Motorische Fähigkeiten im Kursbereich. Planung eines Gruppentrainings für Wirbelsäulengymnastik

Eine Kursplananalyse


Einsendeaufgabe, 2016

14 Seiten, Note: 2,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Motorische Fähigkeiten im Kursbereich
1.1 Kraft
1.2 Ausdauer
1.3 Beweglichkeit
1.4 Koordination

2 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

3 Kursplananalyse

4 Planung einer Wirbelsäulengymnastik
4.1 Zielgruppe
4.2 Material
4.3 Stundenplanung
4.4 Begründung

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Motorische Fähigkeiten im Kursbereich

1.1 Kraft

Definition: Muskelleistungen, deren Werte der Krafteinsätze über 30 Prozent der jeweils individuellen möglichen Maxima liegen, nennt man Kraftfähigkeit.

Die Kraft hat folgende Erscheinungsformen: Die Maximalkraft, die Schnellkraft und die Kraftausdauer.

Bei Übungen wie z.B. Crunches und Kniebeugen mit jeweils 16 Wiederholungen und 2 Sätzen pro Übung, handelt es sich um Kraftausdauertraining.

1.2 Ausdauer

Definition: Eine bestimmte Belastung über eine möglichst lange Zeit aufrechterhalten zu können, ohne vorzeitig physisch und psychisch zu ermüden, und sich so schnell wie möglich wieder zu regenerieren, beschreibt die Ausdauerfähigkeit.

Die Ausdauer wird in die aerobe und anaerobe Ausdauer untergliedert.

Bei Übungen wie z.B. Joggingeinheiten und Crosseinheiten mit jeweils einer Dauer von 60 Minuten pro Übung, handelt es sich um aerobes Ausdauertraining.

1.3 Beweglichkeit

Definition: Bewegungen mit der geeigneten Schwingungsweite der beteiligten

Gelenke, gezielt und willkürlich ausführen zu können, beschreibt die Beweglichkeit.

Tab. 1 Einflussfaktoren auf die Beweglichkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei Dehnübungen wie z.B. bei der großen Brustmuskulatur durch Antagonistenkontraktion, wird aktives Dehnen ausgeübt. Bei einer haltenden Dehnung der großen Brustmuskulatur, bei der es während der Dehnung keinerlei Bewegung gibt, wird statisches Dehnen praktiziert.

1.4 Koordination

Definition: Das Zusammenwirken von Skelettmuskulatur und Zentralnervensystem innerhalb einer bestimmten Bewegung, bezeichnet man als Koordination.

Tab. 2 Inter- und Intramuskuläre Koordination

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei Übungen für die intermuskuläre Koordination, wie z.B. bei Bankdrücken, sind mehrere bzw. folgende Muskeln beteiligt; (M. pectoralis major, M. pectoralis minor, M. deltoideus (vorderer Anteil), M. triceps brachii)

Bei der Durchführung von Kniebeugen sind ebenfalls mehrere Muskeln beteiligt;

(M. quadriceps femoris, M. glutaeus maximus, Mm. ischiocrurales u. a.)

2 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

Zu den Rahmenbedingungen gehören die passende Räumlichkeiten, um eine optimale Kursstunde durchzuführen. Die Raumgröße und Raumform spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn sie sind der Teilnehmerzahl und dem Kursinhalt zu optimieren.

Die Ausstattung ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, welches dringend anzupassen ist, um eine effektive Kursstunde zu praktizieren. Hierbei sind zu überprüfen, ob eine passenden Musikanlage vorhanden ist, ob ausreichend Hilfsmittel und Kleingeräte, wie z.B. Matten, Thera-Bänder, Kurzhantel usw. zur Verfügung stehen.

Als nächstes sollte die Zielgruppe festgelegt werden. Die Gruppengröße ist entscheidend und sollte den Räumlichkeiten und der Anzahl der zur Verfügung stehenden Kleingeräte angepasst werden. Die Gruppengröße ist dem Ziel der Kursstunde anzupassen, d.h. bei gesundheitsorientierten Kursen, wie z.B. Rücken-Kurse, sollte man die Teilnehmeranzahl limitieren, damit der Kursleiter einen besseren Überblick hat.

Um effektiv und zielorientiert zu arbeiten, ist das Leistungslevel der Kursinhalte den Teilnehmern anzupassen. Anfänger sollten nicht allzu sehr überfordert und Fortgeschrittenen nicht unterfordert werden, um die Besucheranzahl beizubehalten bzw. zu steigern.

Bei der Inhaltsplanung des Kurses ist die Zielsetzung eines der wichtigsten Kriterien. Die Ziele sind dringend der Zielgruppe anzupassen und umgekehrt ist die Zielgruppe den Zielen der Kurse festzulegen. D.h. zum Beispiel, dass es wenig sinnvoll ist für Anfänger bei einem fortgeschrittenen Aerobic-Kurs teilzunehmen.

Daher ist es sinnvoll lang- und kurzfristige Ziele der Kursstunden festzulegen. Z.B. die Verbesserung der sportmotorischen Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination) (langfristige Ziele) oder das Erlernen einer neuen Übung oder Schrittfolge (kurzfristige Ziele).

3 Kursplananalyse

Tab.3 Kursplan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Analyse des Kursplans:

Aus organisatorischer Sicht sind die Kurszeiten auf der einen Seite gut angepasst an die Öffnungszeiten, da der Kunde genug Zeit zur Verfügung hat um sich umzuziehen bzw. um sich auf den bevorstehenden Kurs vorzubereiten. Auf der anderen Seite wäre es jedoch sinnvoll eine Pause von ca. 10-15 Minuten zwischen den Kursen einzuführen, um den nächsten Kurs vorzubereiten, um zu Lüften und zum Musikwechsel. Die Länge der einzelnen Kurse ist aus trainingswissenschaftlicher Sicht akzeptabel. Ein 30-45 Min. langes BBP Workout ist durchaus effektiv und ein Step4Fans Kurs mit einer Länge von 45-60 Min. ist ebenfalls effektiv und erforderlich um die aerobe Ausdauer zu reizen.

Wie zu erkennen finden die meisten Kurse am Abend statt, was darauf hinweisen lässt, dass am Abend die Stoßzeit ist. Ein Vorteil der vielen Kurse in den Stoßzeiten sind, dass viele Kunden auf einmal betreut werden können und die ärgerlichen Wartezeiten an den Geräten werden verhindert.

Da vormittags das Publikum hauptsächlich aus Mütter und Senioren besteht, ist die Kursauswahl am Vormittag relativ in Ordnung. Kurse wie z.B. WSG, Yoga Basics oder ein BBP Workout bieten sich in dem Fall ziemlich gut an, wobei ein Yoga Kurs für Fortgeschrittene sich ebenfalls im Kursplan gut anbieten würde, damit sich die fortgeschrittenen Kunden im Yoga Basics nicht unterfordert fühlen. Andere Kurse wie z.B. Zumba oder Indoor Cycling sollte der Trainer vom Niveau her gut an die Kundschaft anpassen, da nicht jeder Kunde dieselbe Ausdauer besitzt. Es wäre sinnvoll die Kurse in verschiedenen Leistungsstufen zu unterteilen. Ideal wäre eine Unterteilung in Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene, um die Kurse erfolgreich zu absolvieren und die Kundenbindung zu stärken.

Aus wirtschaftlicher Sicht scheint der Kursplan gelungen, da ein breites Angebot zur Verfügung steht. Es sind gesundheitsorientierte Kurse (WSG, starker Bauch, starker Rücken und Yoga Basics), viele ausdauerorientierte Kurse (z.B. Zumba, Indoor Cycling, Step4Fans etc.) und kraftorientierte Kurse (Hot Iron, BBP und Pilates) vorhanden.

Auffällig ist jedoch, dass der Kursplan nur einen einzigen Entspannungskurs beinhaltet. Es wäre zu empfehlen einige Entspannungskurse, wie z.B. Tai-Chi, Stretching u. ä. in den Kursplan einzubauen, um den Bereich „Entspannung“ ebenfalls abzudecken.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Auslastung des Kursraumes. Der Kursplan deckt zwar den Vormittag und den Abend ab, jedoch ist der Nachmittag so gut wie leer. Ein Kursraum verursacht dadurch nur unnötige Kosten. Das könnte durch Kooperationen durch Vermietung (Tanzschulen, Kampfsportgruppen, etc.), Vorträge und Seminare zu gesundheits- und fitnessspezifischen Themen und sonstige Veranstaltungen vermieden werden und somit zu einem weiteren Gewinn bzw. Erfolg führen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Motorische Fähigkeiten im Kursbereich. Planung eines Gruppentrainings für Wirbelsäulengymnastik
Untertitel
Eine Kursplananalyse
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,8
Autor
Jahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V441300
ISBN (eBook)
9783668800670
ISBN (Buch)
9783668800687
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gruppentraining, motorische, fähigkeiten, kursbereich, kursplananalyse, planung, wirbelsäulengymnastik
Arbeit zitieren
Mehmet Kaplan (Autor:in), 2016, Motorische Fähigkeiten im Kursbereich. Planung eines Gruppentrainings für Wirbelsäulengymnastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441300

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