie, Haushaltsrecht, Stiftungsgesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strukturen, Aufgaben und Finanzierungsweisen parteinaher Stiftungen in Deutschland vor dem Hintergrund ihrer besonderen Nähe zu politischen Parteien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die rechtliche Struktur, das Leistungsspektrum im Bereich der politischen Bildung und Forschung sowie die kritische Betrachtung der staatlichen Mittelvergabe.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob angesichts der hohen staatlichen Finanzierung und der engen Verbindung zu Parteien die Notwendigkeit eines gesetzlichen Rahmens (Stiftungsgesetz) besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Analyse, die sich primär auf juristische Grundlagen, Bundestagsdrucksachen und fachwissenschaftliche Literatur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Stiftungen, die Erläuterung ihrer Aufgaben, die detaillierte Untersuchung der Finanzströme aus öffentlicher Hand sowie eine kritische Bewertung der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind parteinahe Stiftungen, staatliche Finanzierung, Transparenz, Parteienfinanzierung und die Wesentlichkeitstheorie.

Wie genau werden die Stiftungen aktuell finanziert?

Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch staatliche Globalzuschüsse und zweckgebundene Projektmittel, die von verschiedenen Ministerien vergeben werden.

Was kritisiert die Autorin konkret an der Mittelvergabe?

Die Autorin bemängelt insbesondere die mangelnde Transparenz, die fehlende gesetzliche Grundlage für die Finanzierung und die Tatsache, dass über die Mittelvergabe Akteure entscheiden, die selbst den Parteien angehören.

Welche Bedeutung hat das "Gentleman's Agreement"?

Es dient derzeit als informelle Basis für die staatliche Finanzierung, bietet aber keine rechtlich verbindliche Sicherheit oder Transparenz für die Öffentlichkeit.

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Details

Title
Parteinahe Stiftungen. Struktur, Aufgaben, Finanzen, Kritik
Grade
1,3
Author
Cindy Lembke (Author)
Publication Year
2018
Pages
28
Catalog Number
V437788
ISBN (eBook)
9783668879645
ISBN (Book)
9783668879652
Language
German
Tags
parteinahe stiftungen struktur aufgaben finanzen kritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cindy Lembke (Author), 2018, Parteinahe Stiftungen. Struktur, Aufgaben, Finanzen, Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/437788
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