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Zum Zeitengebrauch im gesprochenen Französisch

Title: Zum Zeitengebrauch im gesprochenen Französisch

Seminar Paper , 2001 , 8 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Jana Silvia Lippmann (Author)

French Studies - Linguistics
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Diese Seminararbeit analysiert die Zeitformen der französischen Sprache nach ihrem Auftreten im Geschriebenen und im Gesprochenen. Da in diesem Zusammenhang die größten Differenzen bei den Vergangenheitsformen Passé simple und Passé antérieur, den Zukunftsformen Futur simple und Futur composé, im Konjunktiv sowie im Passiv auftreten, werden sich die Betrachtungen auf diese Formen beschränken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Zielsetzung

1. Die Formen der Vergangenheit im Indikativ

2. Die Zukunftsformen

3. Der Konjunktiv

4. Das Passiv

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Unterschiede im Zeitengebrauch der französischen Sprache zwischen dem geschriebenen und dem gesprochenen Sprachgebrauch. Dabei steht die Frage im Zentrum, warum bestimmte Zeitformen in der gesprochenen Sprache durch einfachere Konstruktionen ersetzt werden oder gänzlich ausfallen, um eine emotionalere und direktere Kommunikation zu ermöglichen.

  • Entwicklung und Ausfall des Passé simple im gesprochenen Französisch
  • Frequenzanalyse von Zukunftsformen (Futur simple vs. Futur composé)
  • Gebrauch und Vermeidung des Subjonctif in mündlichen und schriftlichen Kontexten
  • Strukturelle Alternativen zum Passiv im gesprochenen Französisch
  • Unterschiede zwischen regelorientierter Schriftsprache und der Varietät des gesprochenen Französisch

Auszug aus dem Buch

1. Die Formen der Vergangenheit im Indikativ

Das auffälligste Phänomen im Bereich des Temporagebrauchs in der französischen Sprache ist zweifellos der Ausfall des Passé simple im code parlé. Nachdem sich bereits im 16. Jahrhundert erste Unsicherheiten bei seiner Verwendung und Bildung gezeigt hatten, wurde das Passé simple immer weiter aus der gesprochenen Sprache verdrängt. Sein Ausfall gilt heute als abgeschlossen.

In der geschriebenen Sprache ist das Passé simple vitaler. Man trifft es als Erzähltempus vor allem in der Literatur und in der Theatersprache, aber auch in Zeitungsberichten an (vgl. Krassin 1994).

Das Ausfallen des Passé simple aus der gesprochenen Sprache führt dazu, dass selbst die Muttersprachler erst im Schulkindalter, wenn sie lesen gelernt haben, mit diesem Tempus in Berührung kommen. Es stellt für sie nicht mehr als eine Art literarischer Ersatz des Passé composé dar, das ihnen natürlich vertrauter ist. Beim aktiven Gebrauch des Passé simple zeigen sich deshalb große Unsicherheiten und eine hohe Fehlerquote (vgl. Söll 1985).

Als Hauptursache für den Ausfall des Passé simple im gesprochenen Französisch wird von Blank (1991) der „begrenzte Nutzen einer Historischen Vergangenheit im Nähediskurs” genannt. Da man im spontanen Sprechen darum bemüht ist, die Ereignisse emotionaler darzustellen, als das in einem geschriebenen Bericht der Fall ist, wird das Passé simple im code parlé in der Regel durch das gegenwartsbezogene Passé composé ersetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Zielsetzung: Einleitung in die Themenstellung mit dem Fokus auf die Divergenz zwischen schriftlichem und mündlichem Sprachgebrauch im Französischen.

1. Die Formen der Vergangenheit im Indikativ: Analyse des Ausfalls des Passé simple und Passé antérieur im gesprochenen Französisch zugunsten des Passé composé oder narrativer Präsensformen.

2. Die Zukunftsformen: Untersuchung der Frequenz und Verwendung von Futur simple und Futur composé, wobei beide Formen im gesprochenen Französisch eine ausgeglichene Bedeutung einnehmen.

3. Der Konjunktiv: Erörterung der Tendenzen, den Subjonctif durch Indikativ oder Infinitivkonstruktionen zu ersetzen, da komplexe Vergangenheitsformen im Konjunktiv zunehmend verschwinden.

4. Das Passiv: Darstellung der Passiversatzformen wie „on“ oder Pronominalkonstruktionen, da das eigentliche Passiv im gesprochenen Französisch vermieden wird.

5. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung, dass im gesprochenen Französisch aufgrund vereinfachter Tempussysteme und einer regelmäßigen Bildung zusammengesetzter Formen eine geringere Anzahl an Tempora ausreicht.

Schlüsselwörter

Französisch, Gesprochene Sprache, Schriftliche Sprache, Tempus, Passé simple, Passé composé, Futur simple, Futur composé, Subjonctif, Passiv, Temporasystem, Sprachwandel, Code parlé, Syntax, Grammatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Unterschiede im Gebrauch von Zeitformen und grammatikalischen Strukturen zwischen der geschriebenen französischen Sprache und dem gesprochenen „code parlé“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Vergangenheitsformen, Zukunftsformen, der Anwendung des Konjunktivs (Subjonctif) sowie der Verwendung von Passivkonstruktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die französische Sprache im mündlichen Bereich vereinfacht hat, um eine direktere und emotionalere Kommunikation zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine linguistische Analyse, die auf vorhandener Fachliteratur und theoretischen Arbeiten zu Varietäten und Strukturen des Gegenwartsfranzösischen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische grammatikalische Phänomene analysiert, wie der Ausfall des Passé simple, die Verwendung von Futur-Konstruktionen sowie Strategien zur Umgehung des Konjunktivs.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Tempussysteme, Sprachvarietäten, Literarisierung von Mündlichkeit, Nähediskurs und grammatikalische Vereinfachung.

Warum wird das Passé simple in der gesprochenen Sprache kaum noch verwendet?

Laut Literatur wird es als zu historisch und wenig nützlich für den spontanen Nähediskurs empfunden, weshalb es fast vollständig durch das Passé composé ersetzt wurde.

Welche Rolle spielt der Konjunktiv im gesprochenen Französisch?

Der Konjunktiv wird im gesprochenen Französisch aktiv vermieden, indem Sprecher auf Infinitivkonstruktionen oder parataktische Strukturen ausweichen.

Wie wird das Passiv in der Umgangssprache meist ersetzt?

Häufig wird die Konstruktion mit dem unbestimmten Pronomen „on“ als wichtigster Passiversatz verwendet.

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Details

Title
Zum Zeitengebrauch im gesprochenen Französisch
College
Technical University of Chemnitz
Course
Gesprochenes versus geschriebenes Französisch
Grade
1,5
Author
Jana Silvia Lippmann (Author)
Publication Year
2001
Pages
8
Catalog Number
V44183
ISBN (eBook)
9783638418300
ISBN (Book)
9783656620082
Language
German
Tags
Zeitengebrauch Französisch Zeitformen Gesprochene Sprache Umgangssprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Silvia Lippmann (Author), 2001, Zum Zeitengebrauch im gesprochenen Französisch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44183
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