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Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und politischer Partizipation

Titel: Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und politischer Partizipation

Bachelorarbeit , 2016 , 54 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jane Jung (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nicht alle Bürger beteiligen sich gleichermaßen an politischen Partizipationsprozessen. Einige wahlberechtigte Bürger gehen regelmäßig wählen, andere grundsätzlich nicht. Einige Bürger demonstrieren oder unterzeichnen Petitionen, andere wiederum kontaktieren Abgeordnete oder Senatoren, nehmen an Politikgesprächen teil oder interessieren sich erst gar nicht für politische Themen.

In der Psychologie wird nach Gründen und Ursachen für die inkonsistente und unterschiedliche Teilhabe am politischen Geschehen gesucht. Zusammenhänge zwischen der Persönlichkeit eines Individuums und der politischen Partizipation wurden hergestellt. Diese Arbeit untersucht als Review empirischer Forschungsliteratur den Zusammenhang zwischen politischer Partizipation und den fünf Persönlichkeitseigenschaften des Fünf-Faktoren-Modells, Offenheit für Erfahrung, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus.

Es wird dargestellt, dass die fünf Persönlichkeitseigenschaften direkte und über Mediatoren vermittelte Einflüsse auf politische Partizipation ausüben. Es werden Korrelationen in unterschiedlichem Ausmaß und mit unterschiedlicher Richtung festgehalten. Es werden verschiedene Mediatoren herausgestellt, die Einfluss auf den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und politischer Partizipation. Es wird konstatiert, dass die Varianz in politischer Partizipation auch genetischen Faktoren geschuldet ist. Des Weiteren wird dargestellt, dass Persönlichkeitseigenschaften selbst als Mediatoren zwischen Genen und politischer Partizipation fungieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische und begriffliche Eingrenzung des Forschungsgebietes

2.1. Das Konstrukt der Persönlichkeit

2.2. Persönlichkeitseigenschaften

2.3. Das Fünf-Faktoren-Modell

2.4. Die Persönlichkeitseigenschaften des Fünf-Faktoren-Modells

2.4.1. Neurotizismus

2.4.2. Offenheit für Erfahrung

2.4.3. Verträglichkeit

2.4.4. Gewissenhaftigkeit

2.4.5. Extraversion

2.5. Politische Partizipation

2.5.1. Formen politischer Partizipation

2.6. Aktueller Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften aus dem Fünf-Faktoren-Modell und politischer Partizipation

2.7. Forschungsfragen

3. Methode

3.1. Ein- und Ausschlusskriterien für Literatur

3.2. Vorgehen

3.3. Einbezogene Quellen

4. Ergebnisse

4.1. Ergebnisse zu Hypothese 1: Ausmaß und Richtung eines Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitseigenschaften des Fünf-Faktoren-Modells und politischer Partizipation hängen von der Art der Partizipation ab.

4.2. Ergebnisse zu Hypothese 2: Der Zusammenhang von Persönlichkeitseigenschaften aus dem Fünf-Faktoren-Modell und politischer Partizipation wird von mehreren Faktoren mediiert.

4.3. Ergebnisse zu Hypothese 3: Politische Partizipation unterliegt genetischen Einflussfaktoren. Politische Partizipation und Persönlichkeitseigenschaften weisen gemeinsame genetische Faktoren auf.

4.4. Ergebnisse zu Hypothese 4: Persönlichkeitseigenschaften wirken als Mediatoren zwischen Genen und verschiedenen Partizipationsformen

5. Diskussion

5.1. Ergebnisse des Reviews und Schlussfolgerungen

5.2. Einschränkungen und Schwächen der im Review einbezogenen Studien

5.3. Kritik am eigenen Vorgehen

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht in einem systematischen Review der empirischen Forschungsliteratur, inwieweit die fünf Persönlichkeitseigenschaften des Fünf-Faktoren-Modells (Offenheit für Erfahrung, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus) die politische Partizipation beeinflussen. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und verschiedenen Partizipationsformen zu identifizieren, mediatorische Einflüsse sowie die Rolle genetischer Faktoren bei der Entstehung politischer Beteiligung zu ergründen.

  • Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsprofilen und politischem Engagement
  • Identifikation von Mediatoren im Prozess der politischen Partizipation
  • Analyse der Erblichkeit und genetischer Einflussfaktoren
  • Untersuchung unterschiedlicher Partizipationsformen
  • Kritische Reflexion des aktuellen Forschungsstandes

Auszug aus dem Buch

4.1. Ergebnisse zu Hypothese 1: Ausmaß und Richtung eines Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitseigenschaften des Fünf-Faktoren-Modells und politischer Partizipation hängen von der Art der Partizipation ab.

Individuen mit niedrigen Ausprägungen in Emotionaler Stabilität und demnach mit höheren Ausprägungen in Neurotizismus fühlen sich häufig unfair behandelt. Emotional stabile Individuen werden als ruhig, spannungsfrei und stabil beschrieben (Mondak, Hibbing, Canache, Seligson, & Anderson, 2010). Mondak et al. vermuten einen positiven Effekt von Emotionaler Stabilität auf politische Partizipationsformen, die in Gruppen vorgenommen werden.

Emotionale Stabilität korreliert positiv mit der Wahlbeteiligung (Gerber et al., 2011). Dieses Ergebnis bestätigte auch eine Studie aus Südkorea von Ha, Kim und Jo (2013). Gerber et al. (2011) stellen zudem positive Korrelationen fest zwischen Emotionaler Stabilität und dem Spenden an eine Partei oder einen Politiker. In einer deutschen Studie von Johann, Steinbrecher und Thomas (2015) wurden positive vermittelte Effekte über politische Involvierung zwischen Emotionaler Stabilität und der Wahlbeteiligung und zwischen Emotionaler Stabilität und der Teilnahme an Bürgerinitiativen festgestellt. Die Autoren untersuchten den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und politischer Partizipation zwischen Dezember 2012 und Dezember 2013 in Deutschland und Österreich. Sie messen den Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften auf die abhängigen Variablen, die die Partizipationsformen darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Partizipationsbereitschaft individuell stark variiert, und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle der Persönlichkeit sowie externer Ressourcen bei der politischen Teilhabe.

2. Theoretische und begriffliche Eingrenzung des Forschungsgebietes: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zum Konstrukt der Persönlichkeit, dem Fünf-Faktoren-Modell und den verschiedenen Formen politischer Partizipation dargelegt.

3. Methode: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise des Reviews, inklusive der Suchstrategien in Datenbanken, der angewandten Ein- und Ausschlusskriterien für die Literatur sowie eine tabellarische Übersicht der einbezogenen Quellen.

4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die Analyse der Forschungsergebnisse, aufgeteilt nach den vier aufgestellten Hypothesen zu direkten und indirekten Effekten der Persönlichkeit sowie genetischen Einflüssen.

5. Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Schlussfolgerungen, nennt methodische Einschränkungen der untersuchten Studien und äußert Kritik am eigenen Vorgehen.

Schlüsselwörter

Persönlichkeit, Fünf-Faktoren-Modell, politische Partizipation, Big Five, Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrung, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, politische Involvierung, Mediation, Genetische Einflüsse, Erblichkeit, Wahlbeteiligung, Politikpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeit eines Individuums (gemessen durch das Fünf-Faktoren-Modell) und dessen politischer Partizipation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Auswirkung von Persönlichkeitseigenschaften auf politische Teilhabe, der Rolle von Mediatoren sowie der Bedeutung genetischer Einflussfaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein systematisches Review der Forschungsliteratur zu erstellen, um zu prüfen, inwieweit die Persönlichkeit das politische Verhalten beeinflusst und welche Mechanismen (Mediatoren/Genetik) dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als systematisches Review der empirischen Forschungsliteratur konzipiert, das methodisch durch eine systematische Datenbankrecherche und anschließende Inhaltsanalyse umgesetzt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die empirischen Befunde zu den aufgestellten Hypothesen, insbesondere die Ausprägungen von Persönlichkeitseigenschaften im Hinblick auf diverse Partizipationsformen sowie die genetischen Grundlagen politischer Teilhabe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Persönlichkeit, Fünf-Faktoren-Modell, Politische Partizipation, Big Five, Mediation und Genetische Einflüsse.

Welche Rolle spielt das "Civic Voluntarism Model" in der Diskussion?

Das Civic Voluntarism Model wird als umfassendes theoretisches Modell angeführt, das neben Persönlichkeitseigenschaften auch Ressourcen, Einstellungen und Netzwerke einbezieht, um politische Partizipation ganzheitlich zu erklären.

Wie gehen die Autoren mit dem unterschiedlichen politischen Kontext der Studien um?

Das Review berücksichtigt verschiedene Länder (z. B. USA, Dänemark, Südkorea, Deutschland) und weist darauf hin, dass kontextuelle Unterschiede, wie etwa länderspezifische politische Rechte, eine Herausforderung für die Generalisierbarkeit der Ergebnisse darstellen.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und politischer Partizipation
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,0
Autor
Jane Jung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
54
Katalognummer
V439113
ISBN (eBook)
9783668789890
ISBN (Buch)
9783668789906
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenhang persönlichkeit partizipation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jane Jung (Autor:in), 2016, Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und politischer Partizipation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439113
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Leseprobe aus  54  Seiten
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