Unterrichtsfeinplanung zum Thema "Feste, Freunde, Familie" und Lehrwerkanalyse hinsichtlich des interkulturellen Aspekts

BAMF Portfolio


Unterrichtsentwurf, 2018

22 Seiten, Note: 146,5/150


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Hauptteil

1. Unterrichtsfeinplanung ( Siehe Anhang)
1.1 Zielgruppe
1.2 Unterrichtsmaterial
1.3 Lernziele
1.4 Lerninhalte

2. Analyse des Lehrwerkes
2.1 Arbeitsblatt/Lehrwerkanalyse
2.2 Zielgruppe
2.3 Zielsetzung
2.4 Aufbau des Lehrwerkes ״Berliner Platz NEU”
2.5 Methodische Schwerpunkten
2.5.1 Handlungsorientierung
2.5.2 Binnendifferenzierung
2.5.3 Interkulturelles Lernen
2.6 Methodische Ansätze
2.7 Hinweise zu dem interkulturellen Aspekt im LW ״Berliner Platz Neu“ und in Lehrerhand­reichungen
2.8 Umfang der Umsetzung des interkulturellen Aspekts im LW ״Berliner Platz Neu“
2.9 Eignung des Lehrwerks ״Berliner Platz Neu“ hinsichtlich des interkulturellen Aspekts

Abschließender Teil

3. Selbsteinschätzung bezüglich der Lernerfahrungen

Literaturverzeichnis

Anhang: Unterrichtsfeinplanung zum Thema ״Feste, Freunde, Familie“

Schriftliche Erarbeitung des Portfolios im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Hauptteil

1. Unterrichtsfeinplanung zum Thema ״ Feste, Freunde, Familie“

Ich habe 3x je 2 UE in einem Integrationskurs hospitiert und 1x für 2 UE einen Unterricht mit Fremdhospitation in Absprache mit der Berufskollegin geplant und durchgeführt. Die Unterrichtsfeinplanung erfolgte dabei zum Thema ״Feste, Freunde, Familie“.

1.1 Zielgruppe

Die Zielgruppe sind die Teilnehmerinnen des Integrationskurs F Niveau A2 Teil 1 am Anfang des dritten Moduls mit 16 Wochenstundenunterricht:

Die Gruppe besteht aktuell aus 18 Teilnehmerinnen zwischen 20 und 60 Jahren. Es sind 4 Männer und 14 Frauen. Eine Frau aus Syrien (Krankenschwester), eine Frau aus dem Iran (Lehrerin und Kindergärtnerin), zwei Frauen (Radiomoderatorin und Stewardess) aus dem Iran und eine Frau aus Afghanistan (im Iran zur Schule gegangen), eine Frau aus Bulgarien (hat Abitur), eine Frau aus Rumänien (Grundschule), zwei Frauen ca. 60 Jahre alt aus Syrien (die beiden Frauen haben keine schulische Erfahrung, aber bemühen sich sehr), eine Frau aus dem Irak (besuchte vorher den Alphakurs, kann sehr gut sprechen, aber schreibt wie sie etwas hört Z.B statt Vater schreibt sie Vata). Eine Frau aus Polen (hat Abitur). Alle sind ca. 2-3 Jahre in Deutschland. Ein Mann aus dem Iran (Student), ein Mann aus Syrien (hat Sekundarstufe erreicht), ein Mann aus Afghanistan (hat Sekundarstufe erreicht) und ein Mann aus Griechenland (Student).

Die meisten Teilnehmerinnen haben eine schulische Ausbildung hinter sich und haben Lernerfahrung und somit gute Lernvoraussetzungen und sind motiviert. Die beiden Frauen um die 60 J haben keine schulische Erfahrung, somit leider sehr langsam und halten sich oft zurück und nehmen nicht am Kursgeschehen teil.

Die Gruppe ist kooperativ, die Teilnehmer helfen einander und die Lernatmosphäre ist gut.

1.2 Unterrichtsmaterial

Lehrwerk(e) und weiteres Unterrichtsmaterial:

Berliner Platz 2 NEU. Lehrerhandreichungen. Deutsch im Alltag. Langenscheidt KG Verlag, Berlin und München, 2010.

-CD zum Lehrbuchteil
- Lehrbuch, Lektion 14: ״Feste, Freunde, Familie Seite: 16-17
- Zusatzkapitel Alltag Extra S.126 -Intensivtrainer s 10 Methodische Hinweise zu Lektion 14 und
-Tafel, Kreide, Pinnwand, Flipchart, Lernplakat, Kopiervorlage 14a: ״Memory: Glückwünsche“, Wörterbücher und Smartphones der TN

Das Lehrwerk ,,Berliner Platz 2 Neu”, Deutsch im Alltag Teil 1 Kursbuch (Lektion 14, s. 16-17); Thematische Schwerpunkte: ״Feste, Freunde, Familie“

Aktivitäten; ein CD-Player und eine CD mit dem Hörtext.

1.3 Lernziele

TN können Interviews über Feste bei ihnen durchführen, berichten und miteinander diesbezüglich kommunizieren.

1.4 Lerninhalte

Wortschatz: Feste, Freunde, Familie

Redemittel: Glückwünsche zu verschiedenen Festen (viel Glück!, frohe Weihnachten, frohe Ostern etc.)

Abkürzungen: EA Einzelarbeit, GA Gruppenarbeit, KL Kuweiterin, LB Lehrbuch, PA Partnerarbeit, PLArbeit im Plenum, RM Redemittel, TN (Kurs-) Teilnehmerinnen, WS Wortschatz, KV Kopiervorlage.

2. Analyse des Lehrwerkes „Berliner Platz Neu“

Wählen Sie einen Analyseschwerpunkt aus und erläutern Sie, warum Sie diesen gewählt haben.

„Interkulturelles Lernen“ wähle ich als meinen Analyseschwerpunkt aus, weil ich damit erläutern will, wie das Lehrwerk und vor allem das Lehrerhandbuch in Integrationskursen verfährt und welche Differenzierungshinweise es gibt.

Interkulturelle und individuelle Unterschiede

Interkulturelle Unterschiede:

Herkunft, Nationalität, Lebenssituationen oder Motivation.

Individuelle Unterschiede:

Verschiedene Niveaus bzgl. der Zielsprache oder individuelle Lernbiographien.

All dieser Unterschiede können sowohl positiv als auch negativ auf das Lernen auswirken.

Daher geht es beim interkulturellen Lernen um

- das Erkennen von Differenzen zwischen der eigenen und der Zielkultur, vor allem auch in konkreten Kommunikationssituationen,
- emotionales und kognitives Aushalten von Differenzen (Ambiguitätstoleranz),
- einfühlsames Umgehen mit Differenzen, beispielsweise ihre Thematisierung, ohne beleidigend zu wirken ( Empathie),
- die Entwicklung von Konfliktvermeidungs- oder Bewältigungsstrategien,
- Möglichkeiten einer subjektiv zu verstehenden Darlegung des eigenen Standpunkts,
- Anerkennung eines anderen Standpunkts und Einbezug in die Kommunikationssituation (Kleppin, 2005)

Was bedeutet das für den Deutsch als Zweitsprache-Unterricht? Er soll Raum für Begegnung und Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft schaffen. Er soll den Lernenden Verständnis dafür vermitteln, dass andere Kulturen genauso wie die eigene alles andere als homogene, alles umfassende Einheiten sind und dass es Risse, Ungleichheiten, Meinungsverschiedenheiten genauso gibt wie Verständigung und Elemente von Stabilität1.

„Der interkulturelle Lernansatz zielt darauf, gewohnte, Selbstverständlichkeiten und Sichtweisen in Frage zu stellen und neue Lernchancen für alle zu entdecken. Ein Einbezug des interkulturellen Lernens in Bildungskonzepte will die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass einige der Gewohnheiten und Sichtweisen in besonderem Maße dazu beitragen können, dass Äußerungen und Handlungen von Personen mit einem anderen Sozialisationshintergrund als dem eigenen missverstanden werden. Ein ״Missverständnis“ wirkt dann besonders störend auf die Verständigung, wenn es als solches nicht erkannt wird...“2

Also um die interkulturelle Förderung umzusetzen, sollten auch die Lehrwerke für diesen Aspekt geeignet sein3.

Das LW Berliner Platz Neu thematisiert interkulturelle Aspekte und bietet in fast allen sechs Teilbänden den Lernenden die Möglichkeit sich auszutauschen, Gemeinsamkeiten zu finden und mit der eigenen Kultur zu vergleichen und reflektieren. Z.B. in Lektion 5 geht es um das Wetter:

Die Lernenden beschreiben das Klima in Deutschland und ihrem Heimatland und vergleichen diese. In allen sechs Teilbänden wird die interkulturelle Kompetenz gefördert. ( Siehe Handreichungen s 8). Mehr dazu sehen Sie die Hinweise im Anschluss.

2.1 Arbeitsblatt /Lehrwerkanalyse

Welche Angaben wurden im Lehrwerk (LW) zu Zielgruppe, Zielsetzung, Aufbau und methodischen Schwerpunkten gemacht?

2.2 Zielgruppe

das Lehrwerk Berliner Platz Neu Deutsch im Alltag- Christiane Lemcke, Lutz Rohrmann, Theo Scherling

- ist speziell für Lernende ohne Vorkenntnisse konzipiert, die im Alltag und Beruf
angemessen kommunizieren möchten. Durch die flache Progression ist das Lehrwerk sehr gut geeignet für die Lernende, die noch keine Fremdsprache gelernt haben
- Orientiert sich am Europäischen Referenzrahmencurriculums für Integrationskurse um.
- Bereitet von Beginn an auf Start Deutsch 1 und 2 sowie auf den Deutsch-Test für
Zuwanderer und auf das Zertifikat Deutsch vor.
- Zusätzliche Angaben wie, dass das gesamte Lehrwerk für Erwachsene und Jugendliche gedacht ist, sind auf den Rückseiten des jeweiligen Buchumschlags und auf der Seite 3 im Lehrwerk zu finden.

2.3 Zielsetzung

Die Themen sind handlungsorientiert. Folgende Anforderungen sind erfüllt:

Alltagsrelevante Themen: Realitäts- und Praxisnah, Zielgruppenorientiert, interkulturelle Aspekte werden im vollen Umfang berücksichtigt. Die Grammatik ist in Szenarien integriert. Die Hör- und Leseaufgaben sind passend zu Niveau der TN und Ziele der TN, Themenspezifisch dem Wortschatz angepasst. Die Lernautonomie wird gefördert, Interaktion zwischen den TN wird gefördert. Die drei Komponenten, d.h. Sprachkulturelle, soziokulturelle und Interaktive Kompetenz sind berücksichtigt

„Berliner Platz Neu“ orientiert sich am״Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ (GER): Band 1 führt zum Niveau A1, Band 2 zum Niveau A2 und Band 3 zum Niveau ВТ‘1.

- Das Lehrwerk bereitet die Lernenden auf das״Zertifikat Deutsch“ vor. Das LW konzentriert sich auf Themen, Situationen, die im Alltag wichtig sind.

2.4 Der Aufbau des Lehrwerks״Berliner Platz Neu“:

Christiane Lemcke, Lutz Rohrmann, Theo Scherling Berliner Platz Neu, Klett-Langenscheidt, München 2013: (Die Bände A1 und A2)

Der Aufbau des״Berliner Platz Neu“ ist einfach und übersichtlich strukturiert, sodass man auch ohne lange Vorbereitung damit arbeiten kann. Das Lehrwerk besteht aus sechs Teilbänden für die Niveaus A1 Teil 1 und 2, A2 Teil 1 und 2 und B1 Teil 1 und 2. Jeder Teilband besteht aus zwei Teilen: Lehr- und Arbeitsbücher. Zusätzlich gibt es auch Lehrerhandreichungen mit zusätzlichen Tipps für einen abwechslungsreichen Unterricht und Intensivtrainer mit Übungen zu Wortschatz und Grammatik. Jeder Teilband ist in sechs Kapitel eingeteilt und jedes Kapitel hat zehn Seiten: 1. Doppelseite: Einführung in das Kapitel, 2. Und 3. Doppelseite: lexikalische und grammatische Übungen. Dabei werden die vier Fertigkeiten geübt. Hier gibt es Hör- und Lesetexte, Übungen zur Dialogarbeit, reproduktive und kreative Schreibaufgaben, Übungen für eine systematische Verbesserung der Aussprache, Projekte, die die TN in die deutschsprachige Welt führen. 4.

Doppelseite: authentische Texte, 5. Doppelseite: Zusammenfassung der Lektion und Grammatik. Nach jeweils drei Kapiteln gibt es eine sogennante Raststätte zum Wiederholen. Der Arbeitsbuchteil beinhaltet pro Kapitel sechs Seiten mit Übungen 1. zum Schreiben, 2. zur Ausspracheschulung, schwierige Wörter, Effektiv lernen. Zu jeder Übung im Lehrbuch gibt es eine entsprechende Übung im Arbeitsbuch. Nach jeweils drei Kapiteln hat das LW ein Testtraining( Vgl. Susan Kaufmann, Anne Köker: Berliner Platz Neu 1 Lehrerhandreichungen, Klett- Langenscheidt, München-2013).

Zu Aufbau von Berliner Platz gehören Im Alltag extra, der Anhang, die Hörmaterialien zu Lehr- und Arbeitsbuch: jeweils zwei CDs, die Video-DVD, das Testheft. Das LW bietet den TN eine Vielfalt von Aufgaben und Übungstypen.

Die konkreten Kommunikationsanforderungen werden im vollen Umfang berücksichtigt. Die relevanten Szenarien der Alltagskommunikation sind im vollen Umfang vorhanden. Authentische Szenarien oder Textsorte ״Lehrbuchdialoge“ sind auch im vollen Umfang vorhanden. Die Übungen fordern die Lernenden zu authentischer Kommunikation heraus. Am Anfang jedes Kapitels werden Lernziele und im Inhaltsverzeichnis sehr gut definiert und am Ende: Möglichkeiten zur Selbstevaluation in Raststätten sind vorhanden.

2.5 Methodische Schwerpunkte

2.5.1 Handlungsorientierung

Kommunikation steht im Vordergrund von Berliner Platz Neu. Das Lehrwerk ist Praxis- und Realitätsnah. Die interkulturelle Aspekte sind im vollen Umfang berücksichtigt. Eigenständigkeit wird gefördert.

Bei den Themen steht der Alltag im Vordergrund: Berufe, Einkäufen, Termine vereinbaren, elementare Tätigkeiten des alltäglichen Lebens ( schlafen, kochen, essen). Die aktive Kommunikation wird von folgenden unterstützt:

- „Im Alltag“ am Ende jedes Kapitels
- „Effektiv lernen“ (Raststätten im Lehrbuchteil)
- Intensivtrainer bietet Wortschatz und Wortschatzübungen auf den jeweils letzte Doppelseite des Kapitels.

Auch die Projektvorschläge führen die TN zur Alltagsrealität, in der sie ihr Gelerntes Umsetzen.

2.5.2 Binnendifferenzierung

Mit Berliner Platz wird die individuelle Förderung umgesetzt. Lerntempo, Interesse, Lerngewohnheiten, Sozialverhalten, Lernziele, Ausgangssprachen der TN stellen die KL vor ganz bestimmten Herausforderungen, bereichern aber auch den Unterricht. Die vierte Doppelseite des LWs in jedem Kapitel bietet viele Übungen zur Binnendifferenzierung an. Die Raststätten bieten Wederholungen, die KL nach Bedarf nutzen kann. Hier bietet sich die Möglichkeit an Gruppen zu bilden und jede Gruppe bearbeitet dann unterschiedliche Aufgaben in Raststätten.

Bei den Projektarbeiten können die schwächeren Lernervon stärkeren unterstützt werden.

[...]


1 (vgl. Sercu, 2002, s 68).

2 (siehe Szablewski- Cavus, 1996, s. 1).

3 ( Vgl. Siehe Lehrerhandreichungen s 8)

1 (Klett-Langenscheidt, München 2013)

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsfeinplanung zum Thema "Feste, Freunde, Familie" und Lehrwerkanalyse hinsichtlich des interkulturellen Aspekts
Untertitel
BAMF Portfolio
Veranstaltung
Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache unverkürzt
Note
146,5/150
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V438276
ISBN (eBook)
9783668789111
ISBN (Buch)
9783668789128
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Portfolio, Hausarbeit, BAMF Hausarbeit, Unterrichtsfeinplanung, Unterrichtsentwurf, ZQ; Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache, Mariya Schlichtmann; Schlichtmann; Mariya Reihani; ماریا ریحانی; ماریا اشلیحتمن
Arbeit zitieren
Mariya Schlichtmann (Autor), 2018, Unterrichtsfeinplanung zum Thema "Feste, Freunde, Familie" und Lehrwerkanalyse hinsichtlich des interkulturellen Aspekts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438276

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