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Unterstützte Kommunikation als pädagogisches Hilfskonzept bei selbstverletzendem Verhalten im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Eine explorative Studie zur Verwendung von UK-Methoden bei einer selbstverletzenden SchülerInnenschaft an Leipziger Schulen

Título: Unterstützte Kommunikation als pädagogisches Hilfskonzept bei selbstverletzendem Verhalten im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2018 , 96 Páginas

Autor:in: Anna Kupferschmid (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Kommunikation ist für die menschliche Existenz essentiell. Über sie teilt sich der Mensch mit, kann Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche verdeutlichen. Menschen mit einer sogenannten zugeschrieben geistigen Behinderung jedoch, bilden häufig keine expressive Lautsprache aus. Die kognitive Entwicklung, Motivation, Selbstvertrauen sowie das eindeutige Kommunizieren von Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen ist für diesen Personenkreis stark eingeschränkt. Diverse Untersuchungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass diese Einschränkung zu einer Begünstigung von selbstverletzenden Verhaltensweisen führen kann. Nicht selten verwenden nicht-lautsprachlich-kommunizierende Menschen Selbstverletzungen als Reaktion auf kommunikative Einschränkungen. Hier übernimmt die Förderpädagogik die Aufgabe bei nicht-lautsprachlich kommunizierenden SchülerInnen, durch systematische Interventionen und adaptive Unterrichtsgestaltung selbstverletzenden Verhaltensweisen entgegenzuwirken.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit trafen drei Lehrkräfte an zwei verschiedenen Leipziger Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Aussagen zu der Verwendung von Methoden der Unterstützten Kommunikation (UK) als pädagogisches Hilfskonzept bei selbstverletzenden Verhaltensweisen. Die Ergebnisse zeigen ein sehr heterogenes Bild. Während die Schilderungen der befragten Lehrkräfte, UK als pädagogische Methode im Unterricht durch den Einsatz von unterstützenden Gebärden, Symbolen und elektronischen UK-Mitteln und teilweise auch in Pausensituationen erkennen ließen, verwendeten nur zwei der drei Befragten die Mittel konkret als pädagogisches Hilfskonzept, um selbstverletzenden Verhaltensweisen entgegenzuwirken. Durch die Auswertung der Interviews konnten diese Differenzen insbesondere auf personale Grenzen zurückgeführt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeiten und theoretischer Hintergrund

2.1 Bestimmung des Personenkreises

2.2 Herausforderndes Verhalten

2.3 Selbstverletzendes Verhalten

2.3.1 Ätiologie

2.4 Kommunikation

2.4.1 Kommunikation bei Menschen mit sogenannter zugeschriebener geistiger Behinderung

2.5 Pädagogische Hilfskonzepte bei selbstverletzenden Verhaltensweisen

2.5.1 Funktionales Kommunikationstraining

2.5.2 Unterstützte Kommunikation

2.5.2.1 Zielgruppe und Zielstellungen

2.5.2.2 Methoden und Ansätze

3. Explorative Studie

3.1 Vorüberlegungen

3.2 Fragestellung

3.3 Aktueller Forschungsstand und Quellenlage

3.4 Erhebungsinstrument

3.4.1 Forschungsethische Aspekte

3.5 Durchführung der Datenerhebung

3.5.1 Datenaufbereitung

3.6 Ergebnisdarstellung

3.6.1 Angaben zur Stichprobe

3.6.2 Darstellung und Ausführung der Ergebnisse

4. Konklusion und Ausblick

4.1 Inhaltliche Diskussion und Fazit

4.2 Methodische Diskussion und Fazit

4.3 Forschungsdesiderate

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert das pädagogische Hilfskonzept der Unterstützten Kommunikation (UK) an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung bei der Arbeit mit SchülerInnen einnimmt, die instrumentell selbstverletzendes Verhalten zeigen. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit Lehrkräfte in Leipzig UK-Methoden nutzen, um diesen Verhaltensweisen entgegenzuwirken.

  • Analyse des theoretischen Hintergrunds zu geistiger Behinderung, herausforderndem und selbstverletzendem Verhalten
  • Untersuchung der Rolle von Kommunikation als grundlegendem Recht und Hilfskonzept
  • Explorative qualitative Studie mit Lehrkräften an Leipziger Förderschulen
  • Diskussion der Chancen und Grenzen von UK-Methoden im Schulalltag und bei der Prävention von Selbstverletzungen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Trennung der förderpädagogischen Fachrichtungen sowohl an den lehrenden Einrichtungen, als auch an Schulen, lässt den Eindruck entstehen, SchülerInnen tragen entweder das Etikett einer ‚geistigen Behinderung‘ oder werden mit dem Stempel ‚verhaltensauffällig‘ versehen. Ein Blick in die Praxis zeigt jedoch: Geistige Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten sind oft nicht voneinander zu trennen. Dennoch sind gängige Auffassungen hinsichtlich Art und Genese herausfordernder Verhaltensweisen weitestgehend durch eine negative Beurteilung geprägt. Insbesondere einer Unterform von herausfordernden Verhaltensweisen wird in der Regel wenig Verständnis entgegengebracht, dem selbstverletzenden Verhalten. Es bildet nach wie vor ein Randthema in der Pädagogik und Forschung. In der Folge mangelt es an schlüssigen und eindeutigen Erklärungsansätzen der Verhaltensweisen, so dass es hierdurch zu einer Stigmatisierung des Personenkreises kommt. Menschen, die selbstverletzende Verhaltensweisen zeigen werden bisweilen als seltsam und abstoßend erlebt.

