Arbeitsteilung, Frauenerwerbstätigkeit und Erstgeburt

Einfluss von Frauenerwerbstätigkeit auf innerfamiliäre Arbeitsteilung vor und nach der Erstgeburt


Hausarbeit, 2017
16 Seiten, Note: 1,7
Pauline C. (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Ansätze
2.1 Time-Availibility-Ansatz
2.2 Identitätsformationsmodell

3. Einfluss der Frauenerwerbstätigkeit auf die innerfamiliäre Arbeitsteilung vor der Elternschaft

4. Veränderung der innerfamiliären Arbeitsteilung mit der Erstgeburt

5. Veränderung der innerfamiliären Arbeitsteilung mit dem Wiedereinstieg

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die 1960er Jahre stehen für den Wandel der Frauenrechte und deren Gleichberechtigung. Durch die Bildungsexpansion gelingt es Frauen, dieselben Erwerbs- und Karrierechancen wie Männer zu bekommen.

Erst seitdem die Frauenerwerbstätigkeit gestiegen ist, ist das Thema der Vereinbarung von Familie und Beruf soziologisch interessant geworden. Dies war auch der Anlass für den Beginn der Forschung der innerfamiliären Arbeitsteilung. Haus- und Familienarbeit wurde früher nur der Frau und Mutter zugeteilt. Die jüngeren Generationen distanzieren sich immer öfter von diesem traditionellen Rollenbild.

Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema der innerfamiliären Arbeitsteilung. Im Blickpunkt steht der Einfluss der Frauenerwerbstätigkeit auf die innerfamiliäre Arbeitsteilung bei Partnerschaften mit dem Übergang zur Elternschaft. Es werden nur zusammenlebende Paare mit Mann und Frau betrachtet. Besonders interessieren hier die Frauen und Mütter. Die Fragestellung dazu lautet: Inwieweit beeinflusst die Frauenerwerbstätigkeit die innerfamiliäre Arbeitsteilung vor und nach der Erstgeburt?

In vier Kapiteln wird der Zusammenhang von Erwerbstätigkeit und Hausarbeitsumfang der Frau mit der Geburt des ersten Kindes dargestellt um herauszufinden, wie sich in diesem Zusammenhang die Aufteilung der Hausarbeit und Kinderbetreuung ändert. Aufgrund der Vielfalt der verschiedenen Ansätze zur innerfamiliären Arbeitsteilung wird als erstes ein Überblick über zwei wichtige Theorien gegeben: der Time-Availibility-Ansatz und das Identitätsformationsmodell. Im zweiten Teil wird die allgemeine Arbeitsteilung beschrieben, und der Einfluss der Erwerbstätigkeit der Frau auf die ungleiche innerfamiliäre Arbeitsteilung expliziert. Im Anschluss wird herausgefunden, welche Veränderung die Erstgeburt während der Elternzeit auf die Arbeitsteilung bewirkt. Im letzten Kapitel geht es um die Veränderung nach der Elternzeit. Es wird analysiert, wie sich die innerfamiliäre Arbeitsteilung nach dem ersten Jahr nach der Geburt entwickelt und wie sie sich mit dem Wiedereinstieg der Mutter in den Beruf verändert. Es folgt das Fazit, in dem die einzelnen Kernaussagen zusammengefasst werden.

Die Hausarbeit wird dazu führen, zu erkennen, welchen Einfluss die Erwerbstätigkeit der Frau auf die gleiche oder ungleiche Verteilung der Hausarbeit hat. Und wie sie sich in den verschiedenen Lebensphasen einer Mutter verändert. Dazu wird der Anteil an Produktions- und Reproduktionsarbeit von Männern und Frauen in Paargemeinschaften, um die Geburt ihres ersten Kindes, verglichen. Aus dieser Arbeit soll am Ende klar werden, welchen Effekt die Erwerbstätigkeit der Frau in einer Partnerschaft und später als Mutter auf ihren Anteil an Hausarbeit hat.

