Analyse des Erwerbungsprofils nach dem Conspectus-Verfahren


Hausarbeit, 2015
14 Seiten, Note: 1,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Conspectus-System
2.1 Aufbau
2.1.1 Die Indikatoren
2.1.2 Indikatorwerte
2.1.3 Sprachcodes

3. Analyse des Fachprofils Pfalzgeschichte nach dem Conspectus-Modell
3.1 Kurzporträt der Pfalzbibliothek
3.1.1 Sachliche Gliederung des Buchbestandes der Pfalzbibliothek
3.2 Vorgehensweise
3.3 Tabellarische Darstellung des Fachprofils Pfalzgeschichte nach dem Conspectus-Modell

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Bibliothekswesen repräsentiert der Bestandsaufbau eine gezielte Sammlung von divergenten Medientypen. Neben den gedruckten Büchern und Zeitschriften werden digitale Medien, Filme, Fotos, Plakate, Handschriften, Autografen, Nachlässe, Kinder- und Jugendliteratur, Landkarten, Pläne, Musikalien sowie Forschungsrohdaten (Primärdaten) gesammelt.[1] Der Bibliothekstyp beziehungsweise der Zweck einer Bibliothek, wie auch die Zielgruppe entscheidet über den Charakter des Bestandaufbaus. Damit ein adäquater Bestandsaufbau erfolgen kann, sollte seitens der Bibliotheken ein Bestandskonzept eruiert werden. Dabei spricht man in wissenschaftlichen Bibliotheken von Erwerbungsprofil. Dieses gibt Auskunft über die Bestandsstruktur und den Nutzungszweck des Bestandes. Die Erwerbungspolitik orientiert sich somit an den kommunalen und politischen Richtlinien des Trägers, fachlichen Standards, eigenen bibliothekspolitischen Zielen und den Wünschen der Leser.[2] Die dazu dienende Bestandsstruktur verschafft einen Überblick über die Verteilung des Bestandes, erfasst Schwerpunkte und gleichzeitig auch Lücken im Bestand und verhilft additional die tatsächlichen Bestandsziele mit dem geplanten zu vergleichen.[3] Hinsichtlich der Bestandsstruktur erfolgt die Evaluierung des Bestands in einigen deutschen Bibliotheken subsidiär anhand des Conspectus-Verfahrens. In dieser Arbeit soll demgemäß die Entstehungsgeschichte, Ziel und Aufbau der Conspectus-Methodik näher exploriert werden. Darüber hinaus wird im zweiten Teil der Arbeit die Verfahrensweise des Conspectus auf das Erwerbungsprofil, mit dem Fokus auf das Themengebiet Pfalzgeschichte, der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern appliziert und analysiert. Zum Schluss wird im Fazit die Bestandsstruktur im Fachbereich Pfalzgeschichte präzisiert und der Nutzen der Conspectus-Methode herausgearbeitet.

2. Conspectus-System

Das Regelsystem wurde 1970 in den USA vorrangig für Spezialbibliotheken entwickelt. Etwas später entstanden auch für andere Bibliothekstypen geeignete Modifikationen. Diese sind der RLG Conspectus und der WLN Conspectus, die sich in Einstufungsmöglichkeit der Bestände voneinander unterscheiden. Veranlasst wurden diese Methoden von Research Libraries Group (RLN) sowie auch von Western Library Network (WLN), die mittlerweile mit Online Computer Library Center (OCLC) verbunden sind.[4] Ziele des Conspectus- Verfahrens sind es, eine vergleichende Betrachtung des Bestandes mit anderen Bibliotheken zu ermöglichen, die Ziele zwischen Bibliothek und Unterhaltsträger zu korrelieren und die bestandspolitischen Ziele mit dem, was tatsächlich erreicht worden ist zu vergleichen.[5]

2.1 Aufbau

Die Darstellung des Conspectus-Modells erfolgt in tabellarischer Form mit Zuordnung von Zahlenwerten. Die Supposition des Conspectus bildet die sachliche Bestandsgliederung nach Klassifikationen. Jede Klassifikationsgruppe wird mit standardisierten Indikatoren versehen und anhand der Indikatorenwerte taxiert.[6]

2.1.1 Die Indikatoren

Der Conspectus charakterisiert den Bibliotheksbestand nach folgenden Indikatoren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Collection Depth Indicators[7]

2.1.2 Indikatorwerte

Als Nächstes wird die Sammelintensität der einzelnen Klassen, durch Zuordnung von Indikatorwerten, auch Levels genannt, bestimmt. Folgende Beschreibungen der Levels des WLN-Conspectus wurden nach Hafner und Maier übernommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Indikatorwerte[8]

Im RLG-Conspectus wird auf die Abstufung der Levels 1, 2 und 3 verzichtet.[9]

[...]


[1] Vgl. Umlauf 2012, S. 111.

[2] Vgl. Öffentliche Bibliotheken in Bayern. Zugriff über: https://www.oebib.de/fachinformation/bestandsaufbau/grundlagen/bestandskonzept/ (18.03.2015).

[3] Vgl. Autonome Provinz Bozen – Südtirol. Zugriff über: http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/download/Skriptum_Bestandskonzept(3).pdf (18.03.2015).

[4] Vgl. Plassmann [u.a.] 2011, S. 283.

[5] [5] Ebd.

[6] [6] Vgl. Hafner 2010, S. 13 – 19.

[7] Plassmann […] 2011, S. 284.

[8] Hafner 2010, S. 16 – 18 und Maier 2006, S. 4.

[9] Vgl. Maier 2004, S. 4.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Analyse des Erwerbungsprofils nach dem Conspectus-Verfahren
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Veranstaltung
Bestandskonzeption
Note
1,3
Jahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V438388
ISBN (eBook)
9783668786066
ISBN (Buch)
9783668786073
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse Bestand Erwerbung
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Analyse des Erwerbungsprofils nach dem Conspectus-Verfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438388

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Analyse des Erwerbungsprofils nach dem Conspectus-Verfahren


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden