Einführung in die Kirchengeschichte

Von den Anfängen des Christentums bis zum Nationalsozialismus


Prüfungsvorbereitung, 2016

31 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Jesus, Christentum, Christen

Christen
1.1 Wer war der erste Christ?
1.2 Was ist ein Christ?
1.3 Theologische und historische/soziologische Sicht auf Christen
1.4 Evangelienvergleich
1.5 Verkündigung/Botschaft Jesu
1.6 Auferstehung
1.7 Der historische Jesus
1.8 Veränderungen & erste Christen
1.9 Fazit

Kritischer Umgang

Wie war es möglich, dass aus einer so kleinen Gruppierung die entscheidende Religion entstand?
1.10 Fördernde Faktoren
1.11 Behindernde Faktoren

Plinius

Welche Gründe gab es Christen zu Tode zu verurteilen?
1.12 Juristische Motive
1.13 Politische/gesellschaftliche Motive

Basics

Kaiser
1.14 Decius
1.15 Valerianus
1.16 Diokletian
1.17 Galerius
1.18 Konstantin I

Konstantin - Herrschaftssymbolik
1.19 Sol invictus

Synkretismus (=Verschmelzung)

Theodosius

Julius Streicher

Antijüdische Polemik (=Feindseligkeit)

Ursachen für die Judenverfolgung + weiterer Verlauf

13 Jhd. - massive Hostienfrömmigkeit

Vorwurf Ritualmord

14. Jhd. - Brunnenvergiftung

14/15. Jhd
1.20 Kirchenvater Ambrosius und Theodosius I (Kaiser)

Bilder Interpretation

Tertullian (160-220)

Luther und die Juden
1.21 Von den Juden und ihren Lügen - Martin Luther (1543)
1.22 Gründe Luther

Politische, ökonomische und soziale Faktoren - Reformation
1.23 Warum ist der Kaiser geschwächt?

Politische, ökonomische und soziale Faktoren - Reformation

Religiöse und kirchliche Faktoren

Ablass

Damalige Theologie/Spätmittelalterliche Theologie

Daten

1520 - Reformatorische Hauptschriften

Aufstand des Gemeinen Mannes (Bauern)

Warum heißen die Protestanten Protestanten?

Konfessionelle Konflikte

Anfänge

Warum war das konfessionelle Wahlverhalten so unterschiedlich?
1.24 Katholiken
1.25 Protestanten

NSDAP, Leben & Kirche

Gründung einer Bewegung - die Deutschen Christen
1.26 Widerstand

Die Bekennende Kirche

Euthanasie

Jesus, Christentum, Christen

Christen

1.1 Wer war der erste Christ?

- Simon, Petrus, Jesus?

1.2 Was ist ein Christ?

- getaufte, gläubige + ungläubige Christen

- Theologische gesehen ist nur getauft zu sein zu wenig

- Exkurs: Dreifaltigkeit

- Trinitätslehre gibt es erst seit dem 4. Jhd. n. Chr.
- im Neuen Testament gab es noch keine Trinitätslehre

1.3 Theologische und historische/soziologische Sicht auf Christen

- theologisch:

- Jesus spielt eine wichtige, nicht zu übergehende Rolle im Glauben, spricht Gott eine besondere Bedeutung zu
- Jesus wird nicht nur als Verteiler des Glaubens gesehen, sondern auch als Gegenstand
- glaubt nicht nur durch Jesus, sondern auch an ihn

- historisch/soziologisch:

- Angehöriger einer Religionsgemeinschaft

- christlichen Glauben gibt es seit der Auferstehung Jesu, genauer gesagt seit dem

Glauben an diese

- vor Jesu Tod gab es keinen christlichen Glauben (heißt nicht, dass es irrelevant für den

christlichen Glauben ist)

- Jesus hat damit keine neue Religion gegründet

- Jesus hat sich sehr wahrscheinlich auch nicht als Messias bezeichnet

- Messias: jüdischer Titel, „der Gesalbte“

- Könige wurden gesalbt

- man erhoffte sich, dass Gott einen Messias schickt, der Israel in eine neue Zeit führt (ohne Römerimperium)

- Gott soll nach dem AT einen König schicken, der Israel befreit - War das Jesus? Er befreite Israel nicht, jedoch brachte er einen viel größeren Segen (ewiges Leben)

1.4 Evangelienvergleich

- Mt 16, 18: „Du bist Petrus, auf diesem Fels baue ich meine Kirche.“

- synoptische Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas

- Johannes: beinhaltet viel mehr vom Auferstehungsglauben

- 7 Wundergeschichten
- 7 „Ich-bin-Worte“
- 7 = Symbolzahl der Fülle

- Die „Ich-bin-Worte“ hat Jesus nie gesagt und sie kommen auch nicht in den synoptischen Evangelien vor

- Sie sind Glaubensbekenntnisse von Johannes

- Matthäus und Lukas haben das Markusevangelium, als das Älteste, verwendet

- Quellenwert sinkt rapide:

- Im Markusevangelium steht die Episode mit der Kirch (Mt 16, 18) nicht!
- kommt also entweder von Matthäus selbst, oder ist nachösterlich
- Exkurs: Mt. ist das einzige Evangelium, welches nur zweimal das Wort ecclesia=Kirche verwendet

1.5 Verkündigung/Botschaft Jesu

- Jesus wollte keine Kirche gründen! Kirche hat aber mit Jesus zu tun

- Zentrale Botschaft: „Kehrt um, das Reich Gottes ist nahe.“

- Jesus hatte eine Botschaft, die auch nicht mit seinem Tod verloren gegangen ist

- ohne den Glauben an die Auferstehung, gibt es kein Christentum, keine Kirche,..

1.6 Auferstehung

- die Auferstehung kann historisch nicht belegt werden
- Auferweckung ist deshalb ein Gegenstand des Glaubens

1.7 Der historische Jesus

- historischer Jesus kommt auch nicht in der Bibel vor
- historischer Jesus war Nicht-Christ (es gab noch keine Christen)
- Jesus war Jude, er lebte und starb als Jude
- Die Jünger waren auch Juden (Jünger, eigentlich Schüler; Übersetzungsfehler)

1.8 Veränderungen & erste Christen

- es war eine innerjüdische Erneuerungsbewegung
- theologisch kann man von Christen reden, historisch nicht!
- die ersten Christen waren nicht Teil einer neuen Religionsgemeinschaft, sondern waren immer noch Juden
- sie unterschieden sich dadurch, dass sie christus-gläubige Juden waren

1.9 Fazit

- das Christentum wurde nicht von Jesus gegründet!

- das Christentum entsteht auch nicht nach dem Tod Jesu!

- es entwickelt erst von christus-gläubigen Juden zu einer Religionsgemeinschaft, dann zu Christen und dem Christentum und später zu einer Weltreligion

Christen als Anhänger einer neuen Religion?

Kritischer Umgang

- Martin Jung „Kirchengeschichte“ (UTB)

- S.3: Anhängerschaft Jesu/erste Christen trafen sich in Hauskreisen und Privathäusern; kein Unterschied zwischen Schichten oder Alter; bezeichneten Jesus als Christus
- M.J sagt, dass 40 n. Chr. eine neue Religion entstand - ist das richtig?
- bezieht sich auf Apostelgeschichte 11,26: In Antiochia wurden die ersten Christen, Anhänger Jesu das erste Mal als Christen bezeichnet wurden (Autor Lukas)

- Paulus verwendet den Begriff Christen gar nicht!

- nur weil man eine Glaubensgemeinschaft identifizieren kann/ihr einen Namen gibt, heißt es nicht, dass sie eine neue Religion ist!

- es war nur eine neue Strömung innerhalb des Judentums

- als nicht-Jude (Heide) konnte man durchaus Jude werden

- das Judentum war aber keine missionarische Religion
- bedarf vieler Regeln (Waschungen etc.)
- viele sympathisierten mit der jüdischen Religion (genannt: Gottesfürchtige), anerkannten diese, taten sich aber schwer zum Judentum überzutreten

- Paulus beginnt die Völkermission, war der große Organisator der Heidenmission

- da es schon vorher gewisse Sympathien gab, war ein schnelles Wachstum relativ leicht
- christliche Gemeinden breiten sich im Mittelmeerraum immer weiter aus (zuerst Syrien, dann Kleinasien/heute Türkei, dann Griechenland, einzelne Gemeinden in Italien,..)
- im Laufe der Zeit verschiebt sich die Gewichtung zwischen Judenchristen hin zu Heidenchristen

gesetzesfreie Heidenmission (stehen noch mit einem beim im Judentum, sondern sich aber schon ab)

- immer mehr Nichtjuden kamen in die christlichen Gemeinden

- Zerstörung von Jerusalem/des Tempels 70 n. Chr.

