Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - War and Peace, Military

Krieg und seine Erscheinungsformen

Title: Krieg und seine Erscheinungsformen

Term Paper , 2004 , 12 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Benedikt von Droste zu Hülshoff (Author)

Sociology - War and Peace, Military
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

"Krieg ist die Hölle" sagte einst William T. Sherman (1830–1891) und bezog sich dabei auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen des amerikanischen Bürgerkrieges. Weniger polemisch, dafür um so deutlicher, formuliert der preußische General Carl von Clausewitz (1730–1831) das gewalttätige Wesen des Krieges in seinem Standartwerk „Vom Kriege“. Clausewitz definiert im weiteren Sinne Krieg als einen „Akt der Gewalt mit dem Ziel den Gegner zur Erfüllung des eigenen Willens zu zwingen“ , im engeren Sinne als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln .
Die Dialektik der Clausewitzschen Definition lässt einen Rückschluss auf das komplexe Wesen des Krieges zu. Sowohl die Ursachen und Motive für Kriege, als auch die verschiedenen Erscheinungsformen des Krieges sind vielfältig, denn „Krieg ist ein universales Phänomen in der Geschichte und ein zentraler Bestandteil menschlicher Erfahrung: Er ist zu finden bei nahezu allen Völkern und Kulturen, in fast allen Perioden und Erdteilen“ . Auch wenn Krieg viele Gesichter hat - das Wesen des Krieges bleibt die Gewalt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Das Wesen des Krieges

1. Typologie des Krieges

a) Zwischenstaatlicher Krieg

b) Guerillakrieg

c) Unabhängigkeitskrieg

2. Definitionen des Krieges

a) Politologische Definition

b) Ethnologische Definition

bb)Die kognitionsethnologische Hypothese

c) Evolutionsbiologische Definition

d) Kulturökologische Hypothese

3. Diskussion

4. Zusammenfassung

5. Sonderformen des Krieges

a) Psychologischer Krieg

b) Wirtschaftskrieg

c) Bandenkrieg

6. Mischformen des Krieges

a) Ethnischer Krieg

b) Terrorkrieg

7. Versuch einer eigenen Definition

II Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen Krieg unter verschiedenen theoretischen und praktischen Gesichtspunkten, um durch eine kritische Auseinandersetzung mit gängigen Definitionen eine eigene, umfassende Einordnung des Begriffs zu ermöglichen.

  • Typologien und Grundformen von kriegerischen Auseinandersetzungen
  • Kritische Analyse politologischer, ethnologischer und biologischer Definitionen
  • Untersuchung von Sonderformen wie psychologischer Krieg und Wirtschaftskrieg
  • Betrachtung von Mischformen, darunter ethnischer Krieg und Terrorkrieg
  • Ursachenforschung für die Entstehung von Kriegen in der Geschichte

Auszug aus dem Buch

b) Der Wirtschaftskrieg

Als Wirtschaftskrieg wird eine feindliche Auseinandersetzung zwischen Nationen oder Konzernen bezeichnet, in dessen Verlauf anstatt Feuerwaffen juristische, politische und/oder geheimdienstliche Instrumente Verwendung finden. Frühe Wirtschaftskriege standen seit der Antike regelmäßig in Zusammenhang mit der Kolonialisierung fremder Länder und hatten vor allem das Ziel, fremde Ressourcen zu erobern ohne einen ausführlichen bewaffneten Konflikt zu führen. Mit oftmals geringen militärischen Mitteln, jedoch weit reichenden einseitigen Handelsvereinbarungen konnten Rohstoffe und die Arbeitsleistung des kolonialisierten Landes ohne den Einsatz von Feuerwaffen ausgebeutet werden, da die einheimische Bevölkerung die Tragweite ihrer Zusagen zunächst nicht erkannte. Wurde die Ausbeutung bemerkt, hatte sich der aggressive Wirtschaftspartner bereits ausreichend Einfluss auf Gesetzesgebung und/oder Exekutive verschafft.

Gegen Mitte des vergangenen Jahrhunderts entwickelte sich die Wirtschaftsspionage als Mittel der strategischen Kriegsführung zwischen Nationen und Wirtschaftsunternehmen. Durch das gezielte Ausspähen von Staats- oder Geschäftsgeheimnissen mit Hilfe geheimdienstlicher Methoden wird hierbei versucht bestimmte Schlüsselkompetenzen zu erlangen. Das Ziel der Schädigung bzw. Vernichtung des Konkurrenten oder Teilen der gegnerischen Volkswirtschaft steht hierbei im Vordergrund. Die erfolgreiche Vernichtung oder Verteidigung von Arbeitsplätzen sowie gewachsener Infrastruktur wird in diesem Zusammenhang von den kriegsführenden Parteien ebenso als „Sieg“ oder „Niederlage“ bezeichnet, wie eine verlorene oder gewonnene Schlacht konventioneller Kriegsführung.

Zusammenfassung der Kapitel

I Das Wesen des Krieges: Dieses Kapitel führt in die Grundbegriffe ein, beleuchtet verschiedene Typologien und vergleicht diverse wissenschaftliche Definitionsansätze von der Politikwissenschaft bis zur Evolutionsbiologie.

II Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die theoretischen Betrachtungen und schließt mit Zitaten bedeutender Persönlichkeiten sowie einer reflektierenden Perspektive auf die Überwindung kriegerischer Zustände ab.

Schlüsselwörter

Krieg, Gewalt, Typologie, Politologie, Ethnologie, Evolutionsbiologie, Wirtschaftskrieg, Psychologischer Krieg, Bandenkrieg, Terrorkrieg, Konflikttheorie, Ressourcenmangel, Hegemonie, Definition, Friedensforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Wesen des Krieges und dessen vielfältige Erscheinungsformen jenseits rein konventioneller Kampfhandlungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Typologien, wissenschaftliche Definitionen, Sonderformen wie Wirtschafts- und Psychokrieg sowie Mischformen wie den Terrorkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die bestehenden Definitionen kritisch zu hinterfragen und einen eigenen Definitionsansatz für den Begriff Krieg zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene fachwissenschaftliche Hypothesen gegenüberstellt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Einordnung von Kriegen, der Kritik an engen Definitionen und der detaillierten Betrachtung nicht-konventioneller Kriegsführung.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Gewaltanwendung, politische Motive, Ressourcenkonflikte und die Transformation des Kriegsbegriffs in der Moderne.

Warum wird die politologische Definition als unzureichend kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass sie den Fokus zu stark auf den zwischenstaatlichen "großen Krieg" legt und asymmetrische Formen sowie Kleinkriege vernachlässigt.

Wie wird der Wirtschaftskrieg vom klassischen Krieg abgegrenzt?

Der Wirtschaftskrieg zeichnet sich durch den Einsatz von juristischen oder geheimdienstlichen Instrumenten statt Feuerwaffen aus, dient aber ähnlichen Zielen wie Ressourceneroberung und Konkurrenten-Vernichtung.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Krieg und seine Erscheinungsformen
College
ISW Internationales Studienzentrum Wirtschaft
Grade
1,8
Author
Benedikt von Droste zu Hülshoff (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V44017
ISBN (eBook)
9783638416856
ISBN (Book)
9783638775298
Language
German
Tags
Krieg Erscheinungsformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedikt von Droste zu Hülshoff (Author), 2004, Krieg und seine Erscheinungsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44017
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint