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Die Europäische Privatgesellschaft und die Vereinheitlichung des europäischen Gesellschaftsrechts

Title: Die Europäische Privatgesellschaft und die Vereinheitlichung des europäischen Gesellschaftsrechts

Seminar Paper , 2015 , 31 Pages , Grade: 11

Autor:in: Enes Özcan (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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„Die SPE vor dem Gipfelsturm“. Noch vor vier Jahren 1 wagte kaum jemand am Erfolg der sog. Societas Europaea Privata (SPE) Erfolg zu zweifeln. „Die Europa-GmbH ante portas“ hieß es noch damals. Heute ist von ihr kaum noch eine Spur zu geblieben. Nach scheinbar aussichtslosen Diskussionen legte man das Projekt der Europäischen Privatgesellschaft vorerst auf Eis. Die SPE ist gescheitert - Vorerst. Aber wie konnte das passieren? Wurde sie doch beinahe als Heilsbringer der kleinen und mittleren Unternehmen dargestellt. Wie konnte ein Projekt so kläglich scheitern, obwohl es doch von allen Diskussionsteilnehmern als besonders nützlich und notwendig erachtet wurde? An welchen Punkten der Diskussion scheiterte die Einigung?

Diesen und weiteren Fragen wendet sich die vorliegende Seminararbeit zu. Die Europäische Privatgesellschaft soll im Kontext der Vereinheitlichung europäischen Gesellschaftsrechts dargestellt und analysiert werden. Sie hat nicht den Anspruch die SPE in all ihren Details zu besprechen, sondern sie soll vielmehr einen Überblick verschaffen und sich den Gründen ihres Scheiterns zuwenden. Dass die SPE aber nicht vollständig ruht und ein entsprechendes Regelungsanliegen immer noch besteht, sieht man daran, dass das Projekt der Societas Unius Personae (SUP) nach nicht allzu langer Zeit aufgenommen wurde. Mit ihr werden dieselben Ziele verfolgt, wenn auch nur in abgespeckter Form. Auch die SUP soll zum Schluss kurz dargestellt werden, auch wieder im Kontext europäischen Gesellschaftsrechts und im Vergleich mit der Europäischen Privatgesellschaft.

Parallel werden auch immer wieder Bezüge zur Societas Europaea (SE) und anderen supranationalen Gesellschaftsformen hergestellt werden. Das hängt damit zusammen, dass ähnliche Diskussionen auch bei ihrer Errichtung geführt wurden. Beispielsweise liegt es nahe, dass in Fragen der Mitbestimmung die gleichen Argumente angeführt werden, da immer noch dieselben Mitgliedstaaten beteiligt sind. Es sei auch vorweggenommen, dass der Eindruck entsteht als würde sich eine ähnlich lange Diskussion wie bei der Societas Europaea (SE) anbahnen, welche knapp 30 Jahre gedauert hat. Dieser Eindruck trügt jedoch. Ist der Stein einmal ins Rollen gekommen, ist die Hälfte der Arbeit bereits erledigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Grundlegendes zur Vereinheitlichung

C. Chronologie der SPE

D. Aufbau des SPE-Statuts

E. Kompetenzgrundlage

F. Regelungsanliegen

I. Gesellschaftsrechtliche Ziele der EU

II. Die Lissabon-Strategie

III. Die Situation der KMU

IV. Wirtschaftliche Erwartungen an die SPE

G. Die Hauptstreitpunkte

I. Die Arbeitnehmermitbestimmung

1. Änderungsvorschlag des EP

2. Änderungsvorschlag der schwedischen Ratspräsidentschaft

3. Änderungsvorschlag der ungarischen Ratspräsidentschaft

4. Fazit zur Mitbestimmung

II. Mindeststammkapital

III. Sitz der SPE

H. Europäische Einpersonengesellschaft (SUP)

I. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Scheitern des Projekts der Europäischen Privatgesellschaft (SPE) im Kontext der Bestrebungen zur Vereinheitlichung des europäischen Gesellschaftsrechts und analysiert, inwiefern die nachfolgende Europäische Einpersonengesellschaft (SUP) eine tragfähige Alternative darstellt.

  • Historische und rechtliche Entwicklung der Europäischen Privatgesellschaft (SPE)
  • Analyse der zentralen Streitpunkte (Arbeitnehmermitbestimmung, Mindeststammkapital, Sitzregelung)
  • Die Rolle Deutschlands als Hauptstreitführer in den Verhandlungen
  • Untersuchung der supranationalen Rechtsformen gegenüber nationalen Gesellschaftsrechten
  • Bewertung des Konzepts der Europäischen Einpersonengesellschaft (SUP) als Alternative

Auszug aus dem Buch

A. Einleitung

„Die SPE vor dem Gipfelsturm“. Noch vor vier Jahren wagte kaum jemand am Erfolg der sog. Societas Europaea Privata (SPE) Erfolg zu zweifeln. „Die Europa-GmbH ante portas“ hieß es noch damals. Heute ist von ihr kaum noch eine Spur zu geblieben. Nach scheinbar aussichtslosen Diskussionen legte man das Projekt der Europäischen Privatgesellschaft vorerst auf Eis. Die SPE ist gescheitert. Vorerst.

Aber wie konnte das passieren? Wurde sie doch beinahe als Heilsbringer der kleinen und mittleren Unternehmen dargestellt. Wie konnte ein Projekt so kläglich scheitern, obwohl es doch von allen Diskussionsteilnehmern als besonders nützlich und notwendig erachtet wurde? An welchen Punkten der Diskussion scheiterte die Einigung?

Diesen und weiteren Fragen wendet sich die vorliegende Seminararbeit zu. Die Europäische Privatgesellschaft soll im Kontext der Vereinheitlichung europäischen Gesellschaftsrechts dargestellt und analysiert werden. Sie hat nicht den Anspruch die SPE in all ihren Details zu besprechen, sondern sie soll vielmehr einen Überblick verschaffen und sich den Gründen ihres Scheiterns zuwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das unerwartete Scheitern des SPE-Projekts und steckt den Rahmen für die Untersuchung ab, die sich mit den Gründen dieses Scheiterns befasst.

B. Grundlegendes zur Vereinheitlichung: Dieses Kapitel ordnet die SPE in den Kontext des europäischen Binnenmarktes und der bisherigen supranationalen Gesellschaftsformen ein.

C. Chronologie der SPE: Hier wird der zeitliche Werdegang des SPE-Statuts von den ersten Überlegungen bis zum endgültigen Rückzug des Vorschlags nachgezeichnet.

D. Aufbau des SPE-Statuts: Das Kapitel bietet eine strukturierte Zusammenfassung der inhaltlichen Regelungen des ursprünglich vorgeschlagenen SPE-Statuts.

E. Kompetenzgrundlage: Die Ausführungen behandeln die rechtlichen Bedenken hinsichtlich der Kompetenzgrundlagen der EU für supranationale Rechtsformen.

F. Regelungsanliegen: Es wird analysiert, welche gesellschaftsrechtlichen Ziele der EU mit der SPE verfolgt wurden und welche Bedeutung sie für KMU hatte.

G. Die Hauptstreitpunkte: Dieses Kernkapitel untersucht detailliert die Konfliktthemen Arbeitnehmermitbestimmung, Mindestkapital und Sitzregelung, die zur Blockade im Rat führten.

H. Europäische Einpersonengesellschaft (SUP): Das Kapitel stellt die SUP als nachfolgende, weniger komplexe Initiative der Kommission zur Harmonisierung vor.

I. Schlusswort: Die abschließenden Bemerkungen reflektieren das Scheitern der SPE und ziehen ein Fazit über die Aussichten für zukünftige Vereinheitlichungsbestrebungen.

Schlüsselwörter

Europäische Privatgesellschaft, SPE, Gesellschaftsrecht, Europäische Union, Arbeitnehmermitbestimmung, Mindeststammkapital, Sitzregelung, Binnenmarkt, Vereinheitlichung, Harmonisierung, Europäische Einpersonengesellschaft, SUP, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU, Niederlassungsfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Scheitern der Einführung der Europäischen Privatgesellschaft (SPE) und untersucht die politischen sowie rechtlichen Gründe, die zu einer Blockade dieses Projekts auf EU-Ebene führten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Vereinheitlichung des europäischen Gesellschaftsrechts, die Rolle der KMU und die Spannungsfelder zwischen nationalen Regelungen und supranationalen Rechtsformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über das Scheitern des SPE-Statuts zu verschaffen und zu klären, an welchen konkreten Streitpunkten keine Einigung zwischen den Mitgliedstaaten erzielt werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Seminararbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von EU-Kommissionsvorschlägen und Diskussionsbeiträgen aus den Mitgliedstaaten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Chronologie der SPE, die Kompetenzgrundlagen, das Regelungsanliegen sowie die drei zentralen Streitpunkte: Mitbestimmung, Mindestkapital und Sitzregelung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Europäische Privatgesellschaft (SPE), Arbeitnehmermitbestimmung, Binnenmarkt, Vereinheitlichung, KMU sowie die Europäische Einpersonengesellschaft (SUP).

Warum spielt Deutschland bei den SPE-Verhandlungen eine so wichtige Rolle?

Deutschland agierte als Hauptstreitführer, da das deutsche Gesellschaftsrecht im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten oft strengere Standards bei Mitbestimmung und Kapitalausstattung vorsieht, was zu Sorgen vor einer Verdrängung nationaler Gesellschaftsformen führte.

Wie unterscheidet sich die SUP von der SPE?

Die SUP ist als Richtlinie konzipiert, verfolgt eher eine Harmonisierung statt einer Vereinheitlichung und gilt als deutlich liberalere und weniger komplexe "abgespeckte" Version, wodurch ihr mehr Erfolg prophezeit wird.

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Details

Title
Die Europäische Privatgesellschaft und die Vereinheitlichung des europäischen Gesellschaftsrechts
College
University of Hamburg
Grade
11
Author
Enes Özcan (Author)
Publication Year
2015
Pages
31
Catalog Number
V439473
ISBN (eBook)
9783668791121
ISBN (Book)
9783668791138
Language
German
Tags
europäische privatgesellschaft vereinheitlichung gesellschaftsrechts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Enes Özcan (Author), 2015, Die Europäische Privatgesellschaft und die Vereinheitlichung des europäischen Gesellschaftsrechts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439473
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