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Schulabsentismus. Formen und Ursachen

Title: Schulabsentismus. Formen und Ursachen

Term Paper , 2017 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Ziel dieser Arbeit ist es, den Oberbegriff Schulabsentismus und die darin zusammengefassten Phänomene und Ursachen „des unerlaubten Fernbleibens von der Schule“ näher zu erläutern, sodass primär angehende und praktizierende Lehrkräfte aber auch Eltern für diese Thematik sensibilisiert werden.

Nachdem die Thematik Schulabsentismus viele Jahre eher stiefmütterlich behandelt wurde, wird das Thema derzeit zunehmend in der Fachwelt als auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 3% bis 5 % der Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges in der Bundesrepublik Deutschland, trotz der gesetzlich verankerten Schulpflicht, regelmäßig oder dauerhaft den Unterricht versäumen. Obwohl unklar ist, wie viele Schüler tatsächlich den Unterricht regelmäßig oder dauerhaft meiden, herrscht in den einzelnen Fachbereichen darüber Einigkeit, dass das häufige Schulschwänzen eine Bedrohung für die weitere schulische Entwicklung als auch darüber hinaus darstellt. Es besteht ein wesentlich erhöhtes Risiko für eine negative Lebensperspektive im Erwachsenenalter, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum, physische und psychische gesundheitliche Probleme und Delinquenz.

Jedoch verläuft die Entfremdung des Schülers von der Schule nicht schlagartig, sondern es kann eher ein „langsames Wegdriften von Unterricht und Schule“ beobachtet werden. Folglich sollten besonders Lehrkräfte ein nötiges Grundwissen über Formen, Anzeichen und Ursachen von Schulabsentismus haben, um frühzeitig präventive Maßnahmen einzuleiten. Demzufolge möchte ich in der vorliegenden Arbeit besonders Lehrkräfte für die Thematik Schulabsentismus sensibilisieren, da letztendlich sie es sind, die eine Entwicklung des schulischen Verhaltens der Schüler direkt im Unterricht beobachten können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Theoretische Grundlagen zum Phänomen Schulabsentismus

2.1 Historischer Rückblick der Schulpflicht

2.2 Entstehung der Absentismusforschung

III Formen und Bedingungen von Schulabsentismus

3.1 Schulschwänzen

3.2 Angstbedingte Schulverweigerung/ Schulmeidung

3.2.1 Schulangst

3.2.2 Schulphobie

3.3 Zurückhalten

IV Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Lehrkräfte sowie Eltern für das komplexe Phänomen des Schulabsentismus zu sensibilisieren. Dabei wird das Ziel verfolgt, die verschiedenen Formen und Ursachen des unerlaubten Fernbleibens vom Unterricht systematisch aufzuarbeiten, um ein Verständnis für die multifaktoriellen Bedingungszusammenhänge zu schaffen und präventive Maßnahmen zu fördern.

  • Historische Entwicklung der Schulpflicht in Deutschland
  • Entwicklung und Paradigmenwechsel der Absentismusforschung
  • Differenzierung der Formgruppen: Schulschwänzen, angstbedingte Schulverweigerung und Zurückhalten
  • Familiäre, soziale und schulische Risikofaktoren für Schulabsentismus
  • Pädagogische Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.1 Schulschwänzen

Nach Ricking ist das Schulschwänzen die erste Formgruppe, die dem Oberbegriff Schulabsentismus zugeordnet wird. Das Schulschwänzen umschreibt ein schulaversives Verhaltensmuster von Schülern, die die Institution Schule, die Lehrer oder den Unterricht ablehnen und dies durch ein unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht oder durch ein Zuspätkommen zeigen (Goldstein et.al 2003 zit. nach Ricking & Hagen, 2016, S.24). Die Schüler suchen sich während dem Schwänzen und der damit einhergehenden negativ erlebten Unterrichts- und Schulsituation eine für sie attraktive Alternative außerhalb der Schule und des Elternhauses auf (Ricking & Hagen, 2016, S.9). Sie halten sich u.a. auf abgelegenen Fußballplätzen, in Einkaufsmeilen oder belebten Plätzen der Stadt auf (Ricking, 2011, S.1).

