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Küstenformen der Nordsee

Title: Küstenformen der Nordsee

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Latzke (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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inleitung

Nach Definitionen von Gierloff-Emden (1980), Kelletat (1989), Ahnert (1996) ist die Küste eine Konfrontationszone zwischen Hydrosphäre, Atmosphäre und der Lithosphäre. Geomorphologisch sichtbar ist diese Auseinandersetzung der Elemente v.a. im direkten Uferbereich, einem Übergangssaum zwischen Land und Meer, der mal eher der einen, mal eher der anderen Gewalt unterliegt. Alle drei Einflussgrößen haben für sich allein gesprochen bereits genügend geomorphologisches Potential, um ihnen in ihrer Vielzahl von Fassetten jeweils einen eigenen Aufsatz zu widmen. Entsprechend groß ist die Vielfalt an Formen und Prozessen, wenn alle drei Größen aufeinanderprallen. Verschiedene Verwitterungsvorgänge an verschiedenen Ausgangsgesteinen in verschiedenen Regelmäßigkeiten führen zu einer Formenfülle, die dieser Aufsatz nicht erfassen kann. Es ist auch nicht das Ziel, die Formgebungen der Nordseeküsten zu katalogisieren. Vielmehr ist mein Ziel, diejenigen Prozesse zu erklären, die zur Küstenbildung im Allgemeinen führen, bzw. die Bildung der deutschen Wattenküste im speziellen zu beleuchten.

1. Prozesse der Küstenformung

1.1 Einleitung

Wie bereits erwähnt, ist der Ort der stärksten geomorphologischen Aktivität im Küstenraum das Ufer. Es verlagert sich mit der Höhe des Wasserstandes nach klimatischen Veränderungen oder im Rhythmus der Gezeiten. Die litorale Formgebung ist unmittelbar an das Niveau des Meeresspiegels gebunden.

Über einen erdgeschichtlichen Zeitraum betrachtet kam es durch aufeinander folgende globale Kälte- oder Wärmeperioden zu eustatischen Bewegungen des Meeresspiegels. Einen Anstieg des Meeresspiegels bezeichnet man als Trans- ein Absinken desselben als Regression. Darüber hinaus kann eine Veränderung der Küste auch an tektonischen oder isostatischen Bewegungen der Erdkruste liegen, wie es beispielsweise in Norwegen der Fall war. Norwegen hat sich nach dem Abtauen der Eismassen der letzten Kälteperiode sukzessive gehoben und tut das auch noch heute (Becht M., Vorlesung E 5020, KU-Eichstätt, 18.05.04).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Prozesse der Küstenformung

1.1 Einleitung

1.2 Küstenentwicklung nach Valentin

1.3 Litorale Serie

2. Wellen

2.1 Physikalische Grundlagen der Wellenbewegung

2.2 Refraktion

2.3 Sedimentation durch Brandung

2.4 Küstenversatz

3. Gezeiten

3.1 Physikalische Grundlagen

3.2 Spring- und Nipptide

3.3 Tidenhub und Tidenströmung

4. Die Watten

4.1 Überblick über die Genese der heutigen Nordsee

4.2 Inselbildung

4.3 Die Entstehung der Watten unter dem Einfluss der Gezeiten

4.4 Marschen

5. Nachtrag

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den geomorphologischen Prozessen, die zur Küstenbildung an der Nordsee führen, und untersucht insbesondere die physikalischen und geologischen Mechanismen, die die Wattenküste formen.

  • Prozesse der Küstenformung und Küstenentwicklung
  • Physikalische Dynamik von Wellen und Brandung
  • Einfluss der Gezeiten auf das Küstengeschehen
  • Genese und Morphologie des Wattenmeeres und seiner Inseln

Auszug aus dem Buch

2.2 Refraktion

Die sich ausbreitende Welle trifft im Normalfall schräg auf den Uferbereich auf. Der dem Ufer nahe Teil wird von der immer geringer werdenden Wassertiefe gebremst. Das ist dann der Fall, wenn die Wassertiefe unter der halben Wellenlänge liegt, und die untersten Teilchen auf ihren Orbitalbahnen nicht mehr ungehindert die Kreisbewegung durchführen können. Der gebremste Teil der Welle schwenkt dadurch in Uferrichtung ein, ein Prozess, der sich durch die gesamte Längsausdehnung des Wellenberges zieht, solange der Uferbereich ansteigt. Die Refraktion ist der Grund, weshalb die Welle immer beinahe senkrecht auf den Strand aufläuft.

Mit der Verminderung der Wellengeschwindigkeit C vermindert sich natürlich auch die Wellenlänge, während die Wellenperiode T die gleiche bleibt. Die Welle wird gestaucht. Durch das Auflaufen auf den Strand wird die Vorderseite stärker gebremst als die Hinterseite des Wellenberges, die infolge dessen aufläuft. Der Wellenberg höht sich auf, die beiden Flanken werden steiler.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prozesse der Küstenformung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe der Küstengeomorphologie und stellt mit dem Modell von Valentin die zwei zentralen Faktoren Vertikalbewegung und Abrasion/Sedimentation vor.

2. Wellen: Hier werden die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Wellenentstehung, ihrer Ausbreitung sowie die Prozesse der Refraktion, Sedimentation und des Küstenversatzes beschrieben.

3. Gezeiten: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung von Ebbe und Flut durch astronomische Einflüsse sowie den daraus resultierenden Phänomenen wie Spring- und Nipptiden und Tidenströmungen.

4. Die Watten: Der Fokus liegt auf der geologischen Entstehungsgeschichte der Nordsee, der Bildung von Inseln sowie der spezifischen Entwicklung des Wattenmeeres unter dem Einfluss der Gezeiten.

5. Nachtrag: Ein kurzer Ausblick auf die ökologische Fragilität des Wattenmeeres und die Gefährdungen durch anthropogene Eingriffe sowie den Klimawandel.

Schlüsselwörter

Nordsee, Küstenformung, Gezeiten, Wattenmeer, Brandung, Wellenbewegung, Refraktion, Sedimentation, Tidenhub, Inselbildung, Küstenschutz, Morphodynamik, Ebbe, Flut, Geomorphologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die geomorphologischen Prozesse, die zur Küstenbildung an der Nordseeküste führen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf Küstenprozesse, Wellendynamik, Gezeitenmechanismen und die geologische Genese der Watten und Inseln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Prozesse zu erklären, die zur Bildung der deutschen Wattenküste führen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse geomorphologischer Konzepte und der Auswertung bestehender Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die physikalischen Grundlagen der Wellenbewegung, die Gezeiten, die Entstehung der Watten sowie die Rolle der Küstenentwicklung nach Valentin.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geomorphologie, Sedimentation, Tidenhub, Brandung und die Genese der Nordseeküste.

Welche Bedeutung hat die "Refraktion" für den Küstenbereich?

Die Refraktion bewirkt, dass Wellen durch die abnehmende Wassertiefe vor der Küste abgebremst werden und infolgedessen beinahe senkrecht auf den Strand auflaufen.

Wie unterscheiden sich die Inseltypen der Nordsee laut Arbeit?

Es werden drei Typen unterschieden: Barriereinseln, Inseln mit einem pleistozänen Kern aus altem Material und Marscheninseln, die aus ehemaligem Festland bestehen.

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Details

Title
Küstenformen der Nordsee
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Institut für physische Geographie)
Course
Proseminar physische Geographie
Grade
1,3
Author
Peter Latzke (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V44049
ISBN (eBook)
9783638417136
ISBN (Book)
9783638947756
Language
German
Tags
Küstenformen Nordsee Proseminar Geographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Latzke (Author), 2004, Küstenformen der Nordsee, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44049
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