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Bilanzielle Behandlung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3

Title: Bilanzielle Behandlung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Penzkofer (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichte am 31.03.2004 den internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS 3. Die erste Phase des Business Combinations- Projektes ist damit abgeschlossen. Der International Financial Reporting Standard (IFRS) 3 weist grundlegende Änderungen der bilanziellen Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen (Business Combinations) auf. Wichtige Neuerungen gegenüber dem bisher geltenden International Accounting Standard (IAS) 22 gab es u.a. im Bezug auf die Bilanzierungsmethode sowie den Ansatz und die Bewertung von erworbenen Vermögenswerten und Schulden. 1 Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) empfahl der EU-Kommission den IFRS 3 im Rahmen des Endorsement-Verfahrens anzuerkennen. 2 Am 31.12.2004 übernimmt diese den IFRS 3 mit der Veröffentlichung der Verordnung Nr. 2236/2004 im EU-Amtsblatt.3 Von der verpflichtenden Anwendung der IAS/IFRS für kapitalmarktorientierte Konzerne in der EU ab 2005 bzw. 2007 sind nach einer Studie von PriceWaterhouseCoopers (PWC) 789 deutsche Unternehmen betroffen. 4 Im Hinblick auf die künftige Anwendung des IFRS 3, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage, wie identifizierbare Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses bilanziell zu behandeln sind.

Das IASB hat sich nach IFRS 3.IN 6 zwei zentrale Ziele gesetzt.5 Einerseits soll die Qualität der Rechnungslegung verbessert und andererseits internationale Konvergenz herbeigeführt werden. 6 Vor diesem Hintergrund geht die Arbeit auf die bilanzielle Behandlung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 ein. Es werden insbesondere die allgemeinen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Erst- und Folgebilanzierung sowie der Auflösung eines Zusammenschlusses dargeste

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Untersuchung

1.3 Definition der wichtigsten Begriffe

2. Grundlagen

2.1 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen

2.2 Erwerbsmethode

3. Bilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation

3.1 Prozess der Kaufpreisallokation

3.2 Erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses

3.2.1 Ansatz identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden

3.2.1.1 Materielle Vermögenswerte

3.2.1.2 Immaterieller Vermögenswerte

3.2.1.3 Schulden

3.2.1.4 Eventualschulden

3.2.2 Bewertung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden

3.2.2.1 Neubewertungsmethode

3.2.2.2 Materielle Vermögenswerte

3.2.2.3 Immaterielle Vermögenswerte

3.2.2.4 Schulden

3.2.2.5 Eventualschulden

3.2.2.6 Bewertung auf Basis vorläufiger Werte

3.2.3 Behandlung eines verbleibenden Unterschiedsbetrages

3.3 Folgebilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses

3.3.1 Materielle Vermögenswerte

3.3.2 Immaterielle Vermögenswerte

3.3.3 Schulden

3.3.4 Eventualschulden

3.3.5 Korrekturen von Bewertungen auf Basis vorläufiger Informationen

3.4 Auflösung eines Unternehmenszusammenschlusses

3.5 Sonderfälle

3.5.1 Umgekehrter Unternehmenserwerb

3.5.2 Sukzessiver Unternehmenszusammenschluss

4. Fallbeispiel

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen unter Anwendung des IFRS 3, um die Qualität der Rechnungslegung zu verbessern und internationale Konvergenz zu fördern.

  • Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung identifizierbarer Vermögenswerte
  • Erst- und Folgebilanzierung bei Unternehmenserwerben
  • Bilanzierung von Eventualschulden und immateriellen Vermögenswerten
  • Behandlung des Goodwills als Residualgröße
  • Kritische Würdigung der Neuerungen gegenüber IAS 22

Auszug aus dem Buch

3.2.1.2 Immaterieller Vermögenswerte

Nach IFRS 3.Anhang A ist ein immaterieller Vermögenswert (Intangible Asset) ein „identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz“. Es wird auf den IAS 38 verwiesen. Die speziellen Kriterien und allgemeinen Definitionskriterien sind zu beachten.

Ein Intangible Asset muss nach IAS 38.11 identifizierbar sein. Er ist identifizierbar, wenn er auf Basis einer vertraglichen oder rechtlichen Grundlage besteht oder separierbar ist. Nach IAS 38.12 liegt Separierbarkeit vor, wenn eine Vermietung, ein Kauf oder Vertrieb des immateriellen Vermögenswertes oder zusammen mit einem Vertrag, einem Vermögenswert oder einer Schuld möglich ist. Diese Präzisierung geht aus der Verabschiedung des IFRS 3 hervor. Sie ist Folge der Abschaffung der planmäßigen Abschreibung des Goodwills und soll die Abgrenzung einer Vielzahl von Intangible Assets ermöglichen, die somit nicht mehr unter den Goodwill fallen.

