Auswirkungen und Effekte von Business Yoga


Hausarbeit, 2018

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Aktuelle Relevanz
1.2 Problemstellung und Zielsetzung

2. Relevante Aspekte in der Arbeitswelt
2.1 Neue Herausforderungen in der veränderten Arbeitswelt
2.2 Gesundheitsförderungen in Betrieben
2.3 Ein Blick hinter die Kulissen

3. Komponenten von Stressmanagement
3.1 Stress im Allgemeinen
3.2 Stress im betrieblichen Kontext
3.3 Stress- und Selbstmanagement

4. Auswirkungen und Effekte von Yoga
4.1 Einblick in die Welt des Yogas
4.2 Stressbewältigung durch Yoga
4.3 Yoga und wissenschaftliche Studien
4.4 Yoga in der Arbeitswelt
4.5 Business Yoga als Methode zur effektiveren Arbeitsgestaltung – Prinzip der 3 P`s

5. Ausblick // Reflexion
5.1 Kritik
5.3 Weitere Fragestellungen
5.4 Zukunftsausblick

Literaturverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Eigene Darstellung „3 P`s“

1. Einleitung

1.1 Aktuelle Relevanz

„... kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen“ ein Zitat von Mark Twain. (Zitate-Online, o.J.)

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie kommen zu spät zum Arbeiten und schaffen es daher nicht Ihr geplantes Meeting vorzubereiten. Sie hasten unvorbereitet und völlig außer Atem in den Termin. Ihr Chef hat bereits Platz genommen und wartet darauf, dass Sie Ihr Projekt vorstellen. Ihnen ist dies sehr wichtig. Wenn Sie es gut meistern, bekommen Sie eine dementsprechende Belohnung. Die Komplexität in unserer Arbeitswelt steigt stets, der Termin- und Erfolgsdruck wird mehr, anstatt weniger. Wir hören ständig in den Nachrichten und Medien wie die Anforderungen von Arbeitnehmern steigen, gedrillt vor allem durch die Digitalisierung.

Das oben genannte Zitat von Mark Twain beschreibt die Schlussfolgerung von zu vielen Anforderungen an die Arbeitnehmer. Wenn Mitarbeiter in solch eine beschriebene Situation kommen, verlieren sie durch die Überforderung das Ziel aus den Augen. In erster Linie ist dies ein hervorragender Ansatz, aber was passiert wenn die Verdopplung der Anstrengung zum Dauerzustand wird? Stresssymptome zeigen sich – im Grunde eine ganz natürliche und körperliche Reaktion, welche dazu dient, anstehende Herausforderungen zu bewältigen. Wird der Körper jedoch solch einem Zustand über einen längeren Zeitraum ausgesetzt, kommt es nicht nur zu chronischem Stress, sondern auch zu Folgeerkrankungen. Da dies weder Ziel noch Zweck einer Unternehmung ist, sollten neue Wege geschaffen werden, um dem entgegenzusteuern.

Business Yoga kann hierbei ein Verfahren sein, um stressbedingten Gesundheitsschädigungen am Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Eingegliedert werden kann dieses Tool in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Ziel davon ist es, einen langfristigen Erhalt der Gesundheit von Arbeitnehmern zu gewährleisten. Yoga kann bei der Bewältigung psychosozialer Belastungen – also Stress – durch Förderung individueller Kompetenzen zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz, der Entspannung und einer gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung beitragen. Daraus entsteht bei regelmäßiger und erfolgreicher Anwendung eine Win-Win Situation, sowohl für Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer.

1.2 Problemstellung und Zielsetzung

Ziel dieser Hausarbeit ist es heraus zu kristallisieren, inwiefern es sinnvoll ist, Yoga in den betrieblichen Kontext zu integrieren. Welcher Nutzen dabei entstehen kann, sowohl auf der menschlichen, als auch auf der ökonomischen Ebene. Ebenso werden die Probleme betrachtet, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um solch eine Integration durchführen zu können und an welcher Stelle beispielsweise noch wissenschaftlicher Forschungsbedarf bestehen könnte.

