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Potentiale von neuen Medien - Der Einfluss von Lernsoftware auf die Wissenskluft

Title: Potentiale von neuen Medien - Der Einfluss von Lernsoftware auf die Wissenskluft

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: gut

Autor:in: Carmen Koch (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Diese Seminararbeit setzt sich mit der Bedeutung von Lernsoftware in der Entwicklung von Wissensklüften auseinander. Damit wird versucht zwei bisher differenzierte Forschungsrichtungen - Wissenskluft und Lernsoftware - miteinander zu verknüpfen.
Wie sich gezeigt hat, herrscht in der Öffentlichkeit eine Wissenskluft: auf der einen Seite stehen Informationsreiche aus sozioökonomisch höheren, auf der anderen Informationsarme aus sozioökonomisch tieferen Schichten. Die Medien spielen dabei insofern eine zentrale Rolle, da sie als die Wissens- und Informationsvermittler gelten. Diverse Ansätze stellen dabei verschiedene Variablen als diejenigen in den Mittelpunkt, welche diese Entwicklung beeinflussen sollen (vgl. Bonfadelli 2004: 254ff). So hebt das Kontingenzmodell nebst der differenten Bildung, die unterschiedliche Motivation sich einem Medium zuzuwenden und Informationen aufzunehmen als Einflussfaktoren auf die Wissenskluft heraus (vgl. Kwak 1999: 387ff).
Wie aber kann diese Wissenskluft geschlossen oder zumindest verringert werden? Diese Fragen sind seit langem Gegenstand von Diskussionen. Ein Versuch der Negativentwicklung der Wissenskluft Einhalt zu gebieten, wurde erstmals mit dem Bildungsfernsehen Sesamstrasse Ende der 60er Jahre gemacht. Leider erfolglos, da die sozioökonomisch tieferen Schichten nicht so erfolgreich erreicht wurden, wie die höheren. Seither wurden Bildungsmedien nicht mehr explizit hergestellt, um die Wissenskluft zu schließen. Doch sie haben sich ständig weiterentwickelt und sind für Kinder attraktiver geworden. Insbesondere die neuen interaktiven Medien werden jüngst als anregende Bildungsmedien bejubelt (vgl. Kübler 1997: 2). Gerade der Bereich Lernsoftware, um welchen es in der Seminararbeit gehen soll, gilt laut Kübler (vgl. ebd.: 9) als einer der potentesten und dynamischsten. Es stellt sich nun die Frage, welche Potentiale die Lernsoftware im Spezifischen hat, Kinder zum Lernen anzuregen. Weiter wird in dieser Seminararbeit diskutiert, ob diese Potentiale es vermögen, Kinder und Jugendliche aller Schichten zum Lernen und damit zur Aufnahme von Information zu animieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau der Arbeit

3. Fragestellungen

4. Theorie & Forschung

4.1 Bildungsmedien

4.1.1 Definition Bildungsmedien

4.1.2 Entwicklung der Bildungsmedien

4.3 Wissenskluft

4.4 Mediennutzung

5. Beantwortung und Diskussion der Fragen

5.1 Potentiale von Lernsoftware zum Lernen zu motivieren

5.2 Lernsoftware und Wissenskluft

6. Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Lernsoftware im Kontext der Wissenskluft-Problematik. Das primäre Ziel ist es, die motivationalen Potentiale von Lernsoftware zu analysieren und zu erörtern, inwieweit diese dazu beitragen können, Wissensklüfte zwischen sozioökonomisch unterschiedlich gestellten Kindern und Jugendlichen zu verringern.

  • Analyse motivationaler Faktoren von Lernsoftware (z. B. Selbstbestimmung, Spiel-Elemente).
  • Untersuchung der Wissensklufthypothese und deren Einflussfaktoren (Bildung, sozioökonomischer Status).
  • Evaluierung der Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen.
  • Diskussion der Möglichkeiten zur Überbrückung der sogenannten "digital divide" durch pädagogisch wertvolle Lernprogramme.
  • Reflektion über die Bedeutung von Rahmenbedingungen (Zugang, Anleitung, Passung) für den Lernerfolg.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Entwicklung der Bildungsmedien

Seit dem Anfang der Menschheitsgeschichte gibt es Bildungsmedien (vgl. Mayer 1998: 26). Anfangs waren es Höhlenmalereien zur Veranschaulichung von Jagdtechniken, später wurden Schriften und Abbildungen in Klosterschulen benutzt. Einen spezifischen Stellenwert im Bildungsprozess erhielten Medien mit der Entwicklung von allgemein bildenden Schulen im Zuge des Kapitalismus, sowie den parallelen Humanismus- und Aufklärungsströmungen. Darstellungsmedien wie Tafeln, Bücher, aber ebenfalls Landkarten und plastische Modelle wurden als Demonstrationsobjekte didaktisch genutzt.