2. Theoretische Ansätze

Es wird zwischen Produktions- und Reproduktionsarbeit unterschieden. Produktionsarbeit ist die Erwerbstätigkeit, also die Arbeit, die jemand gegen einen bestimmt Lohnerhalt leistet. Reproduktionsarbeit ist die unbezahlte Arbeit und wird auch Familienarbeit genannt. Sie entspricht der Hausarbeit und Kinderbetreuung innerhalb einer Familie. Um den Zeitaufwand und die größere Beteiligung an Produktions- oder Reproduktionsarbeit von Männern und Frauen zu erklären, werden im weiteren Verlauf zwei Theorien erläutert.

2.1 Time-Availibility-Ansatz

Der Time-Availibility-Ansatz wird auch Zeitbudget-Ansatz genannt und erklärt die innerfamiliäre Arbeitsteilung, indem er den Hausarbeitsbedarf und die Hausarbeitszeit in Verbindung setzt. Der Bedarf an Hausarbeit wird hauptsächlich von den erwachsenen Familienmitgliedern gedeckt (vgl. Künzler 1994: 48). Der Anteil an Hausarbeit, an der sich ein Partner beteiligt, hängt von der Zeit ab, die ihm außerhalb seiner Erwerbstätigkeit zur Verfügung steht. Der Partner, der am wenigsten arbeitet, leistet somit auch am meisten Hausarbeit und der Partner der am meisten arbeitet leistet einen geringeren Anteil an Familienarbeit (vgl. BFSFJ 2008: 13). Jedoch steht den Familienmitgliedern nicht ihr gesamtes Zeitbudget neben der Erwerbstätigkeit zu Verfügung, denn in dieses müssen auch physiologische Zwecke, wie Schlaf, oder familienexterne Tätigkeiten einbezogen werden (vgl. Künzler 1994: 48).

Der Time-Availibility-Ansatz behauptet also, dass die Aufteilung der Familienarbeit von der Aufteilung der Erwerbsarbeit abhängt, weil die neben dem Beruf zur Verfügung stehende Zeit die Determinante für die innerfamiliäre Arbeitsaufteilung ist (vgl. Peukert 2012: 490). Die Gesamtbelastung, das heißt die Zeit an Reproduktions- und Produktionsarbeit müsste zwischen beiden Partnern also ausgeglichen sein (vgl. BFSFJ 2008: 13).

Es wird angenommen, dass der Mann seinen Anteil an der Familienarbeit erhöht, je weniger er arbeitet oder je mehr seine Frau beruflich aktiv ist. (vgl. Höpflinger, Charles 1990: 91). Wenn eine Frau geringfügig erwerbstätig ist, übernimmt sie auch den größten Teil der Hausarbeit. Erhöht die Frau ihre Anzahl an Stunden im Beruf, so müsste sich nach dem Zeitbudget-Ansatz ihr Anteil an Hausarbeit reduzieren (vgl. Peukert 2012: 490).

Zusammenfassend behauptet der Time-Availibility-Ansatz, dass sich bei Änderung des Beitrags an Hausarbeit oder Erwerbstätigkeit das Gewicht der Beiträge verschiebt und damit die relative Verteilung zwischen den Partnern. Der eine Partner muss das mehr machen, was der andere weniger macht (vgl. Künzler 1994: 49).

Dieser Ansatz basiert auf einer geschlechtsneutralen Aufteilung. Der folgende Ansatz basiert wiederum auf der Grundlage von Normen (vgl. BFSFJ 2008: 13).

2.2 Identitätsformationsmodell

Biebly und Biebly (1989) haben das Identitätsformationsmodell zur Erklärung der innerfamiliären Arbeitsteilung vorgeschlagen. In diesem Ansatz geht es um den Prozess der Bildung und Vereinbarung von Berufs-und Familienidentitäten bei zusammenlebenden Männern und Frauen. Das Identitätsformationsmodell legt die Annahme zugrunde, dass Paare in ihrem Lebensverlauf verschiedene „commitments“, also Bindungen, an Lebensbereiche bilden. Dieser Prozess hängt sehr stark von den gesellschaftlichen Leitbildern zu Geschlechterrollen ab. Sobald ein Mann oder eine Frau einer gesellschaftlich vorgegebenen Rolle nachgeht, ob in der Familie oder im Beruf, identifiziert sie/er sich mit dieser. Durch diese Identifizierung bilden sich commitments an eine Rolle. Ein commitment entsteht, indem Akteure sich stärker über das Familien- oder Berufsleben definieren. Dies hängt wiederum von den vorgegebenen Leitbildern der Gesellschaft ab. Durch die commitments und Leitbildern ist eine Person mit der Sozialstruktur und den Geschlechterrollen untrennbar verbunden (vgl. Biebly, Biebly 1989: 776f).

Durch die enge Verbindung der Identitätsformation und den gesellschaftlichen Leitbildern dominiert in der innerfamiliären Arbeitsteilung eine geschlechtsorientierte Aufgabenverteilung (vgl. Schulz 2010: 97).

Da die Geschlechterrollen in der Gesellschaft mit dem Wandel der Rolle der Frau sich nur langsam verändern, wird sich die Arbeitsteilung in Partnerschaften nur über einen sehr langen Zeitraum angleichen (vgl. Schulz 2010: 97).

Biebly und Biebly (1989) haben herausgefunden, dass es in der modernen Gesellschaft möglich ist, dass Frauen und Männer, eine Berufs- und Familienidentität bilden können, aber in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlichen Konsequenzen. Frauen wird heute noch die Verantwortung für die Kindererziehung und den Haushalt zugeschrieben. Dadurch ist ihre Bindung zur Familienarbeit sehr ausgeprägt. Somit sinkt ihre Familienidentität bei steigender Berufsidentität und umgekehrt fällt die verstärkte Familienidentität zu Lasten ihrer Berufsidentität. Frauen müssen also beide Identitäten ausbalancieren und vereinbaren, was sich als schwierig erweist, sobald sie Mütter werden. Wenn eine Frau sich der Erwerbstätigkeit widmet und somit ihre Berufsidentität stärkt, kann sie als Mutter ihrer gesellschaftlichen zugeteilten Rolle nicht voll nachgehen. Verstärkt sie jedoch ihre Familienidentität indem sie zuhause bleibt, fühlt sie sich um ihre Berufschancen betrogen. Wenn sich eine Frau dazu entscheidet beide Identitäten zu stärken, gerät sie in einen Rollenkonflikt (vgl. Biebly, Biebly 1989: 783ff). Man spricht von einer Doppelbelastung der Frau (vgl. Schulz 2010: 98).

Bei Männern gibt es diesen Rollenkonflikt nicht. Männer werden nicht für den Haushalt verantwortlich gemacht, sondern sollen einer Erwerbstätigkeit nachgehen und erfolgreich sein. Indem sie beruflich Geld verdienen, wächst ihre Berufsidentität und dadurch, dass sie die Rolle des Ernährers der anderen Familienmitglieder damit einnehmen, wächst auch ihre Familienidentität. Die Erwerbstätigkeit der Männer vereinbart ihre Berufsidentität mit ihrer Familienidentität (vgl. Biebly, Biebly 1989: 783ff).

Die Nicht-Erwerbstätigkeit des Partners wird in einer Familie, je nach Geschlecht, gesellschaftlich anders interpretiert: Wenn ein Mann nicht erwerbstätig ist und zuhause bleibt, wird dies nicht als verstärkte Familienidentität gesehen sondern es wird vermutet dass Probleme mit dem Beruf, wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit, ein Grund dafür sind. Ist jedoch eine Frau nicht erwerbstätig und bleibt zuhause, wird dies als besonders große Familienidentität verstanden (vgl. Biebly, Biebly 1989: 786).

Zusammenfassend geht es in dem Identitätsformationsmodell um die unterschiedlichen strukturellen und normativen Leitbilder von Männern und Frauen. Männer können beide Identitäten gleichermaßen beibehalten, aber Frauen können nur eine zur Lasten der anderen verstärkt entwickeln (ebd.). Aus Sicht dieses Ansatzes ist in Deutschland eine eher traditionelle innerfamiliäre Arbeitsteilung zu erwarten, die sich mit den verbesserten Bildungs- und Karrierechancen und damit größerer Berufsidentität von Frauen, langsam egalitärer entwickeln sollte (vgl. Schulz 2010: 99).

Im nächsten Teil dieser Arbeit werden beide erläuterten theoretischen Ansätze dabei helfen, die Veränderungen der innerfamiliären Arbeitsteilung bei dem Übergang von Partnerschaften zu Elternschaften zu erklären.

3. Einfluss der Frauenerwerbstätigkeit auf die innerfamiliäre Arbeitsteilung vor der Elternschaft

Dadurch, dass sich Frauen im Bereich der Erwerbstätigkeit in den letzten Jahrzehnten den Männern angenähert haben, könnte man vermuten, dass sich auch die Arbeitsteilung im Bereich der Hausarbeit gewandelt hat. In diesem Kapitel wird deutlich, dass dies nicht der Fall ist. Die Arbeitsteilung in Paarbeziehungen ist meistens noch so aufgeteilt, dass Frauen mehr Reproduktionsarbeit leisten als Männer.

Tabelle 1: Mittlere Zeitverwendung für Hausarbeit, Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung (in Stunden pro Tag)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung nach BFSFJ 2008 S.25

In Tabelle 1 erkennt man dass sich Frauen und Männer nicht an allen Arbeiten im gleichen Umfang beteiligen. Obwohl Frauen häufiger erwerbstätig sind, liegt die zeitliche Belastung für Familienarbeit deutlich über der Belastung der Männer (vgl. Peukert 2012: 475). Nach der Zeitbudgeterhebung des Statistischen Bundesamtes (2006), verbringen Frauen durchschnittlich 31 Stunden und Männer 19,5 Stunden mit unbezahlter Arbeit pro Woche. Im Bezug auf die bezahlte Arbeit, sind Frauen durchschnittlich 12 Stunden und Männer 22,5 Stunden erwerbstätig. Die Gesamtarbeitszeit ist somit bei beiden Geschlechtern nahezu identisch, mit 42 bzw. 43 Stunden. Bei Paaren ohne Kinder leistet die Frau zwei Stunden mehr Hausarbeit als ihr Partner (vgl. Peukert 2012: 476f).

Tabelle 2: Aufteilung der Hausarbeit nach Geschlecht und Ausmaß der Erwerbsbeteiligung beider Partner (Angaben in Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung nach Wengler et al. 2008; Generations and Gender Survey 2005 in Peukert 2012: 491.

Tabelle 2 offenbart eine auffällige Differenz zwischen weiblichem und männlichem Beitrag zur Hausarbeit zu Lasten der Frau. Wenn die Frau nicht erwerbstätig ist, übernimmt sie nahezu die komplette Hausarbeit. Arbeitet sie in Teilzeit, verändert sich ihr Anteil nur um einen Prozent. Sobald beide Partner Vollzeit erwerbstätig sind, reduziert sich der Beitrag der Frau und erhöht sich der Beitrag des Mannes. Die Frau leistet aber immer noch fünfmal soviel wie ihr Partner. Auch wenn nur die Frau vollberufstätig ist, wird die Hausarbeit überwiegend von der Frau verrichtet.

Zu beobachten ist, dass der Anteil an Hausarbeit des Mannes sich mit dem beruflichen Engagement der Frau leicht erhöht. Die positive Beziehung zwischen der weiblichen Erwerbstätigkeit und dem Hausarbeitsbeitrag des Mannes ist so zu interpretieren, dass die Frauenerwerbstätigkeit, ihr Zeitbudget verändert. Je mehr die Frau arbeitet, desto weniger Zeit hat sie neben ihrer Erwerbstätigkeit zu Verfügung um anderen Tätigkeiten, wie Hausarbeit, nachzugehen. Im Sinne des Time-Avilibility-Ansatzes reagieren Männer auf eine Erwerbstätigkeit der Partnerin mit der Übernahme zusätzlicher Hausarbeit (vgl. Schulze 1994:111). Es sollte eine Neuverteilung der Arbeit folgen, denn was die Frau weniger macht, müsste ihr Partner mehr machen. Jedoch ist in der Tabelle deutlich zu erkennen dass sich der Anteil des Mannes nicht, wie erwartet, stark erhöht und der Anteil der Frau stark reduziert, sobald nur sie erwerbstätig ist. Die Gesamtbelastung der Frau erhöht sich also mit zunehmender Erwerbstätigkeit (vgl. Schulze 1994:49f).

Auch zu betrachten ist, dass sich das Ausmaß an Hausarbeit geändert haben kann. Die Entwicklung des Anteils an Hausarbeit des Mannes, kann sich relativ vergrößern wenn er mehr mitarbeitet, aber auch, wenn seine Frau die Hausarbeit einschränkt oder extern einkauft. Der relative Anteil an Hausarbeit des Mannes kann sich also auch erhöhen, wenn er selbst nicht wirklich mehr macht, sondern eine dritte Person mithilft (vgl. Höpflinger, Charles 1990: 94f).

Ob die Frau nicht erwerbstätig ist, oder in Teilzeit oder Vollzeit arbeitet, sie macht immer mindestens dreimal soviel im Haushalt wie ihr Mann. Diese traditionelle Arbeitsteilung kann mit dem Identitätsformationsmodell von Biebly und Biebly (1989) erklärt werden. Auch wenn die Frau erwerbstätig ist, ist ihr die Rolle der Hausfrau gesellschaftlich immer noch zugeschrieben. Sie fühlt sich für den Haushalt verantwortlich und übernimmt immer den größeren Anteil, weil sie sich mit der Familienarbeit identifiziert.

Zusammenfassend ist die Erwerbstätigkeit der Frau ein detraditionalisierender Faktor der innerfamiliären Arbeitsteilung, der diese aber nicht egalitär gestaltet.

4. Veränderung der innerfamiliären Arbeitsteilung mit der Erstgeburt

Die Arbeitsteilung ist ein Prozess der sich durch die Erwerbsarbeit verändert. Eine Wechselwirkung hat auch die Geburt des ersten Kindes, denn die Mithilfe des Mannes im Haushalt wird von der Frauenerwerbstätigkeit und mit der Erstgeburt stark beeinflusst (vgl. Bürgisser 1998: 52).

Die Geburt des ersten Kindes ist für Paare ein sehr wichtiges Ereignis. Es folgen große Veränderungen und eine Umstrukturierung des Familienlebens. Die meisten Paare entscheiden sich, dass die Mutter eine berufliche Auszeit nimmt, um sich um das Kind zu kümmern (vgl. BFSFJ 2008: 4). In diesem Kapitel wird analysiert, wie sich in dem Zusammenhang, die innerfamiliäre Arbeitsteilung in dem ersten Jahr nach der Geburt entwickelt.

Mit dem Übergang zur Elternschaft erhöht sich der Bedarf an Familienarbeit, durch die Kinderbetreuung und Versorgung, sowie zusätzliche Wäsche oder ein größeres Zuhause. In den meisten Familien schränkt die Mutter ihre Erwerbstätigkeit ein oder gibt sie ganz auf, um sich ganz der Kindererziehung und dem Haushalt zu widmen. Der Mann neigt eher dazu, sich stärker der Erwerbstätigkeit zu widmen, denn eine Erwerbsunterbrechung zu Gunsten der Kinderbetreuung ist noch selten (vgl. BFSFJ 2008: 8).

Tabelle 3: Mittlere Zeitverwendung für Hausarbeit, Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung (in Stunden pro Tag)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung nach BFSFJ 2008 S.25

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Arbeitsteilung, Frauenerwerbstätigkeit und Erstgeburt
Untertitel
Einfluss von Frauenerwerbstätigkeit auf innerfamiliäre Arbeitsteilung vor und nach der Erstgeburt
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V441448
ISBN (eBook)
9783668800106
ISBN (Buch)
9783668800113
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine spannende Hausarbeit zum Thema der Vereinbarung von Familie und Beruf bei Frauen.
Schlagworte
Arbeitssteilung, Familie, Erstgeburt, Time-Availibility-Ansatz, Identifikationsmodell, Frauenerwerbstätigkeit, Wiedereinstig, Hausarbeit, Kinderbetreuung, Vereinbarung von Familie und Beruf
Arbeit zitieren
Pauline C. (Autor), 2017, Arbeitsteilung, Frauenerwerbstätigkeit und Erstgeburt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441448

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