Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Der "Capabilities-Ansatz" und sein Bezug zur Sozialen Arbeit

Título: Der "Capabilities-Ansatz" und sein Bezug zur Sozialen Arbeit

Trabajo Escrito , 2014 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Samantha Lason (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Für die Bearbeitung der Hausarbeit haben sich mir zu Anfang viele Fragen gestellt. Was ist die Wissenschaft Sozialer Arbeit und wofür brauche ich diese? Was hat die WSA mit dem Capabilities- Ansatz zu tun? Was ist der Capabilities- Ansatz und wer steckt dahinter? Ist der Ansatz in der Realität anwendbar oder nur ein theoretisches Konstrukt? Wie ist der Capabilities- Ansatz geschichtlich einzuordnen? Wodurch grenzt er sich von anderen Theorien ab? Für welche Zielgruppe und welche Problemlagen ist der Ansatz geschaffen worden und geeignet? Was soll ich als Sozialarbeiterin nach dieser Theorie für eine Rolle einnehmen? Gibt es einen Diskurs über den Ansatz und wie lautet er? Ich werde im Laufe dieser Arbeit versuchen, diese Fragen zu beantworten. Um mich mit dem Capabilities- Ansatz zu befassen, war es wichtig für mich zu definieren, ob er unter die Disziplin oder die Profession fällt. Die Disziplin der „Wissenschaft Sozialer Arbeit“ ist eine junge Wissenschaft. In den 1990er Jahren gab es erste Diskurse darüber, wie das Verhältnis von Sozialarbeit und Sozialpädagogik zueinander ist und wie man eine wissenschaftliche Disziplin integrieren kann . Die WSA will Wissen systematisch gewinnen und weitergeben. Dafür beschäftigt sie sich mit Theorien, Konzepten, Grundlagen und Methoden der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Die beiden Theoriestränge der Sozialarbeit und Sozialpädagogik werden unter WSA zusammengefasst . Eine der Theorien der Sozialen Arbeit ist der Capabilities- Ansatz, auf den ich im folgenden näher eingehen werde. Es handelt sich hierbei um ein theoretisches Konstrukt, das dabei helfen soll, Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Da es keine klaren Handlungsvorgaben gibt, sondern Befähigungen benannt werden, die hierfür von nöten sind, zählt der Ansatz zur Disziplin der Sozialen Arbeit und kann daher zur WSA dazugezählt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Vorüberlegungen

2.1 Wissenschaft Sozialer Arbeit

3. Der Capabilities- Ansatz

3.1 Geschichte

3.2 Capabilities- Ansatz

3.3 Capabilities nach M. Nussbaum

3.4 Capabilities- Ansatz und die Soziale Arbeit

4. Abgrenzung zur Lebensweltorientierung

5. Diskurs

5.1 Vergleich UN- Behindertenrechtskonvention

5.2 Vergleich Menschenrechte

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Capabilities-Ansatz von Amartya Sen und Martha C. Nussbaum sowie dessen Bedeutung und Anwendungsmöglichkeiten innerhalb der Wissenschaft Sozialer Arbeit. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie der Ansatz zur Ermöglichung eines guten Lebens beitragen kann, insbesondere unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, die Inklusion und Teilhabe fördern.

  • Grundlagen und geschichtliche Entwicklung des Capabilities-Ansatzes
  • Differenzierung zwischen Disziplin und Profession in der Sozialen Arbeit
  • Analyse der zehn zentralen Befähigungen nach Martha C. Nussbaum
  • Vergleichende Betrachtung mit der UN-Behindertenrechtskonvention und den Menschenrechten
  • Abgrenzung zu anderen Theorien wie der Lebensweltorientierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Capabilities- Ansatz

Capabilities bedeutet im deuteschen Fähigkeiten, Befähigungen oder Möglichkeiten. H. Ziegler schlägt jedoch vor Capabilities mit „Verwirklichungschancen, Entfahltungsmöglichkeiten oder Befähigungsgerechtigkeit“ (Sedmak 2011, S. 128) zu übersetzen.

Die Kernfrage des Capabilities- Ansatz ist, laut A. Sen, dem Entwickler des Capabilitie Ansatz, „inwieweit eine Maßnahme […] die Menschen, auf die sie abziehlt […], in die Lage versetzt, tatsächlich das Leben zu führen, das sie führen möchten“ (vgl.Sedmak 2011, S. 7).

Der Capabilities- Ansatz ist ein Theoriekonzept, welches Menschen dabei unterstützt, ihre eigenen Ressourcenstrukturen zu nutzen. Er zielt darauf ab „Exklusion und Desintegration zu minimieren“. Im Unterschied zu anderen Theoriekonzepten, ist das Ziel des Capabilities- Ansatz „die Soziale Arbeit als ein gesellschaftliches Feld zu entwerfen“. In dem Konzept soll ein gelingendes Leben nicht wie in der Lebensweltorientierung nach H. Tiersch als ein persönlicher Entwurf für jeden einzelnen begriffen werden, sondern als ein sozialer Entwurf für die Gesellschaft. Im Capabilities- Ansatz wird danach gefragt wie politische Ideen (nicht-) verwirklicht werden können. Daher werden hier die „Mechanismen, die moderne Gesellschaften produzieren, um die Durchsetzung sozialer Gerechtigkeit politisch, kulturell und ökonomisch […] unterlaufen“ untersucht (vgl. Thole 2012, S. 50).

Es handelt sich bei der Theorie um einen ökonomischen und philosophischen Ansatz der ein gutes Leben oder „Well- Being“ in den Vordergrund setzt (vgl.Otto und Ziegler 2010, S. 87). Es wird in dem Ansatz nicht danach gefragt, wie der Ist- Zusatand ist, sondern ob ein Mensch in der Lage, also Befähigt ist, etwas zu tun. „Er [der Capabilities- Ansatz – SL] untersucht beispielsweise, ob eine Person in der Lage ist, sich hinreichend zu ernähren, und nicht, ob sie hinreichend ernährt ist“ (Otto und Ziegler 2010, S. 56).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin legt die Fragestellungen dar, die den Anlass für die Bearbeitung des Themas bilden.

2. Vorüberlegungen: Es wird definiert, dass der Capabilities-Ansatz der Disziplin der Wissenschaft Sozialer Arbeit (WSA) zuzuordnen ist.

3. Der Capabilities- Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, die Kernkonzepte sowie die zehn Befähigungen nach M. Nussbaum und deren Bezug zur Sozialen Arbeit.

4. Abgrenzung zur Lebensweltorientierung: Hier wird der Fokus des Capabilities-Ansatzes auf die Gesellschaft und politische Rahmenbedingungen im Gegensatz zum individuellen Ansatz der Lebensweltorientierung hervorgehoben.

5. Diskurs: Die Autorin vergleicht den Capabilities-Ansatz kritisch mit der UN-Behindertenrechtskonvention und den allgemeinen Menschenrechten.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Capabilities-Ansatz die Soziale Arbeit in ihrer Rolle als Menschenrechtsprofession unterstützt, um Rahmenbedingungen für ein gelingendes Leben zu schaffen.

Schlüsselwörter

Capabilities-Ansatz, Soziale Arbeit, Wissenschaft Sozialer Arbeit, Befähigungen, Martha C. Nussbaum, Amartya Sen, Menschenrechte, UN-Behindertenrechtskonvention, Inklusion, Verwirklichungschancen, gutes Leben, soziale Gerechtigkeit, Lebensweltorientierung, Partizipation, Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Capabilities-Ansatz und dessen Bedeutung für die Soziale Arbeit, um Möglichkeiten für ein gelingendes Leben zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition des Ansatzes, die Befähigungen nach Nussbaum, Vergleiche mit Menschenrechten sowie die Rolle der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Capabilities-Ansatz als theoretisches Konstrukt der Sozialen Arbeit einzuordnen und dessen Relevanz durch Vergleiche mit bestehenden Rechtsnormen zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und führt vergleichende Diskursanalysen zwischen dem Capabilities-Ansatz und rechtlichen Dokumenten durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte des Ansatzes, der detaillierten Beschreibung der Befähigungen nach M. Nussbaum und der Abgrenzung zur Lebensweltorientierung nach H. Tiersch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Capabilities-Ansatz, Soziale Arbeit, Befähigungen, Menschenrechte und Verwirklichungschancen.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von der Lebensweltorientierung?

Während die Lebensweltorientierung beim Alltag des Einzelnen ansetzt, fokussiert der Capabilities-Ansatz auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die ein gutes Leben ermöglichen sollen.

Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention im Text?

Die Konvention dient als Referenzpunkt, an dem die Autorin aufzeigt, dass sich viele der von M. Nussbaum postulierten Befähigungen in aktuellen Gesetzen und internationalen Vereinbarungen widerspiegeln.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin?

Die Soziale Arbeit wird als notwendige Menschenrechtsprofession verstanden, die Missstände aufdecken und die Umsetzung von Rahmenbedingungen für ein gerechteres Leben überwachen muss.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Der "Capabilities-Ansatz" und sein Bezug zur Sozialen Arbeit
Universidad
Cologne University of Applied Sciences  (Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften)
Calificación
1,3
Autor
Samantha Lason (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
16
No. de catálogo
V439577
ISBN (Ebook)
9783668792531
ISBN (Libro)
9783668792548
Idioma
Alemán
Etiqueta
Capabilities Ansatz Capability Approach Theorie Soziale Arbeit Befähigung Behindertenrechtskonvention Menschenrechte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Samantha Lason (Autor), 2014, Der "Capabilities-Ansatz" und sein Bezug zur Sozialen Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439577
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint