Die Darstellung der griechischen Mythologie in Computerspielen

Ein Vergleich von virtuellen Darstellungen der Götter Zeus, Poseidon und Hades, sowie der Unterwelt nach Vorstellungen der griechischen Antike


Examensarbeit, 2018
77 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mythologie im Computerspiel

3 Zeus
3.1 SMITE: Battleground of the Gods
3.2 Age of Mythology
3.3 God of War
3.4 Apotheon
3.5 Andere Darstellungen

4 Poseidon
4.1 SMITE
4.2 Age of Mythology
4.3 God of War
4.4 Andere Darstellungen

5 Hades
5.1 Der Gott im Computerspiel
5.1.1 Problematik
5.1.2 Darstellungen des Gottes
5.2 Interpretationen der Unterwelt

6 Fazit

7 Anhang

8 Quellen und Literatur
8.1 Quellen
8.2 Computerspiele
8.3 Internetlinks
8.3.1 Abbildungen
8.4 Literatur

1 Einleitung

Computerspiele[1] sind ein essentieller Bestandteil der heutigen Medienlandschaft und Popkultur und seit der Jahrtausendwende zu einem Massenmarkt mit immer größer werdender Spielerschaft geworden.[2] Computerspiele sind aber nicht nur ein großer Markt, vergleichbar mit Film und Büchern, sondern Bestandteil der alltäglichen Umgebung für Millionen von Menschen.[3] Mit der Fülle an verschiedenen Computerspielen zählen solche mit historischem Inhalt zu den kommerziell Erfolgreichsten und vor allem Kinder und Jugendliche kommen heutzutage in ihrer Freizeit am ehesten durch das Medium Computerspiel mit historischen Inhalten in Berührung.[4] Bei diesen historischen Inhalten nimmt auch die Antike und speziell die griechische Mythologie eine signifikante Rolle ein – allein zwischen 2005 und 2010 sind über vierzig kommerziell erfolgreiche Spiele erschienen, die einen Bezug zu solchen Inhalten herstellen.[5] Die griechische Mythologie dient seit jeher als beliebtes Setting für Kinofilme und Romane – von daher ist es nicht verwunderlich, dass auch zahlreiche Computerspiele entsprechende Inhalte auf künstlerische Art und Weise umsetzen.[6] Vor allem bei jungen Menschen haben Computerspiele schon längst den Stellenwert, den früher noch ausschließlich Filme als Unterhaltungsmedium hatten.[7] Sie sind neben dem Film vermutlich die einflussreichste Ausdrucksform der heutigen Popkultur und haben entscheidenden Einfluss darauf, wie die Welt der Antike heutzutage noch wahrgenommen wird.[8] Mit der Orientierung von immer aufwendiger produzierten Computerspielen am Kinofilm als „großes Vorbild“ werden auch populäre Settings auf die neue Kunstform übertragen. Ähnlich zum Film gibt es jedoch ganz verschiedene Ansätze, was die Umsetzung der Vorlage angeht. Über die Jahrzehnte hinweg gibt es sowohl möglichst akkurate Darstellungen historischer Inhalte als auch solche, die stärker von künstlerischer Freiheit geprägt sind.[9] Dennoch wird den konkreten Darstellungen mythologischer Inhalte in Computerspielen noch immer sehr geringe Beachtung seitens der Fachwissenschaft geschenkt. Allgemein werden Computerspiele kaum rational diskutiert und oftmals Spiele als großes Ganzes über einen Kamm geschert, anstatt sie differenziert zu betrachten.[10] Aus diesem Grund soll sich diese Arbeit damit beschäftigen, in welcher Form der Vorlage überlieferter Quellen bei der Darstellung der griechischen Mythologie in Computerspielen Beachtung geschenkt wird. Dabei konzentriert sich mein Augenmerk auf die drei Götter Zeus, Poseidon und Hades, deren Darstellungen in verschiedenen Titeln exemplarisch für die Umsetzung antiker Quellen dienen sollen. Da die drei Götter nach griechischen Erzählungen Brüder sind, handelt es sich um Charaktere, die zahlreiche Ähnlichkeiten in ihrem Aussehen aufweisen. Dadurch lässt sich gut vergleichen, inwiefern bei unterschiedlichen Göttern die historische Grundlage beachtet und angemessen umgesetzt wird. Einer meiner Kerngedanken hinter diesem Thema ist die Tatsache, dass Spiele als visuelle Medien ein mächtiges Werkzeug sind, um mythologische Inhalte auf interessante Weise zu vermitteln und damit insbesondere junge Menschen zu erreichen. Als angehender Geschichtslehrer ist also vor allem die Relevanz solcher Darstellungen für den Geschichtsunterricht interessant. Virtuelle Darstellungen haben ein großes Potenzial zur Vermittlung historischer Inhalte, das es noch immer zu erschließen gilt. Denn während griechische Mythen in ihrer Quellenform oftmals Schüler mit ihrer Komplexität und ihrem Umfang überfordern, sind visuelle Medien für Schüler nicht nur einfacher zu verstehen, sondern durch die bereits vorhandene Kompetenz wesentlich leichter zugänglich und interessanter.[11]

Bisherige Arbeiten in diesem Bereich schreiben, wenn überhaupt, nur ganz allgemein über die Darstellungen, führen aber kaum konkrete Beispiele dafür an. Deswegen habe ich mir eine Auswahl bekannter Spieletitel herausgesucht, in denen die drei Götter auftauchen und die Umsetzungen dieser Figuren mit den literarischen Vorlagen und der Kunst des antiken Griechenlands verglichen. Zu Beginn der Arbeit möchte ich auch ganz allgemein auf die Thematik "Mythologie im Computerspiel" eingehen und untersuchen, was die Umsetzung mythologischer Inhalte in diesem Medium so beliebt macht. Hier werde ich mich auch auf vergleichbare Arbeiten zu Filmen und Literatur beziehen, da dort wesentlich mehr vorliegt als zum Bereich Computerspiele. Der Kernteil der Arbeit ist anschließend in drei Teile untergliedert. Im ersten Teil betrachte ich die Darstellungen des Zeus, der in besonders vielen Spielen vorkommt. Anschließend werden Interpretationen des Poseidon genauer analysiert und zu guter Letzt der Gott Hades betrachtet. Außerdem habe ich mich dazu entschieden, neben dem Gott Hades auch den Hades als Unterwelt des griechischen Glaubens zu betrachten. So lässt sich nicht nur rekonstruieren, wie Spieleentwickler Figuren der griechischen Mythologie interpretieren, sondern auch, wie in den antiken Schriften beschriebene Regionen dargestellt werden. Bei der Arbeit mit den Quellen ist zu berücksichtigen, dass die Primärquellen zum Teil Jahrtausende auseinander liegen und sowohl griechische als auch römische Vorstellungen mit einbezogen werden. Es geht also nicht darum, einen einheitlichen Typus nach antiker Vorstellung zu erarbeiten, sondern darum, herauszufinden, welcher Quelle aus welcher Epoche in welchem Umfang Beachtung geschenkt wurde.

Im Zentrum der Betrachtung stehen vier Titel ganz besonders. Bei Zeus und Poseidon sollen zunächst die Darstellungen im Online-Spiel SMITE: Battleground of the Gods als Einstieg dienen. Denn hier gibt es bereits eine sehr umfangreiche Darstellung der Götter, die nicht nur als Figuren in der Handlung des Spiels auftauchen, sondern vom Spieler direkt gesteuert werden können.[12] Anschließend werde ich mir die Spiele Age of Mythology, Apotheon und die drei Hauptreihen-Titel der God of War- Serie genauer anschauen. Im Anschluss werden einige weniger prominente Auftritte des griechischen Göttervaters in anderen Titeln kurz zusammengefasst, um aufzuzeigen, wie umfangreich die Formen der Darstellung sind. Beim Kapitel zum Hades werde ich eine etwas andere Herangehensweise verfolgen, da hier die Quellenlage wesentlich schlechter ist als noch bei Zeus und Poseidon, was sich auch auf die Darstellungen des Gottes in Computerspielen niederschlägt. So gibt es auch zahlreiche Gestaltungen des Gottes, die nicht mehr viel mit der historischen Grundlage zu tun haben. Aber auch bei Zeus und Poseidon lassen sich solche „künstlerisch freien“ Darstellungen finden, die ebenfalls Erwähnung finden werden. Am Ende soll ein zusammenfassendes Urteil gefällt und eine Einschätzung getroffen werden, wie die virtuellen Darstellungen der Götter aus geschichtswissenschaftlicher Sicht zu betrachten sind, sowie eine Vermutung, inwiefern Spieleentwickler der Grundlage ihrer Charaktere Beachtung widmen.

2 Mythologie im Computerspiel

Spätestens seit den Historienfilmen der 50er-Jahre sind Geschichten der griechischen Mythologie immer wieder in Kinofilmen zu finden, die maßgeblich die Vorstellungen von alten Mythen prägen und gewissermaßen eine "Mythologisierung von Geschichte"[13] mit sich bringen. Die stetige Präsenz der griechischen Mythologie im Medium Film sorgte dafür, dass diese Geschichten aus der heutigen Popkultur nicht mehr wegzudenken sind.[14] Darum wundert es nicht, dass auch im Medium Computerspiel schon sehr früh die antiken Sagen eine Rolle spielten. So gibt es schon bei den frühen Text-basierten Adventure-Spielen mit Perseus and Andromeda[15] aus dem Jahr 1983 einen Titel, der die Sage von Perseus aufgreift. Im selben Jahr erschien mit The Return of Heracles[16] auch eines der ersten Grafik-basierten Spiele mit Inhalten der griechischen Mythologie. Dem Durchbruch der Heimkonsolen in der zweiten Hälfte der 80er-Jahre folgte eine Welle von kommerziell erfolgreichen Adventure-Spielen mit mythologischem Hintergrund. Zu diesen gehörten u.a. Kid Icarus[17] und The Battle of Olympus[18] für das Nintendo Entertainment System, sowie Altered Beast[19], das nach dem großen Erfolg in Spielhallen auf alle gängigen Spieleplattformen der damaligen Zeit portiert wurde. Neben Computerspielen, die direkt Geschichten der griechischen Mythologie umsetzen oder in zumindest der Welt dieser Mythen spielen, gibt es auch zahlreiche Spiele, in denen Elemente der griechischen Sagen aufgegriffen und in die fiktive Welt des Spiels eingebaut wurden, wie z.B. die fliegenden "Medusa Heads" mit Schlangenhaaren als Gegner in der Castlevania -Reihe.[20]

Doch woher kommt diese Faszination für Geschichten aus der Welt der griechischen Mythologie und die Popularität des Settings insbesondere im Computerspiel? Die Ursachen dafür sind vielseitig. Spätestens mit dem Aufkommen der Renaissance in Italien erfreuten sich antike Mythen ab dem frühen 16. Jahrhundert „eines kontinuierlichen, wenn auch maßvollen Interesses“[21], das sich von dort aus über Europa ausbreitete und seitdem nie vollends verschwand. Laut Vetter (2002) sind die italienischen Künstler der Renaissance „maßgeblich an der Verbreitung des Darstellungsthemas in anderen Kunstlandschaften beteiligt“[22], also liegt die Vermutung nahe, dass die italienische Kunst bis heute einen erheblichen Einfluss auf die Vorstellung von Figuren der griechischen Sagenwelt hat. Da zur Zeit der Renaissance kaum Kunstwerke aus dem antiken Griechenland bekannt waren, orientierten sich die Künstler an den überlieferten literarischen Vorlagen wie z.B. den Schriften Homers oder Ovids Metamorphosen, so dass ihre Interpretationen der mythologischen Figuren tatsächlich stark auf die antike Überlieferung aufbauten.[23] In der Literatur findet sich seit der Zeit der Romantik eine große Faszination für Fantasiewelten. Zu solchen Fantasiewelten zählt auch die Welt der griechischen Götter und Helden, die so als Inspirationsquelle für andere fiktive Welten in Literatur, Film und Spiel dient.[24] Laut Simonis (2004) besteht „ein vermehrter Mythologiebedarf des 20. und 21. Jahrhunderts“[25], der sich vor allem darin äußert, dass immer mehr Medienformate quasi „mythologisiert“ werden, aber auch die wachsende Popularität von Inhalten aus bereits bestehenden Mythologien lässt sich damit begründen. Insofern kann man auch von einer „Mythenrenaissance des späten 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts“[26] reden, die sich nicht nur im Erschaffen von neuen Mythologien (z.B. die Welt des Harry Potter-Franchises oder der Tolkien-Bücher) niederschlägt, sondern eben auch durch das Aufgreifen bestehender Götterwelten – vor allem der griechischen – in modernen Medien. Bekannte mythologische Figuren üben eine entsprechend größere Faszination aus und erregen große Aufmerksamkeit. Somit gibt es einen umso größeren Anreiz, sie kulturell umzusetzen, und sie dienen sehr oft als Inspiration für künstlerische Umsetzungen, wie z.B. das stetige Aufgreifen des Odyssee-Motivs für ähnliche Helden- und Abenteuergeschichten.[27] Es sind also weniger die tatsächlichen Geschichten und antiken Schriften heutzutage populär, sondern die Motive und Figuren, die ihnen entstammen. Die Interpretationsfreiheit der griechischen Mythen in ihrer überlieferten Form ermöglicht es ihnen, auch im modernen Gewand immer noch aktuell und relevant zu sein, indem verschiedene Kunstformen die Geschichten immer wieder neu interpretieren.[28] Sie dienen repräsentativ für aktuelle gesellschaftliche Phänomene und somit zur Orientierung innerhalb des gesellschaftlichen Diskurses auf Grundlage der vermittelten Ideale und „kulturellen Deutungsmuster“[29], die erst im richtigen gesellschaftlichen Rahmen ihre Wirkung entfalten können.

So wie Filme verschiedener Genres immer wieder Elemente oder Geschichten der griechischen Mythologie adaptieren, so setzen auch Computerspiele weniger die Geschichten direkt um, sondern nutzen Elemente aus der Mythologie für neue Geschichten, die in der griechischen Götterwelt spielen.[30] Dazu stellt Lowe (2009) fest: "Arguably, Classics has appealed to videogame players because knowledge of antiquity now possesses a certain mystique for mass audiences."[31] Computerspiele sprechen die Faszination fürs Mythische am stärksten an, da sie dem Spieler ermöglichen, direkt in die Welt der Mythologie einzutauchen und kurzzeitig "innerhalb" eines Mythos' zu leben.[32] Das Interesse an der Welt der Antike und ihren Geschichten geht oftmals mit einem Wissensdurst einher, den Filme oder Romane nicht stillen können. Allerdings gibt es zahlreiche Spiele wie Rome: Total War[33], die Civilization -Reihe[34] oder das in dieser Arbeit näher betrachtete Age of Mythology[35] , die eine im Spiel implementierte Enzyklopädie besitzen, die Hintergrund-Informationen zu den im Spiel vorkommenden Orten, Ereignissen oder Personen gibt. Damit geben die Spiele auch einen Anreiz, sich stärker mit den historischen Hintergründen des Spiels zu befassen und fördern so nicht nur das Interesse an der historischen Grundlage, sondern auch eine kritischere Betrachtung der Darstellungen im Spiel.[36] Ein großer Reiz bei Computerspielen im Allgemeinen ist die Tatsache, dass der Spieler über die Games das Gefühl hat, selbst Einfluss auf das Geschehen zu nehmen und dass seine selbst getroffenen Entscheidungen (ganz gleich, wie sehr sie vom Spielverlauf vorgegeben werden) etwas bewirken. Dies, gekoppelt mit der Faszination für die mythologische Spielwelt, ist wohl auch ein Grund für die Popularität dieses Settings im Computerspiel.[37] Es gibt zudem einen engen Zusammenhang zwischen den stereotypischen Heldenfiguren in Computerspielen, die der Spieler steuert, und den Protagonisten aus griechischen Heldensagen. Während früher noch direkt Helden wie Theseus oder Odysseus gespielt wurden, werden in aktuelleren Spielen neu erdachte Heldencharaktere vom Spieler gesteuert, deren Schicksal genauso wie das der klassischen Vorbilder vom Mächtespiel der antiken Gottheiten gelenkt wird.[38] Insbesondere das Element des "Halbgöttlichen" dient bei vielen Protagonisten in Spielen dazu, ihnen übermenschliche Fähigkeiten zu verleihen aufgrund ihrer göttlichen Abstammung, die aber gekoppelt werden mit menschlichen Gefühlen und Verhaltensweisen, durch die sich der Spieler besser mit der Figur identifizieren kann.[39] Der Spielercharakter als Protagonist der Geschichte dient als „Avatar“ des Spielers, über den er unmittelbar mit der Welt des Spiels und den Figuren interagiert.[40] Der Spieler fühlt sich also selbst als ein Teil der mythologischen Geschichte, indem er mit Göttern kämpft oder den Olymp besteigt.

Zahlreiche Darstellungen in Videospielen sind jedoch nicht komplett neu erdacht, sondern orientieren sich oftmals an vorherigen Darstellungen und Interpretationen aus Filmen, Büchern oder Comics.[41] Eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt hier das Phänomen, dass Lowe als "Gladiator-Effekt" zusammenfasst. So stellte er fest, dass nach dem Erfolg des Films Gladiator eine Welle von Spielen folgte, die in einem ähnlichen Setting spielten und zum Teil sogar das Design des Kolosseums aus dem Film entlehnten.[42] Es liegt also auf der Hand, dass sich auch der Computerspielemarkt daran orientiert, welche Settings aktuell bei dem zu erreichenden Publikums besonders beliebt sind. Außerdem sollte diese Wechselwirkung der einzelnen Medienformen berücksichtigt werden, wenn man die Umsetzungen historischer Vorlagen genauer betrachtet. Ein Problem, das fast alle Spiele mit historischem Hintergrund besitzen, ist die Tatsache, dass weniger Wert auf historische Genauigkeit gelegt wird. Stattdessen stehen Dramatik und Gameplay – eben das, was den Spielspaß ausmacht – im Vordergrund. Dazu werden auch bewusst vorher geprägte historische Perspektiven angesprochen. Die Umsetzung der historischen Vorlagen unterliegt also immer den Vorstellungen der Designer (und so gewissermaßen der Spieler), wie die fiktive Welt der griechischen Sagen auszusehen hat.[43] Allerdings sind diese Vorstellungen immer von bereits gefestigten Vorurteilen gekennzeichnet. Insbesondere durch Filme werden bestimmte Attribute geprägt, die der Konsument daraufhin mit den Darstellungen von Figuren und Geschichte assoziiert. So prägten beispielsweise die fransigen Haare der Römer im Film Julius Caesar von Joseph L. Mankiewicz nachhaltig die Vorstellung einer „typisch römischen“ Frisur, an der man einen vermeintlichen Römer sofort erkennt.[44] Beim Design von Computerspielen gibt es daher auch etwas, dass Lowe als „box-ticking“ bezeichnet. Also eine Art „Checkliste“ von Dingen, die in einem Spiel auftauchen sollten, damit es „typisch Antike“ ist und den Vorstellungen der breiten Masse entspricht. So muss es z.B. in einem römischen Setting immer irgendwo ein Kolosseum geben, im antiken Griechenland stehen ständig Marmorstatuen in der Umgebung, in Pompeji bricht immer irgendwann der Vesuv aus, etc.[45]

Zusammenfassend ist es bei der Betrachtung von mythologischen Darstellungen immer wichtig, zu unterscheiden, welche Vorstellung direkt aus der tatsächlichen Überlieferung stammt (der "Grundmythos") und welcher Teil der Darstellung auf vorherige Interpretationen in der Kunst zurückgeht ("Kunstmythos").[46] Allerdings lassen sich, wie eingangs beschrieben, die Kunstmythen zur griechischen Antike über die Malerei der Renaissance bis zu den überlieferten Schriften, also den Grundmythen, zurückführen. Trotzdem ist „stets von einer gewissen gesellschaftlichen Uneinheitlichkeit auszugehen“[47], da sich schon in der Antike verschiedene Menschen in unterschiedlichen Regionen und Lebenssituationen ihre Götter unterschiedlich vorgestellt haben. Es gab nie ein einheitliches Kultbild und somit keine einheitliche Vorstellung von den mythologischen Figuren, an der man sich heute orientieren kann. Demzufolge weichen selbst moderne Darstellungen, die sich auf antike Vorlagen stützten, voneinander ab. Bei Computerspielen ist die akkurate Darstellungen zusätzlich erschwert durch die Vielseitigkeit des Mediums und seiner vielen Genres. Dieselbe historische Grundlage wird auf viele verschiedene Arten interpretiert und es gibt noch keine klare Linie, wie in puncto Game Design mythologische Inhalte umzusetzen sind. Stattdessen versuchen Spieleentwickler stets, neue Formen zu finden und herauszufinden, was gut funktioniert und was nicht.[48] Es ist also bei der Betrachtung der vielseitigen virtuellen Darstellungen in Computerspielen äußerst schwierig, eine klare Trennlinie zwischen „Grundmythos“ und „Kunstmythos“ zu ziehen. Dennoch werde ich im Folgenden versuchen, die beschriebenen Darstellungen auf eine antike Vorlage zurückzuführen, sofern dies möglich ist, und sie mit Interpretationen zu vergleichen, die stärker auf einem Kunstmythos basieren oder sogar selbst versuchen, einen neuen Kunstmythos zu prägen.

3 Zeus

Aufgrund seiner Prominenz als höchster der olympischen Götter lässt sich Zeus am meisten in Computerspielen verschiedener Genres finden. Aus diesem Grund möchte ich zunächst den Fokus auf die für die Arbeit zentralen Spiele SMITE, Age of Mythology, Apotheon und die God of War -Trilogie legen, bevor ich dann eine Auswahl verschiedener Darstellungen aus anderen Spielen miteinander vergleiche. Da die Spiele hier erstmals genauer betrachtet werden, werde ich dieses Kapitel auch dazu nutzen, jedes der Spiele kurz zu beschreiben.

3.1 SMITE: Battleground of the Gods

Bei dem Spiel SMITE: Battleground of the Gods[49] von Hi-Rez Studios handelt es sich um ein sogenanntes Multiplayer Online Battle Arena -Spiel, kurz MOBA. Bei solchen MOBAs treten zwei Teams gegeneinander auf einer symmetrisch gestalteten Karte gegeneinander an und versuchen, die Heimat-Basis des gegnerischen Teams zu erreichen und zu zerstören, während sie die eigene Basis mit allen Mitteln verteidigen. Dabei spielt jeder Spieler des Teams eine einzelne Figur. Bei SMITE handelt es sich bei den spielbaren Figuren um Götter und Helden verschiedener Pantheons. So treten hier u.a. griechische, ägyptische, chinesische, nordische und aztekische Gottheiten gegeneinander an. SMITE macht also aus dem Motiv der Theomachie als Kampf der Götter und Helden untereinander einen spielerischen Wettstreit und orientiert sich dabei, laut Entwickler, an tatsächlich in den Sagen der jeweiligen Mythologie überlieferten Kämpfen zwischen Göttern, die Einfluss auf die Darstellungen im Spiel haben.[50] Dabei gerieten die Entwickler von Hi-Rez Studios vor allem in der Anfangsphase des Spiels oftmals in die Kritik hinsichtlich ihrer Darstellungen, in erster Linie von Anhängern der noch heute weit verbreiteten hinduistischen Religion.[51] Bei den 96 spielbaren Charakteren[52], die im Spiel allgemein als "Götter" zusammengefasst werden (auch wenn darunter viele Helden und Kreaturen sind), ist natürlich auch der griechische Göttervater Zeus vertreten. Da er in diesem Spiel als spielbare Figur eine sehr umfangreiche Darstellung besitzt, soll diese hier als Ausgangspunkt der Untersuchung dienen.

Die Figur des Zeus wird hier als älterer Mann mit grauem, langem Bart und leicht gewellten, langen Haaren dargestellt; mit äußerst muskulösem Oberkörper, der nur von einem Träger seines weißen Stoffgewands über der linken Schulter bedeckt ist. Er trägt goldene Armschienen, einfache Leder-Sandalen, einen goldenen Gürtel und über die linke Schulter eine Art goldene Schärpe oder Rüstung. Außerdem trägt er am linken Arm einen großen goldenen Schild, bei dem es sich offenbar um die Aegis handelt.[53] Die Darstellung Zeus' als muskulöser Mann mit langen Haaren und Bart ist heutzutage allgemein bekannt, jedoch keineswegs ein "Kunstmythos" im Sinne von Simonis. Denn auch auf antiken Darstellungen lässt sich dieses Schema finden. So ist auf einer attischen Pyxis, die um das Jahr 570 v. Chr. entstanden ist und die Geburt der Athena zeigt, Zeus ebenfalls mit langen Haaren und langem Bart zu sehen.[54] Bei dem Relief des Phidias am Parthenon ist Zeus als bärtiger Mann mit freiem Oberkörper und um die Hüfte gelegtem Gewand zu sehen[55], während bei den Zeus-Statuetten von Dodona (ca. 550 v. Chr.) der Göttervater mit lockigem Haar, sowie bärtig und muskulös abgebildet ist.[56] Auch bei den Vasenmalereien des Oltos (um 510 v. Chr.)[57] und des Eucharides-Malers (ca. 490- 480 v. Chr.)[58] ist Zeus mit Lockenhaupt, Bart und einem Träger seines Gewandes über einer Schulter zu sehen – wenngleich er hier unter dem Gewand noch ein weiteres Kleidungsstück trägt. Das „Hüftgewand“ des Zeus, das nur die Hüften und Beine, sowie eine Schulter bedeckt, ist also bereits aus der klassischen Zeit bekannt.[59] Auch die Zeusstatue des Phidias, eines der antiken sieben Weltwunder, hatte nur die Schulter von einem Gewand aus Gold bedeckt, während der restliche Oberkörper frei war.[60] Diese Zeusstatue aus Olympia ist zwar nur durch Nachbildungen und schriftliche Erwähnungen bekannt, prägte aber dennoch nachhaltig das Bild des Zeus in der Kunst.[61] Die Gestaltung des phidiasischen Zeus prägte auch über die Antike hinaus Schemata der ikonographischen Darstellung des Zeus bzw. Jupiter und somit auch die Darstellungen ab der Renaissance, deren Merkmale bis heute immer wieder aufgegriffen werden.[62] Doch obwohl Phidias seit jeher nachgesagt wird, er habe sich bei seiner Darstellung des Zeus an der von Homer beschriebenen Thetissage orientiert, weicht seine Statue doch stark von der literarischen Beschreibung ab.[63] Die antike Vorstellung vom Aussehen des Zeus geht auch jenseits von Phidias insbesondere auf die Beschreibungen Homers in der Ilias zurück, die auch von weiteren antiken Dichtern aufgegriffen wurden.[64] Unter anderem schreibt Macrobius in seinen Saturnalien, ausgehend von der Ilias als Phidias' Inspiration über Zeus: "Und die ambrosischen Haare des Herrschers wallten nach vorne/ Von dem unsterblichen Haupt"[65] In Kallimachos' Hymne an Artemis wird ebenfalls Zeus' Bart erwähnt[66], während Ovid in seiner Beschreibung des Jupiter von einem furchterregenden Lockenhaupt schreibt, dessen Schütteln Beben auslösen konnte.[67] Insofern weicht die Darstellung des Zeus in SMITE von den gängigen antiken Darstellungen ab, da diese Zeus mit Lockenhaupt abbilden, anstelle von eher glatten, langen Haaren. Die fast schon übertrieben ausgeprägte Muskulatur der Zeus-Figur im Spiel orientiert sich wohl an den ebenfalls sehr "körperhaften" Darstellungen der Götter in der griechischen Antike angesichts der Popularität des nackten Sports und der besonderen Bedeutung eines durchtrainierten Körpers als Schönheitsideals.[68]

Ein besonderes Merkmal des Zeus-Modells in SMITE ist der Aegis-Schild, den der Gott trägt und im Spiel auch als Waffe für seine Fähigkeiten einsetzt. Die Aegis ist ursprünglich ein Fell, " aus Gold und Drachenschuppen geglättet"[69] , das von Hephaistos für Zeus verarbeitet wurde[70]. Die Aegis wird entweder über die Schultern geworfen[71], oder als Schild vor einem hergetragen.[72] Das könnte auch die Panzerung an der Schulter des Zeus aus SMITE erklären – neben der Aegis als Rundschild könnte dieser Teil seiner Ausrüstung ebenfalls zur Aegis gehören. Doch nicht nur Zeus rüstet sich mit der Aegis, sondern gibt den Schild auch häufig an Athene weiter, die ebenfalls oft mit der Aegis assoziiert wird.[73] Nach dem Sieg des Perseus über die Medusa brachte Athene den Kopf der Gorgone am Schild an.[74] Dieses Gorgonenhaupt ist tatsächlich auch auf dem Schild des SMITE- Zeus zu sehen. Im Spiel kann Zeus seinen Aegis-Schild werfen, der dann in einem kleinen Areal elektrische Ladungen auf die Gegner entlädt und von Zeus' Blitzen zusätzlich aufgeladen werden kann, die er quasi "reflektiert". Laut Homer war Zeus tatsächlich nicht in der Lage, den Schild mit seinen Blitzen zu durchdringen.[75] Doch es ist fraglich, ob die Entwickler des Spiels dieses Detail kannten oder diese Fähigkeit des Schildes nur aus Gründen des Gameplays implementiert haben. In einer älteren Version des Spiels konnte Zeus den Schild noch zur Verteidigung nutzen und damit Schaden zurückwerfen. Die Fähigkeiten des Göttervaters im Spiel drehen sich vor allem um den Einsatz von Blitzen. Zeus kann Blitze auf Gegner werfen, die dann als "Kettenblitz" zu weiteren Zielen überspringen. Vom Blitz getroffene Gegner erhalten dadurch elektrische Ladungen, die "detonieren" können. Als ultimative Fähigkeit kann Zeus einen Gewittersturm herbeirufen, der Blitze auf die Gegner in einem bestimmten Areal herabschießen lässt. Das Motiv des "Blitzeschleuderer Zeus"[76] ist in der griechischen Mythologie weit verbreitet und in der Kunst, sowohl in der Antike als auch bei späteren Adaptationen, beliebt. Der Blitzkeil galt als die mächtige Waffe des Zeus, vor der selbst die Götter Angst hatten und mit denen der Göttervater seine Feinde bestrafte.[77] Den Blitzkeil erhielt Zeus laut Hesiod von den Kyklopen, nachdem er diese aus dem Tartaros befreite und "mit göttlicher Nahrung und göttlichem Trunk"[78] versorgte. Die Blitze des Zeus brachten dann die entscheidende Wende im Kampf gegen die Titanen.[79] Auch in homerischen Darstellungen tritt Zeus als "Wolkensammler", der "Dunkelwolkige" oder "Blitzeschleuderer"[80] auf, der je nach Gemüt Gewitter herbeiruft und das Wetter kontrolliert. Er wurde von den Griechen und Römern (in Form des Jupiter) nicht nur als Himmelsvater, sondern auch als Gott des Regens und des Gewitters verehrt.[81] Auch bei den Darstellungen des Zeus in der antiken Kunst wird er oft dargestellt, wie er Blitze zum Wurf auf seine Feinde zückt, wie z.B. bei den Statuetten von Dodona.[82] Es wundert also nicht, das gerade diese Blitze als wichtiger Aspekt des Gottes bei Videospielen immer wieder die größte Beachtung finden, wenn es darum geht, Zeus als Figur im Kampf zu inszenieren.

In der implementierten Enzyklopädie des Spiels SMITE gibt es eine kurze Beschreibung der "Vorgeschichte" von Zeus. Hier wird unter anderem der Kampf von Zeus und seinen Geschwistern gegen seinen Vater Kronos und die Titanen erwähnt, den auch Hesiod beschrieb[83], sowie die Tatsache, dass ihm die Kyklopen die Kontrolle über die Blitze gewährten. Zudem ist von einem goldenen Thron auf dem Olymp die Rede, von dem aus Zeus regiert, was sich ebenfalls in antiken Überlieferungen finden lässt.[84] Eine solche Enzyklopädie mit Informationen zu den spielbaren Gottheiten lässt sich auch in anderen Spielen finden (siehe unten) und kann auch dazu dienen, beim Spieler zusätzliches Interesse an den historischen Hintergründen der Figuren zu wecken.

Alles in allem ist die Darstellung des Zeus in SMITE äußerst umfangreich und entspricht selbst in Details der literarischen Vorlage der antike Texte. Fraglich ist nur, ob das Bild des Zeus nicht dennoch einer anderen Vorlage aus einem modernen Medium stammt. Zudem lässt sich nicht ausschließen, dass einige Elemente der Darstellung lediglich zum Zwecke des Gamedesigns – z.B. Ästhetik, eine faire Gestaltung der Fähigkeiten (das sog. Balancing[85] ) oder die technischen Grenzen des Spiels – in das Spiel eingebaut wurden. Hierzu müsste man die Entwickler des Spiels direkt befragen, was ihre Haupt-Inspirationen für die Figur des Zeus waren. Alternativ lassen sich auch weitere Gottheiten im Spiel, idealerweise aus verschiedenen Pantheons, auf die gleiche Weise analysieren, um ein mögliches Muster zu erkennen, wie die Designer von Hi-Rez Studios die Charakter von SMITE entwerfen. Jedoch möchte ich diese Arbeit lieber dazu nutzen, um andere Spieletitel ebenfalls zu analysieren und Dinge auszuarbeiten, die sich von der Darstellung in SMITE unterscheiden.

3.2 Age of Mythology

Bei dem Spiel Age of Mythology[86] aus dem Jahr 2002 handelt es sich um ein klassisches Echtzeit-Strategiespiel, bei dem man als einzelner Spieler eine Basis von Grund auf aufbauen muss, um dann militärische Einheiten zu produzieren, mit denen man die Basis des Gegners zerstört. Hierbei hebt sich das Spiel von anderen des Genres durch das Auftauchen zahlreicher mythologischer Figuren wie Götter, Helden und Kreaturen ab, die Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben. In der Grundversion des Spiels gibt es drei Völker: die Griechen, die Ägypter und die Wikinger – alle mit ihren eigenen Göttern, sowie rekrutierbaren Helden und Kreaturen. Dabei wählt der Spieler zu Beginn eine Hauptgottheit aus, die ihm diverse Boni und Fähigkeiten verschafft. Bei den Griechen ist Zeus einer dieser Hauptgötter, die nicht als agierende Figuren im Spiel auftauchen, sondern nur durch Portraits dargestellt werden. Die Portrait-Grafik des Zeus zeigt den Gott ebenfalls mit schulterlangen, weißgrauen Haaren und Vollbart, sowie einem Träger seines weißen Gewands über die Schulter des sonst freien Oberkörpers.[87] Insofern gleicht die "Basis" der Darstellung jener aus SMITE, nur dass hier jegliche Rüstungselemente fehlen – dafür ist das Haar des Gottes hier wesentlich "welliger" und passt eher zu den antiken Beschreibungen des Lockenhauptes. In der Hand trägt Zeus einen Blitzkeil und auch im Spiel taucht dieser Blitz in Form einer Fähigkeit auf, die der Spieler einsetzen kann. Dieser Blitzschlag kann eine beliebige Einheit auf der Stelle töten. Eine Strafe, die der Gott nach den antiken Erzählungen zahlreichen Feinden zukommen ließ und "Nur die Tatsache, daß er bei entsprechend strafendem Blitzschlag bald niemanden hätte, über den er regieren könne"[88] hielte den Gott davon ab, alles und jeden mit dem Blitzschlag zu bestrafen, der sich gegen ihn stellt. Zudem zeigt das Portrait des Zeus in Age of Mythology den Gott mit einem Lorbeerkranz – dem Zeichen des Triumphes, das sonst dem Sieger bei olympischen Spielen verliehen wurde. Die Darstellung des Zeus mit einem solchen Lorbeerkranz war in seinem Heiligtum in Olympia gängig[89] und die olympischen Spiele wurden dem Göttervater zu Ehren ausgetragen, der die Spiele selbst im Andenken seines Sieges über die Titanen gestiftet haben soll.[90] Diese Titanen, darunter sein Vater Kronos, verbannte Zeus nach dem Sieg in den Tartaros.[91] Dies ist für die Einzelspieler-Kampagne des Spiels wichtig, denn hier muss der Spieler, den fiktiven Helden Arkantos steuernd, verhindern, dass der Zugang zum Tartaros aufgebrochen und Kronos wieder befreit wird. Beim Voranschreiten innerhalb einer Spielrunde kann sich der Spieler zudem für weitere "Nebengottheiten" entscheiden, die ihm neue Einheiten und Technologien freischalten. Zu den Nebengottheiten des Zeus zählen neben seiner Gattin Hera ausschließlich Kinder des Gottes (Athene, Hermes, Apollon, Dionysos und Hephaistos). Spieler, die sich für das Volk der Griechen entscheiden, können zudem den Pegasus als Einheit rufen, die über die Karte fliegen und Informationen sammeln kann. Der Pegasus wird in der Überlieferung am ehesten mit Zeus assoziiert, da er nach dem Kampf des Perseus gegen die Medusa in den Himmel auffuhr, um "Donner und Bliz zu tragen für Zeus, den waltenden Herrscher".[92] Dennoch können auch Spieler des Poseidon und des Hades den Pegasus rufen. Wobei dies bei Poseidon noch nachvollziehbar ist, doch dazu später mehr.

Das Spiel Age of Mythology besticht zudem durch seine umfangreiche, im Spiel implementierte Enzyklopädie. In dieser wird versucht, zu jeder Figur, Technologie oder Fähigkeit des Spiels ein wenig Hintergrundinformationen zu liefern. So wird auch im Eintrag zu Zeus der Sturz der Titanen beschrieben, aber auch die vielen Liebschaften des griechischen Göttervaters.

3.3 God of War

In der mittlerweile acht Teile umfassenden God of War -Reihe[93] schlüpft der Spieler in die Rolle des Spartaners Kratos, der sich im Stil eines Action-Adventures gegen die Götter des Olymp stellt und dabei zahlreiche mythologische Figuren bekämpft, darunter auch die Götter selbst. So gerät er auch oft mit Zeus aneinander, der ihm im ersten Teil noch hilft, seinen Sohn Ares zu stürzen und neuer Kriegsgott zu werden[94] – die Ablehnung des Göttervaters gegenüber seines Sohnes ist u.a. auch aus der Ilias überliefert.[95] In den Nachfolge-Titeln wendet er sich dann aber gegen Kratos, bis der Protagonist sich schließlich in God of War III dem Göttervater höchstpersönlich entgegenstellt.[96] In meiner Betrachtung möchte ich mich auf die drei Spiele der Hauptreihe konzentrieren, da hier Zeus am meisten als aktive Figur in Erscheinung tritt. Während er im ersten Teil der Trilogie noch als Nebenfigur auftaucht, stellt er ab God of War II[97] den Antagonisten der Geschichte und gewissermaßen den „Endgegner“ dar.

Im ersten God of War -Spiel greift der Kriegsgott Ares die Stadt Athen an, mit dem Ziel, seinen Vater Zeus zu beeindrucken. Damit wendet er sich aber gegen die anderen olympischen Götter, die den spartanischen General Kratos dazu auserwählen, Ares aufzuhalten, da Zeus einst den olympischen Göttern untersagte, gegeneinander zu kämpfen.[98] Unter anderem erhält Kratos von Zeus, der hier wie die meisten anderen Götter nur in geisterhafter Gestalt erscheint[99], die Fähigkeit „Zorn des Zeus“. Dadurch kann Kratos, selbst einen Blitzkeil in der Hand haltend, Kugelblitze auf entfernte Gegner schleudern. Als Kratos das erste Mal auf Ares trifft und den Kampf sucht, wird er vom Kriegsgott getötet und muss sich durch den Hades zurück an die Oberfläche kämpfen. Dabei hilft ihm ein mysteriöser Totengräber, den Kratos zuvor bereits vorm Tempel des Orakels in Athen traf, der einen Zugang zur Oberfläche freigeschaufelt hat. Dieser Totengräber, der eine dunkelgraue, fast schwarze Robe trägt, über sehr dünne, knochige Arme verfügt und graue, verfilzte Haare und einen ebenso ungepflegten Bart hat.[100] Gegen Ende des Spiels stellt sich dann heraus, dass es sich bei diesem Totengräber um niemand geringeren als Zeus selbst handelte, der in dieser Form Kratos unauffällig helfen wollte. Dies ist in sofern interessant, da es eine der sehr seltenen Gelegenheiten ist, in denen das Gestaltenwandeln der griechischen Götter in einem Computerspiel aufgegriffen wird. Denn die Götter werden zwar meist in menschlicher Gestalt beschrieben, sind jedoch nicht an diese Gestalt gebunden.[101] Die menschliche Gestalt war also nach Vorstellung der Griechen niemals die „wahre Gestalt“ der Götter. So verbrannte die Semele zu Asche, weil sie unbedingt darauf bestand, die wahre Gestalt des Zeus zu sehen, was jedoch den Sterblichen verwehrt war.[102] Vor allem bei seinen zahlreichen Liebschaften machte Zeus immer wieder von seiner Fähigkeit zum Gestaltenwandel Gebrauch. Denn „die Potenz des stärksten der Götter manifestiert sich nicht nur in Kampf und Sieg, sondern auch in der Fülle sexueller Zeugungskraft.“[103] Dazu nahm Zeus allerlei Formen an, z.B. als Stier bei Europa, als Schwan bei Leda oder als Kuh bei Io. Aus diesen zahlreichen Liebschaften entsprangen auch entsprechend viele Halbgötter als Söhne des Zeus. Einer dieser Söhne ist, wie er selbst in God of War II erfährt, auch der Held Kratos. Mit dem Vorgehen des Kratos mit der Hilfe der anderen Götter, allen voran Athene, entwickelt sich ein gutes Beispiel für eine Theomachie als die Auflehnung des Helden gegen einen Gott, die spätestens im dritten Teil ins Extreme geführt werden, wenn Kratos den Olymp besteigt, um alle Götter zu töten.[104] Die in God of War erzählte Geschichte erinnert insgesamt an die Geschichte im fünften Buch der Ilias, wo Diomedes mit Athenas Hilfe gegen Ares vorgeht und diesen schwer verletzt. Hier kann der Gott des Krieges nur durch seinen Vater geheilt werden, der ihm nur hilft, weil er sein Sohn ist, obwohl er Ares ebenfalls verabscheut. So heißt es bei Homer: „Ganz verhasst mir bist du vor allen olympischen Göttern! / Stets doch hast du den Zank nur geliebt, und die Kämpf' und die Schlachten!“ [105] und weiterhin „Aber ich kann nicht länger es ansehn, dass du dich quälest. / Bist du doch meines Geschlechts, und mir gebar dich die Mutter.“[106] . Doch während Ares in der Erzählung von Homer überlebt, wird er in God of War von Kratos letzten Endes getötet und der Held nimmt seinen Platz als neuer Gott des Krieges ein.

Dass Zeus beim Kampf gegen seinen Sohn Ares im Hintergrund hilft, ist ebenfalls nicht verwunderlich. Denn so, wie er selbst seinen Vater Kronos stürzte (der wiederum vorher seinen Vater Uranos entmachtete), so sieht Zeus sich auch stets gefährdet, von einem seiner Nachkommen besiegt zu werden und versucht deshalb immer wieder, seine Nachkommen vorzeitig auszuschalten.[107] Damit lässt sich auch begründen, warum sich der Göttervater zum Beginn des zweiten Teils der God of War -Trilogie plötzlich gegen den Helden wendet. Durch Athene werden Kratos seine göttlichen Kräfte entzogen, bevor Zeus in Form eines Adlers das Geschehen erreicht und sich dann in seine anthropomorphe Gestalt verwandelt. Hier wird nicht nur erneut die Fähigkeit zum Gestaltenwandel verdeutlicht, sondern erstmals eine Assoziation des Zeus mit dem Adler gezogen, der als das Tier des Zeus in der Antike galt.[108] In God of War II tritt Zeus also erstmalig in seiner anthropomorphen Gestalt auf. Hier trägt er sehr lange, weißgraue Haare und einen Bart, der bis zum Bauchnabel geht. Er trägt goldene Armschienen und ein weißes Gewand, dass die komplette linke Hälfte des Oberkörpers verdeckt.[109] Eine umso interessantere Darstellung des Zeus ist später im Spiel in einer Zwischensequenz zu sehen, die die Geschichte zwischen den olympischen Göttern und den Titanen erzählt. Dort taucht Zeus zunächst als Säugling und später als junger Mann beim Kampf gegen die Titanen auf.[110] Beide Male verfügt der junge Gott bereits über glattes, leuchtend weißes Haar, das somit also kein Zeichen von Alter ist, wie es sonst vermuten lässt.[111]

In God of War III wird Zeus dann als Antagonist insgesamt wesentlich düsterer und "böser" dargestellt. Zunächst fällt auf, dass seine langen Haare und der sehr lange Bart wesentlich dunkler sind als bei anderen Spielen. Der Körper des Gottes ist noch muskulöser als in anderen Darstellungen, wohl um seine enorme Kraft darzustellen – so kämpft er am Ende des Spiels die meiste Zeit mit bloßen Fäusten gegen den schwer bewaffneten Kratos. Das weiße Hüftgewand bedeckt hier nur die Oberschenkel und es gibt keine Träger über der Schulter, stattdessen taucht wieder die goldene Schulterpanzerung auf, die womöglich die Aegis repräsentieren soll (siehe 3.1).[112] Im Kampf nutzt Zeus ebenfalls seine Herrschaft über Blitze, um seine Angriffe zu verstärken oder Blitze auf den Spieler zu schleudern. In einer späteren Phase des Kampfes erschafft der Gott Abbilder von sich – ohne den Aegis-Panzer – die den Spieler ebenfalls angreifen. Eine solche Fähigkeit des Gottes ließ sich bei meinem Quellenstudium jedoch nicht in den antiken Schriften finden. Nachdem er als besiegt gilt, erhebt sich der "Geist" des Zeus als riesiger schwebender Oberkörper und beraubt Kratos seiner Kräfte und verbannt ihn in eine Art Traumwelt, wo er in Form eines "lebendigen Albtraums" traumatisierende Ereignisse seiner Vergangenheit noch einmal mit ansehen muss, wodurch Zeus seinen Kampfgeist zu brechen versucht. Die Kontrolle über Träume lässt sich auch in der Ilias finden, in der Homer den Göttervater als "Traumausleger" beschreibt, denn „ auch Träume kommen ja von Zeus her.“.[113] Dass der Göttervater hinsichtlich der Provokation durch den Protagonisten – schließlich hat er zuvor die anderen Götter des Olymp bereits getötet, um deren Macht zu erhalten – äußerst grausam und regelrecht brutal agiert, ist am ehesten auf den generell sehr überspitzten, fast schon grotesken Stil der Spielereihe zurückzuführen, in dem auch viel Blut und Sexualität vorkommt. Dennoch hieß es schon bei Homer: "Vater Zeus, nie gleicht dir an Grausamkeit einer der Götter!"[114] und "Vater Zeus, du bist doch vor allen Unsterblichen grausam!".[115] Auch der antike Zeus galt bereits als Herrscher, der durch Grausamkeit Gehorsam erzwang. Überspitzt ausgedrückt beschrieb also schon Homer den Charakter Zeus wie eine Art "Endgegner“ unter den griechischen Göttern.

3.4 Apotheon

Bei dem Spiel Apotheon[116] des kleinen, unabhängigen Entwicklerstudios Alientrap handelt es sich um einen "Action-Plattformer" im klassischen Sidescrolling-Stil, bei dem das Spielergeschehen in einer zweidimensionalen Ansicht abläuft, in der die Charaktere von links nach rechts laufen oder durch Sprünge nach oben oder unten gelangen.[117] Apotheon erzählt eine eigene Geschichte, die auch in der Welt der griechischen Mythologie spielt. Dabei orientiert sich der Grafikstil des Spiels an den antiken Vasenmalereien, genauer genommen dem "Schwarzfigurigen Stil", der zwischen dem siebten und fünften Jahrhundert v. Chr. weit verbreitet war.[118] Der Spieler steuert den Krieger Nikandreos, der mit Hilfe Heras gegen die Götter des Olymps kämpft, da diese sich, allen voran Zeus, gegen die Menschen gewendet haben und sie für ihre Verfehlungen bestrafen wollen. Durch die Orientierung an der antiken Kunst erinnert auch das Aussehen des Zeus an antike Darstellungen wie z.B. der aus Dodonna.[119] Am Ende des Spiels trifft der Held auf den Göttervater, der auch hier wieder als Endgegner dient. Zeus ist nackt dargestellt, wobei dank des Sidescrolling-Stils sein Genitalbereich stets von den Oberschenkeln verdeckt wird. Er trägt einen Kranz auf den Kopf und hält einen Blitzkeil in der linken Hand.[120] Im Kampf führt Zeus eine nicht näher beschriebene Klinge und schleudert Blitze auf Nikandreos. Ist Zeus besiegt, nimmt der Held dessen Blitzkeil an sich und verlässt den Olymp, wo ihm Zeus jedoch erneut aufwartet. Diesmal in riesiger Gestalt, bewaffnet mit Speer und Schild, listet Zeus zunächst in einem Monolog seine großen Taten auf: "I have conquered the King Kronos! Emerged victoriously through the Titan Wars! Crushed the Giants of the Gigantomachy! And caged the monstrous Typhon!" und schließt an mit "I will not be undone by something so lowly as you!".[121] In dieser Szene werden zwei Geschichten rund um Zeus erwähnt, die sonst kaum bis gar keine Beachtung in Computerspielen finden: der Kampf der Götter gegen die Giganten und der Kampf des Zeus gegen den Drachen Typhóeus, die u. a. bei Apollodor[122] und Hesiod[123] beschrieben wurden.[124]

3.5 Andere Darstellungen

Im Folgenden werde ich einige weitere Beispiele für Darstellungen des Zeus oder Bezüge auf den Gott in anderen Spielen erwähnen, in denen das Auftreten des Gottes nur von geringerer Bedeutung ist.

Das Spiel Titan Quest erzählt eine fiktive Geschichte, die in der Welt der griechischen Mythologie spielt. Hier tritt Zeus zu keinem Zeitpunkt in Erscheinung, aber seine Stimme ist zu hören, nachdem der Spieler die Story des Hauptspiels abgeschlossen und den Olymp vom Bösen befreit hat. Außerdem gibt es vereinzelte, mit Zeus assoziierte Gegenstände, die mit Blitz-Verzauberungen ausgestattet sind oder solche Verzauberungen als "Essenzen", "Verkörperungen" oder "Inkarnationen" des Blitzes des Zeus auf Gegenstände übertragen können.[125] In DotA 2, einem weiteren MOBA-Spiel, gibt es ebenfalls einen Charakter namens Zeus, dessen Fähigkeiten wieder aus Blitz-Attacken bestehen. Dieser trägt in seinem Standard-Outfit jedoch eine hellblaue Weste, hellblaue Handschuhe, einen Rock und darunter eine graublaue Hose. Seine Frisur ist sehr modern; die weißgrauen Haare nach hinten gekämmt, er trägt einen Backenbart und Schnauzer, sowie spitze Ohren, die eher an Elfen erinnern.[126] Dieses Design ist also ganz offenbar nicht am griechischen Gott orientiert. Jedoch lässt sich ein alternatives Outfit freischalten, bei dem auch der Charakter lange Haare und Vollbart trägt, sowie ein weißes Hüftgewand und goldene Panzerung über die linke Schulter, was wiederum stark an die Darstellung aus SMITE oder God of War erinnert.[127] Im Städteaufbau-Spiel Herrscher des Olymp – Zeus[128] ist Zeus eine der Gottheiten, die in der Stadt angebetet werden können und ggf. auftauchen, um die Stadt zu segnen. Hier ist Zeus ebenfalls mit grauen Haaren und Bart dargestellt, trägt aber anstelle des weißen Hüftgewands einen purpurnen Stoffrock und eine purpurne Schärpe über der Schulter.[129] Die Farbe Purpur wird in der griechischen Mythologie eher mit dem Gott Dionysos in Verbindung gebracht[130] und war in der gesamten Antike als kostbarer Farbstoff beliebt. Am ehesten wird diese Farbe jedoch mit den römischen Kaisern der Spätantike assoziiert, bei denen die Farbe für die kaiserlichen Privilegien und die damit verbundene Macht stand.[131] Dementsprechend wäre eher Jupiter als "oberster Staatsgott"[132] der Römer mit der Farbe zu assoziieren, wodurch sie im Spiel, das im antiken Griechenland spielt, anachronistisch scheint.

Im alten Jump & Run-Game The Battle of Olympus aus dem Jahr 1988 steuert der Spieler den Helden Orpheus, der seine große Liebe Helene aus dem Hades retten will. Es handelt sich hier also nicht um die antike Orpheus-Sage, auch wenn die Geschichte des Spiels sich an dieser orientiert. Dazu reist der Held zum Tempel des Zeus in Arkadia, um Zeus anzutreffen, der ihm verrät, wie er sich für den Kampf gegen Hades vorbereiten muss. Hier ist Zeus in einem weiten weißen Gewand zu sehen und trägt sehr dichtes, lockiges weißes Haar, durch das das Gesicht kaum zu sehen ist[133] – wohl ein Kompromiss, um bei der damals sehr beschränkten 8 Bit-Grafik des Nintendo Entertainment Systems trotzdem einen Mann mit Bart darzustellen.[134] Im Browsergame Grepolis steuert der Spieler eine Stadt im antiken Griechenland und errichtet langsam, aber sicher, neue Gebäude und produziert Einheiten, um andere Städte anzugreifen und seine Herrschaft auszubauen. Im Tempel der Stadt kann der Spieler eine Auswahl von griechischen Göttern anbeten, darunter auch Zeus, Poseidon und Hades. Das Portrait des Zeus zeigt den Gott mit glatten, grauen Haaren, einem blauen Schulterbausch auf der linken Seite, goldenem Lorbeerkranz und einem Blitzkeil in der rechten Hand.[135] Spieler, die den Zeus anbeten, können seine Macht nutzen, um unter anderem Blitze und Gewitterstürme zu rufen, die gegnerische Städte angreifen, aber auch, um Zeus günstige Winde schicken zu lassen, die die eigenen Schiffe im Kampf stärken.[136] Die Kontrolle über Wetter im Allgemeinen und speziell Winde wird selten in Spielen aufgegriffen. Doch gerade bei Homer wird immer wieder erwähnt, wie Zeus die Winde kontrolliert und entweder Stürme[137] oder günstige Winde[138] schickt, oder Reisende durch Windstille komplett auf dem Meer stehen bleiben lässt.[139]

Bei all den positiven Beispielen für eine „originalgetreue“ Darstellung des Zeus gibt es natürlich auch Spiele, in denen sich die Interpretationen des Gottes weniger auf die historische Grundlage stützen. Im chinesischen Spiel Heroes Evolved, welches ein klassisches MOBA -Spiel in Vogelperspektive darstellt (und erschreckend große Ähnlichkeit mit dem Genre-Primus League of Legends aufweist), sind verschiedene Götter und Helden aus verschiedenen Pantheons, aber auch literarische Figuren wie Nosferatu, historische Figuren wie Kleopatra oder eigens erdachte Charaktere spielbar. Der Charakter „Zeus“ hat hier hellblaue Haut und ist zwar auch von weißen Haaren und Vollbart, sowie einer goldenen Rüstung gekennzeichnet, schwingt aber einen Hammer, mit dem er Blitze beschwört und angreift[140] – ein Attribut, das eher mit dem nordischen Donnergott Thor zu assoziieren ist und keineswegs in der griechischen Mythologie erwähnt wird.[141] Der Einfluss des Zeus kann aber auch im Detail verborgen liegen. So ist z.B. Arceus, der Gott, der die fiktive Welt des Pokémon -Franchises[142] geschaffen haben soll, ebenfalls nach dem griechischen Göttervater benannt.[143]

4 Poseidon

Der Meeresgott Poseidon war in der griechischen Antike und Mythologie bereits wesentlich weniger prominent als sein Bruder Zeus. Es sind wesentlich weniger Kunstwerke und Heiligtümer überliefert und auch in den Erzählungen taucht Poseidon seltener auf, als man es zunächst vermuten mag. Es gibt zudem "keine reine Poseidonsage"[144], bei der der Gott im Mittelpunkt steht, sondern er tritt in der Regel nur als Nebenakteur oder äußerer Einfluss bei mythischen Erzählungen auf. "Es konnte festgestellt werden, daß Poseidondarstellungen zu allen Zeiten selten sind"[145], doch es gibt trotzdem einen Typus der Poseidon-Darstellung in der antiken Kunst. Dieser ähnelt stark dem Typus des Zeus, wodurch Poseidon oftmals nur durch seine Attribute von seinem Bruder zu unterscheiden ist.[146] Ein Sachverhalt, den man berücksichtigen sollte, wenn man die Darstellungen des Poseidons in Computerspielen betrachtet. Denn hier ist es aus Sicht des Gamedesigns wichtig, beide Götter klar voneinander abzugrenzen, vor allem, wenn die Chance besteht, dass beide gleichzeitig auf dem Spielfeld erscheinen.

4.1 SMITE

In SMITE erinnert Poseidon seinem Bruder vom Aussehen und der Statur her sehr. Er hat ebenfalls einen freien, sehr muskulösen Oberkörper, mit einem Schulterbausch auf der rechten Seite, aber seine Haare und sein Bart sind etwas dunkler.[147] Sowohl bei Hesiod[148] als auch bei Homer[149] wird der Meeresgott als dunkelhaarig beschrieben und ist auch bei Vasenmalereien des siebten und sechsten Jahrhunderts v. Chr. stets mit langem Bart und langen Haaren zu sehen, sowie einem Diadem.[150] Allerdings ist das Charaktermodell in SMITE eher grau- als dunkelhaarig, trägt aber tatsächlich ein Diadem aus fünf nach oben laufenden Zacken. Die Beine, der rechte Arm und die Handgelenke des Poseidon sind von einer Art "Rüstung" aus blaugrünen Fischschuppen bedeckt. Damit wird in erster Linie die Assoziation des Gottes mit dem Meer und seinen Bewohnern verdeutlicht. Aber bei Autoren der Spätantike, wie z.B. Cornutus, wurde Poseidon tatsächlich mit blauer Kleidung beschrieben, die mit dem Meer assoziiert wurde.[151] Der freie Oberkörper lässt sich u.a. bei einer süditalischen Vasenmalerei aus dem fünften Jahrhundert v. Chr. finden[152], aber auch bei einem Schalenbild des Malers Aristophanes aus derselben Zeit, wo der Gott nackt dargestellt ist und nur ein langes Stofftuch über dem linken Arm trägt, sowie einen schwarzen Vollbart, kurze schwarze Locken und einen Lorbeerkranz auf dem Kopf.[153] Bei einigen antiken Skulpturen war zudem der Mantel über der linken Schulter oder ein Gewand über beiden Schultern weit verbreitet.[154] Das wohl offensichtlichste und markanteste Merkmal des Poseidon, das sich auch beim Charakter in SMITE finden lässt, ist jedoch der Dreizack. Diese Waffe des Poseidon, die ebenso wie Zeus' Blitzkeil und die Tarnkappe des Hades laut Hesiod von den Kyklopen gefertigt wurde[155], wurde vom Gott sowohl als Harpune zum Fischfang, als auch als Waffe im Kampf genutzt.[156] Der Dreizack diente in der Antike den Fischern als wichtiges Werkzeug zum Harpunieren, wodurch Poseidon als Gott des Meeres auch für den Fischfang stand.[157] Poseidon nutzte u.a. seinen Dreizack, um Feinde niederzustrecken, wie den attischen König Erechtheus[158], und er war dazu in der Lage, mit seinem Dreizack Felsen herauszubrechen und ins Meer zu schleudern, wodurch Inseln entstanden.[159] Entsprechend oft ist der Gott auch mit dem Dreizack dargestellt: in zahlreichen Vasenmalereien[160], auf einer Amphora des Amasismalers[161], sowie bei zahlreichen Skulpturen, wie eine in München befindliche Bronzestatuette aus dem zweiten Jahrhundert v. Chr.[162] Oder der "Poseidon von Melos" aus derselben Zeit, bei dem der Dreizack fehlt, aber die Haltung des rechten Arms darauf schließen lässt, dass die Statue ursprünglich einen Dreizack gehalten hat.[163] Auch wenn Poseidon noch weitere Attribute besaß, wie das Zepter, den Pferdewagen, die Peitsche oder der Schilfkranz[164], so hat sich der Dreizack als markantestes Merkmal des Gottes bis heute etabliert und lässt sich auch bei neueren Skulpturen des Gottes finden, z.B. im Schlosspark Nymphenburg in München[165] oder beim Neptunbrunnen in Berlin.[166] Es liegt also auf der Hand, dass der Dreizack auch vom Poseidon in SMITE als Waffe eingesetzt wird. Statt damit aber im Nahkampf anzugreifen, schwingt Poseidon den Dreizack und erzeugt so kleine Wellen, die auf weiter entfernte Gegner zuschnellen. Zudem kann der Dreizack kurzzeitig verstärkt werden, so dass mehrere solcher "Projektile" pro Angriff geschossen werden. Die anderen Fähigkeiten des Poseidon haben allesamt mit seiner Beherrschung der Meere zu tun. Statt normal zu laufen, "gleitet" die Figur des Gottes permanent auf einer kleinen Wasserfläche, die sich immer zu den Füßen des Gottes befindet. Durch den Einsatz von Fähigkeiten verändert sich der "Wasserstand" dieser Fläche, wodurch die Bewegung des Gottes schneller und seine Fähigkeiten stärker werden. Zudem kann Poseidon eine große Welle beschwören, die Gegner wegdrückt und Schaden verursacht, sowie einen Strudel, der Ziele in sein Zentrum zieht und verlangsamt. Bei der Aufteilung der Welt nach dem Sieg über die Titanen erhielt Poseidon die Herrschaft über das Meer. Bei Homer heißt es aus der Sicht des Poseidon: "Dreifach geteilt ward alles, und jeder gewann von der Herrschaft: / Mich nun trag's, beständig das graue Meer zu bewohnen, / Als wir gelost; [...]" [167] und Poseidon bzw. sein römisches Pendant Neptun werden seit jeher in der Kunst mit dem Wasser als Element assoziiert.[168] Er reist mit einem goldenen Pferdewagen über das Meer, unter dem sich die Wogen des Meeres aufteilen[169] und agiert als Herr des Meeres in den mythischen Sagen meist zerstörerisch.[170] Poseidon wurde oftmals "als übellaunig, rachsüchtig und gefährlich dargestellt"[171] – stellvertretend für die von den Griechen so respektierte zerstörerische Kraft des Meeres. So schickte er eine Flut nach Attica, nachdem er den Streit mit Athene um die Herrschaft über die Stadt verlor[172] und in einer anderen Erzählung strafte er die Korinther mit unfruchtbarem Boden durch eine Flut von Salzwasser.[173] Zudem war der Gott für Stürme verantwortlich, die auch den einen oder anderen Abenteuer aufhielten.[174] Aber auch Poseidons Schöpfungskraft fand Erwähnung in den antiken Schriften, in erster Linie als Erschaffer von Quellen.[175] Die ultimative Fähigkeit des Poseidons in SMITE nennt sich "Befreit den Kraken!" und bewirkt genau das – der Gott ruft einen riesigen Kraken, der aus dem Boden auftaucht und Gegner an seiner Position angreift. Zwar wurde Poseidon bei seinen Reisen über das Meer laut Homer von Meeresungeheuern begleitet[176] und schickte auch solche Kreaturen neben den Fluten als Strafe.[177] Jedoch handelt es sich bei dem Kraken nicht um eine Kreatur aus der griechischen Mythologie, sondern eine verbreitete Horrorgeschichte aus der Seefahrt der Neuzeit, vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts.[178]

In der Enzyklopädie des Spiels wird unter anderem davon erzählt, dass Poseidon "auf ewig im Schatten seines Bruders steht" und sich "seinem hilflosen Zorn" darüber hingibt. Womöglich gründet dies auf die beschränkte Herrschaft des Gottes, denn während andere olympische Götter in vielen Weisen in das Leben auf der Welt eingriffen, bleibt Poseidons Herrschaft meist auf die Meere und die Pferde beschränkt.[179] So erscheint Poseidon bereits in der griechischen Antike als untergeordnete Gestalt neben seinem offenbar mächtigeren Bruder Zeus, obwohl er diesem ebenbürtig ist.[180] Ein Konflikt, der sich auch in der Darstellung des Gottes – damals wie heute – zu äußern scheint.

4.2 Age of Mythology

Neben seinen Brüdern Zeus und Hades ist Poseidon einer der drei Hauptgötter, den der Spieler auswählen kann, wenn er das Volk der Griechen in Age of Mythology spielt. Das offizielle Artwork des Spiels zeigt den Gott in riesenhafter Gestalt, der sich mit seinem Dreizack aus den Fluten des Meeres erhebt und Wellen schlägt, um ein Schiff anzugreifen. Er sieht seinem Bruder Zeus sehr ähnlich, hat ebenfalls einen freien Oberkörper, aber einen blau-grünen Fischunterkörper mit einer riesigen Flosse.[181] Also auch hier finden wir die Elemente aus den spätantiken Beschreibungen, nach denen Poseidon "Blau und grün [...] nach der Farbe des Meeres"[182] erscheint.

