Joseph Alois Schumpeter (1883-1950)


Hausarbeit, 2000
9 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Leben des Joseph Alois Schumpeter
2.2 Kreislauf der Wirtschaft ( Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung )
2.3 Akademisches Wirken in den USA
2.4 Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie

3 Schlussteil / Kritische Würdigung

4 Literaturangabe:

1 Einleitung

Im Folgenden werde ich versuchen, einen Abriss zu geben über die Person Joseph Schumpeters, seinen persönlichen Werdegang, seine ökonomischen Ansichten verbunden mit den Leitgedanken seiner Hauptwerke. Am Anfang steht eine Einführung in seine Vita, deren Absicht es ist, den Menschen Schumpeter besser einordnen und verstehen zu können, die vielleicht schon Schlussfolgerungen auf seine wirtschaftliche Sichtweise zulässt. Der Hauptteil beschäftigt sich mit Schumpeters Ansicht vom Kreislauf der Wirtschaft, deren Prämissen und mögliche Entwicklungstendenzen. Dabei werde ich mich mit seinen Äußerungen im ersten ökonomischen Hauptwerk, der „ Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung “

( 1911 ) auseinandersetzen. Ein Teilkapitel befasst sich mit seinem akademischem Wirken in den Vereinigten Staaten ( 1932 – 1950 ), insbesondere seine Abkehr von früheren ökonomischen Standpunkten sowie seine These vom Übergang des kapitalistischen in ein sozialistisches System. Der Schlussteil ist der Versuch einer kritischen Würdigung der Person Joseph Schumpeters sowie eine Einordnung im Rahmen der Nationalökonomie. Neben seinen eigenen Werken beziehe ich mich öfters auch auf die Biografie Joseph A. Schumpeter, herausgegeben von Richard Swedberg ( 1991).

Am Ende der Arbeit findet sich eine Liste der verwendeten Literatur.

2 Hauptteil

2.1 Leben des Joseph Alois Schumpeter

Joseph Alois Schumpeter wurde am 8. Februar 1883 in Triesch ( Mähren ) als einziges Kind von Alois Schumpeter und dessen Frau Johanna geboren. Sein Vater verstarb schon sehr früh. Somit fixierte er sich ganz auf seine Mutter, die er wie eine Heilige vergötterte und in schwierigen Situationen immer wieder um Hilfe und Beistand rief. 1901- 1906 studierte er an der Juristischen Fakultät der Universität Wien, die ihm 1906 den Doktorgrad verlieh. Schon in diesen frühen Lebensjahren hatte er Kontakt zu Personen wie z.B. Friedrich von Wieser, Eugen von Böhm-Bawerk oder Otto Bauer und lernte unterschiedliche volkswirtschaftliche Gedankengänge. Nach den ersten akademischen Anstellungen an den Universitäten Wien und Czernowitz bekam er 1911 eine Professur an die Universität Graz, die er bis 1913 inne hatte. 1913/ 1914 arbeitete er als Austauschprofessor an der Columbia University in den Vereinigten Staaten – eine Zäsur in seinem Werdegang. Bis dato hatte er als junger Nationalökonom für Furore gesorgt und drei seiner Hauptwerke verfasst: 1908 die erste Monographie über das Wesen und den Hauptinhalt der theoretischen Nationalökonomie, 1911 die Abhandlung über die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie 1914 das Werk über die Epoche der Dogmen- und Methodengeschichte. Nun wollte er sein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen und ein erfolgreicher Politiker werden. Nach dem Ende des

1.Weltkrieges wurde Schumpeter 1919 Mitglied der deutschen Sozialisierungskommission und anschließend Finanzminister in Österreich. Da er gegen eine Anschluss Österrreichs an Deutschland war und Vorwürfe aufkamen, er verhalte sich illoyal gegenüber der amtierenden sozialdemokratischen Regierung in puncto Sozialisierungsabkommen, wurde er noch im Oktober 1919 entlassen und seine politische Karriere war am Ende, ehe sie richtig begonnen hatte. 1921 übernahm er das Amt des Präsidenten der Biedermann-Bank, die jedoch drei Jahre später liquidiert werden musste. Fortan widmete sich Schumpeter wieder ganz seiner akademischen Tätigkeit und verließ Österreich. Er trat in Bonn 1925 eine Professur für Finanzwissenschaft an, die er bis 1932 inne hatte. Anfang 1932 folgte er dem Ruf der Harvard-University und blieb auf dem amerikanischen Kontinent bis 1950. Trotz großer Schaffenskraft hatten seine verfassten Werke

( 1939 Business Cycles, 1942 Capitalism, Socialism and Democracy ) nie den Stellenwert vergleichbarer zeitgenössischer Ökonomen, wie z.B. J. M. Keynes, der durch die Publikation seines Buches „ General theory of Employment “ 1936 weltweit anerkannt wurde. Im privaten Bereich heiratete er 1937 seine dritte Frau Elizabeth Boody, vergötterte aber weiterhin seine 1925 verstorbene zweite Frau Annie und seine Mutter, was das Eheleben mit Elizabeth erheblich belastete. „ Sie waren und blieben seine Privatheiligen, und obwohl Schumpeter nicht religiös war, behielt er diesen halb- religiösen Kult bei “ ( Swedberg 1991, S.172).

Am 8.Januar 1950 starb Joseph Schumpeter in seinem Haus in Taconic, Connecticut.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Joseph Alois Schumpeter (1883-1950)
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Politik und Wirtschaft I
Note
1,7
Autor
Jahr
2000
Seiten
9
Katalognummer
V43798
ISBN (eBook)
9783638415224
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Joseph, Alois, Schumpeter, Politik, Wirtschaft
Arbeit zitieren
Alexander Heftrich (Autor), 2000, Joseph Alois Schumpeter (1883-1950), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43798

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