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Hochgebildet und Single. Der Einfluss von Bildungsexpansion auf Partnerlosigkeit

Titel: Hochgebildet und Single. Der Einfluss von Bildungsexpansion auf Partnerlosigkeit

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Pauline C. (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird eines der Merkmale der Partnerwahl näher betrachtet: die Bildung. Im Blickpunkt stehen dabei vor allem hochgebildete Singles. Die Fragestellung dazu lautet: Welchen Einfluss hat die Bildungsexpansion auf die Partnerlosigkeit?

In drei Kapiteln wird der Zusammenhang von Bildung und Partnerwahl dargestellt um herauszufinden, ob die Partnerlosigkeit auf diesen Zusammenhang zurückzuführen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einfluss von Bildung auf die Partnerwahl

2.1 Die ökonomische Theorie der Familie

2.2 Heiratstendenzen

3. Auswirkungen der Bildungsexpansion

3.1 Auf Bildungsverläufe von Frauen

3.2 Auf die ökonomische Unabhängigkeit der Frau

3.3 Auf die Heiratstendenzen

4. Partnerlosigkeit

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Bildungsexpansion seit Ende der 1950er Jahre und dem Phänomen der steigenden Partnerlosigkeit, wobei insbesondere der Einfluss veränderter Bildungsbiografien von Frauen auf ihr Heirats- und Partnerschaftsverhalten analysiert wird.

  • Die ökonomische Theorie der Familie als Basis für Partnerschaftsentscheidungen
  • Die Entwicklung von Bildungshomogamie im Zeitverlauf
  • Die Folgen der Bildungsexpansion für Bildungsverläufe von Frauen
  • Der Zusammenhang zwischen gestiegener Erwerbsbeteiligung und ökonomischer Unabhängigkeit von Frauen
  • Ursachen der steigenden Partnerlosigkeit bei hochgebildeten Frauen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die ökonomische Theorie der Familie

Die ökonomische Theorie der Familie wurde von dem Wirtschaftswissenschaftler Gary S. Becker (1981, zuerst 1973) entworfen. Sie erklärt den Grund einer Heirat bzw. einer Partnerschaft. Es wird in dem Ansatz nicht unterschieden, ob es um Ehen oder uneheliche Lebensgemeinschaften geht. Die Theorie fasst alle Partnerschaften zusammen, ob ehelich oder unehelich, indem sie diese mit dem gemeinsamen Haushalt definiert. Es geht in der Theorie der Familienökonomie also um die Haushaltsgründung und ihre Anreize (Hill/Kopp 1999: 22). Die Theorie besagt, dass sich Akteure nach Kosten-Nutzen-Abwägungen für eine Partnerschaft entscheiden. Nach Becker (1981) werden Frauen und Männer als Tauschpartner gesehen, die sich entschließen zu heiraten oder sich zusammen zu tun, wenn der erwartete Nutzen größer als der des Ledigseins ist. Der Nutzen einer Partnerschaft besteht in der Möglichkeit, Güter zu produzieren, die auf dem Markt nicht erworben werden können (Becker 1973: 815ff). Becker sieht die Familie oder Partnerschaft wie eine Produktionsgemeinschaft. Um die möglichst effektivste Produktionsgemeinschaft zu bilden wirken sich zwei Faktoren auf die Produktivität beider Partner aus.

Der erste Faktor ist die Summe des Humankapitals beider Partner. Das Humankapital einer Person sind komplementäre Eigenschaften wie zum Beispiel Bildung oder Gesundheit aber auch physische Attraktivität. Wenn diese Eigenschaften bei beiden Partnern relativ gleich sind, steigert dies die Produktivität haushaltsspezifischer Güter ihrer Partnerschaft. Diese Güter werden von Becker als „commodities“ bezeichnet. „Household-produced commodities are numerous and include the quality of meals, the quality and quantity of children, prestige, recreation, companionship, love“(Becker 1973: 816). Kinder sind das beste Beispiel für Güter, keine aus dem Erwerbs- oder Handelsmarkt, sondern selbst produzierte Güter, die aus einer Partnerschaft resultieren. Mit dem Produzieren von commodities ist das Ziel der Akteure in einer Partnerschaft, die Haushaltsproduktionsfunktion zu maximieren. Ein Optimum an commodities und ein Maximum an Ehegewinn können nach Becker also Paare erwirtschaften, die sich in ihren Eigenschaften wie zum Beispiel der Bildung ähnlich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Einfluss der Bildungsexpansion auf die Partnerlosigkeit vor und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2. Einfluss von Bildung auf die Partnerwahl: Das Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Partnerwahl, insbesondere die ökonomische Theorie der Familie von Becker, und definiert Heiratstendenzen wie Bildungshomogamie.

3. Auswirkungen der Bildungsexpansion: Hier wird der Prozess der Bildungsexpansion analysiert, die sich angleichenden Bildungsverläufe der Geschlechter aufgezeigt und deren Effekt auf die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen dargelegt.

4. Partnerlosigkeit: Dieses Kapitel untersucht die Ursachen für das Alleinleben und stellt dar, warum gerade hochgebildete Frauen vermehrt von Partnerlosigkeit betroffen sind.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Bildungsexpansion die Partnerlosigkeit bei Frauen durch gestiegene ökonomische Unabhängigkeit fördert.

6. Literatur: Verzeichnis der in der Hausarbeit verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Bildungsexpansion, Partnerwahl, Partnerlosigkeit, Bildungshomogamie, Ökonomische Theorie der Familie, Humankapital, Commodities, Erwerbsbeteiligung, Ehegewinn, Heiratsmuster, Hochgebildete Frauen, Sozioökonomische Unabhängigkeit, Geschlechterspezifische Arbeitsteilung, Lebensformen, Ledigenquote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der sozialwissenschaftlichen Analyse, wie sich Bildung und die Bildungsexpansion auf das Partnerwahlverhalten und das Entstehen von Partnerlosigkeit auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomische Theorie der Familie, das Phänomen der Bildungshomogamie, die Folgen der Bildungsexpansion für Bildungs- und Erwerbsbiografien sowie die Analyse von Ledigenquoten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Bildungsexpansion seit den späten 1950er Jahren und der beobachtbaren Zunahme der Partnerlosigkeit, insbesondere bei hochgebildeten Frauen, zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung mittels familiensoziologischer Ansätze (insb. Becker) und einer empirischen Analyse von Daten (u.a. Sozio-ökonomisches Panel).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Einfluss der Bildung auf die Partnerwahl, die Auswirkungen der Bildungsexpansion auf Bildungsverläufe und die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen sowie die daraus resultierenden Veränderungen in den Heiratsquoten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildungsexpansion, Partnerwahl, Partnerlosigkeit, Bildungshomogamie und ökonomische Theorie der Familie.

Warum steigen die Ledigenquoten bei hochgebildeten Frauen laut der Arbeit?

Hochgebildete Frauen sind heute ökonomisch unabhängiger und profitieren weniger von der traditionellen Arbeitsteilung, was den Nutzen einer festen Partnerschaft im Vergleich zum Ledigsein sinken lässt.

Welche Rolle spielt die Bildungshomogamie im Prozess?

Bildungshomogamie beschreibt die Tendenz, Partner mit einem ähnlichen Bildungsniveau zu wählen. Mit wachsender Bildungsdauer hat sich diese Rate im Zeitverlauf stark erhöht.

Wird die Entwicklung der Ehe als Versorgungsinstitut betrachtet?

Ja, die Arbeit stellt fest, dass die Bedeutung der Ehe als lebenslange finanzielle Absicherung für Frauen durch deren verbesserte Bildungs- und Erwerbschancen deutlich zurückgegangen ist.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hochgebildet und Single. Der Einfluss von Bildungsexpansion auf Partnerlosigkeit
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Pauline C. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V441418
ISBN (eBook)
9783668799264
ISBN (Buch)
9783668799271
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hochgebildet Bildungsexpansion Heiratsverhalten Bildungshomogamie Unabhängigkeit der Frau Partnerlosigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pauline C. (Autor:in), 2017, Hochgebildet und Single. Der Einfluss von Bildungsexpansion auf Partnerlosigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441418
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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