Das wichtigste Merkmal des Poseidon als Hauptgott in Age of Mythology sind die Boni, die Spieler durch ihn erhalten. Denn diese drehen sich rund um Kavallerie-Einheiten. So gibt es die Technologie "Herr der Pferde", bei der auch in der Enzyklopädie des Spiels Poseidon als "Gott der Pferde" näher erläutert wird und berittene Einheiten sind im Allgemeinen stärker und günstiger zu produzieren, wenn man die Gunst des Poseidon hat. Denn neben seiner Rolle als Gott des Meeres war Poseidon auch der Gott der Pferde und der Reiter.[183] So reiste er nicht nur mit einem von Pferden gezogenen Wagen über das Meer[184], sondern nahm selbst auch des Öfteren eine Pferdegestalt an – unter anderem, um in dieser Gestalt die Demeter zu begatten, wobei das Urpferd Areion entstanden sein soll.[185] Er kümmert sich um die Pferde des Zeus[186], schenkt dem Peleus unsterbliche Rösser[187] und gewährt den rossgestaltigen Kentauren Schutz.[188] In einigen sehr frühen Kulten, z.B. in Arkadien, wurde Poseidon selbst noch als Poseidon Hippios in Rossgestalt dargestellt und mit Pferderennen zu seinen Ehren gehuldigt.[189] Auch in Lakonien wurde Poseidon u.a. als Gott des Wagensports verehrt und gehuldigt, aber hier wieder in seiner anthropomorphen Gestalt dargestellt.[190] Bei unteritalienischen Vasenmalereien aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. ist zudem Poseidon auf einem Flügelpferd zu sehen.[191] Bei diesem könnte es sich um den Pegasos handeln, der das Kind des Poseidon mit der Medusa ist und dieser entspringt, als ihr von Perseus der Kopf abgeschlagen wird.[192] Später erhält dann der Held Bellerophon – ebenfalls ein Sohn Poseidons – den Pegasos von seinem Vater.[193] Da in Age of Mythology alle Spieler der Griechen den Pegasos (bzw. Pegasus) als fliegende Erkundungseinheit rufen können, ist er auch Spielern des Poseidon zugänglich, was bei diesem ebenso sinnvoll ist, wie bei Spielern des Zeus. Doch neben dem Pegasus kann ein Spieler des Poseidon noch eine weitere mythische Erkundungseinheit erschaffen: den Hippocampus. Dieses mythische Wesen, mit dem Oberkörper eines Pferdes und dem Unterkörper einer Schlange unter eines Delfins, ist bereits bei antiken Vasenmalereien als Reittier des Poseidon zu sehen.[194] Tatsächlich handelt es sich beim Hippocampus nicht um eine in der Literatur beschriebene Kreatur, sondern um eine Erfindung der bildenden Künste in der Antike. Bereits in der archaischen Zeit lassen sich Darstellungen von Hippocampi finden, aber vor allem in der Kunst der Neuzeit tauchen die Kreaturen immer wieder auf.[195] Ein bekanntes Beispiel ist das Gemälde "Le Triomphe de Neptune ou La Naissance de Vénus" von Nicolas Poussin aus dem Jahr 1634.[196] Zu den rekrutierbaren Helden in Age of Mythology zählen beim Poseidon u.a. Polyphemos und Theseus, die beide von antiken Dichtern als Söhne des Poseidon beschrieben wurden (wenn auch Theseus nur vereinzelt).[197] Interessanterweise gibt es bei Poseidon als Hauptgott im Spiel keinerlei besondere Technologien oder Boni für Schiffe. Auch bei anderen Göttern wurden solche Boni nicht implementiert, was vermuten lässt, dass das Spiel generell keinen Fokus auf Seeschlachten legt und deswegen die spezifischen Boni der Hauptgötter stattdessen auf Gebäude, Arbeiter oder Landeinheiten verteilt sind.

In der Einzelspieler-Kampagne des Spiels nimmt Poseidon – zumindest zum Anfang des Spiels – eine wichtige Rolle ein. Der Held der Geschichte ist Arkantos, der König von Atlantis, welches den Gott des Meeres verehrt. Der Ausgangspunkt der Story ist ein Angriff von Banditen auf Atlantis, bei dem der Dreizack der Poseidonstatue gestohlen wird. Anführer dieser Banditen ist ein Minotaurus namens Kamos, der von Arkantos in einer Zwischensequenz als "eines von Poseidons Kindern" bezeichnet wird. Später stellt sich aber heraus, dass Kamos auch nur ein Handlanger von Gargarnesis war – dem Antagonisten der Kampagne, ein Kyklop und ebenfalls Sohn des Poseidon. Nachdem der Dreizack des Poseidon von Kamos erlangt wurde, reist Arkantos weiter nach Troja und trifft dort auf die Helden Ajax und Odysseus. Im Spiel wird dabei Troja als ein vom Computer gesteuerter Gegner mit Hades als Hauptgott angezeigt. Hier wäre es sinnvoller, Poseidon als Hauptgott anzugeben – schließlich hat der Gott, zusammen mit Apollon, nach antiker Erzählung die unzerstörbaren Mauern Trojas errichtet.[198] Nach einer verlorenen Schlacht erwähnt er Poseidon als Herren der Pferde und merkt an, dass es in Atlantis Sitte sei, dass ein geschlagener General, sein Pferd opfert. Dies wiederum bringt Odysseus auf die Idee eines hölzernen Pferdes. Auch wenn sich nur schwer rekonstruieren lässt, wie denn die Opferrituale in Atlantis aussahen, so sind in anderen Heiligtümern des Poseidon keine Pferdeopfer nachgewiesen. Stattdessen war für Poseidon, genauso wie für Zeus, das Stieropfer üblich.[199] Der Gott wurde ähnlich wie sein Bruder oft mit dem Stier assoziiert[200], Pferde hingegen wurden in seinen Heiligtümern gehalten und gepflegt.[201]

4.3 God of War

In der Geschichte der God of War -Trilogie nimmt Poseidon, ebenso wie Hades, nur eine untergeordnete Rolle ein. Dennoch erscheint er dem Helden Kratos als einer der ersten Götter im ersten Teil – wie auch Zeus und Hades als geisterhafter Avatar, der nur das Gesicht des Gottes zeigt. Das Gesicht Poseidons ist das eines älteren Mannes, kurz gestutztem Bart und Mustern auf den Wangenknochen und der Stirn, die wie äußerst tiefe Falten oder Narben aussehen.[202] Laut Petiscus wurde Poseidon in der Antike oft mit finsteren Gesichtszügen dargestellt, die ihn als Herrscher des Meers zeigen sollten, dessen Gesicht von den Fluten stark gezeichnet ist.[203] Dadurch lässt er sich auch noch einmal stärker von Zeus abgrenzen, selbst wenn im Spiel nur die Gesichter der beiden Götter zu sehen sind. Zur Unterstützung beim Kampf gegen die Hydra, welche laut Poseidon schon lange die Meere terrorisiert, verleiht er Kratos die Fähigkeit, eine Art "Aura" aus Blitzen, im Spiel "Poseidons Zorn" genannt, zu entfesseln. Auch in einer Zwischensequenz aus God of War II ist Poseidon beim Kampf gegen die Titanen zu sehen, wie er Blitze auf diese schleudert. Dabei trägt er blaue Zeichnungen und Markierungen auf seinem Körper, die zu leuchten beginnen, wenn er die Blitze erzeugt. Dies ist in sofern doppelt verwunderlich, da Zeus auch in dieser Spielereihe sonst mit Blitzen assoziiert wird und auch in der historischen Grundlage Poseidon nie mit Blitzen in Verbindung gebracht wird. In der gleichen Zwischensequenz ist Poseidon wesentlich anders dargestellt als noch im ersten Teil der Trilogie – ein Schicksal, das er mit Hades teilt (siehe 5.1.2). Hier verfügt Poseidon über lange schwarze Haare, die ein wenig aussehen wie Dreadlocks, und einen kurz gehaltenen schwarzen Bart.[204] Er ist hier also auch dunkelhaarig, wie z.B. bei Hesiod beschrieben[205], und sieht dadurch wesentlich jünger aus als der weißhaarige Zeus. Offenbar haben sich die Designer der God of War -Reihe bei der Darstellung an den Beschreibungen Homers orientiert, denn bei diesem ist Poseidon ein jüngerer Bruder des Zeus[206], während Hesiod in seiner Theogonie Zeus als letzten Sohn des Kronos nennt.[207] Die Dreadlocks des Poseidon sind ein interessantes Stilmittel, denn auf einigen antiken Darstellungen wird Poseidon mit schwarzen Locken dargestellt, wie dem Schalenbild des Aristophanes aus dem fünften Jahrhundert v. Chr.[208] Da die Dreadlocks in der Regel mit der Rastafari-Kultur assoziiert werden, die in der Karibik verbreitet ist, stellen die Haare des Poseidon in God of War II auch eine etwas ausgefallene Assoziation mit dem Meer dar.

In God of War III sind die Fähigkeiten des Poseidon wieder mit seiner Herrschaft über das Meer verknüpft. Der Meeresgott ist der erste Bossgegner des Spiels und erscheint in Form einer riesigen, aus fließendem Wasser bestehenden Kreatur, mit dem Oberkörper des Gottes und einem Unterkörper bestehend aus einer etwas anderen Version der Hippocampi. Diese bestehen aus dem gewohnten Pferdekopf, an dem jedoch der Körper eines Arthropoden hängt – mit spinnenähnlichen Beinen und einem langem Abdomen.[209] Eine etwas andere Interpretation des Hippocampus, die aber zum grotesken Stil des Spiels, der insbesondere im dritten Teil der Trilogie auf die Spitze getrieben wird, durchaus passt. Im Kampf verwendet Poseidon seinen Dreizack, um zuzuschlagen, und er kontrolliert die "Pferde-Arthropoden". Doch auch hier ist Poseidon wieder in der Lage, Blitze zu schaffen, da er auch Blitzwände erzeugt, um Kratos anzugreifen. Zum Ende des Kampfes hin rast Kratos auf Poseidons monströse Gestalt zu und rammt dabei den "wahren" Poseidon in seiner anthropomorphen Gestalt aus dem Ungeheuer heraus. Nachdem Kratos den Gott tötete, wirft er ihn vom Olymp, was eine gewaltige Flutwelle auslöst, die die gesamte Umgebung des Götterberges unter sich begräbt.

4.4 Andere Darstellungen

In Apotheon kämpft der Spieler im späteren Verlauf des Spiels auch gegen Poseidon, der den Helden Orpheus auf seinem Schiff attackiert. Hier trägt Poseidon neben dem Dreizack ein rotes Gewand um seine Beine mit einem Träger über der linken Schulter, sowie ein rotes Diadem mit Zacken.[210] Mag dies zunächst befremdlich wirken, dient es womöglich rein der Optik, um bei dem blauen Hintergrund und den schwarzen Figuren diese Details besser hervorzuheben. Beim Kampf erscheint Poseidon als Riese, der im Meer steht und das Schiff des Spielers auf den Fluten umherschleudert. Auch wenn Poseidon genauso wie Zeus häufig seine Gestalt und die bestimmter Menschen verwandelte[211], so wurde Poseidon vor allem bei Homer meist als riesenhaft beschrieben. In der Ilias steigt Poseidon vom Gipfel des Olymp herab und schreitet in nur vier Schritten zu seinem Palast in einem Salzsee bei Aigai herab, wobei die Erde unter seinen Schritten erbebt.[212] Die Gewaltigkeit des Poseidon spiegelt sich auch in seinen Kindern wieder, zu denen viele riesenhafte Gestalten wie einige Kyklopen und der Orion gehören.[213] In der Odyssee wird beschrieben, wie zwischenzeitlich auf der Reise des Odysseus Poseidon sein Schiff zerstörte, als es heißt: "[...] Da nahte sich Poseidaon, / Schlug es mit flacher Hand, und siehe! plötzlich versteinert, / Wurzelt' es fest am Boden des Meers. Drauf ging er von dannen".[214] Offenbar wurde die Kampfszene gegen Poseidon in Apotheon an genau diese Szene der Odyssee orientiert, wenn der Spieler versucht, sein Schiff vor der Gewalt des auftauchenden Poseidon zu beschützen.

In Grepolis ist Poseidon einer der Götter, dessen Gunst man erlangen kann. Das Portrait zeigt den Gott als grimmig schauenden alten Herren, wieder mit stark zerfurchtem Gesicht, mit hellgrauem Bart und goldenem Dreizack.[215] Zu den Zaubern, die ein Spieler wirken kann, der Poseidon verehrt, zählt die Fähigkeit, Erdbeben zu erzeugen, die gegnerische Städte beschädigen. Denn auch, wenn er im antiken Griechenland in erster Linie mit dem Meer in Verbindung gebracht wurde, so hatte Poseidon auch als "Erderschütterer" zahlreiche Erwähnungen gefunden.[216] Vor allem bei Homer taucht nicht nur der Begriff des Erderschütterers häufiger auf, sondern er beschreibt auch, wie Poseidon bei der Schlacht um Troja die Erde erbeben lässt: "[...] und von unten erschütterte Poseidaon / Weit die unendliche Erd' und der Berg' aufstarrende Häupter." [217] Laut Cornutus entstehen die Erdbeben dadurch, dass sich stürzende Fluten des Meeres ihren Weg durch die Erde suchen[218], während bei Homer schon der bloße Schritt des riesenhaften Gottes reicht, um die Erde erzittern zu lassen.[219]

Das japanische Spiel Kid Icarus: Uprising[220] spielt in einer fiktiven Welt, die jedoch Elemente der griechischen Mythologie aufgreift. Allerdings sind diese Elemente stark "japanifiziert" und orientieren sich eher an Stereotypen für japanische Videospiel-Charaktere und einem Anime-Look als an den antiken europäischen Vorstellungen von den Göttern. Dennoch lassen sich bei der Figur des Poseidon einige Parallelen finden (im Gegensatz zum weiter unten aufgeführten Beispiel). So trägt auch hier der Meeresgott einen Dreizack und weißgraue Haare und Bart, die aber äußerst breit gefächert und imposant abgebildet sind. Anstelle eines Beingewands trägt der Gott eine weite geschnittene weiße Stoffhose, einen weißen Umhang, einen blauen Träger über der Schulter und ein kleines, goldenes Diadem.[221] Die hellblaue Haut ließe sich zwar wieder mit den spätantiken Beschreibungen erklären, ist aber hier eher ein künstlerisches Element. Doch auch in Kid Icarus verfügt Poseidon über die Macht über das Meer und teilt und schließt das Meer, um dem Helden Pit freies Geleit zu ermöglichen. Die hellblaue Haut lässt sich auch bei Heroes Evolved wieder finden. Dort sieht Poseidon dem Zeus-Charakter desselben Spiels sehr ähnlich, wirkt aber wesentlich jünger. Auch hier ist der Dreizack essentiell, das blau-violette Gewand erinnert in seinem Schnitt sehr an Fischflossen.[222] Poseidon kann hier seinen Dreizack werfen, Wellen rufen und in den Boden "abtauchen", wodurch er sich kurzzeitig unangreifbar über das Feld bewegen kann. Bei dieser Fähigkeit, "Soul of the Sea" ist zwar ein Pferd im Icon abgebildet, aber es taucht in keiner Weise ein Pferd auf, wenn man Poseidon in Heroes Evolved spielt.

5 Hades

5.1 Der Gott im Computerspiel

5.1.1 Problematik

Bei der Betrachtung von antiken Darstellungen und Erzählungen zum Totengott Hades fällt sehr schnell auf, dass die Gestalt des Hades in Mythos und Kunst der Antike kaum Beachtung fand.[223] Es sind kaum kultische Verehrungen oder Altäre zu Ehren des Gottes bekannt und "Der Mythos des H[ades] ist, gemessen an seiner Bedeutung, ungewöhnlich klein".[224] Lediglich in der Küstenstadt Pylos ließ sich eine Art Heiligtum nachweisen[225] und im Eleusis-Heiligtum bei Athen war ein Hades-Schrein errichtet worden, der Teil der Mysterien von Eleusis war; einem Fest, bei dem an den Raub der Persephone und Demeters Trauer gedacht wurde.[226] Zudem taucht Hades selbst auch nur in sehr wenigen Mythen auf, wie eben der Geschichte vom Raub der Persephone. Das geringe Interesse am Hades lag womöglich daran, dass er für die Lebenden uninteressant war, da sein Herrschaftsbereich sich auf die Welt der Toten beschränkte.[227] Die große Angst der antiken Griechen vor dem Tod und was danach kommt sorgt für große Furcht vor Hades bzw. dem, was er repräsentiert, die sich nicht nur im Mangel von Kulten niederschlägt, sondern auch von der Art und Weise, wie Hades dargestellt wurde.[228] Da der Glaube weit verbreitet war, die Erwähnung seines Namens bringe Unglück, wurde Hades meist mit Spitznamen wie "der Reiche", "der Berühmte", "der Gastliche" oder aber auch "der Verhasste" betitelt.[229] Auch bei Homer wird Hades als "den Sterblichen auch der verhaßteste unter den Göttern" [230] bezeichnet und "sein Wesen besaß kaum individuelle Züge über die Personifikation von Furcht und Schrecken hinaus".[231] Da es jedoch vereinzelte Darstellungen des Hades vor allem in der Vasenmalerei gibt, können Vermutungen eines gesetzlichen "Darstellungsverbotes" nicht bestätigt werden. Der Mangel an Darstellungen liegt also höchtens an einem Mangel an Attraktivität der Figur des Hades für die Kunst. Dadurch gibt es auch nur eine schwache Entwicklung eines Typus des Hades.[232] Dieser ähnelt – wie auch schon bei Poseidon – stark dem des Bruders Zeus. Dies geht so weit, dass Hades oftmals nur als "Zeus Chthonius", der "Unterirdische Zeus" [233] bezeichnet wird, da er in der Unterwelt eine ähnliche Macht besitzt wie sein Bruder Zeus über die Welt der Lebenden.[234] Auch, wenn vom "anderen Zeus" oder "gastfreundlichen Zeus der Hingeschiedenen"[235] gesprochen wird, ist von Hades die Rede.

Oft ist Hades als reifer Mann mit langen schwarzen Haaren, Bart, Chiton oder Mantel, sowie Zepter dargestellt, während Attribute fehlen. Es lässt sich also nur aus dem Kontext des Bildes oder aus seinen Begleitern (z.B. Persephone oder der Kerberus) schließen, dass es sich um Hades handelt.[236] Apulische Vasenmalereien zeigen den Gott in der Regel auf seinem Thron in der Unterwelt sitzend, mit langen schwarzen Locken und Vollbart, freiem Oberkörper, einem Schulterbausch und einem Stab oder Zepter, an dessen Spitze ein Vogel sitzt.[237] Bei diesem Vogel handelt es sich entweder um einen Adler oder um einen Kauz, ein Symbol für die Nacht.[238] Generell sind die Attribute des Hades recht unspezifisch, sofern denn welche auftauchen. Dazu zählen das Zepter, Blumen, die Tarnkappe, der Thron in der Unterwelt, ein Wagen, manchmal eine Krone und das Füllhorn.[239] Das Füllhorn repräsentiert den Reichtum des Hades, der auch als "Verwalter der Schätze der Erde"[240] galt und deswegen auch oft Erwähnung als Plouton, "der Reiche", fand. Bei etruskischen Gemälden ist Hades oft mit Schlangen assoziiert, die ein gängiges Attribut bei Unterweltsdämonen früherer Kulte waren.[241] Während Hades bereits in der Antike "in düsterer Majestät"[242] dargestellt wurde, wurde er erst im Mittelalter zunehmend "mit den Zügen eines Monstrums" dargestellt, bis hin zu einer teufelsähnlichen Gestalt.[243] So zeigen mittelalterliche Darstellungen den Gott mit "seelenverschlingender Wampe", Pferdeohren und Bocksfüßen oder -hörnern.[244] In der Kunst der Neuzeit wird Hades in mythologischen Szenen immer äußerst düster gemalt, wie z.B. der "Raub der Proserpina" von Simone Pignoni.[245] Der Raub der Persephone war generell ein äußerst beliebtes Motiv in der Kunst der Renaissance und wurde u.a. von da Vinci, del Piombo, Romano und Rembrandt aufgegriffen.[246]

Es liegen also nur spärliche historische Grundlagen vor, an denen sich Game Designer orientieren können, wenn es um eine akkurate Darstellung des Hades geht. Die Betrachtung der Spiele zeigt allerdings, dass nur sehr wenige Darstellungen existieren, die sich auch tatsächlich an diese Vorlage orientieren, während ein großer Teil der Game Designer ganz andere Wege geht, um Hades im Computerspiel zu interpretieren.

5.1.2 Darstellungen des Gottes

In Battle of Olympus ist Hades der Endgegner des Spiels, da der Held Orpheus seine Geliebte aus der Unterwelt befreien will (siehe 3.5). Die Figur des Hades ist aufgrund der veralteten Grafik schwer zu erkennen und zu beschreiben. Es scheint sich um einen olivgrünen oder beige Körper zu handeln, mit Stiefeln, einer weißen Tunika und dunklen Haaren.[247] Zu Beginn des Kampfes jedoch ist der Gott unsichtbar und der Spieler muss sich am Schatten auf dem Boden orientieren, um ihn zu treffen. Die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, erhält Hades von seiner Tarnkappe. Diese wurde ihm von den Kyklopen überreicht für den Kampf gegen die Titanen und wurde von antiken Dichtern oft als Helm beschrieben.[248] Auch bei antiken Darstellungen war diese Tarnkappe als Helm vereinzelt als Attribut des Hades zu finden.[249] In Apotheon begegnet der Spieler auf seinen Reisen dem Gott in seinem Palast in der Unterwelt. Dort sitzt er auf seinem Thron, der auf einem hohen Podest steht, vor dem sich Persephone auf ihrem Thron befindet.[250] Das Motiv des thronendes Hades in Begleitung der Persephone lässt sich bei einigen apulischen Vasenmalereien aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. finden[251] und auch bei Homer wird erwähnt, wie Hades in der Unterwelt von seinem Thron aufspringt.[252] Beim Browsergame Grepolis zählt auch Hades zu den Göttern, deren Gunst man erlangen kann. Auf seinem Portrait ist der Gott auch mit einem Helm auf dem Kopf, wahrscheinlich der Tarnkappe, zu sehen, sowie mit langen schwarzen Haaren und Bart und einem lilanen Schultergewand, das von einer Totenkopf-förmigen Fibel zusammengehalten wird.[253] In der Hand hält er ein Zepter mit zwei Zacken. Dieser Zweizack lässt sich vereinzelt in der griechischen Kunst finden, wie z.B. bei einem Vasengemälde, das den Raub der Persephone zeigt[254], und wird auch bei Petiscus erwähnt.[255] Zu den Zaubern, die ein Spieler durch die Gunst des Hades wirken kann, zählt das Wiederbeleben gefallener Krieger, das Unsichtbarmachen von eigenen Truppen und eine Pest über eine gegnerische Stadt zu schicken. Letzteres ist für Hades etwas ungewöhnlich, da doch Apollon u.a. dafür bekannt ist, dass er eine Pest über Troja gebracht hat.[256] Eine andere Fähigkeit des Hades in Grepolis verschafft dem Spieler "Zugang zu den ungeahnten Reichtümern" der Unterwelt. Also auch hier wird Hades wieder als "Verwalter der Schätze der Erde"[257] aufgegriffen. Auch in Age of Mythology findet der Reichtum des Hades Erwähnung. Durch die Technologie "Gewölbe des Erebos", die ausschließlich Spielern des Hades vorbehalten ist, bekommt der Spieler einen langsamen, stetigen Zufluss an Gold. Die Enzyklopädie des Spiels bezieht sich hierbei auf Hades als Wächter der Schätze der Erde, was damit begründet wird, dass wertvolle Erze unter der Erde liegen und damit in das Reich des Hades fallen. Bei weiterem Voranschreiten im Spiel kann zudem Hephaistos als Nebengott ausgewählt werden, wodurch eine Fähigkeit freigeschalten wird, mit der der Spieler eine riesige göttliche Schatzkammer platzieren kann, die demjenigen stetig Ressourcen zukommen lässt, der sie kontrolliert. Das Portrait des Hades orientiert sich hier ebenfalls an der historischen Grundlage. Hades sieht allerdings wesentlich jünger aus als seine Brüder, trägt schulterlange schwarze Haare und einen kurzen schwarzen Vollbart. Er trägt offenbar ein zweifarbiges Hemd und einen großen Helm mit einem großen aufgesetzten Strahlenkranz – hier scheint die Tarnkappe mit Elementen einer Krone kombiniert zu sein, die Hades als Herrscher der Unterwelt auch in antiken Darstellungen trägt.[258] Spieler, die Hades als Hauptgott wählen, erhalten Boni auf Bogenschützen und Gebäude. Außerdem haben gefallene Soldaten eine geringe Wahrscheinlichkeit, als "Schatten des Hades" wiederbelebt zu werden und weiterzukämpfen. Diese Schatten entsprechen der Vorstellung der antiken Griechen von den Toten der Unterwelt als "Schatten ihres ehemaligen lebendigen Wesens, ohne Blut und Bewußtsein".[259] Allerdings ist es unüblich, dass diese Schatten oder wie in Grepolis die wiederbelebten Krieger selbst zurück auf die Erdoberfläche gelangen – die Unterwelt galt generell als Ort, der zwar leicht betreten werden konnte, aber von niemandem wieder verlassen werden durfte.[260] Auch im ersten God of War -Spiel erlangt Kratos von Hades die Fähigkeit "Armee des Hades", mit der er eine Gruppe schemenhafter Geister aus der Unterwelt beschwören kann, die kurzzeitig an seiner Seite kämpfen.

Dafür gehören die God of War -Spiele zu den Computerspielen, in denen die Interpretation des Hades kaum bis gar nicht mit der Vorlage zusammenhängt. In God of War II ist der Gott das erste Mal in der Cutscene zu sehen, die den Kampf der Götter gegen die Titanen zeigt. Hades hat ebenfalls einen freien Oberkörper wie seine Brüder, ist aber nicht muskulös, sondern dick, und aus seinem Rücken ragen zahlreiche lange Stacheln. Sein Oberkörper ist mit Ketten behangen und er trägt einen Helm mit nach unten zeigenden, seitlich angebrachten Hörnern und einem Gitter als Visier, hinter dem kein Gesicht zu sehen ist, sondern nur eine lodernde Flamme.[261] Beim Kampf gegen Kratos in God of War III schwingt Hades Sicheln mit doppelter Klinge, die ein wenig an Krallen erinnern und an jeweils beiden Ende einer langen Kette befestigt sind. In der zweiten Phase des Kampfes erscheint Hades dann ohne den Helm und sein Kopf kommt zum Vorschein, der – so wie auch der Rest des Körpers – aussieht wie der einer verwesenden Leiche.[262] Eine andere etwas freiere Interpretation des Gottes finden wir bei Titan Quest, wo Hades der Endgegner des Spiels ist. Hier ist er ein alter Mann mit langen grauen Haaren und trägt eine Knochenkrone und eine Rüstung aus Knochen, sowie eine Art Sense in der linken Hand. Die Beine sind von einem langen, roten Rock bedeckt, der nach unten hin dunkler wird und mit dem Boden zu verschmelzen scheint. Der rechte Arm des Gottes besteht zudem aus Tentakeln, die jedoch nicht zum Kampf verwendet werden, sondern lediglich ein gestalterisches Element zu sein scheinen.[263] Knochen als zentrales Attribut der Hades-Figur finden sich auch bei SMITE. Hier ist Hades eine sehr dünne, knochige Gestalt, die leicht über dem Boden schwebt und langes schmales Gewand über die Beine trägt. Außerdem trägt Hades eine Schulterpanzerung und eine Schärpe über einem Brustpanzer, dessen Aufbau an Rippenknochen erinnert.[264] Auch die Panzerhandschuhe, die der Totengott trägt, scheinen aus Knochenteilen gefertigt zu sein, ebenso wie der nach oben gekrümmte Stab des Charakters. Das alte Charaktermodell in SMITE zeigte Hades hingegen als dünne, schemenhafte Gestalt mit einem zerrissenen Beingewand, unter dem keine Beine zu sehen sind, sondern nur eine dunkelviolettte Wolke. Der Oberkörper dieses "Schemen" ist von einer komplett aus Knochen bestehenden Rüstung geschützt, zwei Tierschädel dienen als Schulterpanzer und der Helm des Gottes besteht ebenfalls aus einer Art Schädel, von dem zwei kurze und zwei sehr lange Hörner, sowie zwei Hauer abgehen.[265] Auch beim neuen Charaktermodell sind Hörner zu sehen, die vom Helm und vom Rücken ausgehen. Hier erinnern die Hörner an jene von Ziegenböcken – ein Tier, mit dem der Teufel der Christenheit seit jeher assoziiert wird und dessen Attribute bis heute im Bereich des Okkultismus und Satanismus aufgegriffen werden.[266] Solche Gestaltungselemente, zusammen mit der Tatsache, dass Hades in den meisten Spielen als Antagonist auftritt, lässt darauf schließen, dass der Gott im Allgemeinen als böser Charakter gedeutet wird. Die antiken Griechen stellten sich Hades zwar als kalt und grimmig vor, allerdings "nicht als böse, satanisch oder ungerecht".[267] Als Gott der Toten wurde Hades stets mit Dunkelheit, Unerbittlichkeit und Härte in Verbindung gebracht und auch Homer beschrieb ihn als "gewaltig", "grausam" oder "abscheulich".[268] Aber Hades war ein Gott der Toten und nicht der Gott des Todes, er war also nicht für den Tod oder das Leid der Menschen verantwortlich.[269] Ebenso hatte Hades "nichts mit dem Teufel der Christen gemeinsam"[270], dennoch ist scheinbar genau dies ein gängiger Trugschluss, wenn es um moderne Interpretationen des Gottes geht. Das typische Motiv des Hades als bösartiger Gott der Unterwelt ist also weniger der Antike entnommen als viel mehr der späteren Deutung der christlichen Welt in Mittelalter und Neuzeit und der Assoziation der Unterwelt mit der Hölle, deren Herrscher Hades dementsprechend mit dem Teufel der Christen gleichgesetzt wird.

Eine besonders ausgefallene Darstellung des Hades findet sich bei Kid Icarus: Uprising. Auch hier ist Hades der Endgegner des Spiels, verfügt aber über ein äußerst groteskes Erscheinungsbild. Der Charakter ist eine riesige, humanoide Gestalt, mit lilaner und langen, roten Markierungen auf dem Körper, sowie langen Krallen an den Händen und Füßen und einem "amorph" wirkenden Gewand. Die langen Haare des Gottes durchlaufen ein Farbspektrum von rot über pink zu blassgrün.[271] Hier wird besonders deutlich, dass sich die Entwickler des Spiels in keinster Weise an historischen Überlieferungen orientiert haben, sondern die Figur des Hades frei nach ihren Vorstellungen entworfen haben, um einen möglichst grotesk aussehenden Endboss im sehr bunten Stil des Spiels zu erschaffen. Beim Kampf gegen den Helden Pit setzt "Hades" verschiedene Fähigkeiten ein. So dreht er sich schnell um die eigene Achse, um einen Wirbelsturm zu erzeugen und er trägt in seinem Körper verborgene Geschütze, mit denen er auf Pit feuert.[272] Nach der ersten Phase des Kampfes erscheint die (ebenfalls riesenhafte) Medusa und schlägt Hades den Kopf ab, woraufhin ein neuer Kopf auf blauen Flammen entspringt, der eher an den Hades aus dem Disney-Film Hercules erinnert.[273] In dieser letzten Phase schießt Hades blaue Laserstrahlen aus den Augen und Handinnenflächen. Allesamt also Fähigkeiten, die es so definitiv nicht in den Vorstellungen der Griechen gab.

5.2 Interpretationen der Unterwelt

Im Gegensatz zu dem Gott Hades findet sich der Hades als Unterwelt der griechischen Mythologie umso häufiger in antiken Erzählungen. Homer beschreibt die Unterwelt als "fürchterlich dumpf, wustvoll, und selbst den Göttern ein Abscheu" [274] – ein gutes Beispiel dafür, dass die Beschreibungen der Unterwelt recht unpräzise formuliert sind, was entsprechend viel Freiraum für Interpretationen bietet. Viele große Helden der griechischen Mythologie, wie z.B. Herakles, Theseus, Odysseus oder Orpheus, stiegen in den Hades herab und kamen – wenn auch nie mit vollem Erfolg – entgegen der Gesetze des Hades wieder aus der Unterwelt heraus.[275] Vielleicht unternehmen deshalb auch die Protagonisten in den meisten Spielen, die in der Welt der griechischen Mythologie spielen, eine solche Reise, um sie als vergleichbare Helden gewissermaßen zu qualifizieren. So ist es nicht verwunderlich, dass Kratos in jedem der drei Spiele der God of War- Hauptreihe in den Hades gelangt und sich aus eigener Kraft wieder heraufkämpft. Im ersten Teil gelangt Kratos in die Unterwelt, nachdem er von Ares getötet wird. Hier besteht die Unterwelt, bzw. der Teil der Unterwelt, in der sich Kratos befindet, aus einer großen Anzahl von Plattformen, die auf Knochensäulen gestützt hoch über einem endlosen Abgrund schweben. Die Plattformen selbst scheinen aus menschlichem Gewebe und überdimensionierten Knochen und Zähnen zu bestehen und sind über Brücken miteinander verbunden, die aus Muskelgewebe zu bestehen scheinen und lange nach oben ragende Klingen tragen, denen es auszuweichen gilt.[276] Zu diesem grotesken Bild hinzu kommt ein konstanter Regen aus Verstorbenen, die von der Erdoberfläche in den Abgrund der Unterwelt herabstürzen. Außerdem ist immer das Klagen und Schreien der geplagten Toten im Hintergrund zu hören. Ein Element, das sehr zur bedrückenden, gruseligen Stimmung beiträgt, doch schon in der Odyssee beschrieb Homer, wie die Stimmen der Toten durch die Unterwelt hallen.[277] Auch Vergil beschreibt die Geräusche der Unterwelt: neben dem Schwirren von Schlägen, Kettengerassel und Geklirr von Eisen soll vor allem das Stöhnen der Gequälten zu hören sein.[278] In God of War II ist die Unterwelt nur kurz zu sehen. Hier wird Kratos am Anfang des Spiels von Zeus getötet und dann von schwarzen Händen, die aus dem Boden sprießen, nach unten in den Hades gezogen. Der Protagonist wehrt sich allerdings irgendwann gegen die Schar von "Schattenhänden" und klettert eine sehr hohe Felswand empor, aus der die Hände entspringen, um sich zurück nach oben zu kämpfen. Umso mehr Zeit verbringt Kratos in God of War III in der Unterwelt. Hier stürzt er nach dem Sieg über Poseidon dank eines Blitzschlags von Zeus vom Olymp herab und landet direkt im Fluss Styx, der in den Hades führt. Der Styx findet auch in der historischen Überlieferung zahlreiche Erwähnungen, denn über ihn erreichen die Toten den Hades. Anschließend trinken die Verstorbenen aus dem Fluss Lethe, um zu vergessen, wer sie einst waren.[279] Dieses "Vergessen" erfährt Kratos auch, während er versucht, aus dem Styx entkommen, als ihn darin lebende, nicht näher erkennbare, Kreaturen angreifen und ihm seine Kräfte entziehen. Eine clevere Lösung, um den Spieler mit einem schwachen Kratos in das Spiel starten zu lassen, der nach und nach neue Fähigkeiten erlangt, statt ihn gleich mit den vielen Fähigkeiten kämpfen zu lassen, die er im Verlauf von God of War II erlangt hat. In "Hades' Reich" sind auch in God of War III die Toten zu sehen, die konstant vom "Himmel" regnen und in die Tiefe stürzen. Doch hier erscheint die Unterwelt als riesiges unterirdisches Höhlensystem, mit zahlreichen Felswänden, aus der Tiefe ragenden Säulen, die als Plattform dienen, und Gebäuden, die in das Gestein eingearbeitet sind.[280] Vereinzelt fließt Magma zwischen den Felsen und hier und da dringen Wurzelwerk und Ranken durch das Gestein. Generell wirkt der Hades sehr grau und karg und entspricht damit Beschreibungen der Odyssee, die den Hades auch als einen von Leid geprägten, grauen Ort darstellt.[281] Insgesamt lässt sich die Unterwelt nach antiker Vorstellung als "a relatively gloomy place, guarded by monstrous creatures and inhabitated by incorporeal souls of the dead"[282] beschreiben. Vor allem die monströsen Kreaturen tauchen in den God of War- Spielen durchweg auf und Kratos kämpft unter anderem gegen Minotauren, Skelette, Harpyien, Gorgonen und mehrere Kerberi. Der Kerberos galt bei den Griechen als ein Wächter der Unterwelt und treuer Begleiter des Hades. Während er bei Hesiod noch als "mit eherner Stimme und fünfzig Köpfen" [283] beschrieben wurde, verfügt er bei späteren Autoren über drei Köpfe.[284] Diese Vorstellung vom Kerberos hat sich bis heute gefestigt, so dass auch die Kerberi in God of War III über drei Köpfe besitzen. Beim weiteren Voranschreiten im Reich des Hades trifft Kratos auf den Schmiedegott Hephaistos, der in seiner viel zu engen Schmiede eingepfercht im Hades verharrt. Laut verschiedenen antiken Autoren wurde Hephaistos von Zeus und/oder Hera vom Olymp auf die Erde geworfen, allerdings wurde er dadurch nie in den Hades verbannt, wie es im Spiel der Fall ist.[285] Allerdings passt dies zu den Vorstellungen der Spieleentwickler vom Hades. Denn so wie Kratos vom Olymp stürzte und in der Unterwelt landete, so kann auch Hephaistos das gleiche Schicksal zuteil geworden sein. In dem Bereich der Unterwelt, der sich direkt unter dem Gipfel des Olymp befindet, trifft Kratos auf drei riesige Steinfiguren, die die "Kette des Gleichgewichts" festhalten. Diese von Daedalus gefertigte Kette verbindet den Hades mit dem Olymp und sorgt so dafür, dass die drei Reiche im Gleichgewicht bleiben und die Welt nicht ins Chaos stürzt. Diese Kette ist freilich nur als narratives Element in das Spiel implementiert, da Kratos über diese Kette vom Hades hoch auf den Olymp gelangt, um Zeus endgültig zu stellen. Doch die drei Steinfiguren stellen die Richter des Hades – Minos, Aiakos und Rhadamanthys – dar, die auch bei Platon Erwähnung als Richter über die Toten finden und von Zeus ernannt wurden, damit Menschen über Menschen urteilen.[286]

Viele Autoren der Antike beschrieben die Unterwelt als eine rieisige Stadt der Toten anstelle einer kargen Landschaft, in deren Zentrum sich der Palast des Hades befindet.[287] In den unterirdischen Massiven der Unterwelt aus God of War III sind riesige Festungen aus Stein errichtet, in denen unter anderem riesige Öfen und schwere Maschinen betrieben werden. Kratos muss sich durch diese Festen kämpfen, um zum Palast des Hades zu gelangen. Die Umsetzung im Spiel verknüpft also gewissermaßen diese Vorstellung des Hades als Stadt, in der die Verstorbenen auch schwer arbeiten müssen, mit den Beschreibungen Homers. Generell muss hier wieder beachtet werden, dass es sich beim Hades um eine Unterwelt handelt, in der fast alle Verstorbenen kehren, und nicht um eine Hölle, wie bei den Christen, in der Sündige für ihre Vergehen auf alle Ewigkeiten bestraft werden.[288] Dafür ist ein besonderer Abschnitt des Hades vorgesehen – der Tartaros. Dieser liegt laut Hesiod "so tief unter die breitstraßige Erde, wie der Himmel über der Erde ist" [289] und galt zunächst als der Ort, in dem die Titanen gefangen waren, nachdem sie Zeus nach der verlorenen Schlacht dorthin verbannte.[290] Ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. war der Tartaros bei den griechischen Autoren obendrein der Ort, an dem Kriminelle, die sich gegen die Götter wandten, auf ewig ihre Strafe verbüßen sollten, wie z.B. Sisiphos, Ixion oder Tantalus.[291] Auch die Giganten und andere mythische Wesen verweilten ihr Dasein auf alle Ewigkeit in diesem Teil des Hades.[292] In God of War III betritt Kratos den Tartaros über ein riesiges Tor in der Schmiede des Hephaistos. Hier erscheint dieser Bereich der Unterwelt als eine riesige, scheinbar endlose Höhle aus gewaltigen Tropfsteinen, vor allem Stalagnaten.[293] Beim weiteren Vordringen in den Tartaros erscheint er als ebenfalls endlose Einöde, aber hier aus Felsen und Lava als Boden und Decke zugleich. Diese "Tiefen des Tartarus" werden von Schriftrollen, die im Spiel aufgesammelt werden können, als "Der Ort, an dem der legendäre Grosse Krieg zwischen Göttern und den Titanen stattfand" bezeichnet und "Nach ihrer Niederlage wurden die überlebenden Titanen in alle Ewigkeit hierher verbannt." Hier trifft Kratos auch auf den Titanen Kronos, der durch den Protagonisten das gleiche endgültige Schicksal erleidet wie die olympischen Götter in God of War III.

Eine weitere prominente Rolle spielt der Tartaros in der Einzelspieler-Kampagne von Age of Mythology. Hier legt der Antagonist Gargarensis (siehe 4.2) einen Zugang zum Hades frei und versucht dann, mithilfe einer riesigen Holzramme das Tor zum Tartaros aufzustoßen, um Kronos zu befreien und seine Macht über der Welt zu entfesseln. Die vom Spieler gesteuerten Helden Arkantos, Ajax und Cheiron folgen ihm durch den freigelegten Zugang und betreten ebenfalls die Unterwelt. Diese besteht aus dunklem, fast schwarzen Gestein, Flüssen und Teichen aus Magma und großen nach oben ragenden Stalagmiten. Außerdem stehen vereinzelt die Ruine antiker Gebäude und Säulen.[294] Eigentlich ist es merkwürdig, dass die Helden einschreiten müssen, um ein Aufbrechen des Tartaros zu verhindern – eigentlich sollte der Gott Hades dafür sorgen, dass niemand in die Nähe des Tores gelangt, geschweige denn eine Ramme davor aufzubauen. Bei ihrem weiteren Weg durch die Unterwelt treffen die Helden auf Geister bzw. Schatten, die ihnen den Weg weisen. Nach den Vorstellungen der antiken Griechen existierten die Verstorbenen in der Unterwelt "als ein schattenhaftes Scheinleben, in welchen die die selbst zu Schatten ihrer Persönlichkeit gewordenen Menschen [...] die Hauptbeschäftigungen ihres Lebens auf der Erde fortsetzten."[295] Insofern erscheint es plausibel, dass dieses "schattenhafte Scheinleben" durch die Schattengestalten wortwörtlich genommen wurde. Auch hier kommen die Helden am Fluss Styx vorbei, den sie mit "Kähnen des Charon" befahren. Der Fährmann Charon galt bei den antiken Griechen als derjenige, der die angemessen beerdigten Verstorbenen gegen den Obolus als Bezahlung in die Unterwelt geleitete.[296] Auch in Age of Mythology sehen sich die Helden in der Unterwelt mit zahlreichen Bestien konfrontiert, darunter Kyklopen, Mantikoren, Chimären und Wölfe. Nicht unbedingt die Wesen, die man nach Vorstellung der Antike in der Unterwelt fand, aber da es sich hierbei allesamt um spielbare Einheiten des Spiels handelt, die für die kleine Truppe des Spielers leicht bezwingbar sind, wurden diese Kreaturen wohl an dieser Stelle im Spiel platziert. Zudem ist in der Unterwelt die Sicht enorm eingeschränkt, da es ohne glühendes Magma als Lichtquelle äußerst dunkel ist. Teilweise sind gegnerische Einheiten, die direkt neben den eigenen Einheiten stehen, für den Spieler nicht sichtbar, solang keiner der Helden direkt in die richtige Richtung blickt. Die Griechen der Antike stellten sich den Hades oft "als eine Welt ohne Licht"[297] vor und "schreckliche Nacht liegt über den Menschen" [298], die das Reich der Toten betreten.

