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Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in der Energiewirtschaft

Title: Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in der Energiewirtschaft

Diploma Thesis , 2005 , 131 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Saskia Erdmann (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Summary Excerpt Details

In Deutschland hat die berufliche Weiterbildung einen weitaus höheren Stellenwert als in vielen anderen Industrieländern. Sie unterscheidet sich in erster Linie stark innerhalb und außerhalb der Unternehmen von derjenigen in anderen Ländern, weil sie überwiegend Erwerbstätige erfasst, die bereits eine mehrjährige berufliche Erstausbildung erfahren haben. Auch der Begriff des lebenslangen Lernens hält immer weiter Einzug in das Bewusstsein der Menschen. Im nationalen und internationalen Wettbewerb wächst die Bedeutung einer stetigen Weiterbildung des Einzelnen. Der deutsche Weiterbildungsmarkt bietet vielfältige Angebote in allen Bereichen. Die Entwicklungen auf dem Weiterbildungsmarkt werden maßgeblich durch Angebot und Nachfrage, aber auch entscheidend durch politische Vorgaben geprägt. Der Markt der Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in der Energiewirtschaft ist aktuell durch umfangreiche Personalabbaumaßnahmen geprägt. Durch die verschärften Wettbewerbsvorgaben und die bevorstehende Entflechtung der Unternehmen stehen die Energieversorger vor der Notwendigkeit, ihr Personal weiter zu qualifizieren, gegebenenfalls Personal mit den gewünschten Qualifikationen zu suchen und in manchen Fällen zusätzliche Positionen neu zu besetzen. In den eigenen Reihen sind Mitarbeiter mit den notwendigen Qualifikationen oft nicht oder nicht in der erforderlichen Anzahl vorhanden. Auch aufgrund der demographischen Entwicklung bewirkt dies langfristig einen Mangel an qualifizierten Kräften. Qualifizierte und innovative Mitarbeiter werden jedoch immer wichtiger, die Fähigkeit, kontinuierliches Wissen aufzubauen, kann zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor werden. Bisher wurde dies von den Energieversorgungsunternehmen vernachlässigt. Diese Diplomarbeit soll auf der Basis einer Evaluation die Anforderungen, Bedarfe und die weitere Entwicklung des Marktes analysieren. Dabei sollen Potenziale, Trends, Chancen und Risiken sowohl für Energieversorgungsunternehmen und deren Fach- und Führungskräfte als auch für Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen und -programmen aufgezeigt werden. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das vorhandenen Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen verschiedener Institutionen mit der Entwicklung des Bedarfs seitens der Energieversorgungsunternehmen zu vergleichen und eine Grundlage zu schaffen, anhand derer die Anbieter ihr bisheriges Produktportfolio überprüfen und stärker am zukünftigen Bedarf orientieren können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 METHODISCHES VORGEHEN UND DEFINITIONEN