Auch sind die Ansatzkriterien des IAS 38.21 zu beachten. Der Ansatz setzt die Wahrscheinlichkeit voraus, dass dem Unternehmen die aus den Vermögenswerten erwarteten Vorteile auch tatsächlich zufließen Zudem müssen die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmbar sein.

Speziell für Unternehmenszusammenschlüsse wird nach IAS 38.21 auf das Wahrscheinlichkeitskriterium generell verzichtet. Es gilt nach IFRS 3.BC 69 als erfüllt, da sich die Kosten aus dem Fair Value ergeben und in diesen die Erwartungen des Marktes über den zukünftigen wahrscheinlichen Nutzenzufluss enthalten sind. Damit kann es Abgrenzungsprobleme zwischen immateriellen Vermögenswerten und ungewissen immateriellen Vermögenswerten geben. Eine Entobjektivierung der Kaufpreisallokation wird befürchtet, was bilanzielle Ermessensspielräume mit sich bringt. IFRS3.IE A – E zeigt Beispiele für Intangible Assets. Es wird u.a. zwischen marketingbezogenen immateriellen Vermögenswerten wie Marken und technologiebasierten Werten wie Software differenziert. IFRS 3.45 nennt Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage nach Veröffentlichung des IFRS 3, der Ziele der Untersuchung sowie der Definition relevanter Begrifflichkeiten.

2. Grundlagen: Erläuterung der verschiedenen Arten von Unternehmenszusammenschlüssen und der zwingend anzuwendenden Erwerbsmethode.

3. Bilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation: Zentrale Analyse des Prozesses der Kaufpreisallokation, der Erst- und Folgebewertung sowie der spezifischen Behandlung von Eventualschulden und des Goodwills.

4. Fallbeispiel: Anwendung der theoretischen Konzepte auf konkrete Szenarien (Share Deal und Asset Deal) zur Illustration der bilanziellen Auswirkungen.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende kritische Würdigung der Auswirkungen des IFRS 3 auf die Rechnungslegungspraxis und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

IFRS 3, Unternehmenszusammenschluss, Erwerbsmethode, Kaufpreisallokation, Identifizierbare Vermögenswerte, Schulden, Fair Value, Goodwill, Immaterielle Vermögenswerte, Eventualschulden, Neubewertung, Konzernabschluss, Asset Deal, Share Deal, IASB

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bilanzielle Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen unter den Anforderungen des Rechnungslegungsstandards IFRS 3.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Identifikation und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden beim Unternehmenserwerb sowie deren anschließende Behandlung in der Erst- und Folgebilanzierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen der IFRS 3-Regelungen auf die Rechnungslegung zu untersuchen und die methodischen Schritte bei einer Kaufpreisallokation darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive und analysierende Auswertung der geltenden Standards des IASB sowie die Anwendung dieser Theorie auf Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Prozess der Kaufpreisallokation, die spezifische Bewertung materieller und immaterieller Vermögenswerte sowie den Umgang mit Eventualschulden und dem Goodwill.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind IFRS 3, Fair Value, Kaufpreisallokation, Goodwill und Erwerbsmethode.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Eventualschulden nach IFRS 3 von allgemeinen Standards?

IFRS 3 verlangt eine Passivierung von Eventualschulden bei Erwerben, sofern ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmbar ist, was von den strengeren Ansatzverboten anderer Standards abweicht.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen materiellen und immateriellen Werten eine Rolle?

Die Separierbarkeit und Identifizierbarkeit immaterieller Werte sind entscheidend, um den Goodwill als Residualgröße korrekt abzugrenzen und bilanzielle Ermessensspielräume zu verstehen.

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Details

Title
Bilanzielle Behandlung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Prüfungswesen)
Grade
1,3
Author
Andreas Penzkofer (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V44107
ISBN (eBook)
9783638417617
ISBN (Book)
9783638677110
Language
German
Tags
Bilanzielle Behandlung Vermögenswerte Schulden Rahmen Unternehmenszusammenschlusses IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Penzkofer (Author), 2005, Bilanzielle Behandlung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44107
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