Sie haben absolut keine Erinnerungen mehr an Ihre Vergangenheit, Erkennen Ihre Familie und Freunde nicht wieder und wissen nicht wie Sie heißen oder wer Sie überhaupt sind. Dies sind Beispiele für extreme Fälle in denen unser Gedächtnis nicht richtig funktioniert, aber auch Kleinigkeiten wie das Vergessen des Schlüssels beim Ausgehen oder des Liedtextes beim Singen sind zurückzuführen auf eine Fehlfunktion von diesem. Dem Gedächtnis wird meist keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt solange es ordentlich funktioniert, die Wichtigkeit und Komplexität dessen sollte jedoch nicht unterschätz werden. Ein Gedächtnis besitzt jeder und dass es gut arbeitet wird meist als selbstverständlich gesehen, aber was genau ist es überhaupt, welche Funktion hat es oder wie funktioniert es? Diesen Fragen u.a. soll sich die folgende Arbeit widmen und zeigen, wie wichtig es für uns Menschen ist. Denn wie Napoleon Bonaparte zu seiner Zeit bereits sagte: „Ein Kopf ohne Gedächtnis ist eine Festung ohne Besatzung.“
Die Fähigkeit sich Fakten, Zahlen, Definitionen oder auch Prozesse in unser Gedächtnis einprägen zu können sind für einen Studenten von großer Wichtigkeit. Gerade in den Prüfungsphasen wird versuch sich noch einmal den ganzen Lernstoff ins Gedächtnis zu rufen und es wird gehofft das Gelernte während der Klausur wieder abrufen zu können. Im Studium wird viel verlangt und das Gedächtnis eines Studenten wird stark gefordert. Um dieses jedoch so effektiv und effizient wie möglich zu nutzen, ist ein allgemeines Verständnis über die Funktionsweise dessen sehr hilfreich. Diese werden in dieser Hausarbeit dargestellt.
Auf Grund von Vorgaben bezüglich des Umfanges und einem festen Zeitrahmen, wird sich diese Arbeit auf die Gedächtnisprozesse und Phasen konzentrieren, welche die grundlegendsten Bausteine zum Verständnis der Funktionsweise dessen darstellen. Zunächst werden allgemeine Informationen zum Gedächtnis aufgeführt um am Anfang einen gewissen Überblick und Einstieg in die Thematik zu verschaffen. Im Weiteren folgt die Erläuterung der drei Gedächtnisprozesse, die durchlaufen werden und dazu führen, dass wir uns an etwas erinnern können und die Gedächtnisphasen oder auch Formen stellen den letzten Abschnitt dieser Hausarbeit dar.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methodische Vorgehensweise
2.1 Zeitmanagement
2.2 Teamarbeit
2.3 Recherche
2.4 Nutzung von Citavi
3. Erste Ideen zum Thema
4. Das Gedächtnis
4.1 Gedächtnisprozesse
4.1.1 Enkodierung (encoding)
4.1.2 Speicherung (storage)
4.1.3 Abruf (retrieval)
4.2 Gedächtnisphasen
4.2.1 Sensorisches Gedächtnis
4.2.2 Kurzzeitgedächtnis
4.2.3 Langzeitgedächtnis
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen grundlegenden Überblick über die Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses zu geben, um Studenten eine effizientere Nutzung ihres Gedächtnisses in Prüfungsphasen zu ermöglichen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die zentralen Gedächtnisprozesse und die verschiedenen Phasen des Erinnerns.
- Grundlagen der Gedächtnisprozesse (Enkodierung, Speicherung, Abruf)
- Differenzierung der Gedächtnisphasen (sensorisch, kurz- und langzeitig)
- Bedeutung der Aufmerksamkeit und Verknüpfung von Informationen
- Methodische Reflexion des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Enkodierung (encoding)
Die Enkodierung (engl.: encoding) ist der erste Abschnitt, in welchem neue wahrgenommene Informationen neuronal umgewandelt, sodass diese gespeichert werden können. Es werden die erhaltenen Informationen durch die Bildung von „mentalen Repräsentationen“ aufgenommen. Diese sorgen für den Erhalt von wichtigen Eigenschaften von Erfahrungen aus der Vergangenheit um sie sich einem selber zu „repräsentieren“. Die Enkodierung kann auf drei verschiedene Arten verlaufen, nämlich mit Hilfe von visuellen, akustischen oder semantischen Codes.
Eine Reihe aus Kombinationen von Buchstaben und Zahlen soll sich gemerkt werden. Wird dies mit Hilfe von Bildern versucht, ist die Sprache von visuellen Codes, während die Umsetzung der Reihe in Laute auf akustischen Hinweisen basiert. Bei der letzten Enkodierungsmethode wird der Information eine Bedeutung zugeschrieben, auf die sich später beim Abruf bezogen wird.
Die Enkodierung von Wahrnehmungen kann zusätzlich bewusst oder unbewusst erfolgen und dadurch in ihrer Länge der benötigten Zeit für den Prozess variieren. Abhängig davon, ob die Information etwas Alltägliches oder eher Ungewöhnliches ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Gedächtnisses ein und erläutert, warum ein besseres Verständnis dessen für Studierende besonders wertvoll ist.
2. Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel reflektiert den Arbeitsprozess, insbesondere Zeitmanagement, Recherchestrategien und den praktischen Umgang mit Citavi.
3. Erste Ideen zum Thema: Hier wird mittels einer Mindmap ein erster strukturierter Überblick über das weite Themenfeld des Gedächtnisses gegeben.
4. Das Gedächtnis: Dieser Hauptteil erläutert detailliert die drei zentralen Gedächtnisprozesse sowie die drei Stufen des Gedächtnisses nach dem Mehrspeichermodell.
5. Resümee: Das Kapitel zieht ein Fazit zur Erstellung der Arbeit und reflektiert den Lernerfolg hinsichtlich wissenschaftlicher Arbeitsweisen.
Schlüsselwörter
Gedächtnis, Enkodierung, Speicherung, Abruf, Mehrspeichermodell, Sensorisches Gedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Deklaratives Gedächtnis, Prozedurales Gedächtnis, Wiederholung, Assoziation, Lernprozesse, Wissenschaftliches Arbeiten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die grundlegende Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses und dessen Bedeutung für den studentischen Lernalltag.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Prozessen der Enkodierung, Speicherung und des Abrufs sowie auf der Einteilung des Gedächtnisses in sensorische, Kurzzeit- und Langzeitphasen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Vermittlung theoretischer Grundlagen über das Gedächtnis, ein effektiveres und effizienteres Lernen im Studium zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche und der methodischen Reflexion des eigenen Arbeitsprozesses innerhalb eines Moduls zum wissenschaftlichen Arbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erklärung der Gedächtnisprozesse und die Darstellung der drei aufeinanderfolgenden Gedächtnisstufen nach dem Modell von Atkinson und Shiffrin.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Gedächtnisprozesse, Speichermodelle, Lernstrategien und der wissenschaftliche Arbeitsprozess selbst.
Warum ist das "Limbische System" in diesem Kontext wichtig?
Es wird als der Ort im Gehirn beschrieben, der für die Bewertung von Informationen und die Speicherung von Gedächtnisinhalten eine zentrale Rolle spielt.
Was unterscheidet das semantische vom episodischen Gedächtnis?
Das semantische Gedächtnis speichert allgemeines Faktenwissen, während das episodische Gedächtnis spezifische, persönliche Ereignisse und Erfahrungen enthält.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Die Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439418