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Eine Welt ohne Nacht? Was man über Lichtverschmutzung wissen muss

Title: Eine Welt ohne Nacht? Was man über Lichtverschmutzung wissen muss

Pre-University Paper , 2017 , 29 Pages , Grade: 1

Autor:in: Erik R. (Author)

Physics - Astronomy
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Summary Excerpt Details

Licht ist eine natürliche Strahlung, welche seit Anbeginn des Universums durch chemische Prozesse erzeugt wird. Auch der Mensch entdeckte frühzeitig künstliche Lichtquellen für sich - zunächst in Form des Feuers - und entwickelte im Laufe der Jahre neue, von der Öllampe bis hin zur Glühbirne. Kaum eine Erfindung wird so häufig wie das künstliche Licht genutzt. Aus der heutigen Zeit wäre diese nicht mehr wegzudenken. Öffentliche Beleuchtung, Ausleuchtung in Räumen, die Verlängerung des Tages, Sicherheitsbeleuchtung, gezielte Belichtung von Gegenständen in der Werbung sind nur ein paar Gebrauchsbeispiele von Licht. Es hat für den Menschen eine große Bedeutung. Ebenso spielt es eine große Rolle in der Pflanzen- und Tierwelt. So ist das Licht ein natürlicher Zeitgeber, welcher auf dem Tag- und Nachtrhythmus und der Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang beruht. Dementsprechend können sich Pflanzen und Tiere anhand des Lichts an Jahres - und Tageszeit orientieren und darauf basierend ihre Lebensvorgänge anpassen. Durch das vom Menschen entwickelte künstliche Licht ist eine neue Lichtquelle neben dem natürlichen Licht entstanden. Das künstliche Licht breitet sich merkbar immer weiter aus und dies kann man auch am heller werdenden Himmel erkennen. Weniger bekannt sind die dadurch entstehenden Folgen. Dieser Vorgang wird Lichtverschmutzung genannt, die Störung des natürlichen Lichtverhältnisses durch künstliche Lichtquellen.
Das harmlos erscheinende künstliche Licht hat eine dunkle Seite. „Über Millionen von Jahren haben sich Mensch und Tier an den Wechsel von Tag und Nacht optimal angepasst. Vor mehr als hundert Jahren hat der Mensch seine Welt mit elektrischem Licht aus dem Takt gebracht. Und in kürzester Zeit musste er sich an völlig neue Lebensbedingungen gewöhnen.“ Dabei ist es ein schleichender Prozess, welcher unbewusst im Hintergrund abläuft und dennoch schwerwiegend auf das gesamte Ökosystem Einfluss nimmt. Wie groß dieser Einfluss sein kann ist eine der Leitfragen dieser Jahresarbeit.
Ebenso nimmt die Lichtverschmutzung stetig zu. Dies wurde mit unzähligen Messungen belegt. Doch wie wird die Lichtverschmutzung gemessen? Hierfür gibt es verschiedene Messmethoden, welche in dieser Arbeit dargestellt werden.
Ebenfalls werden Gründe des stetigen Wachstums der Lichtverschmutzung sowie Lösungen untersucht. Aus all diesen Aspekten ergibt sich eine weitere Hauptfrage: Wird es eine Welt ohne Nacht geben? 

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen der Lichtverschmutzung

3. Geschichte der Lichtverschmutzung

4. Folgen der Lichtverschmutzung

4.1 Folgen für den Menschen

4.2 Einschränkung astronomischer Beobachtungen

4.3 Folgen für die Umwelt

5. Verringerung der Lichtverschmutzung

5.1 allgemeine technische Maßnahmen

5.2 gesetzliche Regelungen

6. Vergleich der Lichtverschmutzung in Dorf, Stadt und Großstadt

6.1 Messmethode Sky Quality Meter (SQM)

6.2 Vergleichsmethode Bortle-Skala

6.3 Messmethode Fotovergleich

6.4 Berechnungsmethode Walker-Formel

6.5 Messmethode Sternenhelligkeit

6.6 Vergleich der Messmethoden zur Ermittlung der Helligkeit des Nachthimmels

7. Schlussbetrachtung

II Quellenverzeichnis

II.1 Buchquellen:

II.2 Internetquellen:

II.3 mündliche Quellen:

II.4 Abbildungsverzeichnis

II.5 Tabellenverzeichnis

III Anhang

III.1 Carl Hauenschild Experiment zur Beeinflussung mariner Lebewesen

III.2 Messung der Helligkeit unter Straßenlampen mit einem Luxmeter

III.3 Messung der Himmelshelligkeit mit Fotovergleich und Handy-App

III.4 Beleuchtungsarten und deren Eigenschaften:

III.5 Statistik zum Zusammenhang zwischen Beleuchtungsstärke und Anzahl der Einbrüche

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Facharbeit untersucht das Phänomen der Lichtverschmutzung, ihre Ursachen sowie die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob angesichts des stetigen Wachstums künstlicher Beleuchtung eine Welt ohne Nacht möglich ist und wie sich dieses Licht auf Ökosysteme und den Menschen auswirkt.

  • Wissenschaftliche Analyse der Entstehung von Lichtverschmutzung
  • Untersuchung der gesundheitlichen Folgen (Melatonin-Störung)
  • Ökologische Auswirkungen auf Tierwelt und Artenvielfalt
  • Technische und gesetzliche Lösungsansätze zur Lichtreduktion
  • Praktischer Vergleich der Helligkeit in unterschiedlichen Siedlungsräumen

Auszug aus dem Buch

4.1 Folgen für den Menschen

Diese enorme Zunahme der Lichtverschmutzung in den letzten Jahrhunderten bleibt nicht ohne Folgen. Licht ist ein wichtiger Lebensfaktor für die Biosphäre und die Ökosysteme in ihr. Ausgehend von den natürlichen Lichtquellen, wie Sonne, Mond und Sterne greifen künstliche Lichtquellen in die Biosphäre ein und stören, wenn auch nicht sofort sichtbar, diese natürlichen Vorgänge empfindlich.

So sind bereits jetzt, nur wenige Generationen nach der Einführung des künstlichen Lichts erste Störungen beim Menschen erkennbar, vor allem im Tag-/ Nachtrhythmus.

Bei Licht (besonders bei Licht mit hohem Blauanteil) wird dem Gehirn vorgetäuscht, dass es Tag ist und es erfolgt eine dementsprechende Hormonausschüttung zu unpassender Tageszeit. Die Störung der „inneren Uhr“ ist die Folge und es kann zu Schlafstörungen kommen. Schon kleine Lichtquellen im Schlafzimmer, wie der Radiowecker, aber auch Beleuchtung außerhalb des Schlafzimmers, wie ein sichtbares Aquarium im Nebenraum oder Straßenlaternen können diesen Prozess auslösen. Durch die Lichteinstrahlung wird im Hormonhaushalt die Produktion des Hormons Melatonin gestoppt.[ 11] Dieses Hormon bereitet den Körper auf den für uns wichtigen Schlaf vor und der Körperkreislauf fährt herunter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Licht als natürliche Strahlung im Gegensatz zur künstlichen Beleuchtung und Darlegung der Leitfrage.

2. Ursachen der Lichtverschmutzung: Erläuterung der psychologischen und technischen Treiber, die zu einem verantwortungslosen Umgang mit Licht führen.

3. Geschichte der Lichtverschmutzung: Historischer Abriss der Entwicklung von Lichtquellen vom Feuer bis zur LED-Technik.

4. Folgen der Lichtverschmutzung: Detaillierte Analyse der Auswirkungen auf den menschlichen Hormonhaushalt, die Astronomie und die Tierwelt.

5. Verringerung der Lichtverschmutzung: Diskussion technischer Optimierungen und gesetzlicher Regelungen zur Eindämmung von Lichtemissionen.

6. Vergleich der Lichtverschmutzung in Dorf, Stadt und Großstadt: Beschreibung und Anwendung verschiedener Messmethoden zur Bestimmung der Himmelshelligkeit.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit von Nacht und der Zukunftsfähigkeit von Schutzmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Lichtverschmutzung, künstliches Licht, Ökosystem, Melatonin, Nachtrhythmus, Astronomie, Lichtemission, Lichtsmog, LED, Bortle-Skala, Straßenbeleuchtung, Artenvielfalt, Himmelshelligkeit, Umweltschutz, Lichtausbeute

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die zunehmende Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen und deren Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Astronomie.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Ursachen der Lichtzunahme, biologische Auswirkungen, technische Lösungsansätze sowie einen praktischen Helligkeitsvergleich zwischen verschiedenen Siedlungsgebieten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie groß der Einfluss künstlichen Lichts auf das Ökosystem ist und beantwortet die Frage, ob eine Welt ohne Nacht denkbar ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden Literaturanalysen durchgeführt und durch einen Eigenanteil ergänzt, in dem die Lichtverschmutzung mittels Bortle-Skala, Fotovergleichen, der Walker-Formel und einer Handy-App gemessen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ursachen, Folgen für Lebewesen, Lösungsansätze sowie eine empirische Untersuchung der Helligkeitsverhältnisse in Dresden, Freital und Gönnsdorf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lichtverschmutzung, Melatonin, Tag-Nacht-Rhythmus, Sternenparks und Himmelshelligkeit.

Wie beeinflusst künstliches Licht den menschlichen Schlaf?

Künstliches Licht, insbesondere blauhaltiges Licht, unterdrückt die Melatonin-Produktion, was den Körperkreislauf stört und zu Schlafstörungen führen kann.

Was hat das Experiment von Carl Hauenschild mit dem Thema zu tun?

Es demonstriert, dass künstliches Licht die Paarungsrhythmik mariner Lebewesen direkt beeinflussen kann, was als Beispiel für ökologische Folgen dient.

Warum ist das "Sky Quality Meter" für diese Arbeit relevant?

Es wird als eine der professionellsten Methoden zur exakten Messung der Himmelshelligkeit eingeführt und theoretisch erläutert.

Ist laut der Arbeit eine "Welt ohne Nacht" vermeidbar?

Die Schlussbetrachtung kommt zu dem Ergebnis, dass eine Welt ohne Nacht zwar nicht komplett zu verhindern ist, aber durch Sternenparks und bessere Beleuchtungstechnik eine Reduktion der Lichtverschmutzung möglich bleibt.

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Details

Title
Eine Welt ohne Nacht? Was man über Lichtverschmutzung wissen muss
Grade
1
Author
Erik R. (Author)
Publication Year
2017
Pages
29
Catalog Number
V438171
ISBN (eBook)
9783668798557
ISBN (Book)
9783668798564
Language
German
Tags
Lichtverschmutzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erik R. (Author), 2017, Eine Welt ohne Nacht? Was man über Lichtverschmutzung wissen muss, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438171
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