Soziales Unternehmertum. Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship


Fachbuch, 2018
101 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einführung

2 Begriffsbestimmungen und Untersuchungsgegenstand
2.1 Social Entrepreneurship
2.2 Unternehmensberichterstattung
2.3 Anspruchsgruppen und Berichtsadressaten

3 Theoretische Untersuchung zur externen Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship
3.1 Theoretische Interpretation der Berichterstattung
3.2 Besonderheiten und Hürden der externen Berichterstattung im Social Entrepreneurship
3.3 Ansätze zur Berichterstattung und Erhebung von Wirkungen im Social Entrepreneurship
3.4 Zwischenfazit und Forschungslücke

4 Qualitative Untersuchung ausgewählter Unternehmensberichte
4.1 Methodik und Datenerhebung
4.2 Identifizierte Problemfelder und Mängel der untersuchten Berichte

5 Ansatzpunkte und Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Berichterstattung

6 Herausforderungen der externen Berichterstattung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

Anhang 1: Übersicht der untersuchten Berichte und deren Quellen

Anhang 2: Detailanalysen der untersuchten Unternehmensberichte

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Funktionen und Bestandteile der Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship

Abbildung 2: Prinzipal-Agenten/Steward-Beziehung im Social Entrepreneurship nach RODER

Abbildung 3: Soziale Wirkungskette

Abbildung 4: Herausforderungen und Einflussfaktoren der externen Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship

Abbildung 5: Vorgehensweise der Datenanalyse und Forschungsfragen

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Konstitutive Merkmale des Social Entrepreneurship

Tabelle 2: Abgrenzung sozial motivierter und kommerzieller Organisationen

Tabelle 3: Adressaten der externen Unternehmensberichterstattung im Vergleich

Tabelle 4: Anspruchsgruppen, Berichtsfunktionen und -bestandteile im Social Entrepreneurship

Tabelle 5: Aufbau des Social Reporting Standards (2014)

Tabelle 6: Übersicht der untersuchten Unternehmen und Berichte

Tabelle 7: Ergebnisübersicht der analysierten Unternehmensberichte

Tabelle 8: Ausgewählte Kennzahlen der untersuchten Berichte

Tabelle 9: Identifizierte Problemfelder und Lösungsansätze in der Unternehmensberichterstattung

Tabelle 10: Problemfelder und Empfehlungen

1 Einführung

Gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Probleme wie Armut, Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Migration und Klimawandel sind in der öffentlichen Debatte allgegenwärtig. Da diese Konflikte dem allgemeinen Gerechtigkeitsempfinden widersprechen oder auf Konfrontationskurs mit den endlichen Ressourcen der Erde liegen, braucht es neue, kreative Lösungsansätze.[1] In Das Kapital im 21. Jahrhundert thematisiert der französische Ökonom Thomas Piketty Fragen der Kapitalverteilung und der Ungleichheit. Er vertritt die These, dass Ungleichheit ein inhärentes Merkmal des Kapitalismus sei, welches die demokratische Grundordnung gefährde.[2] Diese kapitalismuskritische Sichtweise gründet auf den Begleiterscheinungen der Marktwirtschaft, welche zu unerwünschten sozialen Belastungen führen können. Die Krisen der vergangenen Jahre zeugen davon – angefangen mit dem Zusammenbruch des Neuen Marktes um die Jahrtausendwende über die globale Finanzkrise beginnend 2007 bis hin zur sogenannten Eurokrise ab 2010. Freie Märkte können soziale Probleme wie Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung, Gesundheits- oder Umweltprobleme, Verstöße gegen Menschenrechte, Arbeitslosigkeit und Kriminalität erzeugen.[3]

Die Annahme der unsichtbaren Hand bei Adam Smith impliziert, dass Fehlentwicklungen von sich heraus korrigiert werden, da Unternehmen unter der Prämisse ihres dauerhaften Bestehens effizient und nachhaltig wirtschaften.[4] Das Marktversagen zeigt sich dessen ungeachtet darin, dass öffentliche Güter, die sich durch Nicht-Rivalität im Verbrauch und Nicht-Ausschließbarkeit vom Konsum auszeichnen, vom freien Markt nicht zur Verfügung gestellt werden. Externe Effekte wie die Umweltverschmutzung werden zudem nicht vollständig in den Marktpreisen reflektiert. In der Folge versagt der Preismechanismus und es kommt zu Ressourcenfehlallokationen.[5] Preise und Gewinne verlieren dann ihre Lenkungsfunktion und sind nicht länger Maßstab für Effizienz und die angemessene Befriedigung von Bedürfnissen.[6]

Sobald der Markt nicht in der Lage ist, als relevant erachtete Probleme zu bewältigen, wird deren Lösung auf den öffentlichen Sektor überwälzt.[7] Dessen ungeachtet ist ein Rückzug des Staates aus dem sozialen, kulturellen sowie ökologischen Bereich zu beobachten und seine Akteure sind nicht fähig, die Probleme zu lösen. Finanzielle Restriktionen, eine generelle Überlastung staatlicher Organe, die zunehmende Globalisierung, die allgemeine Liberalisierung, der Trend zur Individualisierung, der fehlende politische Wille sowie ideologische Überzeugungen und Wählerpräferenzen lassen sich als Ursachen identifizieren.[8]

Da der Staat nicht imstande ist, das Marktversagen zu lösen, rückt der Dritte Sektor mit seinen gemeinnützigen Unternehmen in den Fokus.[9] Deren Lösungskompetenz ist jedoch ebenfalls begrenzt. Einerseits stehen sie vor besonderen Herausforderungen aufgrund fehlender Marktsignale hinsichtlich ihres Erfolges, geringer Marktdynamik, Partikularismus, philanthropischen Versagens sowie einer steigenden Zahl hilfsbedürftiger Menschen.[10] Andererseits begrenzen die Abhängigkeit von der Freigiebigkeit und dem guten Willen einzelner Großspender bei steigender Konkurrenz um begrenzte finanzielle Mittel, verbunden mit strikten steuerlichen Befreiungsregelungen, ihre Expansion.[11] Steinberg stellt daher ein allgemeines Versagen gemeinnütziger Unternehmen fest.[12]

Kapitalismuskritiker wie Piketty stellen den Einfluss des Staates und politisches Handeln zur Problemlösung in den Mittelpunkt. Andere setzen unter der Annahme, dass ökonomisches Denken und Handeln keineswegs zwangsläufig im Widerspruch zur ökologischen Nachhaltigkeit stehen, auf marktwirtschaftliche und unternehmerische Konzepte. Hierbei geht es weniger um ideologische oder idealistische Positionen, sondern vielmehr um die Tradition der Wirtschaftswissenschaft, die Ökonomie als „dienendes Prinzip des Menschen“ zu betrachten.[13] Der wirtschaftliche Umgang mit Ressourcen entspricht demzufolge dem ökologischen Grundgedanken und Kosteneinsparungen müssen nicht zwangsläufig zulasten der Arbeitsbedingungen erfolgen.[14] Veröffentlichungen zum Effektiven Altruismus, wie von MacAskill, werfen in der Konsequenz einen marktwirtschaftlichen Blick auf soziale Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten.[15] Demgegenüber vernachlässigt der Kerngedanke der neo-klassischen Theorie, wonach der Mensch ein eindimensionaler, ausschließlich auf Eigennutzen und Profitmaximierung ausgerichteter Akteur (Homo oeconomicus) sei, selbstlose Motive. Dies wird der vielschichtigen menschlichen Natur nicht gerecht.[16] Vielmehr existieren Personen, die ihre Fähigkeiten und finanziellen Mittel in den Dienst der Gesellschaft stellen.