Das Fernbleiben von der Schule geht zumeist auf die Eigeninitiative der Schüler zurück. Die Erziehungsberechtigten haben oft keine Kenntnis über das Verhalten ihres Kindes und werden erst durch die Rückmeldung der Institution Schule darauf aufmerksam gemacht. Daraus resultierend sind die Schulversäumnisse oftmals nicht entschuldigt oder gegebenenfalls fingierte Entschuldigungen (Ricking, 2011, S.1f; Ricking et al. 2009, S.14). Schulschwänzen wird in der psychiatrischen Perspektive und in der ICD-10, der internationalen Klassifikation der Gesundheitsorganisation, als eine Form von dissozialen Verhaltens und als Symptom einer Störung des Sozialverhaltens (ICD-10, F.91) verstanden (Ricking, 2003, S. 78).

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Schulabsentismus und definiert das Ziel der Arbeit, pädagogische Fachkräfte für das langsame Wegdriften von Unterricht und Schule zu sensibilisieren.

II Theoretische Grundlagen zum Phänomen Schulabsentismus: Dieses Kapitel liefert einen historischen Überblick über die Entwicklung der Schulpflicht und analysiert die Entstehung der wissenschaftlichen Absentismusforschung.

III Formen und Bedingungen von Schulabsentismus: Hier werden die drei Hauptformgruppen des Schulabsentismus – Schulschwänzen, angstbedingte Schulverweigerung und Zurückhalten – detailliert erläutert und ihre spezifischen Ursachen analysiert.

IV Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Komplexität des Phänomens zusammen und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten im Bereich der Interventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Schulabsentismus, Schulpflicht, Schulschwänzen, Schulverweigerung, Schulangst, Schulphobie, Zurückhalten, Absentismusforschung, multifaktorieller Ansatz, Erziehungskompetenz, Sozialverhalten, Dissozialität, Mobbing, Prävention, Bildungsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Schulabsentismus, also dem dauerhaften und wiederkehrenden Versäumen von Unterricht ohne ausreichende Begründung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die historische Entwicklung der Schulpflicht, die wissenschaftliche Erforschung von Absentismus sowie die Klassifizierung der verschiedenen Erscheinungsformen wie Schulschwänzen oder Schulangst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Sensibilisierung von Lehrkräften und Eltern für die Anzeichen, Formen und Ursachen des unerlaubten Fernbleibens von der Schule.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Fachliteratur sowie einer Analyse existierender Studien zum Phänomen Schulabsentismus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die spezifische Differenzierung der drei Formgruppen: Schulschwänzen, angstbedingte Schulverweigerung und Zurückhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulabsentismus, Schulschwänzen, angstbedingte Schulverweigerung, Zurückhalten, Schulpflicht und multifaktorielle Ursachen.

Wie unterscheidet sich Schulschwänzen von der Schulphobie?

Schulschwänzen ist meist durch eine aktive Ablehnung der Institution Schule motiviert, während Schulphobie auf einer angstbesetzten Trennungsproblematik basiert, die unabhängig von der konkreten Schulsituation auftritt.

Warum ist das "Zurückhalten" aus Sicht der Schule so schwierig?

Das Zurückhalten ist problematisch, da es nicht auf der Eigeninitiative des Kindes beruht, sondern durch die Erziehungsberechtigten legitimiert oder erzwungen wird, wodurch schulische Interventionen oft wirkungslos bleiben.

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Details

Title
Schulabsentismus. Formen und Ursachen
College
University of Münster
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
23
Catalog Number
V439025
ISBN (eBook)
9783668789913
ISBN (Book)
9783668789920
Language
German
Tags
schulabsentismus formen ursachen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Schulabsentismus. Formen und Ursachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439025
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