Später gesellten sich Fotografien und der Film dazu. Im 20 Jahrhundert stand lange Zeit die Kinoreform und die Schulfilmbewegung im Mittelpunkt der Diskussion: Erstere versuchte eine Kommerzialisierung des Filmes zu verhindern und jugendschützerische Aktivitäten zu entfalten. Dafür unterstützten sie Medienangebote, die dem Bildungsanspruch förderlich sein sollen. Die Schulfilmbewegung ihrerseits erkannte den Film als Instrument zur Verinnerlichung des Lernstoffes, wobei eigenständiges Denken vorausgesetzt wurde (vgl. Filk 1999: 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Lernsoftware als Faktor in der Entwicklung von Wissensklüften ein und setzt sich zum Ziel, Forschungsrichtungen aus Pädagogik und Publizistik zu verknüpfen.

2. Aufbau der Arbeit: Es wird der methodische Vorgehensweise erläutert, welche eine theoretische Herleitung der Forschungsfragen und deren anschließende Diskussion auf Basis empirischer Literatur vorsieht.

3. Fragestellungen: Die Arbeit fokussiert zwei Kernfragen: Welche motivierenden Potentiale bietet Lernsoftware für Kinder und Jugendliche und kann ihr Einsatz zur Schließung der Wissenskluft beitragen?

4. Theorie & Forschung: Dieser Teil beleuchtet die Definition und Geschichte von Bildungsmedien, analysiert das Wissenskluft-Modell, die Mediennutzung sowie die Kategorisierung von Lernsoftware nach Fritz.

5. Beantwortung und Diskussion der Fragen: Hier werden die motivationalen Potentiale von Lernsoftware diskutiert und die direkte Verknüpfung zur Problematik der Wissenskluft anhand der Theorie und empirischer Befunde hergestellt.

6. Ausblick: Es wird festgehalten, dass noch erheblicher Forschungsbedarf besteht, insbesondere um die langfristigen Effekte von Lernsoftware auf die Wissenskluft empirisch zu belegen.

Schlüsselwörter

Lernsoftware, Wissenskluft, Bildungsmedien, Motivation, Mediennutzung, Edutainment, Selbstbestimmung, Wissensklufthypothese, Digital Divide, Wissenserwerb, Computer, Kinder, Pädagogik, Medienkompetenz, Schichtspezifische Nutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Lernsoftware als pädagogisches Instrument eingesetzt werden kann, um Kinder und Jugendliche zum Lernen zu motivieren und ob dies einen Beitrag zur Verringerung bildungsbedingter Wissensklüfte leisten kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Hauptfelder sind die Theorie der Wissenskluft, die Kategorisierung und Funktion von Lernsoftware, die Mediennutzung im Kindesalter sowie die motivationale Psychologie des Lernens.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Kann Lernsoftware dazu beitragen, die Wissenskluft zwischen verschiedenen sozioökonomischen Bevölkerungsgruppen zu schließen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Seminararbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Diskussion bestehender empirischer Studien zu den genannten Themenfeldern basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Bildungsmedien, Wissenskluft, Mediennutzung) dargelegt, gefolgt von einer kritischen Diskussion, welche die Potenziale von Lernsoftware zur Motivation und deren Rolle bei der Wissenskluft analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Lernsoftware, Wissenskluft, Motivation, Edutainment, Bildungsmedien und digitale Kluft.

Was ist das "Kontingenzmodell" im Kontext der Arbeit?

Das Kontingenzmodell ist ein Erklärungsmodell der Wissenskluftforschung, welches besagt, dass die Motivation ein zentraler Vermittlungsfaktor zwischen sozioökonomischem Status und dem tatsächlichen Wissenserwerb ist.

Warum wird Lernsoftware oft als "Edutainment" bezeichnet?

Der Begriff Edutainment beschreibt die Verschmelzung von Education (Bildung) und Entertainment (Unterhaltung), um den Lernprozess für Kinder attraktiver zu gestalten und die Hemmschwelle zur Nutzung zu senken.

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Details

Title
Potentiale von neuen Medien - Der Einfluss von Lernsoftware auf die Wissenskluft
College
University of Zurich  (IPMZ Zürich)
Course
Medien als Ressourcen und Belastung im Alltag von Kindern
Grade
gut
Author
Carmen Koch (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V43791
ISBN (eBook)
9783638415156
ISBN (Book)
9783638596817
Language
German
Tags
Potentiale Medien Einfluss Lernsoftware Wissenskluft Medien Ressourcen Belastung Alltag Kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carmen Koch (Author), 2005, Potentiale von neuen Medien - Der Einfluss von Lernsoftware auf die Wissenskluft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43791
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