2.1 METHODIK

2.2 DEFINITIONEN

2.2.1 Ausbildung

2.2.2 Fortbildung

2.2.3 Weiterbildung

2.2.4 Bildungsträger

2.2.5 Personalplanung

2.2.6 Personalentwicklung

2.2.7 Strategisches Personalmanagement

2.2.8 Weitere Begriffe

3 RAHMENBEDINGUNGEN

3.1 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

3.1.1 Arbeitsrecht

3.1.2 Tarifverträge

3.1.3 ISO 9000

3.1.4 Zertifizierung in der beruflichen Weiterbildung

3.1.5 Qualitätsstandards in der beruflichen Weiterbildung

3.1.6 Bildungstests der Stiftung Warentest

3.2 ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

3.2.1 Elektrische Energie

3.2.2 Einfluss der internationalen Märkte

3.2.3 Liberalisierung des Energiemarktes

3.2.4 Regulierungsbehörde

3.2.5 Unbundling

3.2.6 Erneuerbare Energien

3.2.7 Emissionshandel

3.2.8 Kostensenkung durch Personalabbau

3.3 DEMOGRAPHISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

3.3.1 Alterung der Gesellschaft

3.3.2 Erwerbsbevölkerung

3.3.3 Studenten und Absolventenquote

3.3.4 Personalentwicklungsmaßnahmen

3.3.5 Sonstige Rahmenbedingungen

4 STATUS QUO: STAND DER WEITERBILDUNG 2004

4.1 EINBINDUNG IN DIE UNTERNEHMENSSTRATEGIE

4.2 PERSONALSTRATEGIE

4.3 ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN

4.3.1 Kaufmännischer Bereich

4.3.2 Technischer Bereich

4.3.3 Personal- und Verwaltungsbereich

4.4 BEDARFE UND ANFORDERUNGSPROFILE

4.4.1 Fachkräfte und Führungskräfte

4.4.2 Fachkräfte

4.4.3 Führungskräfte

4.5 ANGEBOT

4.5.1 Programmarten und Abschlüsse

4.5.2 Angebot der öffentlichen Universitäten und Hochschulen

4.5.3 Programme privater Träger

4.5.4 Interne Weiterbildung

4.5.5 Konsortialprogramme

4.5.6 Kongresse, Konferenzen, Seminare Arbeitsgruppen und Workshops

5 DER MARKT FÜR WEITERBILDUNG IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT

5.1 BEDARFSANALYSE UND NACHFRAGEINDIKATOREN

5.1.1 Globalisierung

5.1.2 Liberalisierung

5.1.3 Unbundling

5.1.4 Erzeugung und dezentrale Energie

5.1.5 Erneuerbare Energien

5.2 BEDARFSVERÄNDERUNGEN

5.3 BEDARFSTRÄGER

5.3.1 Führungskräfte

5.3.2 Fachkräfte

5.4 BEDARFSARTEN

5.5 MARKTENTWICKLUNG

5.5.1 Status Quo

5.5.2 Zukünftige Einschätzung

5.6 MARKTPOTENZIALE

5.7 MARKTHINDERNISSE

5.8 ZUKÜNFTIGE HANDLUNGSFELDER

6 WETTBEWERB

6.1 WETTBEWERB IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT

6.1.1 Wettbewerb auf dem Strommarkt

6.1.2 Wettbewerb auf dem Gasmarkt

6.2 WETTBEWERB AUF DEM WEITERBILDUNGSSEKTOR

6.3 MARKSTRUKTUR AUF DEM WEITERBILDUNGSSEKTOR

6.4 AUSGESUCHTE ANBIETERPROFILE

6.4.1 Universitäten und Hochschulen

6.4.2 Weitere Weiterbildungsanbieter

7 TRENDS, CHANCEN UND RISIKEN

7.1 TRENDS IN ENERGIEWIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN

7.2 TRENDS BEI ANBIETERN VON WEITERBILDUNGSMAßNAHMEN

7.3 STRATEGIETRENDS

7.4 CHANCEN UND RISIKEN FÜR ENERGIEWIRTSCHAFTSUNTERNEHMEN

7.5 CHANCEN UND RISIKEN FÜR WEITERBILDUNGSANBIETER

7.6 ALLGEMEINE ERFOLGSFAKTOREN

7.7 HANDLUNGSOPTIONEN

8 AUSBLICK UND FAZIT

8.1 ENTWICKLUNGEN IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT

8.2 ZUKÜNFTIGER BEDARF AN WEITERBILDUNGSPROGRAMMEN

8.3 BEISPIELE AUS ANDEREN LÄNDERN

8.4 BEISPIELE AUS ANDEREN BRANCHEN

8.5 FAZIT

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, das bestehende Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte in der deutschen Energiewirtschaft zu analysieren und mit dem tatsächlichen Bedarf der Energieversorgungsunternehmen zu vergleichen. Dabei sollen Potenziale, Trends, Chancen und Risiken für alle Marktteilnehmer herausgearbeitet werden, um eine fundierte Grundlage für bedarfsgerechte Bildungsangebote zu schaffen.

