Zertifizierung - Probleme und Chancen


Hausarbeit, 2002

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung in die Arbeit

2. Die Zertifizierung im Blickpunkt
2.1. Definition und Grundgedanken
2.2. Gründe und Chancen
2.2.1. Externe Sicht
2.2.2. Interne Sicht
2.3. Kritikpunkte
2.3.1. Externe Punkte
2.3.2. Interne Punkte
2.4. Kostenfaktoren
2.4.1. Externe Kosten
2.4.2. Interne Kosten

3. Der Weg bis zur Zertifizierung

4. Resümee

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersicht über verschiedene Bereiche der Zertifizierungen

Abbildung 2: Der Weg zur Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems

1. Einführung in die Arbeit

Es ist schon bemerkenswert: Wer heute in Wirtschaftskreisen von Qualität und der Steuerung qualitätsrelevanter Prozesse spricht, denkt zugleich an DIN EN ISO 9000. Eine Norm ist zum Synonym geworden für ein neues Qualitätsverständnis.[1] Kaum eine Firma, die Seriosität und Kompetenz nach außen darstellen will, kann sich heutzutage einer Zertifizierung entziehen.

Diese Normengruppe bietet Handlungsanweisung bei der Unternehmensführung. Sie wurde in den 80er und 90er Jahren von mehreren zehntausend Unternehmen in Deutschland zur Basis für den Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems genommen, das meist auch extern auditiert und zertifiziert wurde.

Die Orientierung an der DIN EN ISO 9000 ff. begann in Großunternehmen und setzte sich dann quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen durch.

Im ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit steht die Zertifizierung im Blickpunkt. Dabei werden Grundgedanken beschrieben, Gründe und Chancen kritisch betrachtet. Diverse Kostenfaktoren sowie Kritikpunkte, die vor und nach Einführung eines Qualitätsmanagementsystems auftreten, werden im Anschluss untersucht.

Darauf aufbauend folgt eine Beschreibung der verschiedenen Stationen auf dem Weg zur Zertifizierung.

Abschließend erfolgt im Resümee eine Zusammenfassung dieser Arbeit.

Die einzelnen Bereiche werden mit Beispielen verdeutlicht. Vereinzelt werden Erfahrungen von der Firma Kuss Gesamtelektrik GmbH aus Soest herangeführt. Die Firma hat 60 Mitarbeiter und besitzt ihre Kerngeschäftsfelder im Bereich der Errichtung von Brand- und Einbruchmeldeanlagen .[2]

2. Die Zertifizierung im Blickpunkt

Die Zertifizierung wird im Folgenden unter den Gesichtpunkten: Definition und Grundgedanken, Gründe und Chancen, Kritikpunkte und dem Kostenfaktor, näher in Betracht genommen.

2.1. Definition und Grundgedanken

Die Definition des Wortes - Zertifizierung - bedeutet „beglaubigen, bescheinigen“.[3] Speziell bedeutet es auch „das Verfahren bzw. das Ergebnis des Verfahrens, bei dem einem Unternehmen bestätigt

wird, dass es über ein Qualitätsmanagementsystem verfügt.“[4] Diese Bestätigung, sprich die Aushändigung eines Zertifikates, wird von Zertifizierungsgesellschaften durchgeführt. Für welche Bereiche sich Firmen zertifizieren lassen können, zeigt überblicksartig Abbildung 1 im Anhang.

Ein Zertifikat kann in folgenden drei Punkten zum Abbau indifferenter Ansichten beitragen:[5]

- Information: Auskunft über Qualitätspotential des betrachteten Unternehmens
- Garantie: Garantiert ein Mindestmaß an funktionsfähiger Qualitätssicherung
- Reputation: Risikominimierung aus subjektiver Sicht, wenn Käufer das Zertifikat als Hinweis auf Qualitätsfähigkeit interpretiert

Ergänzend ist noch zu erwähnen, dass ein Zertifikat niemals direkte Auskünfte über den potentiellen Erfüllungsgrad geben kann, denn bei einer Produkt- oder Dienstleistungsauswahl herrschen immer subjektive Präferenzen vor.[6]

2.2. Gründe und Chancen

Gründe und Chancen, die für eine Zertifizierung sprechen, sind vielfältig. Dabei ist zunächst eine Unterteilung in eine externe und interne Sicht sinnvoll.[7]

2.2.1 Externe Sicht

Transparenz am Markt:

Bei der Vielzahl verschiedener Anbieter ist es für den Endverbraucher oft schwierig, sich eine transparente Marktübersicht zu erhalten. Der Preis als einziger Bestimmungsfaktor[8] über die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung hat heutzutage keine Aussagekraft mehr, da sehr mannigfaltige und intransparente Angebote auf dem Markt[9] vorherrschen. Ein Zertifikat stärkt das Vertrauen in die Arbeit des Unternehmens. Somit hebt man sich von Mitbewerbern ab und kann ggf. neue Kunden und Märkte erschließen. Auf den Verbraucher kann die Auszeichnung als eine positive (Kauf-) Entscheidungshilfe wirken.

Im „B-to-B“ Bereich ist das Zertifikat, insbesondere im Hinblick auf einen immer stärker zusammenwachsenden europäischen Markt, von besonderer Bedeutung.[10]

Indirekter Zwang:

Ein weiterer Grund ist auch die Forderung von Dachverbänden nach einer Zertifizierung als Voraussetzung zur Erlangung von z.B. Hersteller- oder Errichterzulassungen.[11] In diesem Zusammenhang sei kritisch anzumerken, dass viele Dachverbände sehr eigennützig handeln. Sie besitzen selbst Zertifizierungsstellen und finanzieren diese durch die Forderung nach einem Zertifikat.[12]

Für eine Zertifizierung sprechen des weiteren auch die dadurch resultierenden und besseren Vertriebsargumente.[13]

2.2.2. Interne Sicht

Transparenz im Betrieb:

Jeder Betriebsablauf ist 100%ig festgehalten und strukturiert. Somit sind die einzelnen Vorgänge für jeden Mitarbeiter nachvollziehbar. Fehler können zum Einen einfach zurückverfolgt und eliminiert werden. Zum Anderen kann ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess stattfinden.

Klärung der Zuständigkeiten:

Die Verantwortlichkeiten und Befugnisse der einzelnen Mitarbeiter sind eindeutig geklärt. Bei Ausfall eines Mitarbeiters bzw. beim Anlernen neuer Mitarbeiter können diese, auf Basis des Handbuches[14], schnell in die neue Aufgabe eingewiesen werden.

Stärkung des Qualitätsbewusstseins:

Da das Thema Qualität zum Bestandteil der täglichen Arbeit geworden ist, führt es zu einer Veränderung des Bewusstseins bei Führungskräften und Mitarbeitern. Zudem resultiert aus den Qualitätsdiskussionen eine stärkere Orientierung auf den Kunden und seine Bedürfnisse.

[...]


[1] Vgl. o.V.: Qualitätsmanagement – Kennzeichen Q: DIN EN ISO 9000 – QM in Theorie und Praxis, Berlin 2001, S. 1.

[2] Weiterführende Informationen über die Firma Kuss finden sich unter der Internetadresse

http://www.kuss-gesamtelektrik.de, 16.05.2002.

[3] (Hrsg.) Wissenschaftlicher Rat der Dudenreaktion: Duden Fremdwörterbuch, 6. überarbeitete und erweiterte Aufl., Augsburg 1999, S. 859.

[4] Vgl. (Hrsg.) Datenbank UB Media (http://www.e-lex.de): Qualitätsmanagement, Zugriff über: http://www.e-fellows.net/ Recherche/o2900_Datenbanken_elex, 16.04.2002.

[5] Vgl. Boehme, M.: Implementierung von Managementkonzepten, Wiesbaden 1999, S. 28.

[6] Vgl. ebd., S. 28.

[7] Vgl. Pfitzinger E.: Die Weiterentwicklung zur DIN EN ISO 9000:2000, Berlin 2. überarb. Aufl. 2001, S. 11f.

[8] Dabei stelle ich die Hypothese, dass ein Produkt, welches einen höheren Preis hat als ein homogenes, vergleichbares Produkt, auch eine bessere Qualität besitzt.

[9] Das Wort „Markt“ steht in diesem Zusammenhang für Produkte und Dienstleistungen.

[10] Vgl. informativ dazu http://www.2.beuth.de/sixcms/list.php3?page=qualitätsmanagement, 24.04.2002.

[11] Beispielhaft kann hierfür die Firma Kuss Gesamtelektrik angeführt werden. 1995 verlangte der Dachverband „VdS Schadenverhütung GmbH“, als notwendige Voraussetzung für die Errichterzulassung für Brand- und Einbruchmeldeanlagen das ISO-Zertifikat.

[12] Beispielhaft sei hierfür die „VdS Schadenverhütung GmbH“ genannt. Obwohl der VdS als Rechtsform nur eine GmbH ist, ist für ein Sicherheitsunternehmen, wie die Firma Kuss Gesamtelektrik GmbH, die Anerkennung für das Bestehen am Markt überaus wichtig, da maßgebliche Institutionen in der Sicherheitsbranche – beispielhaft zu nennen sind hier Versicherungen, Planer und öffentl. Anstalten - eine VdS-Errichterzulassung für die Vergabe von Aufträgen verlangen.

[13] Vgl. Skrip von Illi M.: Vorlesung Wintersemester 1999-2000, WPF Qualitätsmanagement an der Fachhochschule Mainz – Fachbereich III, Kapitel „ISO 9000“, Folie 3.

[14] Siehe Kapitel 2.3.2. sowie Kapitel 3. dieser Arbeit für weiterführende Informationen zum Thema Handbuch.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Zertifizierung - Probleme und Chancen
Hochschule
Hochschule Mainz  (BWL)
Veranstaltung
Klein- u. mittleres Management
Note
1,7
Autor
Jahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V4417
ISBN (eBook)
9783638127370
Dateigröße
512 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Hausarbeit zeigt gut strukturiert die Probleme und Chancen einer Zertifizierung aus interner und externer Sicht sowie den Kostenfaktoren. Beispiele orientieren sich an der Normengruppe DIN EN ISO 9000 ff.
Schlagworte
Qualitätsmanagement
Arbeit zitieren
Ivonne Völlmecke (Autor), 2002, Zertifizierung - Probleme und Chancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4417

Kommentare

  • Gast am 21.5.2005

    Recht Oberflächlich.

    + geeignet um einen Eindruck von der Thematik zu bekommen.
    - Nicht geeignet, um daraus zu zitieren.
    - Die Thematik wird nur sehr oberflächlich behandelt.
    - Text wirkt stark "gedehnt", um Seitenzahl zu erreichen

Im eBook lesen
Titel: Zertifizierung - Probleme und Chancen



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden