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Auswirkungen der Thematisierung von Jugendsprache im Unterricht auf Sprachvermögen und Stilkompetenz der Schüler

Erörterung: Materialgestützt - Antithetisch/Dialektisch

Titel: Auswirkungen der Thematisierung von Jugendsprache im Unterricht auf Sprachvermögen und Stilkompetenz der Schüler

Referat / Aufsatz (Schule) , 2018 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Schuster (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Erörterungen und Aufsätze
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Soll die Jugendsprache Einzug in den Deutschunterricht finden? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Während die einen die Thematisierung hiervon im Unterricht entschieden ablehnen, befürworten andere die Befassung hiermit. In Form einer materialgestützten Erörterung beleuchtet Sebastian Schuster verschiedene Argumente der entgegengesetzten Pole und kommt in seiner Synthese nach der Aufgliederung der Thematik in verschiedene Aspekte zu einer Gesamtaussage.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Contra-Seite

3. Pro-Seite

4. Synthese

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Erörterung untersucht die kontroverse Frage, ob die Thematisierung von Jugendsprache im Deutschunterricht sinnvoll ist und welche Auswirkungen dies auf das Sprachvermögen sowie die Stilkompetenz der Schüler hat.

  • Gegenüberstellung von pro- und contra-Argumenten hinsichtlich der Integration von Jugendsprache in den Lehrplan.
  • Analyse der potenziellen Auswirkungen auf das Sprachverständnis und die Kommunikationsfähigkeit.
  • Diskussion über den ästhetischen Wandel der deutschen Sprache und die Rolle der Sprachkreativität.
  • Untersuchung von Risiken bezüglich der Stofffülle und der sprachlichen Korrektheit in Aufsätzen.
  • Synthetische Bewertung der Eignung der Jugendsprache als Unterrichtsgegenstand.

Auszug aus dem Buch

Contra-Seite

Als wohl stärkstes Argument, welches gegen das genannte Vorgehen spricht, ist die Tatsache zu nennen, dass durch eine Verschiebung der Schwerpunktsetzung des Unterrichts hin zur Behandlung der Jugendsprache der Raum für Beschäftigung mit der formalen deutschen Sprache eingeschränkt werden würde. Dies ist damit zu begründen, dass Schüler lediglich über begrenzte Merkkapazitäten verfügen, sich also nur eine bestimmte Menge an Lerninhalten in einem bestimmten Zeitraum einprägen können. Würde Jugendsprache im Deutschunterricht thematisiert werden, so müsste auf der anderen Seite weniger Fokus auf das Hochdeutsche gelegt werden, wenn man die Schüler nicht mit zusätzlichem Stoff belasten möchte. Die einzige Möglichkeit, Jugendsprache in den Unterricht einzubetten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Behandlung des Hochdeutschen im Rahmen, wie es derzeit der Fall ist, wäre eine Erhöhung der Stofffülle. Dies kann allerdings weder im Interesse der Schüler, noch in jenem des verantwortlichen Kultusministeriums liegen, da, gerade in Zeiten des G8-Schulsystems, schwerwiegende negative Erfahrungen mit einer Erhöhung der Stofffülle für einen bestimmten Lernzeitraum gemacht worden sind. Von daher gilt es, Jugendsprache nicht im Deutschunterricht zu behandeln. Anderenfalls müsste der Grad an Fokussierung auf das Hochdeutsche gesenkt werden, was gerade in Zeiten, in welchen „viele Schüler“ (vgl. M1) schon „das Bilden ganzer Sätze“ (vgl. M1) zu überfordern scheint, in niemandes Interesse liegen sollte. Gerade das Zuwanderungsland Deutschland sollte im Hinblick auf seine zahlreiche Schüler mit Migrationshintergrund so viel Fokus wie möglich auf die Unterrichtung des Hochdeutschen setzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Jugendsprache (Kiezdeutsch) und die zentrale Fragestellung, ob diese im Deutschunterricht behandelt werden sollte.

Contra-Seite: Darstellung der Argumente, die gegen eine Thematisierung sprechen, insbesondere die befürchtete Vernachlässigung des Hochdeutschen, Kapazitätsgrenzen und die Sorge um die Sprachästhetik.

Pro-Seite: Erläuterung der Vorteile einer Behandlung, wie die Förderung der Kreativität, ein verbessertes Verständnis für Sprachvarietäten und der Nutzen durch „Codeswitching“.

Synthese: Zusammenführende Abwägung der Argumente, die zu dem Ergebnis kommt, dass der Unterricht von der Thematisierung profitieren kann, ohne das Sprachvermögen zu gefährden.

Schluss: Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der deutschen Sprache durch den stetigen Wandel und neue, durch Jugendkultur geprägte Begriffe.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Kiezdeutsch, Deutschunterricht, Sprachvermögen, Stilkompetenz, Sprachwandel, Sprachvarietäten, Codeswitching, Sprachrepertoire, Bildungsfunktion, Sprachästhetik, Kommunikation, Hochdeutsch, Lerninhalte, Sprachkreativität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Debatte, ob und inwiefern moderne Jugendsprache, wie etwa das Kiezdeutsch, als Thema im Deutschunterricht sinnvoll integriert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Erörterung?

Zentrale Aspekte sind der Einfluss auf das formale Sprachvermögen, die Bewahrung der Sprachästhetik, die Rolle von Kreativität in der Sprache und die Auswirkungen auf die schulische Stoffvermittlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, zu erörtern, ob die Thematisierung von Jugendsprache im Unterricht das Sprachvermögen und die Stilkompetenz der Schüler tatsächlich fördert oder ob sie eher kontraproduktiv wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine materialgestützte Erörterung, die antithetisch und dialektisch aufgebaut ist, um ein ausgewogenes Urteil zwischen gegensätzlichen Positionen zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Contra-Argumente (Überforderung, Vernachlässigung des Hochdeutschen) und anschließend die Pro-Argumente (Förderung von Kreativität, Verständnis von Sprachvarietäten, Codeswitching) gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugendsprache, Sprachwandel, Sprachvarietäten, Stilkompetenz und pädagogische Bildungsfunktion charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der Begriff des „Codeswitching“ die Argumentation der Arbeit?

Codeswitching wird als Fähigkeit gewertet, zwischen verschiedenen Sprachstilen zu wechseln, was nach Ansicht des Autors das allgemeine Sprachrepertoire erweitert und somit die Ausdrucksmöglichkeiten der Schüler verbessert.

Welche Bedeutung hat das Beispiel des „Kiezdeutschen“ für die Schlussfolgerung?

Das Kiezdeutsch dient als aktuelles Fallbeispiel für einen Sprachwandel, den der Autor als unvermeidlich betrachtet und dessen Thematisierung im Unterricht als Bildungsauftrag zur Vermittlung realer Sprachverhältnisse ansieht.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkungen der Thematisierung von Jugendsprache im Unterricht auf Sprachvermögen und Stilkompetenz der Schüler
Untertitel
Erörterung: Materialgestützt - Antithetisch/Dialektisch
Hochschule
Maria-Theresia-Gymnasium Augsburg
Note
1,3
Autor
Sebastian Schuster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
11
Katalognummer
V438621
ISBN (eBook)
9783668798793
ISBN (Buch)
9783668798809
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendsprache Kiezdeutsch Kanaksprak Varietäten Hochdeutsch Schüler Vokabular Sprachwandel Antithetisch Dialektisch Materialgestützt Jung und Alt Sprachvermögen Stilkompetenz Unterricht Erörterung Deutsch Sprache Synthese Pro Contra Jugendliche Maria-Theresia-Gymnasium Augsburg aktuell Fremdwörter Anglizismen Duden Generation Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schuster (Autor:in), 2018, Auswirkungen der Thematisierung von Jugendsprache im Unterricht auf Sprachvermögen und Stilkompetenz der Schüler, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438621
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Leseprobe aus  11  Seiten
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