Zunächst beginnt diese Hausarbeit mit einer Darstellung der IST-Situation, hinsichtlich Wirtschaft, Mitarbeiter, Stress und Yoga. Abschließend wird eine mögliche Handlungsempfehlung, eine kritische Reflexion und ein kleiner Ausblick in die Zukunft, dargestellt.

2. Relevante Aspekte in der Arbeitswelt

2.1 Neue Herausforderungen in der veränderten Arbeitswelt

Durch die veränderte Arbeitswelt in den letzten Jahren hat das betriebliche Gesundheitsmanagement mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Unternehmen haben fortlaufend mit neuen Herausforderungen der Wirtschaft und mit steigenden Anforderungen der Kunden zu kämpfen. Beispielsweise sind die Kundenaufträge viel komplexer geworden als dies früher der Fall war. Des Weiteren unterliegen diese einer erheblichen Dynamik und hohen Qualitätsanforderungen. Schlagwörter wie Globalisierung, Industrie 4.0, verkürzter Lebenszyklus und gleichzeitig höhere technische Affinität der Produkte sind der Antrieb für neue Anforderungen. Daher unterliegen die Beschäftigten einem steigenden inhaltlichen und organisatorischen Anpassungsdruck. Die Investition hierfür benötigt gesunde Arbeitsbedingungen, denn der Erfolg eines modernen Unternehmens ist in erster Linie von den Mitarbeitern, welche hoch qualifiziert, zufrieden und motiviert seien sollten, abhängig. (Pohl, 2013)

2.2 Gesundheitsförderungen in Betrieben

Bedeutung verstärkt worden Laut der Definition in der Luxemburger Deklaration umfasst die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der Europäischen Union alle Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dies wird durch die Verknüpfung dreier Handlungsfelder konkretisiert. Dabei geht es um die Verbesserung der Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen, die Förderung aktiver Mitarbeiterbeteiligungen und die Stärkung persönlicher Kompetenzen. Diese Deklaration wurde von allen Mitgliedern des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung im November 1997 in Luxemburg verabschiedet und im Juni 2005 und Januar 2007 aktualisiert. Das Ziel sind gesunde Mitarbeiter im Unternehmen. (Pohl, 2013)

In der Praxis wird hiefür das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) etabliert, meistens ist dieser Bereich ein Teil in der Personalabteilung.

2.3 Ein Blick hinter die Kulissen

Eine hohe Fluktuationsrate, krankheits- und motivationsbedingte Fehlzeiten sorgen bei Unternehmen für enorme Kosten. Das Ziel jedes Unternehmens ist es, wirtschaftlich zu sein und zu handeln, daher sind sie gezwungen diesem Phänomen entgegenzusteuern.

Eine Studie aus den USA untersuchte die Gesamtkosten von Krankheiten bei Beschäftigen. Fast 65 % der Befragten gaben an, mindestens an einer chronischen Krankheit zu leiden. Am häufigsten waren Rücken- und Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen oder –steifheit und Allergien. Die Fehlzeiten lagen je nach Krankheit zwischen 1 und 6 Stunden innerhalb eines Vier-Wochen-Zeitraums und die Arbeitsproduktivität war um 18 % bis 26 % vermindert. Die Gesamtkosten aufgrund von Krankheiten wurden auf 11 % der gesamten Personalkosten in den Vereinigten Staaten geschätzt, 7 % gingen allein auf eingeschränkte Arbeitsfähigkeit zurück. Bei allen untersuchten Krankheiten überstiegen die Kosten der krankheitsbedingt verminderten Produktivität bei Anwesenheit am Arbeitsplatz, die durch Fehlzeiten und medizinische Behandlung verursachten Kosten deutlich. (Badura & Schnellschmidt & Vetter, 2007)

3. Komponenten von Stressmanagement

3.1 Stress im Allgemeinen

Nachdem im zweiten Kapitel die relevanten Aspekte der Arbeitswelt dargestellt wurden, wird im folgendem Abschnitt auf Stressmanagement und Stress im betrieblichen Kontext beleuchtet. Ziel soll es sein, ein noch größeres Verständnis für die Relevanz der beiden Themen zu schaffen. Und die Dringlichkeit zu verdeutlichen, das Handlungsbedarf gegenüber Stress und steigenden Anforderungen der Mitarbeiter besteht.

Vor hundert Jahren hat kaum Jemand über Stress gesprochen, im Gegensatz zu heute. Jeder spricht darüber. In den 40er Jahren wurde der Begriff erstmals von Arzt Hans Selye (1907-1942) in der Medizin eingeführt. In seinen Forschungen untersuchte er die Auswirkungen von Belastungen auf den lebenden Körper. Die dominanteste Erkenntnis ergab, dass lang anhaltender Stress, auf seelischer und körperlicher Ebene, zu ernsten Erkrankungen führt.

Heute hingegen bestehen keine Zweifel mehr daran, dass der Stress und dessen Auswirkungen, zu den relevantesten gesundheitlichen Risikofaktoren zählt. Stress wird vor allem in der westlichen Welt stark thematisiert. Vielerlei Bereiche schenken diesem Thema gerne Ihre Aufmerksamkeit, sei es in der Politik, im Arbeitskontext, im Gesundheitsbereich, ... (Kaluza, 2015)

Die Forschung heute zeigt, dass Stress einer subjektiven Wahrnehmung unterliegt und ist abhängig vom Grad der Belastung, welche der jeweiligen Person in diesem Moment empfindet. Stress bedeutet nicht gleich Stress. Hierbei wird zwischen Stress, der sich positiv und vitalisierend (=Eustress) und negativen, schädlichen Stress (=Distress) unterschieden.

Aber wie entsteht Stress in unserem Körper?

Diverse Reize (=Stressoren) konfrontieren einen tagtäglich in der Umwelt. Die Reaktion auf diese Reize ist abhängig von den Stressverstärkern. Diese wiederum sind bei jedem Menschen anders ausgeprägt (Kentzler & Richter, 2010). Stress gehört aber in einem gewissen Maß zu unserem Leben, daher ist die Stressbewältigung von großer Bedeutung. Oftmals wird in diesem Kontext auch von sogenannten Coping Strategien gesprochen. Gemeint ist damit die erfolgreiche und angemessene Bewältigung von Stresssituationen nach Lazarus. (Gerring, 2015; Lazarus, 1993)

3.2 Stress im betrieblichen Kontext

Eine Befragung, welche europaweit durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass fast jeder Dritte Beschäftigte von arbeitsbedingtem Stress betroffen ist. Eine Vielzahl von Studien deuten darauf hin, dass ca. 50 % aller Krankheitstage der Mitarbeiter durch Stress verursacht werden. Daraus resultieren einige Thematiken wie beispielsweise steigende Krankheitstage, mit welchen unter anderem das Personalwesen, insbesondere das betriebliche Gesundheitsmanagement, konfrontiert wird. Offene Fragen dabei bleiben wie die Personalverwantwortlichen die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, in Bezug auf die immer älter werdende Belegschaft sichern und gleichzeitig fördern können, sowie der Umgang mit steigendem psychischen Druck. (Kaluza, 2014)

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Details

Titel
Auswirkungen und Effekte von Business Yoga
Hochschule
Hochschule Fresenius München
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V438845
ISBN (eBook)
9783668788787
ISBN (Buch)
9783668788794
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen, effekte, business, yoga
Arbeit zitieren
Luisa Glöckle (Autor), 2018, Auswirkungen und Effekte von Business Yoga, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438845

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