  • Analyse der Weiterbildungsbedarfe und Qualifikationsprofile in Energieversorgungsunternehmen.
  • Untersuchung des Marktes für Weiterbildungsanbieter, inklusive privater Anbieter sowie Universitäten und Hochschulen.
  • Einfluss ordnungspolitischer Rahmenbedingungen wie Liberalisierung, Unbundling und Emissionshandel auf den Bildungsmarkt.
  • Evaluierung der Wirksamkeit und Strategien der Personalentwicklung in Energieversorgungsunternehmen.
  • Ableitung von Handlungsoptionen für Unternehmen und Anbieter zur Optimierung der Weiterbildung.

Auszug aus dem Buch

3.2.7 Emissionshandel

Der Emissionshandel verfolgt das Ziel, die Verpflichtungen der Europäischen Union zur Minderung von Treibhausgasen nach dem Kyoto-Protokoll für die Periode 2008-2012 sicher und wirtschaftlich effizient zu erfüllen. Seit dem 1. Januar 2005 können die Unternehmen der 25 Länder der erweiterten Europäischen Union nach der Emissionshandelsrichtlinie innerhalb der Europäischen Union ihre Emissionsrechte untereinander handeln. Durch die Zuteilung von Emissionsrechten und der Begrenzung der Gesamtmenge wird angestrebt, den Unternehmen einen Anreiz zur Einsparung von Emissionen sowohl bei Neubauten als auch für Investitionen in modernere Technologien für bestehende Anlagen an die Hand zu geben. Zertifikate, die nicht für die eigenen Emissionen genutzt werden müssen, können national oder innerhalb der Europäischen Union frei gehandelt werden.

Entsprechend sieht das europäische System zwei Elemente vor. Eine absolute Minderung der CO2-Emissionen in der ersten Handelsperiode 2005-2007 und die Möglichkeit, Emissionsberechtigungen – so genannte Emissionszertifikate – zu handeln. Das Emissionshandelssystem ermöglicht den Anlagenbetreibern eine flexible Handhabung, da je nachdem, welche Option kostengünstiger ist, entweder in Technologien zur Emissionsreduzierung investiert werden kann oder Emissionszertifikate erworben werden können. Emissionen werden demnach dort gesenkt, wo es am kostengünstigsten ist.

In einem Kompromiss zwischen Wirtschaftsministerium und Umweltministerium wurde die Zuteilung von Verschmutzungsrechten an die Industrie festgelegt. Der Ausstoß der 2004 für den Emissionshandel vorgesehenen Fabriken und Kraftwerke soll von derzeit 505 Millionen t bis 2007 auf 503 Millionen t sinken. Bis 2012 ist eine weitere Verminderung auf 495 Millionen t eingeplant. Es ist geplant, die Emissionsberechtigungen nach dem nationalen Allokationsplan jeweils für eine Periode bis 2012 zunächst unentgeltlich zuzuteilen und in ihrer Höhe schrittweise zu reduzieren. Die erste Zuteilungsperiode beginnt am 1. Januar 2005 und endet am 31. Dezember 2007. Der anschließende Zeitraum umfasst die Jahre 2008 bis 2012. Die weitere Planung sieht Perioden von jeweils fünf Jahren vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung beschreibt die Bedeutung beruflicher Weiterbildung in Deutschland und identifiziert den speziellen Bedarf der Energiewirtschaft in Zeiten von Personalabbau und Marktliberalisierung.

2 METHODISCHES VORGEHEN UND DEFINITIONEN: Das Kapitel erläutert die verwendeten Field- und Desk-Research-Methoden sowie die begrifflichen Abgrenzungen von Aus-, Fort- und Weiterbildung im Kontext der Studie.

3 RAHMENBEDINGUNGEN: Hier werden die rechtlichen, energiewirtschaftlichen und demografischen Faktoren dargelegt, die den aktuellen und zukünftigen Weiterbildungsbedarf maßgeblich beeinflussen.

4 STATUS QUO: STAND DER WEITERBILDUNG 2004: Dieses Kapitel analysiert die Einbindung der Weiterbildung in die Unternehmensstrategie, die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Unternehmensbereiche sowie die Angebote der Bildungsträger.

5 DER MARKT FÜR WEITERBILDUNG IN DER ENERGIEWIRTSCHAFT: Das Kapitel untersucht die Marktsituation, Bedarfsanalysen, sowie das Marktpotenzial und zukünftige Handlungsfelder für Energieversorger und Anbieter.

6 WETTBEWERB: Hier werden die Wettbewerbsstrukturen auf dem Strom- und Gasmarkt sowie auf dem spezifischen Sektor der Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte beleuchtet.

7 TRENDS, CHANCEN UND RISIKEN: Das Kapitel fasst die wesentlichen Trends zusammen und bewertet die Chancen und Risiken, die sich sowohl für Energieversorgungsunternehmen als auch für Weiterbildungsanbieter ergeben.

8 AUSBLICK UND FAZIT: Der abschließende Teil blickt auf die zukünftigen Entwicklungen in der Energiewirtschaft und zieht ein Fazit über die Notwendigkeit und Gestaltung zukünftiger Weiterbildungsprogramme.

Schlüsselwörter

Energiewirtschaft, Berufliche Weiterbildung, Personalentwicklung, Marktliberalisierung, Energieversorgungsunternehmen, Fachkräfte, Führungskräfte, Personalplanung, Unbundling, Qualifizierung, Lebenslanges Lernen, Bildungsmarkt, Weiterbildungsanbieter, Wettbewerb, Strategisches Personalmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Weiterbildungsmarkt für Fach- und Führungskräfte innerhalb der deutschen Energiewirtschaft unter Berücksichtigung der aktuellen Marktveränderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, Auswirkungen der Marktliberalisierung und des Unbundlings, die Rolle der Personalentwicklung sowie das Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist ein Vergleich des aktuellen Weiterbildungsangebots mit dem Bedarf der Energieversorgungsunternehmen, um eine Grundlage für eine bedarfsgerechte Ausrichtung zukünftiger Bildungsangebote zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wird ein Mix aus Field- und Desk-Research angewandt, bestehend aus Literaturanalysen und strukturierten Interviews mit sieben verschiedenen Zielgruppen innerhalb der Branche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Rahmenbedingungen, dem Status Quo der Weiterbildung 2004, der Marktentwicklung, den Wettbewerbsstrukturen und einer fundierten Analyse von Trends, Chancen und Risiken für alle beteiligten Gruppen.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit charakteristisch?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Energiewirtschaft, Marktliberalisierung, Personalentwicklung, Fachkräfte, Führungskräfte und betriebliche Weiterbildung.

Welche Rolle spielt die aktuelle Personalpolitik der Energieversorger?

Die Personalpolitik ist durch umfangreiche Personalabbaumaßnahmen geprägt, was die Notwendigkeit von Qualifizierungsmaßnahmen für das verbleibende Personal und die Sicherung von Spezialwissen besonders relevant macht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen internen und externen Bildungsanbietern wichtig?

Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen bei spezialisierten Bedürfnissen verstärkt auf externe Expertise setzen, während die interne Weiterbildung oft auf allgemeine Unternehmensgrundlagen fokussiert ist.

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Details

Title
Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in der Energiewirtschaft
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Author
Saskia Erdmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
131
Catalog Number
V43808
ISBN (eBook)
9783638415316
Language
German
Tags
Weiterbildung Fach- Führungskräfte Energiewirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Erdmann (Author), 2005, Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in der Energiewirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43808
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