Literatur der Enkelgeneration: Tanja Dueckers - Himmelskörper


Referat (Ausarbeitung), 2005

16 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autorin

3. Inhalt

4. Aufbau und Erzähltechnik

5. Autobiographische Elemente

6. Intergenerelle Kommunikation
6.1 Zwillinge und Mäxchen
6.2 Zwillinge und Jo
6.3 Zwillinge und Peter
6.4 Zwillinge und Renate

7. Auswirkungen auf die Gegenwart

8. Anlass der Nachforschungen und des Schreibens
8.1 Freia
8.2 Paul
8.3 Tanja Dückers

9. Schluss

10. Literaturverzeichnis UND BILDNACHWEIS

1. Einleitung

In dieser schriftlichen Ausarbeitung des Referats „Literatur der Enkelgeneration: Tanja Dückers: Himmelskörper “ beschäftige ich mich vor allem mit dem Aspekt der Kommunikation zwischen den drei, bzw. vier auftretenden Generationen innerhalb des im Jahr 2003 erschienen Werkes von Tanja Dückers.

Zunächst gebe ich einen kurzen Überblick über das leben der Autorin, den Inhalt und die Form, des Romans, um dann die autobiographischen Elemente im Werk zu untersuchen. Es folgt eine Analyse der intergenerationellen Kommunikation mit dem Schwerpunkt auf der Kommunikation zwischen den im Krieg aufgewachsenen Generation und der fragenden „Enkelgeneration“.

Außerdem betrachte ich die Auswirkungen des Krieges auf die Gegenwart am Beispiel einer Romanfigur und gehe schließlich auf den Anlass der Nachforschungen und des Schreibens bei Erzählern und Autorin ein.

2. Autorin

Tanja Dückers wurde am 25. September 1968 in Berlin (West)

geboren. Dort studierte sie Germanistik und Nordamerikanistik und

hielt sich längere Zeit in den USA, Amsterdam und Barcelona auf.

Heute lebt sie mit ihrem Mann in Berlin.

Tanja Dückers schreibt unregelmäßig journalistische Arbeiten für

Zeitungen und Magazine, unter anderem für Spiegel, Welt und

Brigitte. Ihr erstes Buch Morsezeichen (Lyrik) erschien 1996.

Weitere Werke sind unter anderem Fireman (1996; englische

Lyrik), Spielzone (1999; Roman), Café Brazil (2001; Erzählungen) und Stadt Land Krieg. Autoren der Gegenwart erzählen von der deutschen Vergangenheit (2004).

Tanja Dückers erhielt bis 2005 ca. zehn Stipendien und mehrere Preise.

3. Inhalt

Die eineiigen Zwillinge Paul und Eva Maria, genannt Freia, wachsen bei ihren Eltern Peter und Renate am Berliner Stadtrand auf. Während der häufigen besuche der Großeltern Jo und Mäxchen stellen die Kinder immer wieder Fragen nach dem Krieg, bekommen jedoch nur unzureichend Antworten von den Erwachsenen. Mit zunehmendem Alter interessiert sich Freia immer mehr für die Vergangenheit der Familie und stößt schließlich bei der Wohnungsauflösung der Großmutter nach deren Tod auf eine Kiste, die neben mit Hakenkreuzen versehenen Gegenständen auch Hitlers Mein Kampf enthält. Durch diese Entdeckung gelangt Freia in Verbindung mit älteren Aussagen von Jo und Mäxchen, die beide im Alter aufhörten über den Krieg zu schweigen, zu der Einsicht, dass ihre Großeltern der Partei angehörten und Nazis waren.

Neben diesem Hauptthema geht es in dem mehrschichtigen Familienportrait Himmelskörper um die geschwisterliche Beziehung von Paul und Freia, die durch das Auftauchen des 17jährigen Wieland auf eine harte Probe gestellt wird, da sich sowohl Freia als auch Paul in den etwas gleichaltrigen Jungen verlieben.

Außerdem spielt die ehe der Eltern, in der Vater Peter immer wieder fremdgeht, eine Rolle; ebenso wie die auf Gewohnheit basierende Ehe der Großeltern, die zuletzt nicht nur separate Schlafzimmer, sondern auch getrennte Badezimmer und Kühlschränke haben.

4. Aufbau und Erzähltechnik

Himmelskörper ist das Buch, welches die Ich-Erzählerin Freia am Ende des Werkes ankündigt zu schreiben und kann somit als Autobiographie der Protagonistin bezeichnet werden.

Die Erzählzeit umfasst 311 Seiten, es folgt eine einseitige Danksagung der Autorin. Der Roman ist in 24 Kapitel unterteilt, die jedoch keiner chronologischen Reihenfolge unterliegen.

Die erzählte Zeit lässt sich nicht genau ermitteln. Die erste Erinnerung, von der Freia erzählt, spielt etwa in ihrem fünften Lebensjahr (ca. 1978). Ihre Ausführungen, die sie als Erwachsene macht, reichen bis in die3 Gegenwart (ca. 2003), als Freia zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Paul beschließt, ein Buch über ihre Kindheitserinnerungen und den Umgang mit den Kriegserlebnissen innerhalb der Familie zu schreiben. Die eben genannte Szene in Kapitel 24 ist der eigentliche Ausgangspunkt des Romans und bildet die Erzählebene, von der aus sich Freia an ihre Kindheit, Jugend und das frühe Erwachsenenalter erinnert. Diese Erinnerungen halten sich wie bereits angesprochen an keine chronologische Reihenfolge. Kapitel vier von insgesamt 24 ist vermutlich dasjenige, in dem Freia am jüngsten ist; der Leser erfährt, dass sie noch lange Haare hat, die sie sich in Kapitel sieben, das in der chronologischen Reihenfolge auf Kapitel vier folgt, abschneidet und jetzt nur noch mit Glatze auftritt. Hinweise auf die Zeit des Erinnerten werden nur versteckt und nahezu nebenbei gegeben, sodass ein chronologisches Sortieren der Kapitel schwer fällt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Literatur der Enkelgeneration: Tanja Dueckers - Himmelskörper
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2
Autor
Jahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V43784
ISBN (eBook)
9783638415101
ISBN (Buch)
9783638931762
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Literatur, Enkelgeneration, Tanja, Dueckers, Himmelskörper, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Selina Hartmann (Autor), 2005, Literatur der Enkelgeneration: Tanja Dueckers - Himmelskörper, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43784

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