Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den nachstehenden Untersuchungsfragen auseinander: Welche zeitgemäßen Faktoren haben Einfluss auf das klassische Projektmanagement in Unternehmen, um einen maximalen Projekterfolg zu generieren?
Inwieweit müssen Voraussetzungen für ein hybrides Projektmanagement aus einem agilen und klassischen Ansatz erfüllt werden, um Projekte in Unternehmen erfolgreich zu gestalten?
Schnelllebig, komplex und instabil, heutige Unternehmen unterliegen einem ständigen Wandel wie nie zuvor. Dieses Szenario ist keine Fiktion, Grund sind die stetig voranschreitende Globalisierung und Industrialisierung und der damit einhergehenden größer werdenden Konkurrenz. Dieses bewirkt einen verstärkten Anpassungsdruck auf Unternehmen, Kostensenkungspotenzial und die Möglichkeit des technischen Fortschritts. Es müssen hier nicht nur neue Innovationen für neue Produkte, sondern auch die Abläufe für diese Herausforderungen optimiert werden. Das erweist sich in diesem Zusammenhang als entscheidend. In diesem Rahmen werden zahlreiche Projekte zur Verbesserung von Zeit-, Qualitäts- und Kostenoptimierung mit einhergehender Prozessverbesserung eingesetzt. Dadurch ist die Anzahl von Projekten in Unternehmen um ein Vielfaches in den vergangenen Jahren gestiegen. Somit sind Projekte nicht nur die Angelegenheit einzelner Abteilungen, sondern betreffen durch ihre Komplexität stets das gesamte Unternehmen. Trotz dieser scheinbaren so zentralen Rolle von Projekten und des damit verbundenen Projektmanagements, liegen aktuelle Schätzungen der gescheiterten Projekte als Beispiel im Bereich Change in der Praxis zwischen 60 bis 70 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen unverkennbar, dass diverse Faktoren ein Projekt in der Praxis in Bedrängnis bringen, so dass das Projektmanagement keinen erfolgreichen Abschluss erreichen kann. Hingegen zeigen nicht nur allgemeine Faktoren, sondern auch neue Projektmanagement Methoden auf, dass diese nachhaltig wirken können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Untersuchungsfrage
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Theoretische Grundlagen des Projektmanagements
2.1 Projektbegriff im unternehmerischen Kontext
2.2 Unternehmen im Gefüge seiner Stakeholder
2.2.1 Definition des Stakeholder-Begriffs
2.2.2 Interessen und wechselseitige Beziehungen der Stakeholder
2.3 Aktuelle Definitionen des Projektmanagements
2.3.1 Definition nach PMI (Project Management Institute)
2.3.2 Definition nach DIN 69901
2.3.3 Definition nach ISO 21500
2.3.4 Weitere Definitionen
2.3.5 Abgrenzung zum Prozessmanagement
3 Grundlagen zu Erfolgsfaktoren
3.1 Definition Erfolgsfaktoren
3.2 Ziele der Erfolgsfaktorenbetrachtung
3.3 Grundlegende Problembereiche der Erfolgsfaktorenforschung
4 Erfolgsfaktoren des Projektmanagements
4.1 Phasen des Projektmanagements
4.1.1 Projektdefinition
4.1.2 In Etappen zum Erfolg – Pakete, Teile, Phasen und Steine
4.1.3 Projektplanung
4.1.4 Projektdurchführung und fortwährendes Projektcontrolling
4.1.5 Projektabschluss und Projektreview
4.2 Projekt- und Stakeholder-Kommunikation
5 Hybrid-Projektmanagement – klassische und agile Ansätze im Zusammenspiel
5.1 Grundlagen des agilen Handelns das Agile Manifest
5.2 Agiles und klassisches Projektmanagement – Abgrenzung und Zusammenspiel
5.3 Methoden des agilen Projektmanagements
5.3.1 Chancen und Risiken des hybriden Projektmanagements
6 Fazit und abschließende Bewertung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche zeitgemäßen Faktoren den Projekterfolg beeinflussen und wie Unternehmen klassische und agile Methoden erfolgreich in einem hybriden Projektmanagement verknüpfen können. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für ein maximales Projektergebnis in komplexen Unternehmensumfeldern abzuleiten.
- Analyse zeitgemäßer Erfolgsfaktoren im Projektmanagement.
- Gegenüberstellung von klassischem und agilem Projektmanagement.
- Untersuchung von hybriden Ansätzen und deren Synergien.
- Identifikation von Chancen und Risiken agiler Methoden wie Scrum und Kanban.
- Bedeutung der Stakeholder-Kommunikation und Teamentwicklung.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Definition des Stakeholder-Begriffs
Die Bedeutung von dem Begriff Stakeholder lässt sich schon fast aus der englischen Übersetzung ableiten. Lautet die Übersetzung ins Deutsche, Interessenvertreter oder auch Anspruchsberechtigte.15 Aus der Übersetzung selbst lässt sich aber nicht die genaue Charakteristik und Bedeutung des Stakeholders darlegen. Somit muss auf die Begrifflichkeit genauer eingegangen werden. In der einschlägigen Literatur lässt sich das Synonym „Stakeholder“ nur in einen Zusammenhang mit der Wirtschaft bringen. Hinter diesem Synonym verbergen sich nicht nur Einzelpersonen oder Personengruppen, sondern auch Institutionen oder auch Betroffene, die ein Interesse an einer Unternehmung oder an einem konkreten Projekt haben.16 Auch wenn die Natur selbst kein Interesse oder Ansprüche zeigen kann, ist sie sowohl als Rohstofflieferant und als Aufnahmemedium für Emissionen und der Abnahme von Abfällen als Stakeholder zu betrachten.17 Die Stakeholder, die in irgendeiner Form Interesse oder Ansprüche anzeigen können, unterscheidet man in interne und externe Stakeholder.
Zu den internen Stakeholdern gehören all diejenigen, die innerhalb einer Unternehmung agieren, sehr eng mit ihr verbunden sind oder in einer direkten Beziehung zu der Unternehmung und deren Ressourcen stehen und einen Einfluss auf die Unternehmung ausüben. Hierzu zählen in erster Linie die Mitarbeiter im Unternehmen: Personalrat / Betriebsrat; Unternehmensführung (Management)/ Vorgesetzte und Aktionäre etc. Was auf den ersten Blick verwirren mag, ist der Fakt, dass auch Aktionäre zu den internen Stakeholdern gehören. Folglich werden auch sie häufig als Shareholder bezeichnet.18 Durch den Kauf von Aktien werden die Aktionäre automatisch zu Anteilseignern und gleichzeitig zu Besitzern eines Unternehmens. Sie erhalten hierdurch auch einen unmittelbaren Einfluss über die Aktionärsversammlungen mit einem Stimmrecht auf die Unternehmensführung.19
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Anpassungsdruck durch Globalisierung und Komplexität und formuliert die Forschungsfragen zur Beeinflussung des Projekterfolgs.
2 Theoretische Grundlagen des Projektmanagements: Dieses Kapitel definiert den Projektbegriff, erläutert die Rolle der Stakeholder und grenzt Projektmanagement von Prozessmanagement ab.
3 Grundlagen zu Erfolgsfaktoren: Es wird die theoretische Basis der Erfolgsfaktorenforschung gelegt sowie deren Ziele und methodische Problembereiche dargelegt.
4 Erfolgsfaktoren des Projektmanagements: Die verschiedenen Phasen eines Projekts von der Definition bis zum Abschluss werden hinsichtlich ihrer Erfolgsfaktoren detailliert analysiert.
5 Hybrid-Projektmanagement – klassische und agile Ansätze im Zusammenspiel: Das Kapitel führt in das Agile Manifest ein, vergleicht klassische mit agilen Methoden und untersucht hybride Ansätze inklusive Chancen und Risiken.
6 Fazit und abschließende Bewertung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Kombination aus harten Erfolgsfaktoren und weichen Kompetenzen sowie ein hybrider Ansatz den größten Projekterfolg versprechen.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Erfolgsfaktoren, Hybrid-Projektmanagement, Agiles Manifest, Scrum, Kanban, Stakeholder-Management, Projektphasen, Projektcontrolling, Unternehmenserfolg, Projektplanung, Change Management, Sozialkompetenz, Risikomanagement, Zielorientierung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den Erfolgsfaktoren des Projektmanagements in modernen Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf die Integration agiler und klassischer Methoden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements, die Bedeutung von Stakeholdern, die Erfolgsfaktorenforschung sowie die Vor- und Nachteile agiler Arbeitsweisen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Unternehmen durch den Einsatz zeitgemäßer Erfolgsfaktoren und eines hybriden Projektmanagements einen maximalen Projekterfolg erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturarbeit, die den aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsstand analysiert und auf die praktische Umsetzung überträgt.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Im Hauptteil werden zunächst die Phasen des klassischen Projektmanagements untersucht, bevor der Fokus auf die Einführung und Anwendung agiler Methoden wie Scrum und Kanban rückt.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Projektmanagement, hybride Ansätze, agile Methoden, Erfolgsfaktoren, Stakeholder und Projektcontrolling.
Wie unterscheidet sich der klassische vom agilen Ansatz laut der Arbeit?
Der klassische Ansatz ist stärker standardisiert, hierarchisch und linear geprägt, während agile Ansätze durch Transparenz, Selbstorganisation und Flexibilität bei Projektänderungen überzeugen.
Was ist die Kernbotschaft zum hybriden Projektmanagement?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein hybrides Modell, das flexibel an die jeweilige Projektsituation angepasst wird, für komplexe Vorhaben oft die erfolgreichste Strategie darstellt.
- Quote paper
- Stefan Tesch (Author), 2018, Erfolgsfaktoren des Projektmanagements in Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Verknüpfung agiler und klassischer Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441382