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Psychologie des Rassismus. Von der Fremdenangst zum Fremdenhass

Titel: Psychologie des Rassismus. Von der Fremdenangst zum Fremdenhass

Hausarbeit , 2016 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jessie Kristen (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Berührungspunkte zum Rassismus sind gerade in der heutigen Zeit wieder sehr präsent. Aktuelle Debatten zur Flüchtlingspolitik schüren den Fremdenhass bis ins Unermessliche, wobei sich immer mehr Anhänger mit einer Neigung zum Rechtsextremismus zu Parteien bekennen, die diesen offensichtlich vertreten. Viele reden auch einfach nur von Angst, der Islam könne uns überrennen und letztendlich zu einer Islamisierung Deutschland führen. Projiziert werden diese Ängste immer vom eigenen Selbst auf ein bestimmtes Feindbild, in diesem Fall auf die Menschen, die selber aus dem Motiv der Angst zu uns nach Deutschland kommen. Die Szenarien, die sich seit der Zuspitzung des Flüchtlingsdramas abspielen, erinnern teilweise an Schreckensgeschichten aus dem zweiten Weltkrieg zur Zeit des Nationalsozialismus. Wie kann es also dazu kommen, dass die Menschen nicht aus ihrer Historie gelernt haben und erneut die gleichen Verhaltensmuster und Denkweisen an den Tag legen, die Millionen unschuldiger Menschen das Leben gekostet haben? Und wo fängt realer Rassismus überhaupt an? Bloß wenn man schon denkt, dass „Fremde“ einem selbst und dem Land möglicherweise schaden können oder erst, wenn man seine Gedanken auch in Taten spielen lässt?

Mit diesen Fragen und der zentralen Fragestellung, wie es psychologisch betrachtet mög-lich ist, eine Angst vor dem Fremden zu verspüren und in Hass und Rassismus ausarten zu lassen, beschäftigt sich die nachfolgende Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematik und Relevanz der Arbeit

1.2 Gliederung des Hauptteils

2. Der Begriff des Rassismus

2.1 Definitionsansätze und Ursachen

2.2 Charakteristika von Rassisten und Rechtsextremen

2.3 „Xenophobie“ – Die Angst vor dem Fremden

3. Aktueller Hintergrund

3.1 Parteien und Anhänger mit rechtsextremem Hintergrund

3.2 Strategien zur Verbreitung von Fremdenhass

3.3 Gegeninitiativen

3.3.1 „PRO ASYL“

3.3.2 „No To Racism“ – UEFA

4. Schluss

4.1 Zusammenfassung

4.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen, die dazu führen, dass eine abstrakte Angst vor dem Fremden (Xenophobie) in konkreten Hass und rassistisches Gedankengut mündet, und analysiert, wie politische Gruppierungen diese Ängste im aktuellen gesellschaftlichen Kontext instrumentalisieren.

  • Psychologische Ursachen und Entstehung von Rassismus
  • Die Rolle von Projektionen und „Über-Ich“-Pathologien
  • Politische Instrumentalisierung von Angst durch Rechtspopulismus
  • Sozialpsychologische Dynamiken in Gruppenbildungsprozessen
  • Gegenstrategien durch zivilgesellschaftliche Initiativen

Auszug aus dem Buch

2.1 Definitionsansätze und Ursachen

„Die Logik des Rassismus ist eine Logik des Fiktionalen.“ So beschreibt der Psychologe Paul Mecheril das Phänomen, mit dem sich Wissenschaftler seit den zwanziger Jahren beschäftigen und nach Ursachen für die Existenz einer Abneigung gegenüber Fremden suchen. Fiktional bedeutet, dass gewissen Diskrepanzen mit der Realität vorliegen müssen, was beim Rassismus der Fall ist. Robert Miles, Leiter der Forschungsgruppe „Migration und Rassismus“ an der Glasgower Universität, beschreibt die Problematik wie folgt: „Rassen […] sind gesellschaftliche Fiktionen, keine biologischen Realitäten.“ Dies bedeutet, dass Rassismus nicht immer an realen Eigenschaften von Menschen fremder Kulturen festgemacht werden kann, sondern der negativen Bewertungsschemata der Gesellschaft unterliegen und von dieser heraufbeschworen werden. Dabei sind es oft Äußerlichkeiten wie das Kopftuch bei Migrantinnen, die eine Wertung mit sich bringen und von der Gesellschaft auf ihre Weise negativ behaftet interpretiert werden.

Um Rassismus begreifen zu können, muss der Blick auf Beziehungen zwischen Gruppen und deren „Wertekanon“ gerichtet werden. Die Sozialpsychologie geht davon aus, dass die „Rasse“ eine „soziale Konstruktion“ ist und immer als „kollektives Phänomen“ im gesamtgesellschaftlichen Kontext betrachtet werden muss. Rassismus und Fremdenangst sind folglich „Gruppenphänomene“ und entstehen aus dessen Dynamik heraus. Gruppen werden in sozialen Prozessen ausgehandelt und setzen sich innerhalb einer Gesellschaft zusammen. Rassistische Denkweisen sind dementsprechend nicht individuell, sondern „in der Organsation des gesellschaftlichen Miteinanders verortet“. Man spricht auch von einer „institutionalisierten Diskriminierung bestimmter Menschengruppen“. Über diese Gruppen von Fremden, Andersartigen oder Außenseitern wird ein Werturteil heraufbeschworen und allein mit der Zugehörigkeit zu dieser bestimmten Gruppe, wie zum Beispiel „die Flüchtlinge“, begründet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Rassismus-Themas in der heutigen Zeit ein und definiert die psychologische Fragestellung zur Entstehung von Fremdenangst und -hass.

2. Der Begriff des Rassismus: Dieses Kapitel erläutert definitorische Ansätze und psychologische Ursachen, inklusive der Konzepte von „Xenophobie“ und der Rolle von Gruppenphänomenen bei der Ausgrenzung.

3. Aktueller Hintergrund: Das Kapitel beleuchtet politische Akteure wie NPD und AfD, deren Strategien zur Verbreitung von Fremdenhass sowie zivilgesellschaftliche Gegeninitiativen wie „PRO ASYL“ und „No To Racism“.

4. Schluss: Der abschließende Teil fasst die zentralen Thesen zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit persönlicher Auseinandersetzung mit dem Thema, um Rassismus langfristig zu mindern.

Schlüsselwörter

Rassismus, Fremdenangst, Xenophobie, Sozialpsychologie, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Identitätsbildung, Projektion, Gruppenphänomen, Flüchtlingskrise, Diskriminierung, Gruppenidentität, Fremdengruppe, Psychoanalyse, Toleranz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologischen Hintergründe von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die psychologische Definition von Rassismus, die Entstehung von Fremdenangst, die Rolle rechtsextremer Parteien sowie der zivilgesellschaftliche Widerstand gegen Diskriminierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, psychologisch zu ergründen, wie Angst vor dem Fremden entsteht und unter welchen Bedingungen diese in Hass und Rassismus umschlagen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur aus der Psychologie und Sozialpsychologie sowie der Analyse aktueller politischer Ereignisse und Initiativen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Erklärungsmodelle zum Rassismus dargelegt und anschließend auf den aktuellen politischen Kontext (AfD, Pegida) sowie Gegeninitiativen angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Xenophobie, Identitätsbildung, Gruppenphänomene, soziale Konstruktion und Rechtspopulismus geprägt.

Welche Rolle spielt die Psychoanalyse in dieser Arbeit?

Die Psychoanalyse dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, wie Individuen eigene negative Ich-Anteile auf „Fremde“ projizieren, um das eigene Selbstwertgefühl zu stabilisieren.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Medien bei der Entstehung von Rassismus?

Die Arbeit stellt fest, dass Medien durch die fokussierte Berichterstattung über kriminelle Einzelfälle mit Migrationshintergrund Ängste schüren und somit rassistische Tendenzen befeuern können.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychologie des Rassismus. Von der Fremdenangst zum Fremdenhass
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,0
Autor
Jessie Kristen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V441098
ISBN (eBook)
9783668796317
ISBN (Buch)
9783668796324
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychologie rassismus fremdenangst fremdenhass
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessie Kristen (Autor:in), 2016, Psychologie des Rassismus. Von der Fremdenangst zum Fremdenhass, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441098
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Leseprobe aus  20  Seiten
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