In der nachfolgenden Ausführung werden die Organisationsentwicklung als Strategie zur Umsetzung von geplantem Wandel und die Rolle von Lernprozessen in diesem Konzept thematisiert.
Die permanent voranschreitende Modernisierung und Technologisierung der Gesellschaft stellt Unternehmen immer regelmäßiger vor Probleme und Konflikte die sie, um ihre Existenz und ihren Bestand sichern zu können, bewältigen müssen. In der sich turbulent wandelnden Umwelt scheint es für moderne Organisationen demzufolge keine relevantere Anforderung zu geben, als permanent und kontinuierlich zu lernen. Immer häufiger greifen Unternehmen in diesem Zusammenhang auf die Organisationsentwicklung als Veränderungs- und Entwicklungsstrategie zurück.
Die Organisationsentwicklung als Methode zur Realisierung von geplantem Wandel hat sich in den meisten modernen Unternehmen zur Normalität entwickelt und wird dort vielfach mit einer Selbstverständlichkeit praktiziert.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Begriffe
2.1 Organisation
2.2 Organisationsentwicklung
2.3 Lernen
3. Der Lernprozess in der Organisationsentwicklung
3.1 Auslöser von Organisationsentwicklungsprozessen
3.2 Ziele von Organisationsentwicklungsprozessen
3.2.1 Die Verknüpfung der doppelten Zielsetzung durch die Organisationsentwicklung
3.2.2 Die Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Organisationsentwicklung
3.3 Akteure von Organisationsentwicklungsprozessen
3.3.1 Personale und soziale Systeme als Akteure von Organisationsentwicklungsprozessen
3.3.2 Die Interdependenz zwischen sozialen und personalen Systemen
4. Die Organisationsentwicklung als Unterstützung organisationaler Lernprozesse
4.1 Organisationale Lernprozesse
4.2 Techniken der Organisationsentwicklung
4.2.1 Die Ebene des einzelnen Mitarbeiters
4.2.2 Die Ebene von Gruppen und Teams
4.2.3 Die Ebene der Organisation
5. Fazit
6.Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Organisationsentwicklung als Strategie für geplanten Wandel zu beleuchten und dabei insbesondere die zentrale Rolle zu untersuchen, die Lernprozesse innerhalb dieses Konzepts einnehmen, um Unternehmen in einem turbulenten Umfeld zukunftsfähig zu halten.
- Grundlagen und Begriffsbestimmungen zu Organisation, Organisationsentwicklung und Lernen
- Analyse der Auslöser von Wandel und der Ziele von Organisationsentwicklungsprozessen
- Betrachtung der Akteure (personale und soziale Systeme) und deren Interdependenz
- Die Organisationsentwicklung als Rahmen für organisationales Lernen auf verschiedenen Ebenen
Auszug aus dem Buch
3.1 Auslöser von Organisationsentwicklungsprozessen
Organisationen sehen sich immer häufiger und mit immer mehr Problemen und Krisen aufgrund einer sich turbulent wandelnden Umwelt konfrontiert. Die Gründe hierfür sind vielfältig (vgl. Wirth, 2000, S. 83f.). Eine Schwierigkeit stellt die weltweite Verbreitung neuer Technologien wie digitale Medien oder Informations- und Kommunikationstechnologien dar, welche veränderte Wettbewerbsbedingungen und einen verstärkten internationalen Wettbewerbsdruck für Organisationen mit sich bringen. Auch geht damit eine verstärkte Wissensintensität von Arbeitsprozessen einher, die zunehmend abstrakter und komplexer werden. Weitere Phänomene der wandelnden Umweltbedingungen sind die Automatisierung und Robotisierung von Arbeitsprozessen, die Internationalisierung und die Globalisierung (vgl. Fatzer, 1993a, S. 14; vgl. Bock, 2008, S. 11; vgl. Schiersmann/Thiel, 2010, S. 46). Durch diese Vorgänge entstehen vermehrt neue Produkte und Verfahren, welche den Anschein machen, immer relevanter zu werden und denen dementsprechend begegnet werden muss. Diese Handlungen lösen auch den Wandel von Zielgruppen zu informierten und kritischen Kunden aus (vgl. Sackmann, 1993, S. 227; vgl. Bock, 2008, S. 11). Aufgrund der ständigen Entwicklungen im Verbraucher- und Mitbewerberverhalten scheint die Marktsituation für kein Unternehmen mehr konstant zu sein.
Einzig der Wandel der Umwelt hält sich konstant (vgl. Goerke, 1981, S. 23; vgl. Schanz, 1994, S. 383; vgl. Schiersmann/Thiel, 2010, S. 46). Es zeigt sich, dass die allgemeine Wissens- und Technologieexplosion ein enormes Wachstum des gesellschaftlichen Wissensbestandes, eine Erhöhung der Komplexität der Umwelt, sich schneller wandelnde Märkte und auch turbulentere Umweltentwicklungen zur Folge hat (vgl. Fatzer, 1993a, S. 17; vgl. Sackmann, 1993, S. 227; vgl. Wirth, 2000, S. 72). Die Zunahme globaler Turbulenzen und die technologischen Fortschritte führen zu einer nicht vorhandenen Vorhersehbarkeit für Unternehmen über zukünftige Ereignisse und Entwicklungen (vgl. Trebesch, 2000, S. 19). Diese extreme Beschleunigung des Umweltwandels und die damit einhergehende Konfrontation von Organisationen mit internen und externen Störeinflüssen bringen diese in Situationen, denen sie in ihrer aktuellen Organisationsform nicht angemessen gegenübertreten können (vgl. Wirth, 2000, S. 83f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Notwendigkeit von Organisationsentwicklung aufgrund einer sich schnell wandelnden Umwelt ein und erläutert die zentrale Bedeutung von Lernprozessen.
2. Begriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte Organisation, Organisationsentwicklung und Lernen als Basis für die weitere Untersuchung.
3. Der Lernprozess in der Organisationsentwicklung: Das Kapitel behandelt die Auslöser für Wandlungsprozesse, die Ziele der Organisationsentwicklung sowie die Rolle der personalen und sozialen Akteure.
4. Die Organisationsentwicklung als Unterstützung organisationaler Lernprozesse: Hier werden Interventions- und Technikebenen der Organisationsentwicklung auf individueller, Gruppen- und Organisationsebene detailliert dargestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Unabdingbarkeit von Lernprozessen für die Existenzsicherung von Unternehmen im Wandel.
Schlüsselwörter
Organisationsentwicklung, organisationales Lernen, geplanter Wandel, Veränderungsmanagement, soziale Systeme, personale Systeme, Wettbewerbsfähigkeit, Lernprozesse, Interventionstechniken, Organisationsgestaltung, Wissensmanagement, Anpassungsfähigkeit, Unternehmenskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Organisationsentwicklung als strategisches Konzept zur Bewältigung von geplantem Wandel in Unternehmen und analysiert dabei, welche maßgebliche Rolle Lernprozesse spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Organisationsentwicklung, die Analyse von Wandlungsursachen, die Rolle von Akteuren in sozialen Systemen sowie die methodische Umsetzung von Lernförderung auf verschiedenen Ebenen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Rolle Lernprozesse im Konzept der Organisationsentwicklung spielen und wie diese zur Unterstützung der organisationale Lernfähigkeit beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der systematischen Aufarbeitung bestehender sozialwissenschaftlicher Theorien und Konzepte zur Organisationsentwicklung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Auslöser für Wandlungsprozesse, die Zielsetzung der Organisationsentwicklung (Humanisierung und Effektivität), die beteiligten Akteure und die verschiedenen Ebenen (Individuum, Gruppe, Organisation), auf denen organisationale Lernprozesse stattfinden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern zählen insbesondere Organisationsentwicklung, organisationales Lernen, geplanter Wandel, Anpassungsfähigkeit und Interventionstechniken.
Warum ist das Konzept des „doppelten Lernens“ in der Organisationsentwicklung bedeutsam?
Es ist bedeutsam, weil es die Verknüpfung zwischen individuellem Lernen der Organisationsmitglieder und dem Lernen der Organisation als Ganzem darstellt, was für erfolgreiche Anpassungsprozesse unerlässlich ist.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen den Ebenen des Lernens?
Die Arbeit differenziert zwischen der Ebene des einzelnen Mitarbeiters (individuelle Kompetenzentwicklung), der Ebene von Gruppen und Teams (soziale Interaktion und Wissensaustausch) sowie der Ebene der Gesamtorganisation (strukturelle und kulturelle Anpassung).
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Welche Rolle spielen Lernprozesse im Konzept der Organisationsentwicklung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441859