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Ökonomische Analyse verschiedener Studien über den Einfluss der Klassengröße auf den Bildungserfolg von Kindern

Title: Ökonomische Analyse verschiedener Studien über den Einfluss der Klassengröße auf den Bildungserfolg von Kindern

Bachelor Thesis , 2016 , 62 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lisa König (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

Problem der Arbeit ist die Fragestellung, ob die Klassengröße einen Einfluss auf den Bildungserfolg von Kindern hat und mit welchen weiteren Faktoren dies zusammenspielt. Anhand einer ökonomischen Analyse wurden verschiedene quantitative Studien, die einen signifikant positiven Einfluss auf den Bildungserfolg nachweisen können, mit Studien, die keinen signifikant positiven Erfolg finden können, miteinander verglichen. Erweitert wurden diese Erkenntnisse unter dem Einbezug strukturierter Interviews mit Lehrer/-innen und Schüler/-innen. Obwohl die Einflüsse der Klassengröße seit Jahrzehnten untersucht werden, sind weitere Forschungen aufgrund mangelnder Erkenntnisse noch immer empirisch relevant. Die Ergebnisse zeigen eine Divergenz sowohl zwischen Studien untereinander als auch zwischen Studien und Interviews. Während sich Studien wie das Prime Time Projekt oder das Tennessee STAR Experiment klar für eine kleine Klassengröße aussprechen, fand die Mehrheit der Studien kaum signifikant positive Einflüsse der Klassengröße auf den Bildungserfolg. Die interviewten Lehrer/-innen und Schüler/-innen zeigen eine starke Tendenz zu kleineren Klassen, da dort die individuelle Förderung besser sei. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde das Modell der Kausalität zwischen der Klassengröße und dem Bildungserfolg um die Lehrerqualität, weitere Einflüsse und externe Faktoren erweitert. Dieses Relationsmodell impliziert eine indirekte Wirkung der Klassengröße auf verschiedene Einflüsse wie Feedback, Motivation oder Gemeinschaft, die sich dann wiederum positiv auf den Bildungserfolg auswirken. Diese Wirkung kann sich allerdings nur entfalten, wenn die Lehrkraft das Potential erkennt und die Unterrichtsmethoden an eine kleine Klasse anpasst. Um den Bildungserfolg von Kindern nachhaltig zu beeinflussen, soll folglich von einer isolierten Betrachtung der Klassengröße abgewichen werden. Um dies zu beweisen sind jedoch weitere Forschungen unabdinglich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problem

1.1.1 Definition Kinder

1.1.2 Definition Bildungserfolg

1.1.3 Modell

1.2 Methodik

2 Quantitative Studien

2.1 Signifikant positive Effekte einer kleinen Klassengröße

2.1.1 Projekt Prime Time in Indiana

2.1.2 Tennessee STAR

2.1.3 Langfristige Studien

2.2 Keine signifikant positiven Effekte einer kleinen Klassengröße

2.2.1 Das landesweite Mandat in Florida

2.2.2 Hoxbys Methode

2.3 Third International Mathematics and Science Study (TIMSS)

2.4 Zusammenfassung des Forschungsstandes

2.4.1 Allgemeiner Überblick: Hanushek’s vote counting summaries

2.4.2 Mögliche Effekte einer kleinen Klassengröße

3 Interviewanalyse

3.1 Klassengröße aus Lehrersicht

3.2 Klassengröße aus Schülersicht

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

5 Diskussion

5.1 Kosten-Analyse

5.1.1 Kosten-Nutzen-Analyse

5.1.2 Kosteneffektivität

5.2 Andere Unterrichtsmethoden in kleinen Klassen?

5.3 Politikimplikationen

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob eine reduzierte Klassengröße einen signifikant positiven Einfluss auf den Bildungserfolg von Kindern hat, und welche Rolle dabei weitere Faktoren wie die Lehrerqualität spielen. Ziel ist es, durch die Kombination einer ökonomischen Analyse quantitativer Studien mit qualitativen Experteninterviews ein tieferes Verständnis für die Kausalzusammenhänge zu entwickeln.

  • Analyse quantitativer Studien zur Klassengrößenwirkung
  • Einbezug der Lehrerqualität als modifizierender Faktor
  • Auswertung von Interviews mit Lehrkräften und Schülern
  • Kosten-Nutzen-Betrachtung von Klassenreduktionen
  • Diskussion politischer Implikationen für das Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Definition Bildungserfolg

Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, ob die Klassengröße einen Einfluss auf den Bildungserfolg von Kindern hat. Um dies genauer erörtern zu können, ist eine Definition der Fragenkomponente Bildungserfolg notwendig. Traditionell wird Bildung als erarbeitende und aneignende Auseinandersetzung mit der Welt und als Selbstverwirklichung des Menschen verstanden, die Selbstentfaltung und Emanzipation ermöglicht (vgl. Büchner, 2003). Vor allem sind es jedoch staatlich anerkannte Bildungsabschlüsse, die einen langfristigen Bildungserfolg darstellen und sich somit von punktuellen Schulleistungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in bestimmten Fächern gemessen wurden, abgrenzen (vgl. Diefenbach, 2008).

Folglich bezieht sich Bildung heutzutage größtenteils auf die institutionelle Bildung an Schulen, Universitäten et cetera, was auch als formale Bildung bezeichnet wird (vgl. Rohlfs, 2011). Bildungserfolg und Bildungsmisserfolg bestimmen so letztendlich Berufschancen und sozialen Auf- und Abstieg. Jedoch gibt es auch Bildung, die parallel zu den in Schulen vermittelten Inhalten verläuft und in dieser Definition nicht einbezogen werden (vgl. Grundmann, 2003). Dies wird auch als non-formale Bildung bezeichnet und findet außerhalb der formalen Institutionen des Bildungssystems statt, beispielsweise in Sportvereinen oder im Nachhilfeunterricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, definiert die zentralen Begriffe "Kinder" sowie "Bildungserfolg" und stellt das theoretische Modell zur Untersuchung der Kausalität zwischen Klassengröße und Bildungserfolg vor.

2 Quantitative Studien: Hier werden diverse empirische Studien analysiert, wobei zwischen Untersuchungen mit signifikant positiven Effekten einer Klassenreduktion und solchen ohne signifikante Ergebnisse differenziert wird.

3 Interviewanalyse: Dieses Kapitel ergänzt die quantitative Analyse durch eine qualitative Untersuchung, indem Erfahrungen von Lehrkräften und Schülern hinsichtlich kleiner und großer Klassen reflektiert werden.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Ergebnisse aus der Literaturanalyse und den Interviews werden zusammengeführt und gegenübergestellt, um den Forschungsstand zu verdichten.

5 Diskussion: Es wird erörtert, ob eine Klassengrößenreduktion ökonomisch sinnvoll ist (Kosten-Nutzen-Analyse), welche Rolle die Unterrichtsmethodik spielt und welche politischen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die Klassengröße kein alleiniger Faktor für Bildungserfolg ist, sondern eng mit der Lehrerqualität und weiteren Einflüssen verknüpft bleibt.

Schlüsselwörter

Klassengröße, Klassengrößenreduktion, Bildungserfolg, Lehrerqualität, Tennessee STAR, Prime Time Projekt, quantitative Studien, Interviewanalyse, Kosten-Nutzen-Analyse, Unterrichtsmethoden, formale Bildung, soziale Ungleichheit, Bildungssystem, Bildungsabschluss, Kausalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit analysiert kritisch, ob eine kleinere Klassengröße tatsächlich zu einem höheren Bildungserfolg bei Kindern führt oder ob andere Faktoren, wie etwa die Qualität der Lehrkraft, eine bedeutendere Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die ökonomische Analyse empirischer Klassengrößenstudien, der Vergleich zwischen formaler und non-formaler Bildung sowie die qualitative Untersuchung von Lehr- und Schülererfahrungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Klassengröße einen kausalen Einfluss auf den Bildungserfolg von Kindern hat, unter Berücksichtigung von Kostenaspekten und Lehrerqualität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine umfangreiche Literaturanalyse quantitativer Studien mit einer strukturierten Interviewanalyse, um ein umfassendes Bild aus empirischen Daten und subjektiven Erfahrungen zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung internationaler Studien, eine Diskussion über Kosteneffektivität und Unterrichtsmethodik sowie eine Analyse der in Interviews gewonnenen Erkenntnisse über Lernklima und Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Klassengrößenreduktion, Bildungserfolg, Lehrerqualität, Tennessee STAR, Kosten-Nutzen-Analyse und die Bedeutung der Unterrichtsgestaltung.

Warum ist das Ergebnis der Studien zur Klassengröße oft divergent?

Die Ergebnisse unterscheiden sich oft, weil viele Studien isolierte Faktoren betrachten, ohne die Lehrerqualität oder den sozioökonomischen Hintergrund der Schüler ausreichend in das Modell einzubeziehen.

Welche Bedeutung haben die Interviews für die Gesamtschlussfolgerung?

Die Interviews zeigen, dass Lehrer und Schüler kleine Klassen subjektiv als förderlich empfinden (z.B. durch geringeren Korrekturaufwand), was im Gegensatz zu manchen statistischen Studienergebnissen steht, die keine signifikanten Leistungsunterschiede messen.

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Details

Title
Ökonomische Analyse verschiedener Studien über den Einfluss der Klassengröße auf den Bildungserfolg von Kindern
College
University of Passau
Grade
2,0
Author
Lisa König (Author)
Publication Year
2016
Pages
62
Catalog Number
V438754
ISBN (eBook)
9783668786264
ISBN (Book)
9783668786271
Language
German
Tags
Klassengröße Bildungserfolg Klassengrößenreduktion Lehrerqualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa König (Author), 2016, Ökonomische Analyse verschiedener Studien über den Einfluss der Klassengröße auf den Bildungserfolg von Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438754
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