- das Judentum musste sich völlig neu organisieren

- kam in eine Identitätskrise (der Tempel war der zentrale Ort)

- es gibt somit keine Tempelschaft, Pharisäer übernehmen
- Judentum wird zu einer Wort/Buchreligion (davor Opferreligion)

- Frage: Wer gehört zu uns wer nicht?

- Abstoßungsprozess zwischen den Christusanhängern und jüdischen Pharisäern

- Christusanhänger mussten alle fliehen, da sie sich am Aufbau nicht beteiligt haben

- Paulus war nicht immer einer Meinung mit dem Judentum, aber die Verbindung nach Jerusalem war ihm trotzdem wichtig

- es kann kein genaues Datum angegeben werden, ab wann es das Christentum als eigenständige Religion gibt

- in den ersten Jahrzehnten war es noch Teil des Judentums, im Laufen wurden immer unabhängiger vom Judentum

Wie war es möglich, dass aus einer so kleinen Gruppierung die entscheidende Religion entstand?

- sekta „secqui“= folgen

1.10 Fördernde Faktoren

- Religion, die für Frauen interessant ist:

- war in der damaligen Gesellschaft nicht ganz üblich
- keine komplette Gleichberechtigung, aber deutlicher Unterschied zu anderen Religionen

- Sklaven:

- sie fühlten sich als Mensch akzeptierter
- konnten bestimmte Funktionen, Ämter übernehmen
- wurden nicht auf ihre Rolle als Sklaven festgelegt

- Attraktiv, für manche Römer:

- es gab nicht so eiserne Religionsgesetze wie bei den Juden

- das Judentum war aber eine erlaubte Religion und wurde nicht verfolgt, das Christentum schon

- die alt-römische Religion ist eine Fortsetzung der alt-griechischen Religion (Zeus war dann Jupiter etc., war eine tolerante Religion; konnte ohne Probleme andere Gottheiten mit aufnehmen)

- Pantheos= ein Tempel in Rom für alle Götter

- aus römischer Perspektive waren die Christen Atheisten (glaubten ja nicht an ihre

- römische Religion geriet in die Krise (viele Götter)

- die Idee, dass es nur einen Gott gibt, war deshalb interessant

- Jenseitssehnsüchte bei Mysterienkulten

- waren weit verbreitet
- geheimnisvoller Charakter
- man konnte nicht einfach dazu stoßen, sondern musste eingeladen werden
- Bsp. Mitraskult (war nur für Männer, Frauen waren nicht zugelassen)
- das Christentum konnte hier auch konkurrieren

- Exkurs: Katechumenat

- Einweisung in vorgegeben Rituale (Abendmahl)

- Infrastruktur des römischen Reiches

- das Christentum breitete sich in den Grenzen des römischen Reiches aus
- profitierten von der guten Infrastruktur

- gut ausgebautes Wegenetz, waren sehr sicher

- in den Städten wurde missioniert (Das Christentum wurde eine Stadtreligion)

1.11 Behindernde Faktoren

- viele Römer haben den christlichen Glauben für etwas wahnwitzig gehalten

- aus Sicht der Römer war Jesus ein Versager
- er ist am Kreuz gestorben neben politischen Verbrechern, Aufständigen und Sklaven
- ein römischer Bürger wurde nicht gekreuzigt, denn es war unterhalb seiner Würde
- der Kreuzestod galt als ehrlos
- zusätzlich wurde er von einem römischen Statthalter zu Tode verurteilt

- alle die diesen Glauben vertreten und diesem Versager nachgingen waren Esel

- Nero

- fähige und unfähige Kaiser

- Nero war in seinem Selbstverständnis ein begnadeter Künstler

- unter Nero brannte ein Stadtviertel ab

- es kam der Verdacht auf, dass Nero dahintersteckt
- Nero brauchte einen Sündenbock, schob es den Christen zu
- hat funktioniert, da es viele Gerüchte gab (lieben sich - Inzest, essen Leib Christ - Kannibalismus)

zeitlich begrenzte, lokale Christenverfolgung

Quellenanalyse

Plinius

- Vertrauter des Kaisers Trajan

- Statthalter einer Provinz von Kleinasien (heutige Türkei)

- Provinz war sehr heruntergewirtschaftet
- fähiger Mann sollte dorthin gesandt werden
- ständige Briefwechsel zwischen dem Kaiser und Plinius
- Exkurs Statthalter: repräsentiert den Kaiser in einem Gebiet. Hat die obere Rechtsgewalt und Regierungsgewalt. Wenn die Christen auf ihrer Antwort beharren, dann ist das eine Majestätsbeleidigung

- Exkurs: Übersetzungen

- „ministrae“ = Dienerinnen
- Diakonissen gibt es seit dem 19. Jahrhundert ↔ hier geht es aber um den Anfang des 2. Jhd.
- der Begriff Diakon ist fachlich richtig

Welche Gründe gab es Christen zu Tode zu verurteilen?

1.12 Juristische Motive

- Hartnäckigkeit (trifft auf die ersten Christen zu, die hingerichtet werden)
- zeigen keine Reue
- weil sie Christen waren
- Sonderregel für Christen mit römischem Bürgerrecht

1.13 Politische/gesellschaftliche Motive

- verehrten den Kaiser und die Götter nicht

- Tempel verödeten etc.

- Seuche des Aberglaubens breitet sich aus

- weil sie Christen waren (andere Götter leugnen, werden immer mehr, beten einen Verurteilten an)

- keine Motive:

- verehren den Kaiser/Götter nicht: Leute, die leugneten Christen zu sein, sollten den Kaiser verehren (Testverfahren). Die die sagten, sie seien Christen, werden gar nicht aufgefordert dem Kaiser zu opfern
- folgen nicht römischen Weisungen: verpflichten sich gerade, nichts gegen das Recht zu tun, stellten die Vereine ein

- politischer Maßstab des Kaiser:

- Ruhe und Ordnung in der Provinz
- vermeidet durch die Tötung der Christen möglichst viel Unruhe

- kein Opferzwang für Christen

- Hinrichtung nur dann, wenn sie entweder als Märtyrer sterben oder angezeigt werden

Römische Kaiser

Basics

- Kleinasien: südlich der Donau (alles römisches Imperium)

- war ein riesiges Reich

- Kleinasien, Palästina, Antiochia,..

- Krisen/Konflikte

- Perser (Ostrand des römischen Reiches)

- Germanen

- Zeit der Instabilität

- viele Kaiser (ca. 30 in 50 Jahren)

- genannt Soldatenkaiser (Heer bestimmte wer Kaiser wurde; keine Dynastie mehr)

- oft auch Gegenkaiser (große Heere wollen eigenen Kaiser stellen)

- Kaiser sterben oft nicht eines natürlichen Todes

Kaiser

1.14 Decius

- 249-251 n. Chr.

- möchte sich auf die alten Traditionen besinnen (Erneuerer altrömischer Tradition: Opferedikt)

- wenn Römer ihre Götter verehren, dann sind sie auch auf ihrer Seite

- erlässt Opferedikt (kaiserlicher Befehl zu opfern; betrifft die gesamte Bevölkerung; soll die altrömische Religion wiederbeleben und nicht die Christen verfolgen)

- Zahl der Anklagen erhöhte sich gewaltig (Christen wollten nicht opfern)

- Lösung: Bestechung oder eventuell untertauchen für eine bestimmte Zeit

- rigorose Christen sahen dies nicht gerne (Ausschluss aus der Gemeinde)

1.15 Valerianus

- 253-260 n. Chr.

- Kampf gegen Goten und Perser, Christenverfolgung

- erstmals 257: Verfolgung des Klerus/der Kleriker (Amtsträger der Kirchen: Bischöfe,..)

- Lactantius (Lactanz):

- Schreibt über den Kaiser: Von den Todesarten der Verfolger - „Diesen suchte Gott mit einer neuen und ungewöhnlichen Art der Strafe heim. [...] Er geriet in Gefangenschaft der Perser und verlor die Herrschaft und Freiheit. [...] Nachdem er dann sein Leben in solcher Schmach geendet hatte, wurde ihm die Haut abgezogen und zur Schau gestellt.“

1.16 Diokletian

- 284-305 n. Chr. (lange Regierungszeit)

- war einer der fähigsten Kaiser, guter Organisator, gut Analyse und Lösungsmöglichkeiten

- führt die Tretarchie ein

- „tetra“: vier; „chie“: Herrschaft

- Tetragramm: 4-Buchstabenwort; Bezeichnung des Gottesnamen im AT

Exkurs: Tetrachie

- zwei Ober- und zwei Unterkaiser

- wurden nach Kaiser Augustus und Caesar benannt

- 2 Augusti, 2 Caesares

- ein Augusti hatte ein Caesare bei sich

- wenn die Augusti abtreten, nehmen die Caesares deren Stelle ein und suchen sich neue Caesares

- Diözese/Bistum (ev.= Landeskirche)

- primus (der Erste), inter pares (unter Gleichen)

- schärfste Christenverfolgung

- 303-305

- Zerstörung christlicher Kirchen

- starke Verfolgungswelle

- Verbannungen

- Opferbefehle (wer nicht opferte wurde zu Tode gebracht)

- am Ende ausgeweitet auf alle Christen

- war einer der zwei Augusti (aber der wichtigste)

- um 305 setzte er sich zur Ruhe (Kaiser die danach folgten, waren nicht so streng wie er; gab trotzdem noch Verfolgung)

1.17 Galerius

- 305-311 n. Chr.

- Toleranzedikt: Denkt über die Christen immer noch so wie auch Plinius

- Christen sollen zu ihrem Gott für das Wohl des Reiches beten
- Ruhe im Reich wird dadurch hergestellt
- römische Religion

1.18 Konstantin I.

- 306-337 n. Chr.

- bestätigte die Meinung Galerius
- wendet sich zuletzt dem christlichen Glauben zu
- Konstantinische Wende:

- Toleranz gegenüber dem Christentum

- Krieg gegen Maxentius (Kaiser 306-312): 312 Schlacht an der Milvischen Brücke

- Fehler von Maxentius: hat größere, gestärkte Truppe (riskiert die Sicherheit der Stadtmauern und geht auf das freie Feld um zu kämpfen)
- Konstantin: geschwächte Gruppe
- Konstantin gewinnt

- Konstantin fördert das Christentum (macht es aber nicht zu einer Staatsreligion)

- dürfen wieder Kirchen bauen

- stiftet Kirchen

- mussten nicht zum Militär + andere öffentliche Dienste (christlicher Kleriker)

Konstantin, Theodosius und das Christentum

Konstantin - Herrschaftssymbolik

- Kolossalstatue:

- 315 n.Ch
- ließ sich in dem Stil darstellen wie man Jupiter (gleichzusetzen mit Zeus) darstellte
- wenig christliches Verhalten, jedoch für Herrscher des römischen Imperiums typisch
- Sicherung und Ausbau der eigenen Herrschaft

- Münzen:

- heidnisch weibliche Gottheit (Victoria, Siegesgöttin)

- sie schreitet dem Kaiser voran

1.19 Sol invictus

- sol = Sonne; invictus = unbesiegbar; unbesiegbarer Sonnengott

- sol invictus wurde verehrt

- „dies solis“

- dies = Tag, solis = sonnen; der Sonntag
- Tag zu Ehren einer Gottheit

- der 7. Tag in der jüdischen Woche ist der Samstag

- Sonntag ist ursprünglich nicht der Ruhetag
- Sonntag soll an die Auferstehung Christi erinnern

- Konstantin legte den Tag (sol invictus) auf den Feiertag der Christen

- hat den Christen somit einen Feiertag gegeben
- hat ihn nicht Christustag genannt, sondern nach einer Gottheit
- die Christen konnten sich mit der Bezeichnung identifizieren aufgrund der „Sonne“ die einen Bezug zu Christus darstellte

- Sonnenwendfest

- der unbesiegbare Sonnengott wurde gefeiert

- Tage wurden davor immer kürzer und aber Sonnenwende wieder länger

- Geburtsfest (Weihnachten) von Jesus wurde auf diesen Sonnenwendtag gelegt

- wir wissen nicht an welchem Tag Jesus geboren wurde
- in den ersten Jahrhunderten wurde die Geburt Jesu gar nicht gefeiert
- mit der Etablierung des Christentum wurde ein Tag dafür gesucht
- es wurde ein Fest genommen, welches es schon gab und christlich „getauft“

- Exkurs: Ostern

- Jesus wurde an einem jüdischen Passahfest gekreuzigt, es gibt ein wahrscheinliches Datum aber kein sicheres (7.April 30 n.Chr.)
- christliches Osterfest hängt am jüdischen Passahfest

- Exkurs: Jesus wurde „vor“ Christus geboren (4. v. Chr.)

- Herodes starb 4 v.Chr.

- Herodes ist sowohl in Mt als auch in Lk vorhanden

- Jesus wurde zur Zeit von Herodes geboren

- die christliche Zeitrechnung gab es zu der damaligen Zeit noch nicht

- ein Mönch stellte diese auf und verrechnete sich aber

Synkretismus (=Verschmelzung)

- Verschmelzung unterschiedlicher religiöser Vorstellungen

- christologische Streitigkeiten

- Frage: Was bedeutet es wenn man sagt Jesus ist Gottes Sohn?, Wer ist/war Jesus?
- Konflikte waren so heftig, dass gegenseitige Anschuldigungen kamen („ihr seid keine Christen“)

- Konstantin will eine Einigung zwischen den Christen:

- beruft das Konzil (=Versammlung von Bischöfen) von Nicäa ein im Jahre 325 n.Chr
- Konzil der Ostkirche (Bischöfe des Westen waren nicht beteiligt)
- 381 n.Chr Konzil von Konstantinopel: Überarbeitung des Glaubensbekenntnis und Stärkung dieses

Theodosius

- christliche Religion wurde zur Staatsreligion:

- bei Konstantin war es eine stetige Entwicklung mit synkretistischen Elementen
- bessere Anpassung des Volkes an das Christentum

- Edikte 380 - 390 n.Chr.:

- 1. Edikt: besagt sämtliche andere Glaubensausprägungen außer das Christentum

- wurden Häretiker genannt = Ketzer

- 2. Edikt: verbietet die Ausübung heidnischer Kulte

- Legitimierung des Christentums als einzige anerkannte Religion im römischen Reich

- Fluch und Segen zugleich

- Fluch: Christentum wird immer mehr Machtkonform, ein Instrument der Herrscher
- Segen: Verfolgung hörte auf

Julius Streicher

- Der Stürmer: antisemitisches Hetzblatt

- Julius Streicher (Verfasser): Gauleiter von Franken (ähnlich wie Ministerpräsident)

- Stürmerkästen: Aushängekästen; wurde im Volk wahrgenommen

- nach Kriegsende: Verhaftung (Nürnberger Kriegsprozesse)

- J. Streicher stand auch vor Gericht; Ausrede: hat sich ganz in die christliche Tradition gestellt

- die Christen haben das gleiche gemacht

- Bild:

- Juden: dunkle schattierte Augen, große Nase, gefletschte Zähne

- Jesus am Kreuz: Kreuzstatue (linkes Bein fehlt), ist wie ein Arier dargestellt (blond, muskulös)

- Symbolik: Jesus war ein Arier/ein Held,

- Text: Juden wollten die Weltrevolution; verbunden mit der Messiaserwartung; Christus tritt dieser Revolution entgegen und wird deshalb von den Juden ans Kreuz gebracht

Antijüdische Polemik (=Feindseligkeit)

- Verlagerung zum Heidenchristentum:

- immer stärkere Abgrenzung zum Judentum
- Judentum musste sich selber wieder finden
- Christen: ihr habt Christus ermordet; die Juden sind Gottesmörder (da Jesus später als Gottheit gesehen wird)

- „Adversus Judaeos“ - gegen die Juden

- Gottesmörder (haben den Messias nicht erkannt); viele Sünden in der Vergangenheit, Ermordung Jesu bringt das Fass zum Überlaufen
- alle Generationen haben Schuld am Tod Jesu (sehen immer noch nicht ein, dass Jesus der Sohn Gottes ist)
- Israel (dem Fleische nach; biologische Abstammung = Juden) hat Gott verworfen; Gott verwirft Israel (wie du mir, so ich dir)

- Zeichen das Gott sie verworfen hat: Zerstörung des Tempels, Aufhebung des Gesetzes, Zerstreuung unter die Völker, Unheil, das sie zu erleiden haben

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Einführung in die Kirchengeschichte
Untertitel
Von den Anfängen des Christentums bis zum Nationalsozialismus
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Autor
Jahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V441575
ISBN (eBook)
9783668800939
Sprache
Deutsch
Arbeit zitieren
Annalena Reister (Autor), 2016, Einführung in die Kirchengeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441575

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