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Die literarische Verarbeitung des moralischen Dilemmas in der Literatur: Zu Max Frischs "Homo faber"

Titel: Die literarische Verarbeitung des moralischen Dilemmas in der Literatur: Zu Max Frischs "Homo faber"

Hausarbeit , 2005 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dominik Wolf (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das moralische Dilemma:
Max Frisch setzt sich ganz gezielt mit dem Gegensatz Technik und Gefühlswelt auseinander. Walter Faber, Ingenieur und Rationalist glaubt nicht an Fügung und Schicksal. Für ihn besteht die Welt aus Formeln und Zahlen. ,,Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind." Alles romantische, mystische, gefühlsbetonte, das nicht unmittelbar mit Technik oder seiner Arbeit zu tun hat ist für ihn unvorstellbar. Es ist für ihn unvorstellbar, dass ein Mann überhaupt so denken kann. Seine Einstellung ändert sich jedoch langsam mit dem Kennen lernen von Sabeth, seiner, wie er später erfährt, Tochter.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Eckdaten

Inhaltsangabe

Das moralische Dilemma

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das zentrale moralische Dilemma im Roman „Homo faber“ von Max Frisch, insbesondere die inzestuöse Beziehung zwischen dem Protagonisten Walter Faber und seiner Tochter Sabeth, unter Einbeziehung psychoanalytischer Aspekte und literarischer Parallelen.

  • Gegensatz zwischen technokratischem Rationalismus und menschlicher Gefühlswelt
  • Analyse des Inzest-Motivs und der moralischen Schuldfrage
  • Vergleich mit der antiken Ödipus-Sage nach Sophokles
  • Die Rolle von Zufall versus Fügung im Leben des Protagonisten
  • Psychologische Betrachtung von Verdrängung und Selbsterkenntnis

Auszug aus dem Buch

Das moralische Dilemma

Max Frisch setzt sich ganz gezielt mit dem Gegensatz Technik und Gefühlswelt auseinander. Walter Faber, Ingenieur und Rationalist glaubt nicht an Fügung und Schicksal. Für ihn besteht die Welt aus Formeln und Zahlen. ,,Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind."1 Alles romantische, mystische, gefühlsbetonte, das nicht unmittelbar mit Technik oder seiner Arbeit zu tun hat ist für ihn unvorstellbar. Es ist für ihn unvorstellbar, dass ein Mann überhaupt so denken kann. Seine Einstellung ändert sich jedoch langsam mit dem Kennen lernen von Sabeth, seiner, wie er später erfährt, Tochter. Sie stellt das krasse Gegenteil zu ihm dar und zeigt ihm die Welt der Liebe, Kunst und Poesie. Sie begeistert ihn, inspiriert ihn sogar ein wenig. ,,Das Mädchen gefiel mir, wenn wir in einem Ristorante sassen, jedesmal aufs neue, ihre Freude am Salat, ihre kinderhafte Art, Brötchen zu verschlingen [...], ihr Übermut [...]“.2 Zurück in den USA verlässt er seine Freundin Ivy, die er eh nie richtig gekannt hat. " [...] anfangs hatte ich sie für eine Tänzerin gehalten, dann für eine Kokotte, beides stimmt nicht – ich glaub, Ivy arbeitete wirklich als Mannequin."3 Für ihn sind Frauen nutzlos, er fühlt sich ihnen überlegen. Mit Sabeth scheint es anders zu sein, er beginnt seine technisch-orientierte Welt in Frage zu stellen, und verliebt sich schließlich in sie. Er sagt das zwar nicht explizit, jedoch kann man Andeutungen heraushören. „[…], Lewin und ich reden über Dieselmotoren, wobei ich, obschon in Dieselmotoren interessiert, das Mädchen nicht aus den Augen lasse.“4 Auf der Reise durch Europa nach Athen passiert es dann. Faber beginnt ein sexuelles Verhältnis mit Sabeth. ,,Jedenfalls war es das Mädchen, das in jener Nacht, nachdem wir bis zum Schlottern draußen gestanden hatten, in mein Zimmer kam -"5

Zusammenfassung der Kapitel

Eckdaten: Vorstellung der bibliografischen Angaben und des Autors Max Frisch.

Inhaltsangabe: Zusammenfassende Darstellung der Handlung des Romans „Homo faber“ bis zum Tod der Tochter Sabeth.

Das moralische Dilemma: Eingehende Analyse der moralischen Schuld von Walter Faber, der literarischen Bezüge zur Ödipus-Sage sowie der psychologischen Hintergründe der inzestuösen Beziehung.

Schlüsselwörter

Max Frisch, Homo faber, moralisches Dilemma, Inzest, Ödipus-Komplex, Sophokles, Technik, Rationalismus, Schuld, Schicksal, Zufall, Fügung, Sabeth, Literaturanalyse, Psychoanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der moralischen Problematik und den ethischen Fragen, die sich aus der inzestuösen Beziehung im Roman „Homo faber“ von Max Frisch ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Spannungsfeld zwischen Technik und Gefühl, die Frage nach Schuld bei Unwissenheit sowie der literarische Vergleich mit antiken Mythen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das moralische Handeln des Protagonisten Walter Faber kritisch zu beleuchten und Argumente für sowie gegen seine persönliche Schuld zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Textinterpretation unter Einbeziehung psychoanalytischer Konzepte wie des Ödipus-Komplexes nach Sigmund Freud.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Fabers Weltbild, der Begegnung mit seiner Tochter Sabeth und der detaillierten Gegenüberstellung seines Schicksals mit der Ödipus-Sage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Inzest, Technik-Rationalismus, Schuldfrage, Schicksal vs. Zufall und die Ödipus-Thematik.

Inwieweit spielt die Ödipus-Sage eine Rolle?

Die Sage dient als Vergleichsfolie; sowohl Faber als auch Ödipus agieren anfangs unwissend über ihre verwandtschaftlichen Verhältnisse, reagieren aber unterschiedlich auf ihre spätere Erkenntnis.

Ist Walter Faber aus Sicht des Autors schuldig?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Faber trotz seiner anfänglichen Unwissenheit moralisch falsch gehandelt hat, da er Warnsignale ignorierte, ihn jedoch die Unkenntnis der Existenz seiner Tochter teilweise entlastet.

Welche Bedeutung hat der „Zufall“ in der Argumentation?

Der Zufall wird als ein zentrales Element diskutiert, da Faber versucht, sein Handeln damit zu rechtfertigen, während die Arbeit auch die Frage stellt, ob dies eine Form von verdrängter Fügung ist.

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Details

Titel
Die literarische Verarbeitung des moralischen Dilemmas in der Literatur: Zu Max Frischs "Homo faber"
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Veranstaltung
Medienethik
Note
1,3
Autor
Dominik Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
7
Katalognummer
V43857
ISBN (eBook)
9783638415583
ISBN (Buch)
9783656520108
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beschreibung Dilemmas Literatur Beispiel Frisch Homo Medienethik Thema Homo Faber
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Wolf (Autor:in), 2005, Die literarische Verarbeitung des moralischen Dilemmas in der Literatur: Zu Max Frischs "Homo faber", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43857
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