Das Ziel dieses Assignments ist die Erläuterung der zahlreichen Muster in Geschäftsprozessen sowie dessen Modellierung mittels ereignisgesteuerten Prozessketten. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf der korrekten Darstellung dieser Geschäftsprozessmuster. Ausgangspunkt und Basis zur Zielerreichung bilden die ausgearbeiteten Grundlagen zu Geschäftsprozessen und EPK.
Mit dem Aufkommen der New Economy um die Jahrtausendwende, startete die sogenannte Digitale Revolution, die eine großflächige Durchdringung der Unternehmenswelt mit Informationstechnologien anstieß. Diese verlief einerseits branchenübergreifend und betraf andererseits, neben den New-Economy, auch die bisherigen Old-Economy-Unternehmen. Im Fokus stand und steht dabei die Digitalisierung und Optimierung derer Geschäftsprozesse sowie die Entwicklung von Standardsoftware. Um dies zu gewährleisten, bedarf es standardisierter und einheitlicher Beschreibungstechniken, wie sie unter anderem die ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK) darstellen. Das Studienmodul ANS40 (Geschäftsprozesse und Anwendungssysteme) umfasst neben den betrieblichen Anwendungs und Informationssystemen auch das Themengebiet Geschäftsprozesse und deren Modellierung. Das vorliegende Assignment beschäftigt sich dabei konkret mit der Problemstellung, wie die wesentlichen Geschäftsprozessmuster mit Hilfe von EPKs modelliert werden können, um so eine einheitliche und allgemein verständliche Prozessdarstellung zu erstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Ziel dieser Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Geschäftsprozesse
2.1.1 Definition
2.1.2 Eigenschaften
2.1.3 Aufbau
2.2 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)
2.2.1 Definition und Ursprung
2.2.2 Elemente
2.2.3 Grundlegender Aufbau
3 Modellierung von Geschäftsprozessmustern
3.1 Modellierung optionaler Abläufe
3.2 Modellierung alternativer Abläufe und Entscheidungen
3.3 Modellierung paralleler Abläufe und Teilaufgaben
3.4 Modellierung von Bedingungen
3.5 Modellierung wartender Abläufe
3.6 Modellierung von Rücksprüngen und Rückschleifen
3.7 Modellierung repetitiver Abläufe
3.8 Modellierung zeitlicher Abläufe
3.9 Modellierung aufgeteilter Geschäftsprozesse
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Erläuterung und grafische Modellierung diverser Geschäftsprozessmuster mithilfe ereignisgesteuerter Prozessketten (EPK), um eine einheitliche und verständliche Prozessdarstellung in Unternehmen zu gewährleisten. Die Arbeit adressiert hierbei die Forschungsfrage, wie komplexe prozessuale Abläufe wie Optionen, Alternativen, Parallelitäten oder Rückschleifen formal korrekt in EPK-Modellen abgebildet werden können.
- Grundlagen und Definitionen von Geschäftsprozessen
- Einführung in die ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) und deren Notation
- Analyse und Modellierung spezifischer Geschäftsprozessmuster
- Einsatz von Prozesswegweisern und erweiterten EPK-Varianten (eEPK)
- Kritische Reflexion der Eignung und Grenzen von EPK-Modellen
Auszug aus dem Buch
3.1 Modellierung optionaler Abläufe
Ein oft in Geschäftsprozessen vorkommendes Muster sind optionale Abläufe. Dabei werden Tätigkeiten nur unter bestimmten Umständen bzw. Voraussetzungen ausgeführt. Andernfalls können sie in einer Prozessabfolge ignoriert bzw. umgangen werden. In einer EPK wird dies mittels XOR-Konnektoren modelliert, die den Kontrollfluss zunächst zweiteilen und im späteren Ablauf wieder zu einem zusammenführen.41 Auf einem der beiden Kontrollflüsse werden dabei die optional auszuführenden Tätigkeiten modelliert. Auf dem jeweils anderen finden jedoch keinerlei Aktivitäten statt. Abbildung 11 der Anlage 4 zeigt ein eEPK-Modell eines optionalen Ablaufes, welches gleichzeitig der erste Ausschnitt aus der eEPK des Geschäftsprozesses Anfragebearbeitung ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung im Kontext der New Economy und Definition der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Definition von Geschäftsprozessen und ihren Merkmalen sowie Einführung in die ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK) mit ihren Elementen und ihrem Aufbau.
3 Modellierung von Geschäftsprozessmustern: Analyse und praktische Modellierung verschiedener Muster in Geschäftsprozessen, von optionalen bis hin zu aufgeteilten Abläufen.
4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse sowie eine kritische Reflexion und Ausblick auf die Weiterentwicklung der EPK-Modellierung.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozess, Ereignisgesteuerte Prozesskette, EPK, eEPK, Prozessmodellierung, Geschäftsprozessmuster, ARIS, Modellierungskonvention, Prozessabläufe, BPM, Standardsoftware, Business Process Reengineering, Prozesswegweiser, Kontrollfluss, Ablauforganisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Modellierung von Geschäftsprozessen mit dem Schwerpunkt auf ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Design von Geschäftsprozessen, die Anwendung der EPK-Notation und die methodische Abbildung verschiedener Prozessmuster.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erläuterung und korrekte grafische Darstellung verschiedener Muster in Geschäftsprozessen mittels EPK, basierend auf einem Fallbeispiel zur Anfragebearbeitung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur Fundierung theoretischer Grundlagen und wendet diese auf eine fallbeispielorientierte Modellierungsmethode (EPK/eEPK) an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Geschäftsprozessmuster wie optionale, alternative, parallele, wartende und repetitive Abläufe und zeigt deren Modellierung in erweiterten EPKs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind EPK, Geschäftsprozessmanagement, Modellierung, Prozessmuster, ARIS und Prozessintegration.
Warum sind Prozesswegweiser in der EPK-Modellierung relevant?
Sie ermöglichen die Aufteilung komplexer oder umfangreicher Prozesse in Subprozesse, was die Übersichtlichkeit und Modularität der Modellierung erhöht.
Wie geht die Arbeit mit der Problematik von Endlosschleifen um?
Die Arbeit stellt dar, dass Endlosschleifen durch zusätzliche Prüfungen und Bedingungen begrenzt werden können, betont aber, dass in der Praxis menschliche Funktionsträger selten in algorithmische Endlosschleifen verfallen.
- Quote paper
- Sandro Kunadt (Author), 2018, Die Ereignisgesteuerte-Prozessketten-Methode. Geschäftsprozessmuster bewältigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439407