Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - General

Jugend und Gewalt. Gewalt innerhalb und außerhalb der Schule

Title: Jugend und Gewalt. Gewalt innerhalb und außerhalb der Schule

Term Paper , 2006 , 20 Pages

Autor:in: Janina Reimann (Author)

Pedagogy - General
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie ergeben eine allgemein niedrige Gewaltbereitschaft der Jugendlichen: mehr als 90% der Befragten lehnen Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung ab. Den Aussagen, die einen gewaltfreien Umgang miteinander propagieren, wird von den 15- bis 20-Jährigen (mehr als) dreimal so oft zugestimmt als Gewalt akzeptierenden Aussagen. Im Vergleich zu den Resultaten der Jugend-Wertestudie 2000 zeigt sich deutlich, dass das Gewaltpotenzial der Jugendlichen zurückgegangen ist. Ein negativer Zusammenhang ergibt sich zwischen der Gewaltbereitschaft und dem Alter: Ältere Befragte sind demnach weniger bereit, Gewalt in Form von Schlägen anzuwenden, dies trifft ebenso auf die StudentInnen im Vergleich zu den SchülerInnen zu. Bei den weiblichen Jugendlichen sind gewalttätige Auseinandersetzungen und insbesondere Schlägereien weit weniger oft anzutreffen als bei Burschen. Beinahe 80% haben persönliche Gewalterfahrungen angegeben. Verbale Gewalt ist dabei die am häufigsten erlebte Gewaltform und wurde von zwei Drittel aller Jugendlichen bereits erlebt, körperliche Gewalt dagegen von der Hälfte der Befragten. Verbale Gewalt tritt nach Angaben der Jugendlichen vor allem in der Schule auf. Dort erleben mehr männliche Befragte körperliche Angriffe, während weibliche Jugendliche eher von verbalen Attacken betroffen sind als Burschen. Körperliche Gewalt wird vor allem außerhalb von Schule/Arbeit/Familie erlebt, lediglich Ohrfeigen kommen zuhause am häufigsten vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Hauptergebnisse

II Einstellungen zu Aussagen über Gewalt und Formen der Konfliktlösung

III Persönliche Gewalterfahrungen

1 Erfahrungen mit verbaler Gewalt

2 Erfahrungen mit körperlicher Gewalt

3 Erfahrungen mit Gewalt in der Schule

IV Persönliche Gewaltanwendung

1 Anwendung von verbaler Gewalt

2 Anwendung von körperlicher Gewalt

Zielsetzung und Themen der Studie

Das Hauptziel dieser Studie ist die Analyse von Einstellungen und persönlichen Erfahrungen österreichischer Jugendlicher im Alter von 15 bis 20 Jahren hinsichtlich Gewaltphänomenen sowohl innerhalb als auch außerhalb der schulischen Umgebung. Die Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere das Ausmaß der Gewaltbereitschaft, die Formen erlebter sowie aktiv ausgeübter Gewalt und etwaige Unterschiede bezüglich Alter, Geschlecht und Bildungsstand.

  • Gewaltbereitschaft und Einstellungen zu gewaltfreier Konfliktlösung
  • Differenzierung zwischen verbaler und körperlicher Gewalt
  • Erfahrungen im schulischen Kontext vs. im privaten Umfeld
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Täterschaft und Opferrolle
  • Einfluss der schulischen Ausbildung auf gewalttätiges Verhalten

Auszug aus dem Buch

Niedrige Gewaltbereitschaft von Jugendlichen

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie ergeben eine allgemein niedrige Gewaltbereitschaft der Jugendlichen: mehr als 90% der Befragten lehnen Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung ab. Den Aussagen, die einen gewaltfreien Umgang miteinander propagieren, wird von den 15- bis 20-Jährigen (mehr als) dreimal so oft zugestimmt als Gewalt akzeptierenden Aussagen. Im Vergleich zu den Resultaten der Jugend-Wertestudie 2000 zeigt sich deutlich, dass das Gewaltpotenzial der Jugendlichen zurückgegangen ist. Ein negativer Zusammenhang ergibt sich zwischen der Gewaltbereitschaft und dem Alter: Ältere Befragte sind demnach weniger bereit, Gewalt in Form von Schlägen anzuwenden, dies trifft ebenso auf die StudentInnen im Vergleich zu den SchülerInnen zu. Bei den weiblichen Jugendlichen sind gewalttätige Auseinandersetzungen und insbesondere Schlägereien weit weniger oft anzutreffen als bei Burschen.