In einem Praktikum, lernte ich eine junge Frau kennen. Es wurde mir von einer Lehrkraft erzählt, die Schülerin spreche nicht und könne deshalb nur sehr bedingt am Unterricht teilnehmen. Bei Hefteinträgen sollte ich für sie mitschreiben – die Schülerin biss sich währenddessen in den Handrücken. In Pausensituationen sollte ich ihr Tee einschenken und ihr ein Brot zubereiten – die Schülerin schlug sich mit der Faust an die Stirn. Die selbstverletzenden Verhaltensweisen, so die Aussagen der Lehrkraft, zeige sie schon immer, seit sie an der Schule sei. Warum? – Das wisse keiner so genau, so sei sie halt – bei ‚Autisten‘ ja so üblich. Ich fühlte mich unwohl. Zum einen erschreckten mich die Verhaltensweisen der Schülerin (als auch der Umgang der Lehrkräfte mit den Verhaltensweisen), zum anderen hatte ich das Gefühl, durch meine Handlungen die Selbstbestimmung der Schülerin nicht zu gewährleisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Stigmatisierung von SchülerInnen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten und schildert ein praktisches Fallbeispiel, das die Notwendigkeit von Kommunikation verdeutlicht.

2. Begrifflichkeiten und theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert geistige Behinderung, herausforderndes Verhalten und selbstverletzendes Verhalten und verknüpft diese mit dem Konzept der Unterstützten Kommunikation als pädagogischem Hilfsmittel.

3. Explorative Studie: Hier werden die Vorüberlegungen, die Fragestellung und die methodische Vorgehensweise der qualitativen Befragung von Lehrkräften an Leipziger Förderschulen detailliert dargestellt.

4. Konklusion und Ausblick: Das Fazit wertet die Ergebnisse der Untersuchung aus, diskutiert die Bedeutung von UK in der Praxis und benennt Forschungsdesiderate für die zukünftige pädagogische Arbeit.

Schlüsselwörter

Menschen mit zugeschriebener geistiger Behinderung, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, herausforderndes Verhalten, selbstverletzendes Verhalten, Kommunikation, Unterstützte Kommunikation, pädagogische Hilfskonzepte, Empowerment, qualitative Inhaltsanalyse, Lehrkräfte, Förderschule, Sprache, Teilhabe, Stigmatisierung, Verhaltensanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verwendung von Methoden der Unterstützten Kommunikation als pädagogisches Hilfskonzept für SchülerInnen mit zugeschriebener geistiger Behinderung, die selbstverletzende Verhaltensweisen als Ausdrucksmittel nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der theoretische Hintergrund zu geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten, die Rolle der Kommunikation sowie die praktische Anwendung und Wirkung von UK-Methoden im Förderschulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, herauszufinden, welchen Stellenwert UK-Methoden bei der Arbeit mit nicht-lautsprachlich kommunizierenden SchülerInnen haben, die selbstverletzendes Verhalten zeigen, und wie Lehrkräfte diese Methoden im Alltag umsetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf teilstrukturierten Leitfadeninterviews mit Lehrkräften, die mittels der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine explorative Studie, die das Erleben der Lehrkräfte, deren Erklärungsansätze für das Verhalten und die praktische Umsetzung von UK an Leipziger Schulen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind selbstverletzendes Verhalten, Unterstützte Kommunikation, geistige Entwicklung, Förderschule, Kommunikationseinschränkungen und Empowerment.

Wie stehen Lehrkräfte zu dem Konzept der Unterstützten Kommunikation?

Den befragten Lehrkräften ist das Konzept der UK bekannt; sie bewerten es als wichtige Chance zur Teilhabe, weisen jedoch auf personelle und individuelle Grenzen bei der Umsetzung hin.

Warum wird selbstverletzendes Verhalten oft als Kommunikation interpretiert?

Die Arbeit argumentiert, dass nicht-lautsprachlich kommunizierende SchülerInnen bei fehlenden alternativen Ausdrucksmöglichkeiten auf herausforderndes Verhalten zurückgreifen, um Bedürfnisse mitzuteilen oder auf widrige Lebensbedingungen aufmerksam zu machen.

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Detalles

Título
Unterstützte Kommunikation als pädagogisches Hilfskonzept bei selbstverletzendem Verhalten im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Subtítulo
Eine explorative Studie zur Verwendung von UK-Methoden bei einer selbstverletzenden SchülerInnenschaft an Leipziger Schulen
Universidad
University of Leipzig  (Förderpädagogik)
Curso
Lehramt Sonderpädagogik (Neues Staatsexamen)
Autor
Anna Kupferschmid (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
96
No. de catálogo
V441242
ISBN (Ebook)
9783668796935
ISBN (Libro)
9783668796942
Idioma
Alemán
Etiqueta
unterstützte kommunikation hilfskonzept verhalten förderschwerpunkt entwicklung eine studie verwendung uk-methoden schülerinnenschaft leipziger schulen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Kupferschmid (Autor), 2018, Unterstützte Kommunikation als pädagogisches Hilfskonzept bei selbstverletzendem Verhalten im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441242
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