Dieses Reich betritt auch der Spieler in Apotheon, wo Nikeandros des Hades ebenfalls über den Fluss Styx auf dem Kahn des Charon erreicht. Hier muss sich der Held ebenfalls durch eine stockfinstere Unterwelt gegen Skelette und Monster behaupten, wobei er in einer Hand stets eine Fackel halten muss, um die Umgebung zu erkennen. Hier müssen nacheinander die fünf Flüsse des Hades überquert und an deren anderen Ufern Aufgaben erledigt und Gegner bezwungen werden, um die Gunst des Hades zu erlangen. Diese fünf Flüsse – Styx, Acheron, Cocytus, Phlegethon und Lethe – finden auch in den Überlieferungen Erwähnung.[299] So ist der Acheron ein weiterer Fluss, der den Hades mit der Oberwelt verbindet, da er nach der Argonautensage im "Acherontischen Vorgebirge" ins Meer mündet, wo auch ein Pfad in die Unterwelt führt.[300] Bei den griechischen Autoren herrschte aber große Uneinigkeit darüber, wie und wo die Helden in den Hades gelangen. Bei Homer lag das Reich der Toten noch auf der Erde, am "Rand des tiefen Okeanos-Stromes" [301], der die Welt umfließt – also gewissermaßen am äußersten Rand der Welt. Erst ab dem sechsten Jahrhundert v. Chr. wurde das Totenreich zunehmend als Unterwelt beschrieben, die auf verschiedene Wege zu erreichen ist.[302] Neben der bereits erwähnten Mündung des Acheron soll es einen Zugang am Tainaron, der südlichsten Spitze des Peloponnes, gegeben haben, durch den unter anderem Theseus, Herakles und Orpheus das Reich des Hades betraten.[303] Verstorbene hingegen wurden vom Hermes in den Hades geleitet, wodurch man niemals als Lebender erfahren konnte, wie man in die Unterwelt gelangt.[304] Da nie ausgeschlossen wurde, welche Zugänge zum Hades es auf der Welt noch gibt, wundert es nicht, dass jedes Spiel seine ganz eigene Vorstellung davon offenbart, wie die Helden dorthin gelangen und die Unterwelt wieder verlassen.

6 Fazit

Aus dem antiken Griechenland überlieferte Texte, die mythologische Figuren beschreiben, sind äußerst vielseitig und jede Quelle geht auf andere Details näher ein. Vor allem in der Kunst – sowohl in der Antike als auch danach – gibt es eine unüberschaubare Fülle an Interpretationen. Aus der Antike ist "eine gewisse Individualität von Götterbildern"[305] belegt, da einzelne Kulte ihre ganz eigenen Vorstellungen von einer Gottheit hatten. Dadurch ist "Das Bild des Zeus sowohl in der Literatur wie auch in der bildlichen Überlieferung heterogen"[306] und auch zu Poseidon und Hades kann dieselbe Aussage getroffen werden. Es gibt also nicht das Aussehen für die Götter, sondern jeder besitzt seine ganz eigene Vorstellung des Gottes, die heute maßgeblich von der Kunst beeinflusst ist. Von daher hat auch jeder Spieleentwickler seine ganz eigenen Richtlinien für die Darstellung im Computerspiel. Die in dieser Arbeit aufgeführten Beispiele zeigen, dass sich viele Elemente virtueller Darstellungen auf überlieferte Schriften der Antike zurückführen lassen. Allerdings lässt sich nicht klar beantworten, ob diese Schriften den Spielen tatsächlich zugrunde lagen, oder ob man sich doch auf andere bekannte Darstellungen der Götter aus anderen Medien bediente, die sich dann wiederum auf die antiken Beschreibungen berufen. Es liegt natürlich die Vermutung nahe, dass die meisten Interpretationen der Götter aus einfachem Pragmatismus heraus eher auf solchen "Kunstmythen"[307] (siehe 2.) beruhen. Doch meine Untersuchung zeigt, dass sich zahlreiche Darstellungselemente eben auch im "Grundmythos"[308] finden lassen. Scheinbar stützen sich die meistens Spiele auf die Schriften Homers – in erster Linie die Ilias und die Odyssee. Vermutlich, da diese nicht nur die umfangreichste, sondern auch die seit jeher am weitesten verbreitete Überlieferung zur griechischen Mythologie bieten. Es lassen sich aber auch verstärkt Ergänzungen aus Hesiods Theogonie – ebenfalls ein „Standardwerk“ der griechischen Mythologie – in den virtuellen Darstellungen finden, sofern diese nicht mit der Homerischen Grundlage in Konflikt stehen. So gelten bei den Spielen gemeinhin die Kyklopen als Söhne des Poseidon, während sie bei Hesiod als Kinder der Gaia schon lange vor den olympischen Göttern existierten.[309] Da es sich aber namentlich um andere Kyklopen handelt, als die, die als Kinder des Poseidon beschrieben wurden, kann man auch von zwei Generationen von Kyklopen ausgehen, so dass es keinen Konflikt hinsichtlich dieser Gestalten und ihrem Auftauchen in den Spielen gibt. Vereinzelte Darstellungselemente lassen sich auch in weniger prominenten Werken finden. Allerdings lässt sich nicht ausschließen, dass es sich bei einigen dieser Elemente um Zufälle handelt. Auch werden Elemente von antiken Beschreibungen aufgegriffen, die aus dem Römischen Reich stammten, also nicht mehr den griechischen Göttern zugeschrieben wurden, sondern ihren römischen Pendants.

Die betrachteten Spiele unterscheiden sich stark hinsichtlich der Interpretationen von griechischer Mythologie. Es lässt also sich nur sehr schwer eine eindeutige Aussage darüber treffen, inwiefern Spieleentwickler im Allgemeinen die antiken Vorlagen beachten, da jedes Spiel offenbar nach anderen Richtlinien und Kriterien entworfen wurde. Zum Teil gibt es selbst innerhalb desselben Spiels unterschiedliche Herangehensweisen. Dies fällt vor allem auf, wenn man sich die Darstellungen des Gottes Hades anschaut. Denn während Zeus und Poseidon in Spielen wie SMITE oder God of War noch einem gewissen Typus folgen, der stark von der antiken Überlieferung geprägt ist, weicht die Interpretation des Hades vom antiken Bild des Gottes und dem Typus seiner Brüder stark ab. Bei einigen Spielen wie z.B. God of War III scheint zudem das christlich geprägte Weltbild der Spieleentwickler in den amerikanischen Studios auch die Vorstellung der Unterwelt als eine Art „Hölle“ der griechischen Religion mit dem Gott Hades als „Teufel“ beeinflusst zu haben. Man müsste aber noch weitere Götter in den betrachteten Spielen miteinander vergleichen, um eine genauere Aussage treffen zu können, inwiefern die Quellenlage zu einem Gott mit dem Grad der Authentizität der Darstellung korreliert. Denn während die Überlieferungen zu Zeus aufgrund seiner hohen Stellung im Glauben der Griechen in großer Zahl überliefert sind, finden sich gerade bei Hades wegen des geringen Interesses am Totengott umso weniger Quellen, auf die Spieleentwickler heute aufbauen können. Durch die unterschiedliche Quellenlage gibt es zwischen den Gottheiten auch Unterschiede in den Darstellungselementen, die der künstlerischen Freiheit unterlaufen, einfach weil sie in den zugrunde liegenden Texten keine genauere Erwähnung finden oder so formuliert sind, dass sie genug Raum für Interpretationen bieten. So wird Zeus z.B. entweder mit grauen Haaren dargestellt, die für sein Alter und seine Weisheit stehen, oder mit leuchtendem weißen Haar, das den Gott noch mehr als strahlende, zentrale „Lichtgestalt“ der griechischen Götterwelt verdeutlicht. Doch Spiele wie Age of Mythology, Apotheon oder Grepolis zeigen, dass man trotz schlechterer Quellenlage die Darstellungselemente der historischen Grundlage angemessen berücksichtigen kann. Insbesondere das Spiel Grepolis fällt positiv auf, denn obwohl es als ein Spiel für Webbrowser eher minimalistisch designt ist und die Götter nur in Form von Portraits und einsetzbaren Fähigkeiten auftauchen, greift das Spiel zahlreiche Aspekte der Gottheiten auf, die in den antiken Schriften häufige Erwähnung finden, in anderen Computerspielen hingegen kaum. Beispiele hierfür ist die Kontrolle über Winde bei Zeus, das Erzeugen von Erdbeben durch Poseidon oder der Zweizack als Attribut des Hades. Auf der anderen Seite gibt es noch immer Aspekte der Gottheiten, die keine Beachtung finden. Poseidon beispielsweise wird von vielen antiken Autoren in Begleitung von Delfinen erwähnt, die sich auch in vielen antiken Kunstwerken finden lassen.[310] Selbst in alten Heiligtümern wird der Gott mit den Meeressäuger assoziiert.[311] Also ein weit verbreitetes antikes Gestaltungselement des Gottes, das in Computerspielen scheinbar keine Beachtung findet.

Es scheint, dass Spiele wie SMITE, God of War oder Age of Mythology, zumindest bei Zeus und Poseidon, der historischen Grundlage wesentlich größere Beachtung schenken und auch vereinzelt Details der Götterbeschreibungen aufgreifen. Da es sich hier um Spiele aus größeren Entwicklungsstudios handelt, gibt es wesentlich größere Budgets für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung der Spiele. Bei einer Kontaktaufnahme mit Hi-Rez Studios, dem Entwicklerstudio hinter SMITE, wurde ich informiert, dass es Mitarbeiter im Design-Team gibt, die direkt für die Recherche zu den einzelnen Gottheiten verantwortlich sind und ihre Erkenntnisse für die Designer zur Gestaltung der Gottheit aufbereiten. Leider erhielt ich keinerlei Antwort auf ein erneutes Rückfragen nach einem Interview mit einem dieser Mitarbeiter, ebenso wie es mir bei anderen Spielen nicht gelang, einen der leitenden Entwickler für ein Interview zu erreichen. Es wäre äußerst interessant, einmal Einblicke in die Arbeitsweisen zu erhalten, um herauszufinden, wie die Entwickler solcher Spiele wirklich vorgehen, wenn es um die Adaption historischer Vorlagen geht.

Das Medium Computerspiel bietet als Kunstform eine beinahe unbegrenzte Freiheit, die von den Spieleentwicklern entsprechend ausgenutzt und ausgereizt wird, um ihre ganz eigene Interpretation der griechischen Götterwelt zu erschaffen. Dadurch ergibt sich ein unglaublich diverses Bild von Darstellungen der griechischen Gottheiten. Diese sind nicht nur davon beeinflusst, inwiefern der antiken Überlieferung Rechnung getragen wird, sondern auch vom generellen Stil des Spiels. Insbesondere die God of War -Serie ist für ihre groteske, oft übertriebene Inszenierung bekannt, sowie einen übermäßigen Grad an Gewalt und Sexualität. Dies erscheint aber mit Blick auf die oftmals nicht weniger zimperlichen Geschichten des antiken Griechenlands sogar passender, als die mehr von Anime und bunten japanischen Computerspielen beeinflusste Welt von Kid Icarus: Uprising, in der zwar Namen und Begriffe aus der Welt der griechischen Sagen verwendet werden, das Spiel selbst sich aber kein bisschen anfühlt, als handelt es in jener Welt. Alles in allem ist es also äußerst wichtig, bei der Umsetzung historischer Darstellungen in Computerspielen die einzelnen Beispiele differenziert zu betrachten und auch zu berücksichtigen, welche Absicht mit der entsprechenden Interpretation verfolgt wird. Das Ziel dieser Arbeit war, genau diese differenzierte und ausgiebige Betrachtung durchzuführen und so einen Überblick zu liefern, wie die Darstellung der griechischen Mythologie in Computerspielen zu beurteilen ist.

7 Anhang

Alle Bilder mit Spieletitel in der Fußnote wurden von mir im entsprechenden Spiel selbst per Screenshot angefertigt. Alle Weblinks wurden am 10.07.2018 zuletzt überprüft.

Abbildung 1: Zeus in SMITE[312]

Abbildung 2: Relief des Phidias am Parthenon[313]

Abbildung 5: Vasenmalerei des Eucharides- Malers (ca. 490-480 v. Chr.)[314]

Abbildung 3: Zeus-Statuette aus Dodona

(ca. 550 v. Chr.)[315]

Abbildung 4: Vasenmalerei des Oltos (ca. 510 v. Chr)[316]

Abbildung 6: Zeus in Age of Abbildung 9: Zeus in God of War II und III [317]

Mythology[318]

Abbildung 7: Zeus in God of War [319]

Abbildung 8: Zeus als Totengräber in God of War [320]

Abbildung 10: Der junge Zeus in God of War II [321]

Abbildung 11: Zeus in Apotheon [322]

Abbildung 13: Zeus in Herrscher

des Olymp – Zeus[323]

Abbildung 12: Der Charakter "Zeus" in DotA 2 [324]

Abbildung 14: Zeus in Battle of Olympus [325]

Abbildung 15: Zeus in Grepolis [326]

Abbildung 16: Zeus in Heroes Evolved [327]

Abbildung 17: Poseidon in SMITE [328]

Abbildung 18: Bronzestatuette des Poseidon, Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München[329]

Abbildung 19: Der "Poseidon von Melos" im Archäologischen Nationalmuseum Athen[330]

Abbildung 20: Neptunstatue im Schlosspark Nymphenburg, München[331]

Abbildung 21: Skulptur des Neptunbrunnens in Berlin[332]

Abbildung 23: Hippocampi in "Le Triomphe de Neptune ou La Naissance de Vénus" von Nicolas Poussin aus dem Jahr 1634, Philadelphia Museum of Art[333]

Abbildung 22: Poseidon in Age of Mythology [334]

Abbildung 24: Poseidon in God of War [335]

Abbildung 25: Poseidon in God of War II [336]

Abbildung 26: Poseidon in God of War III [337]

Abbildung 27: Poseidon in Apotheon [338]

Abbildung 28: Poseidon in Grepolis [339]

Abbildung 29: Poseidon in Kid Icarus: Uprising [340]

Abbildung 30: Poseidon in Heroes Evolved[341]

Abbildung 31: "Der Raub der Proserpina" von Simone Pignoni (1650), im Musée des Beuax-Arts de Nancy[342]

Abbildung 32: Hades in Battle of Olympus [343]

Abbildung 33: Hades und Persephone in Apotheon [344]

Abbildungen 34 und 35: Hades und Persephone auf apulischen Vasenmalereien (4. Jhd. v. Chr.)[345] [346]

Abbildung 37: Hades in Age of Mythology[347]

bbildung 36: Hades in Grepolis[348]

Abbildung 39: Hades' "wahre" Gestalt in God of War III [349]

Abbildung 38: Hades in God of War II und III [350]

Abbildung 40: Hades in Titan Quest [351]

Abbildung 41: Hades in SMITE[352]

Abbildung 42: Das alte Charaktermodell von Hades in SMITE [353]

Abbildung 44: Hades' finale Form in Kid Icarus: Uprising [354]

Abbildung 43: Hades in Kid Icarus: Uprising [355]

Abbildung 45: Der Tartarus in God of War III[356]

Abbildung 46: Die Unterwelt in Age of Mythology[357]

8 Quellen und Literatur

8.1 Quellen

- Apollodorus, Bibliothek. Ins Englische übersetzt von Sir James George Frazer, 7. Aufl., Harvard University Press, London/Cambridge (Massachusetts) 1990

- Cornutus, Lucius Annaeus: Die griechischen Götter. Ein Überblick über Namen, Bilder und Deutungen. Ins Deutsche übersetzt von Fabio Berdozzo, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2009

- Hesiod, Der Schild des Herakles. Ins Deutsche übersetzt von Luise und Klaus Hallof, Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1994

- Hesiod, Ehoien. Ins Deutsche übersetzt von Luise und Klaus Hallof, Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1994

- Hesiod, Theogonie. Vom Ursprung der Götter. Ins Deutsche übersetzt und herausgegeben von Otto Schönerger, Reclam Verlag, Stuttgart 1999

- Homer: Hymne 22 an Poseidon. Ins Deutsche übersetzt und herausgegeben von Karl Arno Pfeiff. In: von der Gönna, Gerd; Simon, Erika: Homerische Hymnen, Stauffenburg Verlag, Tübingen 2002, S. 61

- Homer, Ilias. Ins Deutsche übersetzt von Johann Heinrich Voß, 5. Aufl., Wilhelm Goldmann Verlag, München 1995

- Homer, Odyssee. Ins Deutsche übersetzt von Roland Hampe, Reclam Verlag, Stuttgart 1979

- Kallimachos, Hymne 3 an Artemis. Ins Englische übersetzt von Yvonne Rathbone, online unter http://home.earthlink.net/~yvonr/pagan/classics/callhymn.pdf (letzter Zugriff 10.07.2018)

- Macrobius, Saturnalien 5. Übersetzung nach LÜCKE 2006, S. 702

- Ovid, Metamorphosen. Ins Deutsche übersetzt von Erich Rösch, 2. Aufl., Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1990

- Pausanias, Beschreibung Griechenlands. Ins Deutsche übersetzt von Ernst Meyer, 4. Aufl, Artemis Verlag, Zürich 1967

- Platon, Gorgias. Ins Englische übersetzt von Terence Irwin, 5. Aufl., Oxoford University Press, Oxford 2006

8.2 Computerspiele

- Brian Howarth/Digital Fantasie: Perseus and Andromeda [ZX Spectrum, Atari 8-bit, Commodore 64 etc.], 1983

- Stuart Smith/Quality Software: The Return of Heracles [Apple II, Atari 8-bit, Commodore 64], 1983

- Nintendo R&D1/Nintendo: Kid Icarus [Famicom/Nintendo Entertainment System], 1986

- Sega: Altered Beast [Sega System 16], 1988

- Infinity/Imagineer: The Battle of Olympus [Nintendo Entertainment System], 1988

- MPS Labs/Micropose: Sid Meier's Civilization [Diverse Plattformen], 1991

- Impressions Games/Sierra Entertainment: Herrscher des Olymp – Zeus [PC], 2000

- Ensemble Studios/Microsoft: Age of Mythology [PC], 2002

- The Creative Assembly/Activision: Rome: Total War [PC], 2004

- SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War [PlayStation 2], 2005

- Creative Assembly/SEGA: Spartan: Total Warrior [Xbox, PlayStation 2, Nintendo Gamecube], 2005

- Game Freak/Nintendo, The Pokémon Company: Pokémon Diamant- und Perl-Edition [Nintendo DS], 2006

- Iron Lore Entertainment, Black Forest Games/THQ: Titan Quest [PC], 2006

- SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War II [PlayStation 2], 2007

- InnoGames: Grepolis [Webbrowser], 2009

- SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War III [PlayStation 3], 2010

- Project Sora/Nintendo: Kid Icarus: Uprising [Nintendo 3DS], 2012

- Valve Corporation: DotA 2 [PC, Linux, macOS], 2013

- Hi-Rez Studios: SMITE: Battleground of the Gods [PC, Xbox One, Playstation 4, Mac OS], 2014, Version 5.11 (26.6.2018)

- Alientrap: Apotheon [PC], 2015

- Net Dragon/R2Games: Heroes Evolved [PC, Android, iOS], 2017

8.3 Internetlinks

Alle Links wurden am 10.07.2018 zuletzt überprüft.

- Foka: God of War – Let's Play God of War Part 29 – Die Unterwelt und der Fluss Styx [YouTube], veröffentlicht am 03.07.2011. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=Rhj7t7G0r1s.

- GameXplain: Kid Icarus Uprising – Final Hades Boss Battle & Ending (3DS Direct Feed) [YouTube], veröffentlicht am 23.03.2012. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=wT4-Th6sX-k.

- goTha83: God of War III (Titan,PS3) #16 The Pit of Tartarus, Cronos [YouTube], veröffentlicht am 11.09.2013, ab 13:09. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=3XtT6X3wRa8.

- https://kotaku.com/5930588/hindu-group-wants-religious-arena-combat-game-pulled-from-quakecon

- http://www.pokewiki.de/Arceus

- RB8Gem9: God of War II – The Great War [YouTube], veröffentlicht am 23.05.2011. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=9JYodU9pdFk.

- https://smite.gamepedia.com/Gods

- https://smite.gamepedia.com/Zeus

- TheKursta: Apotheon Zeus Boss Fight (Warrior difficulty) [YouTube], veröffentlicht am 07.02.2015. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=uYpvKLDLZkE.

- TheWolverous: Let's Play: God Of War III HD | Folge #04 – Das Reich des Hades [YouTube], veröffentlicht am 20.03.2013. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=0Pj24GTsFzU.

- https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzfigurige_Vasenmalerei

- https://en.wikipedia.org/wiki/Balance_(game_design)

8.3.1 Abbildungen

- http://images.mein-mmo.de/magazin/medien/2014/10/Zeus-Smite.jpg

- https://media.gettyimages.com/photos/basrelief-depicting-seated-zeus-and-hera-with-servants-by-phidias-picture-id103764938

- http://www.theoi.com/image/O24.6Ganymedes.jpg

- http://www.archaeology.wiki/wp-content/uploads/2016/05/Zeus_Keravnius_Dodona.jpg

- http://ancientrome.ru/art/artwork/ceramics/gr/c0009.jpg

- https://vignette.wikia.nocookie.net/factpile/images/e/e0/God-of-war-3-zeus.jpg

- http://moodleemb.square7.ch/mediawiki-1.18.6/images/thumb/8/8f/2391284-zeus.jpg/300px-2391284-zeus.jpg

- https://vignette.wikia.nocookie.net/godofwar/images/d/df/Zeus_GoW1.jpg

- https://i.ytimg.com/vi/X4eIpFBK170/maxresdefault.jpg

- https://orig00.deviantart.net/3af5/f/2010/085/a/1/young_zeus_by_haneyma.jpg

- http://zeus.heavengames.com/cpix/sanctuary/zeus.png

- http://i.imgur.com/Z59hHgA.png

- http://randomacc.net/system/reviews/battleofolympus-03.gif

- https://i.ytimg.com/vi/oFsbyb7RbU8/maxresdefault.jpg

- https://www.smitefire.com/images/god/card/poseidon.png

- http://p2.storage.canalblog.com/23/67/119589/110541300.jpg

- https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ea/Statue_of_Poseidon_NAMA_235_%28DerHexer%29%2C_part_2.JPG

- http://www.muenchen.citysam.de/fotos-muenchen-p/schloss-nymphenburg/schlosspark-nymphenburg-3.jpg

- https://www.spottyguide.de/fileadmin/upload/media/images/photo/100003-neptunbrunnen-04.jpg

- https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fe/Nicolas_Poussin_-_Le_Triomphe_de_Neptune_ou_La_Naissance_de_V%C3%A9nus.jpg

- https://vignette.wikia.nocookie.net/ageofempires/images/4/43/Poseidon.png/revision/latest?cb=20131229042926

- https://vignette.wikia.nocookie.net/godofwar/images/5/53/Poseidon_1.png/revision/latest?cb=20100311161601

- https://vignette.wikia.nocookie.net/villains/images/a/ae/Poseidon_%28GoW_2_Great_War%29.png/revision/latest?cb=20111231205751

- https://i.ytimg.com/vi/dmcjo8pGMI0/maxresdefault.jpg

- https://res.cloudinary.com/lmn/image/upload/fl_lossy,q_80/f_auto/v1/gameskinny/

a9233ebebf4da64391d943facedd9471.jpg

- https://vignette.wikia.nocookie.net/kidicarus/images/a/a6/Poseidonart.png/revision/latest?cb=20160426012811

- http://hear.99.com/en/resource/images/hero/2.png

- https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/L%27enl%C3%A8vement_de_Proserpine_Nancy_3018.jpg

- http://www.theoi.com/image/K14.2Haides.jpg

- https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Apulian_Red_Figure_volute_krater_with_

scenes_of_the_Underworld%2C_ca._340-330_BC%2C_Staatliche_Antikensammlungen%2C_Munich_%288958096384%29.jpg

- https://vignette.wikia.nocookie.net/ageofempires/images/2/23/Hades.jpg/revision/latest?cb=20110606234954

- https://vignette.wikia.nocookie.net/godofwar/images/2/23/Hades.jpg/revision/latest?cb=20120728175831&path-prefix=es

- https://vignette.wikia.nocookie.net/titanquest/images/3/30/IL_Hades03.jpg/revision/latest?cb=20120819084706

- https://d1u5p3l4wpay3k.cloudfront.net/smite_gamepedia/c/cf/SkinShot_Hades_Classic.png

- https://vignette.wikia.nocookie.net/kidicarus/images/6/6e/Hadesart.png/revision/latest?cb=20160414035324

8.4 Literatur

- AGHION, Iréne; Barbillon, Claire; Lissarrague, François: Reclams Lexikon der antiken Götter und Heroen in der Kunst, Reclam Verlag, Stuttgart 2000, S. 315

- BURKERT, Walter; Schröder, Christel; Antes, Peter: Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche, 2. Aufl., Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2011

- BURKERT, Walter: Homo Necans. Interpretationen altgriechischer Opferriten und Mythen, 2. Aufl., De Gruyter Verlag, Berlin 2013

- CALAME, Claude: Identities of Gods and Heroes. Athenian Garden Sanctuaries and Gendered Rites of Passage, in: Bremmer, Jan (Hrsg.): The gods of ancient Greece. Identities and transformations, Edinburgh University Press, Edinburgh 2011, S. 245-272

- CARPENTER, Tom H.: Gods in Apulia. In: Bremmer, Jan (Hrsg.): The gods of ancient Greece. Identities and transformations, Edinburgh University Press, Edinburgh 2011, S. 335-347

- CHRISTESEN, Paul; MACHADO, Dominic: Video Games and Classical Antiquity. In: The Classical World (Vol. 104, No. 1), The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2010, online unter: http://www.jstor.org/stable/25799974 (letzter Zugriff 10.07.2018)

- DIETERLE, Martina: Dodona. Religionsgeschichtliche und historische Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung des Zeus-Heiligtums, Olms Verlag, Hildesheim 2007

- EISENHUT, Werner: Iuppiter, In: Sontheimer, Walther; Ziegler, Konrat (Hrsg.): Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1979, Bd. 3, Sp. 3.

- FELTON, D.: The Dead. In: Ogden, Daniel (Hrsg.): A companion to Greek religion, 2. Aufl., Blackwell Publishing, Malden/Massachusetts 2008, S. 86-99

- FRAUENFELDER, David: Popular Culture and Classical Mythology. In: The Classical World, Vol. 98, No. 2, The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, online unter: https://www.jstor.org/stable/i402760 (letzter Zugriff 10.07.2018)

- GEORGOUDI, Stella: Sacrificing to the Gods. Ancient Evidence and Modern Interpretations. In: Bremmer, Jan (Hrsg.): The gods of ancient Greece. Identities and transformations, Edinburgh University Press, Edinburgh 2011, S. 92-105

- GRANT, Michael; Smith, John Hazel; Fließbach, Holger: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, 1. Aufl., List Verlag, Berlin 2009

- GRAVES, Robert; Seinfeld, Hugo; Borresholm, Boris von: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung, 18. Aufl., Rowohl Verlag, Reinbek 2011

- GROß, Walter Hatto: Purpur. In: Sontheimer, Walther; Ziegler, Konrat (Hrsg.): Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1979, Bd. 4, Sp. 1244

- GUYKER, Robert William: Myth in Translation. The Ludic Imagination In Contemporary Video Games [Dissertation], ProQuest LLC, Ann Arbor 2016

- HEIMBERG, Ursula: Das Bild des Poseidon in der griechischen Vasenmalerei, Gutenbergdruckerei Robert Oberkirch oHG, Freiburg im Breisgau 1968

- ISBISTER, Katherine: How games move us. Emotion by design, The MIT Press, London/Cambridge (Massachusetts) 2016

- KERÉNYI, Karl: Die Mythologie der Griechen I. Die Götter- und Menschheitsgeschichten, Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1997

- KERÉNYI, Karl: Die Mythologie der Griechen II. Die Heroen-Geschichten. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1997

- KLÖCKNER, Anja: Poseidon und Neptun. Zur Rezeption griechischer Götterbilder in der römischen Kunst, Saarbrücker Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1997

- KYAS, Stephan: Wie Kinder Videospiele erleben. Zu den Wechselwirkungsbeziehungen von Bildschirmspielen sowie personalen und familialen Nutzerfaktoren, Lang Verlag, Frankfurt am Main 2007

- LIEGLE, Josef: Der Zeus des Phidias, Weidmannsche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1952

- LOWE, Dunstan: Playing with Antiquity. Videogame Receptions of the Classical World. In: Lowe, Dunstan; Shahabudin, Kim (Hrsg.): Classics For All. Reworking Antiquity in Mass Cultural Media, Cambridge Scholars Press, Newcastle 2009

- LÜCKE, Hans-Karl und Susanne: Antike Mythologie. Ein Handbuch. Der Mythos und seine Überlieferung in Literatur und bildender Kunst, 2. Aufl., Rowohlt Verlag, Reinbek 2006

- MIKALSON, Jon D.: Ancient Greek religion, 6. Aufl., Blackwell Publishing, Malden/Massachusetts 2008

- OTTO, Walter F.: Die Götter Griechenlands. Das Bild des Göttlichen im Spiegel des griechischen Geistes, Verlag Gerhard Schulte-Bulmke, Frankfurt/Main 1947

- OZIEWICZ, Marek: Antiquity is now: modern strands of the mythical method in contemporary young adult speculative fiction. In: Dominas, Konrad; Wesołowska, Elżbieta; Trocha, Bogdan (Hrsg.): Antiquity in popular literature and culture, Cambridge Scholars Publishing, Newcastle upon Tyne 2016

- PETISCUS, August Heinrich: Der Olymp. Mythologie der Griechen und Römer. Reprint der Original-Ausgabe von 1873, Reprint-Verlag, Leipzig 1997

- PRICE, Simon R. F.: Religions of the ancient Greeks, Cambridge University Press, Cambridge 2006

- REINHARDT, Udo: Der antike Mythos. Ein systematisches Handbuch, 1. Aufl., Rombach Verlag, Freiburg im Breisgau 2011

- SALVADOR, Rodrigo B.; Tomotani, Barbara M.: The Kraken: when myth encounters science. In: História Ciências, Saúde-Manguinhos, 21(3), Rio de Janeiro 2014, S. 971-994. Online unter http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0104-59702014000300971 (letzter Zugriff 10.07.2018)

- SCHACHERMEYER, Fritz: Poseidon und die Entstehung des griechischen Götterglaubens, Leo Lehnen Verlag, München 1950

- SCHEER, Tanja Susanne: Die Gottheit und ihr Bild. Untersuchungen zur Funktion griechischer Kultbilder in Religion und Politik, Beck Verlag, München 2000

- SIMONIS, Annette: Einleitung: Mythen als kulturelle Repräsentationen in den verschiedenen Künsten und Medien. In: Simonis, Annette und Linda (Hrsg.): Mythen in Kunst und Literatur, Tradition und kulturelle Repräsentation, Böhlau Verlag, Köln 2004

- SOPHOULIS, Themistokles P.: Hades in der antiken Kunst [Dissertation], Becker's Universitäts-Buchdruckerei, Würzburg 1884,

- STRUBE, Julian: The "Baphomet" of Eliphas Lévi. Its Meaning and Historical Context. In: Elwing, Jimmy; Roukema, Aren (Hrsg.): Correspondences. Online Journal for the Academic Study of Western Esotericism, 4, London 2016, S. 37-79. Online unter: http://correspondencesjournal.com/15303-2/ (letzter Zugriff 10.07.2018)

- TRIPP , Edward; RAUTHE, Rainer: Reclams Lexikon der antiken Mythologie, 5. Aufl., Reclam Verlag, Stuttgart 1991

- VETTER, Andreas: Gigantensturz-Darstellungen in der italienischen Kunst. Zur Instrumentalisierung eines mythologischen Bildsujets im historisch-politischen Kontext, VGD Verlag, Weimar 2002

- VLIZOS, Stavros: Der thronende Zeus. Eine Untersuchung zur statuarischen Ikonographie des Gottes in der spätklassischen und hellenistischen Kunft, Leidorf Verlag, Rahden/Westf. 1999

- WINKLER, Martin: Classical myth & culture in the cinema, Oxford University Press, Oxford/New York 2001

- WOTTGE, Marco: Der Einsatz von Computerspielen im Geschichtsunterricht am Beispiel von "Caesar III". In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Heft 62, Friedrich Verlag, Seelze 2011

[...]


[1] Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird der Begriff "Computerspiele" als Sammelbegriff für digitale Spiele auf allen

Plattformen benutzt, schließt also PC-, sowie Konsolen- und Handy-Spiele mit ein.

[2] Vgl. KYAS, Stephan: Wie Kinder Videospiele erleben. Zu den Wechselwirkungsbeziehungen von Bildschirmspielen sowie personalen und familialen Nutzerfaktoren, Lang Verlag, Frankfurt am Main 2007, S. 53.

[3] Vgl. ISBISTER, Katherine: How games move us. Emotion by design, The MIT Press, London/Cambridge (Massachusetts) 2016, S. XV f.

[4] Vgl. WOTTGE, Marco: Der Einsatz von Computerspielen im Geschichtsunterricht am Beispiel von "Caesar III". In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Heft 62, Friedrich Verlag, Seelze 2011, S. 469.

[5] Vgl. CHRISTESEN, Paul; MACHADO, Dominic: Video Games and Classical Antiquity. In: The Classical World (Vol. 104, No. 1), The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2010, online unter: http://www.jstor.org/stable/25799974 (letzter Zugriff 10.07.2018), S. 108.

[6] Vgl. WINKLER, Martin: Classical myth & culture in the cinema, Oxford University Press, Oxford/New York, 2001, S. 3.

[7] Vgl. CHRISTESEN/MACHADO, S. 107.

[8] Vgl. LOWE, Dunstan: Playing with Antiquity. Videogame Receptions of the Classical World. In: LOWE, Dunstan; SHAHABUDIN, Kim (Hrsg.): Classics For All. Reworking Antiquity in Mass Cultural Media, Cambridge Scholars Press, Newcastle 2009, S. 64.

[9] Vgl. ebenda, S. 3.

[10] Vgl. ISBISTER 2016, S. XV f.

[11] Vgl. FRAUENFELDER, David: Popular Culture and Classical Mythology. In: The Classical World, Vol. 98, No. 2, The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, online unter: https://www.jstor.org/stable/i402760 (letzter Zugriff 10.07.2018), S. 210.

[12] Vgl. Hi-Rez Studios: SMITE: Battleground of the Gods [PC, Xbox One, Playstation 4, Mac OS], 2014, Version 5.1 (30.1.2018).

[13] SIMONIS, Annette: Einleitung: Mythen als kulturelle Repräsentationen in den verschiedenen Künsten und Medien. In: Simonis, Annette und Linda (Hrsg.): Mythen in Kunst und Literatur, Tradition und kulturelle Repräsentation, Böhlau Verlag, Köln 2004, S. 5.

[14] Vgl. WINKLER 2001, S. 4.

[15] Brian Howarth/Digital Fantasie: Perseus and Andromeda [ZX Spectrum, Atari 8-bit, Commodore 64 etc.], 1983.

[16] Stuart Smith/Quality Software: The Return of Heracles [Apple II, Atari 8-bit, Commodore 64], 1983.

[17] Nintendo R&D1/Nintendo: Kid Icarus [Famicom/Nintendo Entertainment System], 1986.

[18] Infinity/Imagineer: The Battle of Olympus [Nintendo Entertainment System], 1988.

[19] Sega: Altered Beast [Sega System 16], 1988.

[20] Vgl. LOWE 2009, S. 85.

[21] VETTER, Andreas: Gigantensturz-Darstellungen in der italienischen Kunst. Zur Instrumentalisierung eines mythologischen Bildsujets im historisch-politischen Kontext, VGD Verlag, Weimar 2002, S. 11.

[22] Ebenda.

[23] Vgl. ebenda, S. 23.

[24] Vgl. OZIEWICZ, Marek: Antiquity is now: modern strands of the mythical method in contemporary young adult speculative fiction. In: Dominas, Konrad; Wesołowska, Elżbieta; Trocha, Bogdan (Hrsg.): Antiquity in popular literature and culture, Cambridge Scholars Publishing, Newcastle upon Tyne 2016, S. 9.

[25] SIMONIS 2004, S. 7.

[26] Ebenda, S. 9.

[27] Vgl. ebenda, S. 13.

[28] Vgl. OZIEWICZ 2016, S. 3 f.

[29] Ebenda, S. 12.

[30] Vgl. WINKLER 2001, S. 3.

[31] LOWE 2009, S. 70.

[32] Vgl. GUYKER, Robert William: Myth in Translation. The Ludic Imagination In Contemporary Video Games [Dissertation], ProQuest LLC, Ann Arbor 2016, S. 127.

[33] The Creative Assembly/Activision: Rome: Total War [PC], 2004.

[34] Das erste Spiel der Serie war MPS Labs/Micropose: Sid Meier's Civilization [Diverse Plattformen], 1991.

[35] Ensemble Studios/Microsoft: Age of Mythology [PC], 2002.

[36] Vgl. LOWE 2009, S. 71.

[37] Vgl. ISBISTER 2016, S. 2 f.

[38] Vgl. LOWE 2009, S. 80.

[39] Vgl. GUYKER 2016, S. 170.

[40] Vgl. ISBISTER 2016, S. 11 f.

[41] Vgl. LOWE 2009, S. 69.

[42] Vgl. ebenda S. 72 f. Ein Beispiel hierfür ist Creative Assembly/SEGA: Spartan: Total Warrior [Xbox, PlayStation 2, Nintendo Gamecube], 2005.

[43] Vgl. ebenda, S. 75 ff.

[44] Vgl. SIMONIS 2004, S. 5.

[45] Vgl. LOWE 2009, S. 75 ff.

[46] Vgl. SIMONIS 2004, S. 2 f.

[47] SCHEER, Tanja Susanne: Die Gottheit und ihr Bild. Untersuchungen zur Funktion griechischer Kultbilder in Religion und Politik, Beck Verlag, München 2000, S. 302.

[48] Vgl. ISBISTER 2016, S. 1.

[49] Hi-Rez Studios: SMITE: Battleground of the Gods [PC, Xbox One, Playstation 4, Mac OS], 2014, Version 5.11 (26.6.2018). Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf weitere Erwähnungen des Titels in den Fußnoten verzichtet.

[50] Vgl. GUYKER 2016, S. 358 ff.

[51] Vgl. https://kotaku.com/5930588/hindu-group-wants-religious-arena-combat-game-pulled-from-quakecon (letzter Zugriff 10.07.2018), vgl. hierzu GUYKER 2016, S. 356.

[52] Stand seit dem Software-Update Nummer 5.11 (26.06.2018), siehe hierzu https://smite.gamepedia.com/Gods (letzter Zugriff 10.07.2018).

[53] Siehe Abbildung 1. Vgl. hierzu https://smite.gamepedia.com/Zeus (letzter Zugriff 10.07.2018).

[54] Vgl. AGHION, Iréne; Barbillon, Claire; Lissarrague, François: Reclams Lexikon der antiken Götter und Heroen in der Kunst, Reclam Verlag, Stuttgart 2000, S. 315. Die im folgenden erwähnten antiken Arbeiten wurden ebenfalls dieser Literatur entnommen.

[55] Siehe Abbildung 2.

[56] Siehe Abbildung 3. Vgl. hierzu DIETERLE, Martina: Dodona. Religionsgeschichtliche und historische Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung des Zeus-Heiligtums, Olms Verlag, Hildesheim 2007, S. 182 ff.

[57] Siehe Abbildung 4.

[58] Siehe Abbildung 5.

[59] Vgl. LÜCKE, Hans-Karl und Susanne: Antike Mythologie. Ein Handbuch. Der Mythos und seine Überlieferung in Literatur und bildender Kunst, 2. Aufl., Rowohlt Verlag, Reinbek 2006, S. 709.

[60] Vgl. ebenda.

[61] Vgl. AGHION et al. 2000, S. 317.

[62] Vgl. VLIZOS, Stavros: Der thronende Zeus. Eine Untersuchung zur statuarischen Ikonographie des Gottes in der spätklassischen und hellenistischen Kunft, Leidorf Verlag, Rahden/Westf. 1999, S. 115.

[63] Vgl. LIEGLE, Josef: Der Zeus des Phidias, Weidmannsche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1952, S. 250.

[64] Vgl. LÜCKE 2006, S. 702.

[65] Macrobius, Sat. 5, 13, 23. Übersetzung nach LÜCKE 2006, S. 702.

[66] Vgl. Kallimachos, Hymne 3 an Artemis, 39.

[67] Vgl. Ovid, Metamorphosen 1, 178 ff.

[68] Vgl. BURKERT, Walter; Schröder, Christel; Antes, Peter: Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche, 2. Aufl., Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2011, S. 205.

[69] LÜCKE 2006, S. 322

[70] Vgl. Homer, Ilias, 15, 309.

[71] Vgl. ebenda, 5, 738.

[72] Vgl. ebenda, 15, 311.

[73] Vgl. LÜCKE 2006, S. 168.

[74] Vgl. PETISCUS, August Heinrich: Der Olymp. Mythologie der Griechen und Römer. Reprint der Original-Ausgabe von 1873, Reprint-Verlag, Leipzig 1997, S. 100 f.

[75] Vgl. Ilias 21, 401.

[76] SCHEER 2000, S. 198.

[77] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 199.

[78] GRAVES, Robert; Seinfeld, Hugo; Borresholm, Boris von: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung, 18. Aufl., Rowohl Verlag, Reinbek 2011, S. 33.

[79] Vgl. Hesiod, Theogonie, 706 ff.

[80] BURKERT et al. 2011, S. 199.

[81] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 198.

[82] Vgl. AGHION et al. 2000, S. 316.

[83] Vgl. Theogonie 635-714.

[84] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 199.

[85] Siehe hierzu https://en.wikipedia.org/wiki/Balance_(game_design) (letzter Zugriff 10.07.2018)

[86] Ensemble Studios/Microsoft: Age of Mythology [PC], 2002.

[87] Siehe Abbildung 6.

[88] SCHEER 2000, S. 79.

[89] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 51.

[90] Vgl. ebenda, S. 49.

[91] Vgl. Theogonie 719 f.

[92] Ebenda, 281.

[93] Neben den drei Spielen der Hauptreihe und dem Prequel God of War: Ascension erschienen noch mit Chains of Olympus und Ghost of Sparta zwei Ableger für die Playstation Portable, sowie ein Handy-Spiel namens God of War:Betrayal. Im April 2018 erschien mit ein neuer God of War- Teil für die Playstation 4, der das Setting in die Welt der nordischen Mythologie verlagert.

[94] Vgl. SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War [PlayStation 2], 2005.

[95] Vgl. Ilias 5, 890 ff.

[96] Vgl. SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War III [PlayStation 3], 2010.

[97] Vgl. SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War II [PlayStation 2], 2007.

[98] Eine genauere Beschreibung des Plots von God of War findet sich bei GUYKER 2016, 221 ff.

[99] Siehe Abbildung 7.

[100] Siehe Abbildung 8.

[101] Vgl. SCHEER 2000, S. 116.

[102] Vgl. ebenda, S. 129.

[103] BURKERT et al. 2011, S. 202.

[104] Vgl. GUYKER 2016, S. 222.

[105] Ilias 5, 890-891.

[106] Ebenda, 895-896.

[107] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 200 f.

[108] Vgl. ebenda.

[109] Siehe Abbildung 9.

[110] Vgl. RB8Gem9: God of War II – The Great War [YouTube], veröffentlicht am 23.05.2011. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=9JYodU9pdFk (letzter Zugriff 10.07.2018).

[111] Siehe Abbildung 10.

[112] Siehe Abbildung 9.

[113] Ilias 1, 63.

[114] Ebenda 3, 365.

[115] Homer, Odyssee 20, 201.

[116] Alientrap: Apotheon [PC], 2015.

[117] Die wohl bekanntesten Sidescrolling-Spiele sind die Einträge der Super Mario Bros.- und Sonic the Hedgehog- Serien.

[118] Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzfigurige_Vasenmalerei (letzter Zugriff 10.07.2018)

[119] Siehe Abbildung 3.

[120] Siehe Abbildung 11.

[121] TheKursta: Apotheon Zeus Boss Fight (Warrior difficulty) [YouTube], veröffentlicht am 07.02.2015, ab 10:35. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=uYpvKLDLZkE (letzter Zugriff 10.07.2018)

[122] Vgl. Apollodorus, Bibl. 1,6,1 zur Gigantomachie und ebenda 1,6,3 zu Typhóeus.

[123] Vgl. Theogonie, 820 ff.

[124] Vgl. LÜCKE 2006, S. 694 f.

[125] Vgl. Iron Lore Entertainment, Black Forest Games/THQ: Titan Quest [PC], 2006.

[126] Siehe Abbildung 12.

[127] Vgl. Valve Corporation: DotA 2 [PC, Linux, macOS], 2013.

[128] Vgl. Impressions Games/Sierra Entertainment: Herrscher des Olymp – Zeus [PC], 2000.

[129] Siehe Abbildung 13.

[130] Vgl. LÜCKE 2006, S. 256.

[131] Vgl. GROß, Walter Hatto: Purpur. In: Sontheimer, Walther; Ziegler, Konrat (Hrsg.): Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1979, Bd. 4, Sp. 1244.

[132] EISENHUT, Werner: Iuppiter, In: Der Kleine Pauly, Bd. 3, Sp. 3.

[133] Siehe Abbildung 14.

[134] Vgl. Infinity/Imagineer: The Battle of Olympus [NES], 1988.

[135] Siehe Abbildung 15.

[136] Vgl. InnoGames: Grepolis [Webbrowser], 2009.

[137] Vgl. Odyssee 3, 288 f.

[138] Vgl. Odyssee 15, 475

[139] Vgl. Ilias 5, 522 ff.

[140] Siehe Abbildung 16.

[141] Vgl. Net Dragon/R2Games: Heroes Evolved [PC, Android, iOS], 2017.

[142] Arceus taucht erstmals auf in Game Freak/Nintendo, The Pokémon Company: Pokémon Diamant- und Perl-Edition [Nintendo DS], 2006.

[143] Vgl. http://www.pokewiki.de/Arceus (letzter Zugriff 10.07.2018).

[144] HEIMBERG, Ursula: Das Bild des Poseidon in der griechischen Vasenmalerei, Gutenbergdruckerei Robert Oberkirch oHG, Freiburg im Breisgau 1968, S. 71.

[145] Ebenda, S. 68.

[146] Vgl. LÜCKE 2006, S. 660.

[147] Siehe Abbildung 17.

[148] Vgl. Theogonie, 278.

[149] Vgl. Homer, Hymne 22 an Poseidon, 6.

[150] Vgl. HEIMBERG 1968, S. 69.

[151] Vgl. Cornutus, Lucius Annaeus: Die griechischen Götter. Ein Überblick über Namen, Bilder und Deutungen. Ins Deutsche übersetzt von Fabio Berdozzo, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2009, S. 81.

[152] Vgl. KERÉNYI, Karl: Die Mythologie der Griechen I. Die Götter- und Menschheitsgeschichten, Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1997 (Kurztitel: KERÉNYI 1997a), Abb. 25.

[153] Vgl. ebenda, Abb. 3.

[154] Vgl. KLÖCKNER, Anja: Poseidon und Neptun. Zur Rezeption griechischer Götterbilder in der römischen Kunst, Saarbrücker Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1997, S. 191.

[155] Vgl. Theogonie, 501-506.

[156] Vgl. LÜCKE 2006, S. 662.

[157] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 59.

[158] Vgl. CALAME, Claude: Identities of Gods and Heroes. Athenian Garden Sanctuaries and Gendered Rites of Passage, in: BREMMER, Jan (Hrsg.): The gods of ancient Greece. Identities and transformations, Edinburgh University Press, Edinburgh 2011, S. 245-272, hier S. 246.

[159] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 214.

[160] Vgl. HEIMBERG 1968, S. 69.

[161] Vgl. AGHION 2000, S. 257.

[162] Siehe Abbildung 18.

[163] Siehe Abbildung 19.

[164] Vgl. REINHARDT, Udo: Der antike Mythos. Ein systematisches Handbuch, 1. Aufl., Rombach Verlag, Freiburg im Breisgau 2011, S. 170.

[165] Siehe Abbildung 20.

[166] Siehe Abbildung 21.

[167] Ilias 15, 188 ff.

[168] Vgl. LÜCKE 2006, S. 658.

[169] Vgl. ebenda, S. 653

[170] Vgl. GRANT, Michael; Smith, John Hazel; Fließbach, Holger: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, 1. Aufl., List Verlag, Berlin 2009, S. 348 f.

[171] Ebenda, S. 347.

[172] Vgl. CALAME 2011, S. 249.

[173] Vgl. Pausanias 2, 32, 8.

[174] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 214.

[175] Vgl. SCHACHERMEYER, Fritz: Poseidon und die Entstehung des griechischen Götterglaubens, Leo Lehnen Verlag, München 1950, S. 23 f.

[176] Vgl. Ilias 13, 27 ff.

[177] Vgl. LÜCKE 2006, S. 654.

[178] Vgl. SALVADOR, Rodrigo B.; Tomotani, Barbara M.: The Kraken: when myth encounters science. In: História Ciências, Saúde-Manguinhos, 21(3), Rio de Janeiro 2014, S. 971-994. Online unter http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S0104-59702014000300971 (letzter Zugriff 10.07.2018).

[179] Vgl. OTTO, Walter F.: Die Götter Griechenlands. Das Bild des Göttlichen im Spiegel des griechischen Geistes, Verlag Gerhard Schulte-Bulmke, Frankfurt/Main 1947, S. 30 f.

[180] Vgl. HEIMBERG 1968, S. 71.

[181] Siehe Abbildung 22.

[182] LÜCKE 2006, S. 657.

[183] Vgl. HEIMBERG 1968, S. 7.

[184] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 213.

[185] Vgl. ebenda, S. 105.

[186] Vgl. Ilias 8, 440 f.

[187] Vgl. ebenda 23, 277 f.

[188] Vgl. Apollodor, Bibl. 2,5,4.

[189] Vgl. SCHACHERMEYER 1950, S. 15 ff.

[190] Vgl. ebenda, S. 20 f.

[191] Vgl. HEIMBERG 1968, S. 68.

[192] Vgl. GRANT et al. 2009, S. 347 f.

[193] Vgl. Hesiod, Ehoien 43a, 84-88.

[194] Vgl. HEIMBERG 1968, S. 70.

[195] Vgl. LÜCKE 2006, S. 662.

[196] Siehe Abbildung 23.

[197] Vgl. TRIPP , Edward; RAUTHE, Rainer: Reclams Lexikon der antiken Mythologie, 5. Aufl., Reclam Verlag, Stuttgart 1991, S. 449.

[198] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 56 f.

[199] Vgl. GEORGOUDI, Stella: Sacrificing to the Gods. Ancient Evidence and Modern Interpretations. In: Bremmer, Jan (Hrsg.): The gods of ancient Greece. Identities and transformations, Edinburgh University Press, Edinburgh 2011, S. 92-105, hier S. 98.

[200] Vgl. Cornutus, Götter, S. 81.

[201] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 215.

[202] Siehe Abbildung 24.

[203] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 59.

[204] Siehe Abbildung 25.

[205] Vgl. Theogonie 278.

[206] Vgl. Ilias 15, 204.

[207] Vgl. Theogonie 453 ff.

[208] Vgl. KERÉNYI 1997a, Abb. 3.

[209] Siehe Abbildung 26.

[210] Siehe Abbildung 27.

[211] Vgl. GRANT et al. 2009, S. 350.

[212] Vgl. Ilias 13, 17 ff.

[213] Vgl. TRIPP/RAUTHE 1991, S. 449.

[214] Odyssee 13, 162 f.

[215] Siehe Abbildung 28.

[216] Vgl. OTTO 1947, S. 156.

[217] Ilias 20, 57 f.

[218] Vgl. Cornutus, Götter, S. 81.

[219] Vgl. Ilias 13, 18 f.

[220] Project Sora/Nintendo: Kid Icarus: Uprising [Nintendo 3DS], 2012.

[221] Siehe Abbildung 29.

[222] Siehe Abbildung 30.

[223] Vgl. TRIPP/RAUTHE 1991, S. 205.

[224] LÜCKE 2006, S. 307.

[225] Vgl. KERÉNYI, Karl: Die Mythologie der Griechen II. Die Heroen-Geschichten. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1997 (Kurztitel: KERÉNYI 1997b), S. 134.

[226] Vgl. PRICE, Simon R. F.: Religions of the ancient Greeks, Cambridge University Press, Cambridge 2006, S. 102 f.

[227] Vgl. GRANT et al. 2009, S. 169.

[228] Vgl. FELTON, D.: The Dead. In: Ogden, Daniel (Hrsg.): A companion to Greek religion, 2. Aufl., Blackwell Publishing, Malden/Massachusetts 2008, S. 86-99, hier S. 90.

[229] Vgl. GRANT et al. 2009, S. 167.

[230] Ilias 9, 159.

[231] TRIPP 1991, S. 205.

[232] Vgl. SOPHOULIS, Themistokles P.: Hades in der antiken Kunst [Dissertation], Becker's Universitäts-Buchdruckerei, Würzburg 1884, S. 1.

[233] Ilias 9, 457.

[234] Vgl. MIKALSON, Jon D.: Ancient Greek religion, 6. Aufl., Blackwell Publishing, Malden/Massachusetts 2008, S. 120.

[235] KERÉNYI 1997b, S. 169.

[236] Vgl. SOPHOULIS 1884, S. 29.

[237] Vgl. CARPENTER, Tom H.: Gods in Apulia. In: Bremmer, Jan (Hrsg.): The gods of ancient Greece. Identities and transformations, Edinburgh University Press, Edinburgh 2011, S. 335-347, hier S. 347.

[238] Vgl. SOPHOULIS 1884, S. 13.

[239] Vgl. REINHARDT 2011, S. 170 f.

[240] LÜCKE 2006, S. 309.

[241] Vgl. SOPHOULIS 1884, S. 16 f.

[242] PETISCUS 1873/1997, S. 71.

[243] Vgl. LÜCKE 2006, S. 315.

[244] Vgl. REINHARDT 2011, S. 170.

[245] Siehe Abbildung 31.

[246] Vgl. AGHION et al. 2000, S. 133.

[247] Siehe Abbildung 32.

[248] Vgl. Ilias 5, 844 f und Hesiod, Der Schild des Herakles, 227.

[249] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 71.

[250] Siehe Abbildung 33.

[251] Siehe Abbildungen 34 und 35.

[252] Vgl. Ilias 20, 61 f.

[253] Siehe Abbildung 36.

[254] Vgl. SOPHOULIS 1884, S. 21.

[255] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 71.

[256] Vgl. LÜCKE 2006, S. 649.

[257] Ebenda, S. 309.

[258] Siehe Abbildung 37.

[259] Vgl. GRANT et al. 2009, S. 167.

[260] Vgl. PETISCUS 1873/1997, S. 66.

[261] Siehe Abbildung 38.

[262] Siehe Abbildung 39.

[263] Siehe Abbildung 40.

[264] Siehe Abbildung 41.

[265] Siehe Abbildung 42.

[266] Vgl. STRUBE, Julian: The "Baphomet" of Eliphas Lévi. Its Meaning and Historical Context. In: Elwing, Jimmy; Roukema, Aren (Hrsg.): Correspondences. Online Journal for the Academic Study of Western Esotericism, 4, London 2016, S. 37-79. Online unter: http://correspondencesjournal.com/15303-2/ (letzter Zugriff 10.07.2018).

[267] GRANT et al. 2009, S. 167.

[268] Vgl. LÜCKE 2006, S. 308.

[269] Vgl. FELTON 2008, S. 90.

[270] TRIPP/RAUTHE 1991, S. 204.

[271] Siehe Abbildung 43.

[272] Vgl. GameXplain: Kid Icarus Uprising – Final Hades Boss Battle & Ending (3DS Direct Feed) [YouTube], veröffentlicht am 23.03.2012. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=wT4-Th6sX-k (letzter Zugriff 10.07.2018).

[273] Siehe Abbildung 44.

[274] Ilias 20, 65.

[275] Vgl. FELTON 2008, S. 94 f.

[276] Vgl. Foka: God of War – Let's Play God of War Part 29 – Die Unterwelt und der Fluss Styx [YouTube], veröffentlicht am 03.07.2011. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=Rhj7t7G0r1s (letzter Zugriff 10.07.2018).

[277] Vgl. KERÉNYI 1997a, S. 181.

[278] Vgl. LÜCKE 2006, S. 310.

[279] Vgl. FELTON 2008, S. 92.

[280] Vgl. TheWolverous: Let's Play: God Of War III HD | Folge #04 – Das Reich des Hades [YouTube], veröffentlicht am 20.03.2013. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=0Pj24GTsFzU (letzter Zugriff 10.07.2018).

[281] Vgl. KERÉNYI 1997a, S. 181.

[282] FELTON 2008, S. 90.

[283] Theogonie, 311 f.

[284] Vgl. LÜCKE 2006, S. 311.

[285] Vgl. ebenda, S. 318.

[286] Vgl. Platon, Gorgias, 524a.

[287] Vgl. ebenda, S. 308.

[288] Vgl. FELTON 2008, S. 90.

[289] Theogonie, 720.

[290] Vgl. ebenda, 725-730.

[291] Vgl. FELTON 2008, S. 93.

[292] Vgl. GRANT et al. 2009, S. 167.

[293] Siehe Abbildung 45. Vgl. hierzu goTha83: God of War III (Titan,PS3) #16 The Pit of Tartarus, Cronos [YouTube], veröffentlicht am 11.09.2013, ab 13:09. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=3XtT6X3wRa8 (letzter Zugriff 10.07.2018).

[294] Siehe Abbildung 46.

[295] PETISCUS 1873/1997, S. 68.

[296] Vgl. FELTON 2008, S. 92.

[297] AGHION et al. 2000, S. 132.

[298] Odyssee 11, 19.

[299] Vgl. FELTON 2008, S. 92.

[300] Vgl. KERÉNYI 1997b, S. 206.

[301] Odyssee 11, 13.

[302] Vgl. FELTON 2008, S. 92.

[303] Vgl. KERÉNYI 1997b, S. 190.

[304] Vgl. FELTON 2008, S. 91.

[305] SCHEER 2000, S. 303.

[306] VLIZOS 1999, S. 114.

[307] SIMONIS 2004, S. 2 f.

[308] Ebenda.

[309] Vgl. Theogonie, 140 f.

[310] Vgl. BURKERT et al. 2011, S. 214.

[311] Vgl. BURKERT, Walter: Homo Necans. Interpretationen altgriechischer Opferriten und Mythen, 2. Aufl., De Gruyter Verlag, Berlin 2013, S. 221.

[312] http://images.mein-mmo.de/magazin/medien/2014/10/Zeus-Smite.jpg

[313] https://media.gettyimages.com/photos/basrelief-depicting-seated-zeus-and-hera-with-servants-by-phidias-picture-id103764938

[314] http://www.theoi.com/image/O24.6Ganymedes.jpg

[315] http://www.archaeology.wiki/wp-content/uploads/2016/05/Zeus_Keravnius_Dodona.jpg

[316] http://ancientrome.ru/art/artwork/ceramics/gr/c0009.jpg

[317] https://vignette.wikia.nocookie.net/factpile/images/e/e0/God-of-war-3-zeus.jpg

[318] http://moodleemb.square7.ch/mediawiki-1.18.6/images/thumb/8/8f/2391284-zeus.jpg/300px-2391284-zeus.jpg

[319] https://vignette.wikia.nocookie.net/godofwar/images/d/df/Zeus_GoW1.jpg

[320] https://i.ytimg.com/vi/X4eIpFBK170/maxresdefault.jpg

[321] https://orig00.deviantart.net/3af5/f/2010/085/a/1/young_zeus_by_haneyma.jpg

[322] Alientrap: Apotheon [PC], 2012.

[323] http://zeus.heavengames.com/cpix/sanctuary/zeus.png

[324] http://i.imgur.com/Z59hHgA.png

[325] http://randomacc.net/system/reviews/battleofolympus-03.gif

[326] InnoGames: Grepolis [Webbrowser], 2009.

[327] https://i.ytimg.com/vi/oFsbyb7RbU8/maxresdefault.jpg

[328] https://www.smitefire.com/images/god/card/poseidon.png

[329] http://p2.storage.canalblog.com/23/67/119589/110541300.jpg

[330] https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ea/Statue_of_Poseidon_NAMA_235_%28DerHexer%29%2C_part_2.JPG

[331] http://www.muenchen.citysam.de/fotos-muenchen-p/schloss-nymphenburg/schlosspark-nymphenburg-3.jpg

[332] https://www.spottyguide.de/fileadmin/upload/media/images/photo/100003-neptunbrunnen-04.jpg

[333] https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fe/Nicolas_Poussin_-_Le_Triomphe_de_Neptune_ou_La_Naissance_de_V%C3%A9nus.jpg

[334] https://vignette.wikia.nocookie.net/ageofempires/images/4/43/Poseidon.png/revision/latest?cb=20131229042926

[335] https://vignette.wikia.nocookie.net/godofwar/images/5/53/Poseidon_1.png/revision/latest?cb=20100311161601

[336] https://vignette.wikia.nocookie.net/villains/images/a/ae/Poseidon_%28GoW_2_Great_War%29.png/revision/latest?cb=20111231205751

[337] https://i.ytimg.com/vi/dmcjo8pGMI0/maxresdefault.jpg

[338] https://res.cloudinary.com/lmn/image/upload/fl_lossy,q_80/f_auto/v1/gameskinny/a9233ebebf4da64391d943facedd9471.jpg

[339] InnoGames: Grepolis [Webbrowser], 2009.

[340] https://vignette.wikia.nocookie.net/kidicarus/images/a/a6/Poseidonart.png/revision/latest?cb=20160426012811

[341] http://hear.99.com/en/resource/images/hero/2.png

[342] https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/L%27enl%C3%A8vement_de_Proserpine_Nancy_3018.jpg

[343] Infinity/Imagineer: The Battle of Olympus [Nintendo Entertainment System], 1988.

[344] Alientrap: Apotheon [PC], 2012.

[345] http://www.theoi.com/image/K14.2Haides.jpg

[346] https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Apulian_Red_Figure_volute_krater_with_scenes_of_the_Underworld%2C_ca._340-330_BC%2C_Staatliche_Antikensammlungen%2C_Munich_%288958096384%29.jpg

[347] https://vignette.wikia.nocookie.net/ageofempires/images/2/23/Hades.jpg/revision/latest?cb=20110606234954

[348] InnoGames: Grepolis [Webbrowser], 2009.

[349] SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War III [PlayStation 3], 2010.

[350] https://vignette.wikia.nocookie.net/godofwar/images/2/23/Hades.jpg/revision/latest?cb=20120728175831&path-prefix=es

[351] https://vignette.wikia.nocookie.net/titanquest/images/3/30/IL_Hades03.jpg/revision/latest?cb=20120819084706

[352] Hi-Rez Studios: SMITE: Battleground of the Gods [PC, Xbox One, Playstation 4, Mac OS], 2014, Version 5.11 (26.6.2018).

[353] https://d1u5p3l4wpay3k.cloudfront.net/smite_gamepedia/c/cf/SkinShot_Hades_Classic.png

[354] GameXplain: Kid Icarus Uprising – Final Hades Boss Battle & Ending (3DS Direct Feed) [YouTube], veröffentlicht am 23.03.2012. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=wT4-Th6sX-k.

[355] https://vignette.wikia.nocookie.net/kidicarus/images/6/6e/Hadesart.png/revision/latest?cb=20160414035324

[356] SCE Santa Monica Studio/Sony Computer Entertainment: God of War III [PlayStation 3], 2010.

[357] Ensemble Studios/Microsoft: Age of Mythology [PC], 2002.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten

Details

Titel
Die Darstellung der griechischen Mythologie in Computerspielen
Untertitel
Ein Vergleich von virtuellen Darstellungen der Götter Zeus, Poseidon und Hades, sowie der Unterwelt nach Vorstellungen der griechischen Antike
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,5
Autor
Jahr
2018
Seiten
77
Katalognummer
V438821
ISBN (eBook)
9783668812611
ISBN (Buch)
9783668812628
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung, mythologie, computerspielen, vergleich, darstellungen, götter, zeus, poseidon, hades, unterwelt, vorstellungen, antike
Arbeit zitieren
Steve Uttenweiler (Autor), 2018, Die Darstellung der griechischen Mythologie in Computerspielen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438821

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