Zusammenfassung der Kapitel

I Hauptergebnisse: Dieses Kapitel liefert einen zusammenfassenden Überblick über die zentralen Erkenntnisse der Studie, insbesondere zur allgemein sinkenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen.

II Einstellungen zu Aussagen über Gewalt und Formen der Konfliktlösung: Es wird analysiert, wie Jugendliche zu Gewalt als Mittel der Konfliktlösung stehen und welche gewaltfreien Alternativen bevorzugt werden.

III Persönliche Gewalterfahrungen: Hier werden die Erlebnisse der Jugendlichen als Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt, insbesondere unter Berücksichtigung des Schulalltags, dargestellt.

IV Persönliche Gewaltanwendung: Dieses Kapitel beleuchtet das aktive Ausüben von Gewalt durch die befragten Jugendlichen, unterteilt in verbale und physische Aggressionsformen.

Schlüsselwörter

Jugendforschung, Gewaltbereitschaft, verbale Gewalt, körperliche Gewalt, Konfliktlösung, Schule, Jugenderfahrungen, Geschlechterunterschiede, Gewaltprävention, Schulbildung, Österreich, Jugendstudie, Sozialisation, Aggressionsverhalten, Schlägereien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studie grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Einstellungen und Erfahrungen österreichischer Jugendlicher im Alter von 15 bis 20 Jahren zum Thema Gewalt, wobei sowohl der schulische als auch der außerschulische Bereich betrachtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Gewaltbereitschaft, die Häufigkeit und Art von Gewalterfahrungen (verbal vs. physisch) sowie die aktive Ausübung von Gewalt durch die Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Daten über die inhomogene Gruppe junger Österreicher zu gewinnen, um politische Entscheidungsträger bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Unterstützung und Interessenvertretung junger Menschen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine repräsentative österreichweite Mehrthemenumfrage mit 500 Jugendlichen durchgeführt, ergänzt durch Zeitvergleiche mit Daten aus der Jugend-Wertestudie 2000.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Einstellungen zu Gewalt, Erleben von Gewalt durch die Jugendlichen selbst (Opfererfahrungen) sowie die aktive Anwendung von Gewalt (Täterverhalten).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Kernbegriffe sind Gewaltbereitschaft, verbale sowie körperliche Gewalt, schulische Gewalt, geschlechtsspezifische Differenzen und Bildungsaspekte.

Wie unterscheidet sich die Gewaltbereitschaft nach dem Geschlecht?

Mädchen zeigen eine deutlich geringere Gewaltbereitschaft als Burschen; letztere sind häufiger sowohl Täter als auch Opfer von körperlicher Gewalt, während Mädchen häufiger verbale Attacken erleben.

Welchen Einfluss hat die Schulbildung auf das Gewaltverhalten?

Es zeigt sich ein negativer linearer Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau und der Beteiligung an Schlägereien: Mit steigender Schulbildung sinkt die Neigung zu körperlichen Gewaltausübungen.

Wird Gewalt in der Schule häufiger erlebt als an anderen Orten?

Verbale Gewalt tritt laut Befragungsergebnissen am häufigsten in der Schule auf, während körperliche Gewalt meist außerhalb der Schule, der Arbeit oder der Familie stattfindet.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Jugend und Gewalt. Gewalt innerhalb und außerhalb der Schule
Author
Janina Reimann (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V439537
ISBN (eBook)
9783668792593
ISBN (Book)
9783668792609
Language
German
Tags
Gewalt Jugend Junge Mädchen Schule Übergriff Angst Konflikte Schüler Angriff
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Reimann (Author), 2006, Jugend und Gewalt. Gewalt innerhalb und außerhalb der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439537
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint