Die Arbeit befasst sich mit dem Versuch des Beweises einer Außenwelt von George Edward Moore. Dazu ist es nötig, zunächst verschiedene Begriffe zu klären, die Moore zum Teil von Kant übernimmt aber gleichzeitig versucht, sie genauer zu definieren. Nach diesem Abschnitt wird zur Verdeutlichung Moores Beispiel der Seifenblase vorgestellt und anschließend sein Beweis der Außenwelt nachvollzogen. Der letzte Teil der Arbeit setzt sich mit diesem kritisch auseinander und zeigt mit der Hilfe von Wittgenstein die Probleme dieser Vorgehensweise auf.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DIE PERSON G. E. MOORE
3 MOORES DEFINITION DER AUSSENWELT
3.1 Begriffsunterscheidung: Außendinge – Dinge außer uns – Dinge, die außerhalb unseres Bewusstseins existieren
3.2 Begriffsunterscheidung: im Raume vorgestellt – im Raume anzutreffen
3.3 Begriffsunterscheidung: außerhalb unseres Bewusstseins – innerhalb unseres Bewusstseins
4 DAS BEISPIEL DER SEIFENBLASE
5 DER BEWEIS EINER AUSSENWELT
6 KRITISCHE BEMERKUNGEN ZU MOORES BEWEIS
6.1 Kritik aus logischer Sichtweise
6.2 Wittgensteins Kritik
6.2.1 Wittgensteins Kritik am Beweis Moores
6.2.2 Wittgensteins Kritik am Zweifel
7 ABSCHLUßBETRACHTUNG
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht den Versuch von G. E. Moore, die Existenz einer Außenwelt zu beweisen, und setzt sich kritisch mit dessen logischer Argumentation auseinander, wobei Ludwig Wittgensteins Position als zentraler Maßstab dient.
- Biografischer und philosophischer Kontext von G. E. Moore
- Präzise Begriffsklärung der Außenwelt, räumlicher Konzepte und Bewusstseinszustände
- Analyse von Moores Beweisführung anhand des "Seifenblasen-Beispiels" und des "Hände-Beweises"
- Kritische Auseinandersetzung mit der logischen Struktur und dem Wissensbegriff bei Moore
- Gegenüberstellung mit Wittgensteins Perspektive in "Über Gewißheit"
Auszug aus dem Buch
5 Der Beweis einer Außenwelt
Der Beweis an sich ist denkbar simpel im Vergleich zu der Komplexität seines Seifenblasenbeispiels und beruht zu einem großen Teil auf logischen Grundsätzen der gültigen Schlussfolgerung. Ich werde zunächst unkommentiert den Beweis Moores nachvollziehen und ihn erst im folgenden Kapitel bewerten.
„Ich kann jetzt z. B. beweisen, daß zwei menschliche Hände existieren. Wie? Indem ich meine beiden Hände hochhebe, mit der rechten Hand eine bestimmte Geste mache und sage: »Hier ist eine Hand«, und dann hinzufüge, wobei ich mit der linken Hand eine bestimmte Geste mache, »Hier ist noch eine«.“
Dies ist laut Moore ein gültiger und einsichtiger Beweis der Existenz von zwei Dingen außerhalb seines Bewusstseins und, wie wir im letzten Abschnitt gesehen haben, somit auch ein Beweis einer Außenwelt. Er beschreibt nun im Folgenden drei Bedingungen für einen gültigen Beweis und bezieht diese auf seinen eigenen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Hinführung zur Fragestellung und zum Ziel der Arbeit, die den Beweis von Moore unter Einbeziehung von Wittgensteins Kritik betrachtet.
2 DIE PERSON G. E. MOORE: Kurzer biographischer Abriss des bedeutenden britischen Philosophen und seiner Rolle in der Analytischen Philosophie.
3 MOORES DEFINITION DER AUSSENWELT: Detaillierte Auseinandersetzung mit den von Moore präzise definierten Begriffen wie Außendinge, Raumwahrnehmung und Bewusstsein.
4 DAS BEISPIEL DER SEIFENBLASE: Analyse der Argumentation Moores, dass Wahrnehmung auf die Existenz von Dingen außerhalb des Bewusstseins schließen lässt.
5 DER BEWEIS EINER AUSSENWELT: Darstellung von Moores berühmtem "Hände-Beweis" sowie dessen Anforderungen an eine gültige logische Beweisführung.
6 KRITISCHE BEMERKUNGEN ZU MOORES BEWEIS: Untersuchung der logischen Schwächen des Arguments und fundierte Gegenkritik durch Wittgensteins Sprachspieltheorie.
7 ABSCHLUßBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit, das Moores Beweis kritisch beleuchtet und Wittgensteins Einsichten zur Gewissheit hervorhebt.
Schlüsselwörter
George Edward Moore, Ludwig Wittgenstein, Außenwelt, Beweis, Common Sense, Wahrnehmung, Sprachspiel, logische Schlussfolgerung, Gewissheit, Wissen, Philosophie, Analyse, Erkenntnistheorie, Existenz, Zweifel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert den philosophischen Beweisversuch einer Außenwelt von George Edward Moore und prüft diesen auf seine logische Konsistenz.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Themen sind die Sprachphilosophie, die Erkenntnistheorie und die methodische Analyse philosophischer Beweisführungen im 20. Jahrhundert.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt danach, ob Moores Beweis der Außenwelt logisch stichhaltig ist und wie Wittgensteins Kritik dazu beiträgt, die Problematik dieser Beweise zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit nutzt die kritische Analyse von Primärtexten und die logische Prüfung der Argumentationsstruktur der behandelten Philosophen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Darstellung von Moores Beweisschritten (Seifenblase, Hände) und die abschließende kritische Dekonstruktion durch Wittgenstein.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren den Text?
Wichtige Begriffe sind Common Sense, Sprachspiel, Gewissheit, logische Schlussfolgerung und der Begriff der Außenwelt.
Warum ist das Beispiel der "Seifenblase" für Moore so wichtig?
Moore verwendet dieses Beispiel, um aufzuzeigen, dass die Wahrnehmung eines Objekts logisch impliziert, dass dieses Objekt auch außerhalb des Bewusstseins existieren könnte.
Warum hält Wittgenstein Moores Beweisführung für problematisch?
Wittgenstein kritisiert, dass Moore den Begriff "wissen" in einem Kontext verwendet, in dem er laut Wittgenstein seine Bedeutung verliert, da fundamentale Gewissheiten nicht bewiesen, sondern als Grundlage des Lebens vorausgesetzt werden.
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- Michael Pehle (Author), 2005, Aber habe ich eben wirklich bewiesen, dass zwei Hände existierten - Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Beweis einer Außenwelt von George Edward Moore, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43955