Durch die Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahr 2006 an den Professor für Ökonomie und Gründer, der seit 1983 auf die Vergabe von Mikrokrediten spezialisierten Grameen Bank, Muhammad Yunus, wurde die Idee des Social Entrepre-neurship einer breiten Öffentlichkeit bekannt.[17] Der Anspruch dieses Unternehmertums mit sozialen Zielen basiert auf der Idee, Probleme in den unterschiedlichsten Bereichen und Industrien mit innovativen Konzepten zu lösen und eine nachhaltigere Form des Wirtschaftens zu bieten.[18] Beispielhaft lassen sich die Felder Armut, Korruption, Gewalt, Gesundheit, Bildung und Umweltverschmutzung nennen.[19]

Für herkömmliche privatwirtschaftliche Unternehmen stellt Gewinnmaximierung die oberste Handlungsmaxime dar. Gleichzeitig steigen, aufgrund eines veränderten Wertegerüsts und des Bewusstseins um endliche Ressourcen, die Kundenanforderungen hinsichtlich gesellschaftlicher und ökonomischer Verantwortung der Unternehmen.[20] Beckmann begründet dies mit einem abnehmenden individuellen Grenznutzen des Geldes infolge wachsenden Wohlstands und der zunehmenden Bedeutung der persönlichen Entwicklung, der Selbstverwirklichung und sozialer Tätigkeiten sowie moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, durch die soziale Probleme eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren.[21] Darüber hinaus kann dies Menschen motivieren als Social Entrepreneur tätig zu werden.[22] Auch führen ein höheres Bildungsniveau, steigender Wettbewerb und bessere Transparenz tendenziell dazu, dass sich ethisches Verhalten von Unternehmen auszahlt.[23] Der Trend zur Individualisierung fördert zugleich einen Unternehmertypus, der nicht den finanziellen Erfolg in den Mittelpunkt seines Handelns stellt, sondern die gesellschaftliche Wirkung, und daher seinen unternehmerischen Ehrgeiz auf den gemeinnützigen Erfolg richtet.[24]

Den Social Entrepreneuren wird großes Potential zuerkannt, gesellschaftliche und ökologische Probleme nicht nur effizienter als der Staat oder gemeinnützige Organisationen zu lösen, sondern auch nachhaltig zu handeln und einen gesellschaftlichen Wandel zu fördern.[25] Zugleich erhoffen sich Philanthropen und andere Kapitalgeber eine größere Wirkung ihres Engagements durch die Verbindung des sozialen Aspekts mit einem nachhaltigen unternehmerischen Geschäftsmodell.[26] Auch Social Entrepreneure sind auf einen effizienten Einsatz ihrer Ressourcen und ausreichende finanzielle Mittel angewiesen. Hieraus erwächst das Bedürfnis, interne Abläufe so zu gestalten, dass die Mittel einer optimalen Verwendung zugeführt werden (ex ante als Entscheidungshilfe). Zum anderen ist es notwendig, sich gegenüber Kapitalgebern zu erklären und nachzuweisen, dass deren Mittel (Spenden, Darlehen, Eigenkapital o.Ä.) zweckgemäß eingesetzt wurden (ex post im Sinne von Rechenschaft).[27] Die Frage der Wirkungsmessung stellt sich somit in zweifacher Hinsicht: intern zur Steuerung und extern u.a. zum Einwerben finanzieller Mittel.

Im Social Entrepreneurship stehen prinzipiell sowohl klassische Finanzierungsinstrumente des gewinnorientierten als auch solche des gemeinnützigen Sektors zur Verfügung.[28] Im Übrigen spielt für die meisten Anspruchsgruppen neben der finanziellen Rendite auch die soziale Rendite eine nicht unwesentliche Rolle. Diese Vermischung der Sektorlogiken, d.h. die Verbindung der sozialen Mission mit marktwirtschaftlichen Geschäftsmodellen, zwingt die Unternehmen dazu neue Formen der Unternehmensberichterstattung zu finden.[29] Zugleich sind Social Entrepreneure mittelfristig auf einen sozialen Kapitalmarkt angewiesen, für den transparente und allgemein (ggf. global) akzeptierte Berichtsstandards notwendig sind.[30]

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, wie die externe Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship in Deutschland gestaltet werden kann, um den wesentlichen Anspruchsgruppen und Besonderheiten dieses Sektors gerecht zu werden. Kapitel 2 definiert die grundlegenden Begriffe und grenzt sie für den weiteren Verlauf der Untersuchung ab. Dies umfasst auch die Ableitung der Ansprüche relevanter Interessengruppen. Die theoriegestützte Herleitung der Notwendigkeit der Berichterstattung und deren Besonderheiten erfolgt in Kapitel 3 zusammen mit einer Vorstellung ausgewählter Ansätze. In Kapitel 4 werden Unternehmensberichte in Deutschland tätiger Social Entrepreneure analysiert. Ziel dieser Untersuchung ist es Ansatzpunkte zu identifizieren und Empfehlungen hinsichtlich einer effektiven Berichterstattung abzuleiten (Kapitel 5). Abschließend werden die Resultate in Kapitel 6 zusammengefasst und weiterer Forschungsbedarf identifiziert.

2 Begriffsbestimmungen und Untersuchungsgegenstand

2.1 Social Entrepreneurship

Seit Ende des 20. Jahrhunderts tauchen die ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum stammenden Begriffe Social Entrepreneur und Social Entrepreneurship zunehmend in der wissenschaftlichen Literatur auf.[31] Verschiedene Autoren weisen darauf hin, dass solche Unternehmensformen zwar keine neue Erscheinung seien, ihre Anzahl, Bedeutung und insbesondere Professionalität zu Beginn des 21. Jahrhunderts jedoch zugenommen hätten.[32] Hinsichtlich des Begriffs, der besonders durch William Drayton, dem Gründer der Förderorganisation Ashoka, geprägt wurde, hat sich in Deutschland (und international) bislang trotz umfangreicher Diskussion keine einheitliche Definition durchgesetzt.[33] In der personenzentrierten Definition Ashokas kennzeichnen den gemeinnützig tätigen Social Entrepreneur klassische Charakteristika wie Unternehmergeist, Idealismus, Pragmatismus, Kreativität und Erfolgswille. Ziel der Social Entrepreneure sei es, „innovative unternehmerische Lösungen für drängende soziale Probleme zu finden und umzusetzen. Sie sind […] diejenigen, welche die Organisationen, sozialen Bewegungen und Mechanismen zur Überwindung gesellschaftlicher Probleme schaffen.“[34]

Der Begriff Social Entrepreneur – im Deutschen z.T. auch als Sozialunternehmer bezeichnet – lässt sich in seine Komponenten sozial und Unternehmer zerlegen.[35] Der Personenkreis der Unternehmer kann grundsätzlich durch die Übernahme von Unternehmerfunktionen gekennzeichnet werden. Im aufgabenbezogenen Verständnis Schneiders ist der Unternehmer eine „Kurzbezeichnung für eine Teilmenge von Führungsaufgaben in Unternehmungen, also in Organisationen, die in und zwischen Beschaffungs- und Absatzmärkten tätig sind und ihre Leistungen (Dienste, Sachen, Verfügungsrechte) im Regelfall freiwillig nur gegen Entgelt abgeben.“[36] Hering/Vincenti zählen in Anlehnung an die Werke von Knight, Schumpeter, Kirzner und Casson die Übernahme von Unsicherheit, das Durchsetzen von Innovationen, das Ausnutzen von Arbitragemöglichkeiten sowie die Koordination betrieblicher Ressourcen zu den Unternehmerfunktionen.[37]

Drei dieser Charakteristika finden sich in der Definition des Social Entrepreneurs von Marshall wieder, der ausgewählte Persönlichkeitsattribute und Kontextfaktoren kombiniert.[38] Im Vordergrund stehen die Einstellung zu Unsicherheit, Wettbewerb und Marktwirtschaft (vergleichbar mit der Bereitschaft zur Unsicherheitsübernahme bei Knight und Cantillon[39] ) und deren Eignung zur Lösung eines sozialen Problems anhand neuer, innovativer Konzepte (ähnlich der Unternehmerfunktion Schumpeters). Des Weiteren verfügt dieser Unternehmer über ausreichende Kenntnisse des Marktes und der sozialen Probleme, um Marktversagen und geeignete (marktwirtschaftliche) Lösungsansätze und unternehmerische Gelegenheiten identifizieren zu können (entsprechend dem findigen Arbitrageur Kirzners).

Die häufig zitierte Definition von Dees umfasst die unternehmerischen Eigenschaften Koordination, Leitungsverantwortung und das Schaffen von Werten (in Analogie zu Say), das aktive Durchsetzen von Innovationen (übereinstimmend mit Schumpeter), das Erkennen und Ergreifen von Chancen (analog zu Drucker) sowie unternehmerische Findigkeit (in Anlehnung an Stevenson).[40] Für die Übertragung seines Unternehmerkonzepts auf den Social Entrepreneur definiert er fünf Merkmale: (1) die soziale Mission, (2) das Erkennen und Ergreifen von Chancen, um diese Mission zu erfüllen, (3) die kontinuierliche Weiterentwicklung durch Innovationen und Adaption, (4) den robusten Umgang mit Ressourcenengpässen sowie (5) Verantwortlichkeit und Rechenschaftspflicht. Der Social Entrepreneur vereint hier die Begeisterung für ein nicht-monetäres Ziel mit einem innovativen, gewinnorientierten Geschäftsmodell und der notwendigen Entschlossenheit und Begeisterung. Hinsichtlich der dem Social Entrepreneur zur Verfügung stehenden Geschäftsmodelle spannt Dees ein Kontinuum zwischen den Extrempunkten einer rein spendenfinanzierten Wohltätigkeitsorganisation einerseits und einem kommerziellen Unternehmen andererseits auf. Den Social Entrepreneur verortet er zwischen diesen beiden Polen.[41]

Sofern ausschließlich die vorgenannten (klassischen) Merkmale des Unternehmerbegriffs zugrunde gelegt werden, präsentiert sich die Differenzierung zwischen dem gemeinnützigen Unternehmer und dem Social Entrepreneur als synthetisch. Das Konzept könnte dann geflissentlich als alte Idee in neuem Gewand bezeichnet werden und der Social Entrepreneur wäre ein gemeinnütziger Unternehmer.[42] Die Definition von Peredo/McLean, angelehnt an Dees, stellt daher die soziale Mission in den Vordergrund, aber lässt daneben klassische gewinnorientierte Unternehmensziele zu.[43] Auch das unternehmerische Element Marshalls erscheint diesbezüglich eindeutig gegenüber dem Wohltätigkeitsbereich abgegrenzt. Es gründet auf der Offenheit für Wettbewerb und der Affinität für marktwirtschaftliche – d.h. finanziell tragfähige – Geschäftsmodelle, deren Einsatz zum Selbstverständnis gehören und das Unternehmen unabhängig von Spenden agieren lässt. Insbesondere anhand dieses Merkmals kann der Social Entrepreneur von gemeinnützigen Organisationen abgegrenzt werden.[44] Ähnlich argumentieren Boschee/McClurg, die zwischen innovativem gemeinnützigen Unternehmertum und dem Social Entrepreneurship anhand des Merkmals des leistungsbasierten Einkommens differenzieren.[45] In einem solchen Begriffsverständnis geschieht das Engagement für soziale Belange hauptberuflich und gegen Entgelt, wodurch der Social Entrepreneur ein sich selbsttragendes Unternehmen erschaffen und Wachstumspotentiale nutzen kann.[46] Scheuerle et al. verwenden ebenfalls das Kriterium des leistungsbasierten Einkommens, um eine eindeutige Abgrenzung gegenüber spendenfinanzierten Wohltätigkeitsorganisationen vorzunehmen, und verweisen auf die unterschiedliche Bedeutung verschiedener Finanzierungsquellen in bestimmten Lebenszyklusphasen eines Unternehmens.[47]

Die Abgrenzung zum klassischen gewinnorientierten Unternehmen gelingt in vielen Definitionen über das soziale Element. Der Fokus des Social Entrepreneurship liegt auf der Erreichung eines gesellschaftlichen Ziels, das des gewinnorientierten Unternehmens auf der Erzielung des finanziellen Erfolgs.[48] Ähnlich dem profitorientierten Unternehmer bemühen auch Social Entrepreneure Konzepte, die einen verschwendungsfreien Ressourceneinsatz erlauben. Sie unterliegen also ebenfalls dem Anspruch der Effektivität und Effizienz. Im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen steht jedoch die nachhaltige Lösung sozialer Probleme durch innovative Prozesse, Geschäftsmodelle, Produkte, Dienstleistungen, Technologien o.Ä. im Vordergrund und in Abgrenzung zu gemeinnützigen Unternehmen außerdem die Überzeugung, dass dies mit marktwirtschaftlichen Prinzipien zu erreichen ist.[49] Für Austin/Stevenson/Wei-Skillern ist die Wirkungsmessung ein wesentliches Merkmal, das zudem die Beziehungen zu den Anspruchsgruppen komplexer werden lässt.[50]

Die soziale Begriffskomponente des Social Entrepreneurs umfasst sämtliche gemeinwohlorientierte, also auch ökologische und kulturelle Sachverhalte.[51] Wenngleich die soziale Mission als identitätsstiftend für den Social Entrepreneur und als wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum traditionellen Unternehmer gesehen wird, ist die Definition nicht unumstritten. Heister erläutert, dass das Gegenteil von sozial nicht finanziell, sondern privat sei, und das Antonym von finanziell wiederum sei nichtfinanziell oder ideell.[52] Es ist daher zwischen der privaten finanziellen (im Allgemeinen Sprachgebrauch i.d.R. lediglich als finanzielle Rendite bezeichnet) und der sozialen bzw. gesellschaftlichen Rendite zu unterscheiden. Für Schwingenstein manifestiert sich soziales Verhalten im altruistischen, pro-gesellschaftlichen Handeln und für Meyskens/Carsrud/Cardozo äußert sich der gesellschaftliche Mehrwert in Arbeit, Beschäftigung, Gemeinschaft oder persönlicher Weiterentwicklung.[53] Austin/Stevenson/Wei-Skillern merken an, dass auch die Privatwirtschaft durch das Schaffen von Arbeitsplätzen sowie die effiziente Güterversorgung einen positiven sozialen Beitrag leistet und die Differenzierung mithin weniger eindeutig sei als gemeinhin angenommen wird.[54] Leppert versteht unter sozialem Handeln solche Aktivitäten, die dem Gemeinwohl dienen, dessen Verständnis sich als Ergebnis von fortwährenden gesellschaftlichen Debatten ergibt.[55]

Neben fehlender inhaltlicher Klarheit, welche Aktivitäten als sozial einzustufen sind, hängt die Identifikation einer sozialen Problemlage vom jeweiligen gesellschaftlichen Kontext ab und unterscheidet sich bspw. zwischen einem Industrie- und Entwicklungsland.[56] Abgesehen von universellen Definitionen existieren auch enger gefasste Begriffsabgrenzungen. Diese berücksichtigen bspw. das Vorgehen zur Erreichung der sozialen Ziele, wie z.B. die faire Entlohnung, Transparenz und den effizienten, nachhaltigen Ressourceneinsatz.[57] Nicholls/Cho betonen, dass sich die soziale Komponente im Social Entrepreneurship nicht nur unter Berücksichtigung der Umstände, sondern auch in Bezug auf die Prozesse, Herangehensweisen bzw. Handlungen und die Ergebnisse der Aktivitäten definiert.[58] Die soziale Dimension kann weiterhin dahingehend konkretisiert werden, dass nicht die Lösung eines sozialen Problems, sondern ein grundlegender sozialer Wandel das leitende Motiv des Social Entrepreneurs darstellen soll.[59]

Im Folgenden wird die Definition Roders mit vier konstitutiven Merkmalen vorgestellt, die sie explizit im Kontext der Berichterstattung für maßgeblich erachtet.[60] Hierzu gehören (1) das unternehmerische Element, (2) die Organisationsgründung, (3) die Innovation sowie (4) die Social Value Proposition. Das zentrale Charakteristikum in dieser Darstellung ist (1) das unternehmerische Element, das sowohl die Person als auch die Prozessperspektive einschließt.[61] Es beinhaltet bspw. die (Re‑) Organisation von Wertschöpfungsketten, die Fokussierung auf vielversprechende Projekte sowie die effiziente (Re-)Allokation von Ressourcen. Die Unternehmensgründung (2) setzt die Organisation als soziales Gebilde mit einer formalen Struktur und spezifischer Zweckbezogenheit voraus. Die Implementierung und Skalierung des unternehmerischen Konzepts erfordert einen institutionellen Rahmen. Hinsichtlich der Rechtsform trifft Roder keine Einschränkungen, schließt jedoch die Ausschüttung von Gewinnen an Anteilseigner prinzipiell aus. Des Weiteren differenziert sie zwischen unterschiedlichen Lebenszyklusphasen des Unternehmens und den daraus erwachsenden Ansprüchen an das Berichtswesen.

Das Merkmal (3) der Innovation beinhaltet neben der Idee auch deren Umsetzung. Es umfasst Produkt-, Prozess-, Marktstrukturinnovationen sowie organisatorisch-recht-liche Innovationen.[62] Roder definiert den Neuigkeitsgrad einer Innovation kontextspezifisch aus Sicht der Anspruchsgruppe („wahrgenommene Neuartigkeit“[63] ). Außerdem muss eine Innovation zu einer (sozialen) Verbesserung führen (d.h. effizienter oder effektiver als eine bisherige Alternative sein). Im Kontext des Social Entrepreneurship stehen insbesondere technische Innovationen, die Anwendung marktorientierter Ansätze auf ein soziales Problem, innovative Finanzierungslösungen und neuartige Beziehungen zu den verschiedenen Anspruchsgruppen im Vordergrund.

Die (4) Social Value Proposition beschreibt die soziale Mission (als wesentliches Abgrenzungsmerkmal zum klassischen gewinnorientierten Unternehmen), die Rolle der Einkommensgenerierung, die Skalierbarkeit (durch den Social Entrepreneur) und Replizierbarkeit (durch andere Institutionen) des Lösungsansatzes sowie dessen Wirkungsreichweite.[64] Nach Roder ist zwar für die Definition des Social Entrepreneur-ship die Verknüpfung mit einem einkommensgenerierenden Geschäftsmodell nicht zwingend, jedoch beeinflusst die Art der Einkommensstruktur die Anforderungen an das Berichtswesen. Die Möglichkeit der Gewinnausschüttung anstelle der Reinvestition für den sozialen Zweck schließt sie, wie vorgenannt, aus. Damit grenzt sie Social Entrepreneurship von gemeinnützigem Unternehmertum insbesondere anhand des unternehmerischen Merkmals und der Innovation ab. Gegenüber privatwirtschaftlichen Unternehmen verwendet sie das Merkmal der sozialen Mission. Wie weiter oben erläutert, erscheint diese Form der Abgrenzung gegenüber gemeinnützigen Unternehmen konstruiert und erfährt daher im Rahmen dieser Untersuchung eine Adaption und spezifischere Differenzierung (siehe Tab. 1).

Bereits dieser kurze Überblick über unterschiedliche Versuche, den Begriff Social Entrepreneur zu definieren, zeigt, wie vielschichtig die Begriffsabgrenzung in der Literatur diskutiert wird. Dennoch sind, wie von Leppert dargestellt, einige Gemeinsamkeiten zu verorten.[65] Die Lösung sozialer Probleme steht im Mittelpunkt und die unternehmerische Herangehensweise im Zusammenspiel mit innovativen Lösungsansätzen wird in vielen Definitionen hervorgehoben.[66] Die institutionelle Komponente, die Person des Social Entrepreneurs und ihre Motivation sowie die Art der Finanzierung werden hingegen unterschiedlich stark betont.

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Tabelle 1: Konstitutive Merkmale des Social Entrepreneurship

In Anlehnung an Martin/Osberg kann festgehalten werden, dass eine fehlende definitorische Klarheit Gefahr läuft, dass letzten Endes sämtliche als sozial wünschenswert und vorteilhaft erachtete Aktivitäten und Methoden unter das Mäntelchen des Social Entrepreneurship schlüpfen.[67] Eine rein normative Abgrenzung wiederum behindert die Praxistauglichkeit.[68] Da sich diese Arbeit weniger in den wissenschaftlichen Definitionsdiskurs begeben möchte, sondern vielmehr einen Beitrag zu den Herausforderungen des Berichtswesens im Social Entrepreneurship leisten soll, wird der Begriff im Folgenden dem Zweck dieser Untersuchung angemessen definiert (siehe Tab. 1).

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wird unter einem Social Entrepreneur ein Unternehmer verstanden, der ein gesellschaftliches oder ökologisches Ziel in den Vordergrund seines unternehmerischen Handelns stellt und sich zur Erreichung dieses Zieles kommerzieller (d.h. marktwirtschaftlicher) Methoden bedient, um eine möglichst große Wirkung zu entfalten. Er operiert unter der Nebenbedingung der Gewinnerzielung und legt folglich nur nachrangig Wert auf die Generierung von Profit. Beide Motive (sozialer Nutzen und Profitstreben) stellen dennoch einen integralen Bestandteil seines Geschäftsmodells dar. Das unternehmerische Handeln zeigt sich im Erkennen von Gelegenheiten, der Entwicklung eines innovativen Lösungsansatzes und dessen Umsetzung, wobei leistungsbasierte Einkünfte erzielt werden.

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Tabelle 2: Abgrenzung sozial motivierter und kommerzieller Organisationen[69]

Diese Abgrenzung steht prinzipiell im Einklang mit den Definitionen Marshalls und Boschees, wonach die soziale Mission und kommerzielle Ziele koexistieren. So bleibt die Bedeutung des Gewinnmotivs erhalten, wenngleich die Dominanz des sozialen Beweggrundes betont wird.[70] Dieser Zielkonflikt im Spannungsfeld von finanzieller und sozialer Rendite ist eine Kernkomponente des Social Entrepreneurship.[71] „Der Profit hilft, dem Sinn nachzugehen, nicht umgekehrt.“[72] Die Begriffsdefinition des Social Entrepreneurship bei Roder erfährt in dieser Arbeit somit folgende Adaption (siehe Tab. 1): (1) unternehmerische Herangehensweise (inkl. Innovation), (2) institutioneller Kontext, (3) soziale Mission (inkl. Wirkung) und (4) eigene Einkommensgenerierung (außerhalb von Spenden oder staatlicher Unterstützung). Zur weiteren Begriffsklarheit ist abschließend festzuhalten, dass in Abgrenzung zum sozial verantwortungsbewussten und nachhaltigen Handeln im wirtschaftlichen Bereich (sog. Corporate Social Responsibility) beim Social Entrepreneurship die soziale Mission und der gesellschaftliche Wandel die Handlungsmaxime bilden.[73]

Social Enterprise bezeichnet das institutionelle Pendant.[74] Der Begriff kennzeichnet eine Organisation, deren Geschäftstätigkeit auf die Lösung eines gesellschaftlichen Problems abzielt bzw. deren Zweck der gesellschaftliche Wandel darstellt und die dabei ggf. unter der Nebenbedingung der Gewinnmaximierung operiert, sich jedoch zumindest unternehmerischer, marktorientierter Ansätze bedient und über Einkünfte außerhalb von Spenden verfügt. Eine Gewinnausschüttung erfolgt nicht zwingend, ist jedoch möglich. Tab. 2 verdeutlicht diese Abgrenzung zwischen den Ausprägungen Wohltätigkeitsorganisation, Social Enterprise und kommerzielles Unternehmen.

2.2 Unternehmensberichterstattung

Bei der Unternehmensberichterstattung kommerzieller Unternehmen steht die Informationsfunktion im Mittelpunkt. Informationen bezeichnen zweckorientiertes Wissen und sollen entscheidungsrelevant und -orientiert sein.[75] Die Nutzbarkeit ist generell zeit- und personenabhängig und hinsichtlich des Status der Adressaten wird zwischen interner und externer Berichterstattung unterschieden. Deren wichtigsten Quellen stellen die Unternehmensrechnung bzw. das interne und externe Rechnungswesen dar.[76] Die interne Unternehmensrechnung weist einen engen Bezug zum Führungs- und Steuerungssystem auf. Dem externen Rechnungswesen wird traditionell der Jahresabschluss zugerechnet. Hierdurch unterliegt es einer starken Reglementierung (bspw. durch das HGB oder IFRS). Die wesentlichen Empfänger sind u.a. Gläubiger, Anteilseigner und Finanzbehörden.[77]

Der Begriff der externen Unternehmensberichterstattung bezeichnet in dem hier verwendeten Verständnis die Veröffentlichung eines Berichts zur Vermittlung unternehmensspezifischer Informationen an relevante außenstehende Anspruchsgruppen.[78] Die Informationen werden zielgruppengerecht aufbereitet, wozu nach Identifikation der relevanten Adressaten zunächst deren Zielvorstellungen ermittelt werden, aus denen sich anschließend der spezifische Informationsbedarf ableitet.[79] Dabei sind die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung wie Klarheit, Übersichtlichkeit, Wesentlichkeit, Vollständigkeit, Stetigkeit und Richtigkeit zu berücksichtigen.[80] Prüfungs- und Offenlegungspflichten sowie die Anwendung rechtlicher Vorschriften und Bilanzierungsregeln sind jedoch nicht Gegenstand dieser Untersuchung.

Das vorrangige Informationsinteresse der Gläubiger richtet sich auf die Kreditwürdigkeit der Unternehmung und das Risiko des Kapitalverlusts. Die Anteilseigner erwarten zuallererst Informationen zur Beurteilung des Entwicklungs- und Ertragspotentials ihrer Anteile.[81] Die Informationen werden somit grundsätzlich zur Entscheidungsfindung, Anspruchsbemessung und Vertragsgestaltung genutzt und erfüllen die Pflicht zur Rechenschaftslegung des Managements.[82] Die Rechenschaftspflicht umfasst die Offenlegung der Kapitalverwendung mit dem Ziel, den Adressaten einen zutreffenden Einblick in die Geschäftstätigkeit zu ermöglichen, um sich ein eigenes Urteil über die Erfolge einer Unternehmung bilden zu können und eine interessenwahrende Entscheidungsfindung zu unterstützen.[83] Der Informationsbedarf resultiert aus der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen dem Unternehmen und seinen Anspruchsgruppen.[84] In der Folge ist die Berichterstattung kein Selbstzweck, sondern dient der Sicherstellung der Informationsfunktion.[85]

Die vorliegende Arbeit stellt die externe Unternehmensberichterstattung in den Mittelpunkt der Untersuchung. Dabei wird nicht zuerst auf den Jahresabschlussbericht fokussiert, dessen Format und Umfang in Abhängigkeit der Rechtsform und der geltenden Vorschriften weitgehend reglementiert sind, sondern auf die Vermittlung unternehmensspezifischer Informationen an relevante Adressaten im Kontext des Social Entrepreneurship. Dies kann finanzielle Informationen beinhalten, ist jedoch nicht ausschließlich im Sinne des (handelsrechtlichen) Jahresabschlusses zu verstehen. Die Berichterstattung erfolgt generell zweck- und entscheidungsorientiert und umfasst Informationen zur Vergangenheit, Gegenwart und erwarteten Entwicklung mit dem Ziel des Abbaus von Informationsasymmetrien. Insoweit dürften die grundlegenden Informationsbedürfnisse im Social Entrepreneurship mit denen profitorientierter Unternehmen übereinstimmen. Im Gegensatz zum kommerziellen Unternehmen resultiert die Legitimität des Social Enterprises jedoch weniger aus der Realisierung finanzieller Ziele, sondern basiert zuallererst auf der Lösung eines gesellschaftlichen Problems. Insofern liegt eine wesentliche Funktion der Berichterstattung in der Legitimation und der Sicherung von Ressourcen.[86] Eng verbunden mit der Rechtmäßigkeit ist die Reputation des Unternehmens,[87] insbesondere wenn sich Geldgeber im philanthropischen Bereich stärker an der wahrgenommenen Reputation des Unternehmens als an seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit orientieren, wie eine US-Studie von Carman in 2009 nahelegt.[88]

Die Informationsfunktion im Social Entrepreneurship kann in der Auffassung von Achleitner et al. mit den folgenden drei Berichtselementen abgedeckt werden: (1) Erfolgs-/Wirkungsmessung, (2) Risikobericht und (3) Dokumentation der Aktivitäten.[89] Die (1) Erfolgsmessung beantwortet die Frage, was das Unternehmen in der Berichtsperiode erreicht hat (Grad der Zielerreichung), und erlaubt den Investoren zusammen mit dem (2) Risikobericht die Optimierung ihres Rendite-Risiko-Profils. Die (3) Dokumentation umfasst die Unternehmensplanung sowie die Darstellung der Tätigkeiten und der Leistungsfähigkeit der Organisation.[90] Hierzu zählen Achleitner/Bassen/Roder die Unternehmensressourcen, ‑strukturen und -prozesse.[91] Die wesentlichen Funktionen sind die Außendarstellung (Legitimation, Reputation, Vertrauen und Glaubwürdigkeit), die Investorensuche bzw. Finanzierungsunterstützung (Darstellung des Mittelbedarfs und der Mittelverwendung, Vertragsgestaltung, Anspruchsbemessung) und die Rechenschaftslegung. Des Weiteren ist im Social Entrepreneurship der Zweck der Erweiterung der Wirkungsreichweite durch Skalierung und Replizierung zu bedenken.[92] Die konkrete Bedeutung der einzelnen Funktionen und der Zweck ergeben sich dabei stets im Zusammenspiel mit den relevanten Anspruchsgruppen und hängen von der gewählten Unternehmensrechtsform ab. Abb. 1 zeigt die Funktionen und Bestandteile.

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Abbildung 1: Funktionen und Bestandteile der Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship

2.3 Anspruchsgruppen und Berichtsadressaten

Für den Begriff der Anspruchsgruppe finden sich in der deutschen Literatur u.a. das Synonym Interessengruppe sowie der englische Begriff Stakeholder. Im Zusammenhang mit der Unternehmensberichterstattung wird auch regelmäßig von Berichtsadressaten gesprochen. Freeman definiert den von ihm geprägten Begriff des Stakeholders als eine Gruppe oder eine Person, welche die Zielerreichung einer Organisation beeinflussen kann oder davon betroffen ist.[93] Die Definitionen reichen von einer nicht näher identifizierten generischen Gruppe, die von den Unternehmensentscheidungen betroffen ist, bis hin zu Personen oder Gruppen, die einen Einfluss auf das betrachtete Unternehmen ausüben, indem sie wertvolle Ressourcen bereitstellen oder vorenthalten können. Sie können auch von Entscheidungen des Unternehmens betroffen sein und die Macht haben ihre eigenen Interessen durchzusetzen.[94] Als Anspruchsgruppe gelten daher die Informationsnutzer und folglich die Empfänger der Unternehmensberichterstattung (Berichtsadressaten).[95] Der im privatwirtschaftlichen Sektor kodifizierte Adressatenstatus wie bspw. der Anteilseigner gilt in Abhängigkeit der Unternehmensrechtsform auch im Social Entrepreneurship.[96] Für Roder sind die Adressaten im Social Entrepreneurship „alle Personen und Institutionen, die durch Allokationsentscheidungen die Zielerreichung beeinflussen.“[97] Diesen Gruppen lassen sich im Einzelnen die öffentliche Hand bzw. staatliche Einrichtungen, Mitglieder, Kunden und Begünstigte, Spender, Investoren mit verringerter finanzieller Renditeerwartung sowie Kapitalgeber mit marktgerechter finanzieller Renditeerwartung zuordnen.[98] Daneben können prinzipiell noch Mitarbeiter, das Management, Eigentümer, potentielle Kunden, Medien, Verbände und Vereinigungen sowie die interessierte Öffentlichkeit, Berater und Finanzintermediäre, aber auch das soziale Umfeld der Begünstigten, Lieferanten und Dienstleister als Anspruchsgruppen genannt werden. Generell wird zwischen internen und externen Gruppen unterscheiden.[99]

Da sich diese Untersuchung auf die externe Unternehmensberichterstattung fokussiert, muss zwecks Ableitung und Empfehlung einer sachgemäßen Konzipierung zunächst die Frage beantwortet werden, um welche Berichtsadressaten es sich im Social Entrepreneurship im Wesentlichen handelt. Anschließend können deren Ziele und Informationsbedürfnisse erörtert werden. Eine britische Studie von Nicholls in 2010 legt nahe, dass es vier wesentliche Adressatengruppen gibt: (1) politische Entscheidungsträger, (2) die allgemeine Öffentlichkeit, (3) die betroffene Gemeinschaft und (4) Investoren.[100] Achleitner et al. bezeichnen öffentliche Einrichtungen, Investoren, Mitarbeiter und Kunden als originäre Adressaten sowie die interessierte Öffentlichkeit und Finanzintermediäre als indirekte Empfänger.[101] Aufgrund fehlender empirischer Studien für den deutschsprachigen Raum erfolgt die Bestimmung der Adressaten in dieser Untersuchung theoretisch-konzeptionell. Tab. 3 zeigt die wesentlichen Adressaten der externen Berichterstattung im Vergleich.

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Tabelle 3: Adressaten der externen Unternehmensberichterstattung im Vergleich[102]

Wie erläutert steht der Social Entrepreneur vor der Herausforderung der Außen- und Innenfinanzierung, der Rechenschaftslegung sowie der Legitimierung seiner Tätigkeiten im Spannungsfeld von sozialer Mission und wirtschaftlichem Erfolg. Zudem verfolgt er das Ziel seinen Wirkungskreis zu erweitern. In diesem Zusammenhang spielt auch die Reputation des Social Entrepreneurs als Person und seines Unternehmens in der allgemeinen Öffentlichkeit und den Medien eine nicht unbedeutende Rolle. Im Übrigen erscheint es sinnvoll Nachahmer (d.h. andere Social Entrepreneure und Verbände) in den Kreis der relevanten Anspruchsgruppen mitaufzunehmen, um dem Gedanken der Replizierung Rechnung zu tragen (siehe Kapitel 2.1). Überraschenderweise findet sich diese Gruppe bisher nicht explizit in den Veröffentlichungen zur externen Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Anspruchsgruppen, Berichtsfunktionen und -bestandteile im Social Entrepreneurship

Bezugnehmend auf die vorgenannten Untersuchungen und Veröffentlichungen, unter Berücksichtigung der dieser Untersuchung zugrunde liegenden Definition des Social Entrepreneurs, werden folgende Gruppen als wesentliche Adressaten der externen Unternehmensberichterstattung betrachtet: (1) (potentielle) Kapitalgeber (z.B. Fremd-/Eigenkapitalgeber, Finanzintermediäre, Philanthropen, ggf. Spender), (2) (potentielle) Kunden und Begünstigte, (3) politische Entscheidungsträger, (4) Nachahmer (andere Social Entrepreneure, Verbände) und letztlich (5) die interessierte Öffentlichkeit mit den Medien als Mittler. Eine Übersicht dieser Gruppen, ihrer Bedeutung sowie die wesentlichen Interessen zeigt Tab. 4. Die übergeordnete Informationsfunktion als Globalfunktion wird hier nicht explizit erwähnt. Des Weiteren zeigt die Übersicht die jeweils relevanten Berichtsbestandteile und deren Funktionen.[103]

3 Theoretische Untersuchung zur externen Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship

3.1 Theoretische Interpretation der Berichterstattung

3.1.1 Transaktionskostenreduzierende Effekte

Der Begriff der Transaktionskosten geht auf Ronald Coase zurück und gilt als ein Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung der Neuen Institutionenökonomik.[104] In seinem Verständnis entstehen sie „durch die Definition, den Erwerb und die Ausübung von Verfügungsrechten über Wirtschaftsgüter.“[105] Allgemein können Transaktionskosten nach Kenneth Arrow als Betriebskosten des Wirtschaftssystems bezeichnet werden und lassen sich in Abhängigkeit ihres Entstehungsortes in drei Kategorien einteilen: Markt- und Unternehmenstransaktionskosten sowie Kosten der Benutzung des Gemeinwesens (politische Transaktionskosten).[106] Generell handelt es sich um Informations- und Kommunikationskosten im Zusammenhang mit der Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kontrolle und Anpassung von Leistungsbeziehungen.[107] Vertrauen und die (wahrgenommene) Verlässlichkeit des Unternehmens stehen nicht selten im Mittelpunkt, wenn detaillierte Informationen fehlen oder die wirtschaftlichen Bedingungen unsicher sind.[108] Die Reputation eines Unternehmens und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bzw. seitens der Anspruchsgruppen (Image[109] ) gewinnen in der Folge an Bedeutung. Unter transaktionskostentheoretischen Gesichtspunkten entfaltet Vertrauen einen transaktionskostensenkenden Einfluss, wenn z.B. Anbahnungskosten vor Vertragsschluss reduziert werden können.[110] Gerbaulet sieht in der professionellen Nutzung und strategischen Instrumentalisierung der Ressource Reputation eine wesentliche Aufgabe des Unternehmers im Sinne des Schaffens von Vertrauen und des Abbaus von Kooperationshemmnissen.[111]

Eine Funktion der externen Berichterstattung ist die Reduzierung dieser Transaktionskosten durch den Aufbau von Reputation und das Schaffen von Vertrauen sowie die nachvollziehbare, transparente Darstellung der Aktivitäten und Potentiale des Unternehmens. Als Folge des fragmentierten Marktes auf Seiten der Kapitalgeber und ‑nachfrager und des Fehlens von Marktplätzen liegen die Transaktionskosten des Dritten Sektors schätzungsweise 22 bis 43% über denen des privatwirtschaftlichen Bereichs.[112] Derzeit müssen die Akteure einen nicht unwesentlichen Anteil ihrer Zeit und Ressourcen für die Mittelbeschaffung aufwenden, der effizienter in die eigentliche Projektarbeit investiert werden könnte.[113] Gerade kleinere Finanzierungsvolumen lohnen sich aufgrund hoher Fixkosten nicht. Auf beiden Marktseiten wären ein geringerer Partikularismus und Intermediäre folglich vorteilhaft.[114] Verschiedene Internetportale, auf denen sich gemeinnützige Organisationen präsentieren können, sollen einen Vergleich erleichtern.[115] Zugleich muss die externe Berichterstattung dann auch den dort verwendeten Kriterien gerecht werden. Die Normierung und Standardisierung der Berichterstattung können folglich transaktionskostenmindernd wirken und eine effizientere Kapitalallokation ermöglichen.[116]

3.1.2 Prinzipal-Agenten-Problematik im Kontext der Informationsasymmetrie zwischen dem Social Entrepreneur und seinen Anspruchsgruppen

Die in der Realität begrenzte Informationsverarbeitungskapazität der Marktteilnehmer und Transaktionskosten resultieren in ungleichartig verteilten und unvollständigen Informationen. Dies führt zu unterschiedlichen Unsicherheitsgraden.[117] Die Prinzipal-Agenten-Theorie basiert auf der Annahme asymmetrischer Informationsverteilung zwischen dem Prinzipal (z.B. Kapitalgeber, Anteilseigner) und dem Agenten (z.B. Kapitalnehmer, Unternehmensleitung).[118] Die hiermit einhergehende Unsicherheit kann generell aus drei Bereichen herrühren. Erstens verzerren multivariable Umwelteinflüsse das vom Agenten beabsichtigte Ergebnis. Zweitens sind die tatsächlichen Handlungen des Agenten für den Prinzipal nicht direkt beobachtbar, wodurch es zu opportunistischem Verhalten zulasten des Auftraggebers kommen kann (moralisches Hasardspiel). Drittens verfügt der Agent über einen generellen Informationsvorsprung, da er näher am laufenden Geschäft ist (adverse Selektion bzw. Auswahl unerwünschter Vertragspartner).[119]

Im Grundmodell besteht eine hierarchische Beziehung zwischen zwei den Eigennutzen maximierenden Parteien mit unterschiedlichen Nutzenfunktionen, in welcher der Prinzipal eine Aufgabe (bzw. Entscheidungsmacht) an den Agenten delegiert.[120] Der Prinzipal macht dem Agenten ein Vertragsangebot, welches dieser entweder annehmen oder ablehnen kann.[121] Im Rahmen der vertragstheoretischen Analyse lassen sich folglich Problemkreise vor und nach Vertragsschluss unterscheiden. Ersterer verhindert ggf. das Zustandekommen eines Vertrages aufgrund fehlender Transparenz und Unsicherheit in Bezug auf die Absichten des Vertragspartners und die Erfolgsaussichten des zu unterstützenden Projektes. Infolgedessen kann es zu adverser Selektion und einer zu geringen Kapitalausstattung kommen. Nach Vertragsschluss besteht die Gefahr, dass es zu Aktivitäten kommt, die dem Unternehmer opportun erscheinen, aber einseitig zu Lasten des Kapitalgebers gehen. Dieses Risiko des moralischen Hasardspiels trägt der Prinzipal.[122] Entscheidend ist der postulierte Zielkonflikt. Während der Prinzipal eine möglichst hohe Zielerreichung anstrebt, ist dies für den Agenten nur solange rational, wie er aufgrund persönlicher Entlohnungskomponenten hiervon profitiert.[123]

Es ist davon auszugehen, dass rational handelnde Kapitalgeber sich ihres Informationsdefizits bewusst sind. In der Konsequenz tragen die Kapitalnehmer die Folgen der Informationsdivergenz in Form höherer Zinsforderungen oder schlechterer Konditionen.[124] Wenn die Unsicherheit bezüglich der Risiko-, Informations- und Interessenverteilung reduziert wird, führt das zu Überwachungs- und Opportunitätskosten. Diese resultieren aus den Lösungsansätzen der Filterung (sog. Screening, Aufdecken von Eigenschaften), der Signalisierung (sog. Signaling, Vermarktung von Fähigkeiten und Intentionen z.B. durch Reputation) und der Gestaltung der Verträge sowie der Motivations-, Anreiz-, Informations- und Kontrollsysteme.[125] Die externe Unternehmensberichterstattung ist ein solches Informations- und Kontrollinstrument.[126] Sie verringert einerseits die Informationsasymmetrie und begrenzt in der Folge das Risiko. Andererseits fungiert sie als Bemessungsgrundlage für die Zielerreichung des Agenten und reduziert die Gefahr des moralischen Hasardspiels.[127] Sie wirkt damit unsicherheits-, konflikt- und transaktionskostenmindernd und verursacht zugleich Kosten im Zusammenhang mit der Aufstellung. Die genaue Ausgestaltung der Berichterstattung ergibt sich in der neoinstitutionellen Perspektive in komplexen Verhandlungen zwischen den beteiligten Interessengruppen.[128] Je besser letztlich die transparente Darstellung des Erfolgs und des mit der Investition verbundenen Risikos gelingt, desto attraktiver dürfte der Bereich des Social Entrepreneurship für Investoren sein. Zugleich ist zu erwarten, dass ein reduziertes Risiko und höhere (Markt‑)Transparenz zu niedrigeren Renditeerwartungen und geringeren Kosten der Kapitalbeschaffung beitragen, indem die Vergleichbarkeit der Investitionsalternativen erhöht wird.[129]

3.1.3 Stewardship-Theorie als alternativer Erklärungsansatz für die Bedeutung der Rechenschaftsfunktion

Die Stewardship-Theorie ist aus der Kritik an der Prinzipal-Agenten-Theorie entstanden und hat ihre Wurzeln in der Soziologie und Psychologie.[130] Sie betont, dass neben der einseitigen Nutzenfunktion im institutionenökonomischen Paradigma (d.h. Einkommenserzielung) weitere Motive existieren.[131] Im Kern unterscheiden sich beide Theorien durch ihr grundlegend verschiedenartiges Menschenbild. Die Stewardship-Theorie basiert auf der Annahme des intrinsisch motivierten Managers (Steward, zu dt. Verwalter), der seinen Nutzen vorrangig aus der verantwortungsvollen Aufgabenerfüllung zieht. Hierdurch entfällt der Interessenkonflikt zwischen Prinzipal und Steward. Die Stewardship-Theorie unterstellt Zielkongruenz.[132]

Im Kontext des Social Entrepreneurship erweitert sich das Zielspektrum der Parteien um die soziale Komponente. Die Anforderungen an eine gewisse Verzinsung – sei es im sozialen oder finanziellen Bereich – sind letztlich vergleichbar.[133] Es lässt sich jedoch vermuten, dass der Social Entrepreneur in der hier verwendeten Definition ein herausragendes Interesse an der Erfüllung der sozialen Mission hat, sodass die Gefahr des moralischen Hasardspiels diesbezüglich geringer ausgeprägt sein dürfte als bei der Finanzierung kommerzieller Unternehmen. Die intrinsische Nutzenkomponente des Stewards ist größer und Selbstverwirklichung, Identifikation, Leistung und Verantwortung stehen im Vordergrund.[134] Zugleich ist in Bezug auf das soziale Ziel eine sehr ähnliche ggf. sogar identische Nutzenfunktion zwischen Prinzipal und Steward zu vermuten, sodass ersterer nicht Opfer opportunistischen Verhaltens wird. In diesem Verständnis hat die Stewardship-Theorie insbesondere bei der nachvertraglichen Betrachtung der Prinzipal-Agenten-Beziehung in Bezug auf die soziale Zielsetzung ihre Berechtigung.[135] Es gilt sicherzustellen, dass die Maßnahmen zur Kontrolle und Motivation die intrinsische Motivation und die Identifikation mit der Unternehmung nicht einschränken.

[...]


[1] Ähnlich Faltin, Kapital (2015), S. 7.

[2] Vgl. Piketty, Kapital (2014).

[3] Vgl. Yunus, Solution (2006), S. 41 und ähnlich Porter/Kramer, Value (2011), S. 4.

[4] Vgl. Smith, Wealth (1827), IV.2.9, Dredge, Support (2017), S. 38 und Steinberg, Nonprofit (2006), S. 119.

[5] Vgl. Achleitner/Heister/Stahl, Überblick (2007), S. 4, Roder, Reporting (2011), S. 15, Kraus/Stegarescu, Non-Profit (2005), S. 18, Steinberg, Nonprofit (2006), S. 119, Austin/Stevenson/Wei-Skillern, Entrepreneurship (2006), S. 2 f. und Beckmann, Kapitalismus (2011), S. 76 f.

[6] Vgl. Faltin, Kopf (2008), S. 168.

[7] Vgl. Yunus, Solution (2006), S. 41.

[8] Vgl. Balgar, Verortung (2011), S. 95, Birkhölzer, Perspektiven 2011, S. 29, Roder, Reporting (2011), S. 1-25, Bielefeld, Issues (2009), S. 69 f., Sheldon/Pollock/Daniele, Tourism (2017), S. 2 sowie Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 8 f.

[9] Gemeinnützige Unternehmen werden dem Dritten Sektor (als Residualgröße der Sektoren Markt (Erster Sektor) und Staat (Zweiter Sektor)) zugerechnet und auch als Wohltätigkeitsorganisationen bezeichnet.

[10] Vgl. Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 6-15, Boschee, Perils (2006), S. 357 f. und ähnlich Roder, Reporting (2011), S. 26 f. Philanthropisches Versagen resultiert aus sinkenden Spendeneinnahmen in konjunkturell schwierigen Zeiten, wenn gemeinnützige Aktivitäten gerade verstärkt beansprucht und nachgefragt werden.

[11] Vgl. Elkington/Hartigan, People (2008), S. 32.

[12] Vgl. Steinberg, Nonprofit (2006), S. 119-127 und Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 6-15.

[13] Faltin, Kopf (2008), S. 168.

[14] Vgl. Faltin, Kapital (2015), S. 140-142.

[15] Vgl. MacAskill, Altruismus (2016).

[16] Vgl. Yunus, Solution (2006), S. 39­ f. und Faltin, Kopf (2008), S. 176 f.

[17] Vgl. Roder, Reporting (2011), S. 1 und Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 7. Für die Begriffe (Social) Entrepreneurship und (Social) Entrepreneur werden in dieser Arbeit die im Duden vorgeschlagenen Deklinationen verwendet.

[18] Vgl. Jähnke/Christmann/Balgar, Einführung (2011), S. 9 und ähnlich Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 1.

[19] Vgl. Achleitner/Heister/Stahl, Überblick (2007), S. 4.

[20] Vgl. Sheldon/Pollock/Daniele, Tourism (2017), S. 2 und ähnlich Porter/Kramer, Value (2011), S. 4.

[21] Vgl. Beckmann, Kapitalismus (2011), S. 71 und Roder, Reporting (2011), S. 28.

[22] Vgl. Elkington/Hartigan, People (2008), S. 29 f.

[23] Vgl. Faltin, Kopf (2008), S. 176.

[24] Vgl. Faltin, Kopf (2008), S. 170 f.

[25] Vgl. Schwingenstein, Sozialunternehmer (2013), S. 9 und Danko/Brunner/Kraus, Overview (2011), S. 82.

[26] Vgl. Elkington/Hartigan, People (2008), S. 37 und Arvidson/Lyon, Impact (2014), S. 872.

[27] Vgl. Roder, Reporting (2011), S. 1-3 und Nicholls, Value (2009), S. 756.

[28] Hierzu zählen u.a. Spenden, Gelder der öffentlichen Hand, Finanzierungsinstrumente mit Fremd-/Eigenkapitalcharakter und solche mit einer reduzierte Zinserwartung (siehe auch Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 3).

[29] Vgl. Schober/Then, Einleitung (2015), S. 4.

[30] Vgl. Hartigan, Market (2006), S. 353.

[31] Vgl. Birkhölzer, Perspektiven (2011), S. 23, Danko/Brunner/Kraus, Overview (2011), S. 82, Balgar, Verortung (2011), S. 87 f. und Roder, Reporting (2011), S. 24. Kanter/Summers beschreiben 1987 einen solchen Ansatz, jedoch ohne den Begriff des Social Entrepreneurs zu verwenden (vgl. Kanter/Summers, Doing Well (1987)). Bacq/Janssen verweisen auf die Ausführungen von Young von 1983 (vgl. Bacq/Janssen, Review (2011), S. 375) und andere auf einen Beitrag von Banks von 1972 (vgl. Nicholls, Introduction (2006), S. 7 und El Ebrashi, Social Impact (2013), S. 188).

[32] Vgl. Bornstein, Welt (2009), S. 14 und Faltin, Kopf (2008), S. 172. Als Beispiele für herausragende Social Entrepreneure werden bspw. Friedrich Wilhelm Raiffeisen (günstige Finanzierungsmöglichkeiten für Landwirte, Vorbild für die Entwicklung moderner Mikrofinanzierungsinstitute), Florence Nightingale (Begründerin der modernen Krankenpflege) oder Franz von Assisi (Begründer des Franziskaner-Ordens, seelsorgerische Aufgaben) genannt (vgl. Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 17, Nicholls/Cho, Structuration (2006), S. 100, Roder, Reporting (2011), S. 24, Schwingenstein, Sozialunternehmer (2013), S. 30, Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 7 und Bornstein, Welt (2009), S. 12).

[33] Vgl. Heister, Finanzierung (2010), S. 1, Danko/Brunner/Kraus, Overview (2011), S. 82, Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 16 und Boschee, Perils (2006), S. 359-362.

[34] Ashoka, Definition (2015).

[35] Vgl. Schwingenstein, Sozialunternehmer (2013), S. 9, Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 6, Leppert, Social Entrepreneurship (2013), S. 83 und Ashoka, Definition (2015). Es erscheint der Klarheit in der Begriffsabgrenzung jedoch nicht förderlich, dem bereits im Englischen nicht einheitlich definierten Begriff des Social Entrepreneurs den im Deutschen ebenfalls nicht einheitlich definierten Begriff des Sozialunternehmers gegenüberzustellen (vgl. Roder, Reporting (2011), S. 24 und Achleitner/Heister/Stahl, Überblick (2007), S. 5). Zur eindeutigen Identifikation und aufgrund der Verbreitung des englischen Begriffs in der deutschen Literatur wird in dieser Arbeit der englische Begriff verwendet. Die übrigen Unternehmen des sozialen Sektors werden als Wohltätigkeitsunternehmen/-organisationen oder gemeinnützige Unternehmen/Organisationen bezeichnet. Für eine grundsätzliche Kritik an der Verwendung des englischen Begriffs Entrepreneur im Deutschen siehe Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 154-156.

[36] Schneider, Unternehmer (2001), S. 6.

[37] Vgl. Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 71 und ähnlich Freiling, Entrepreneurship (2006), S. 85 und 163 f. Siehe außerdem Knight, Risk (1971), Schumpeter, Unternehmer (1928), Kirzner, Entrepreneurship (1973) und Casson, Entrepreneur (1982). Für einen Überblick siehe Hébert/Link, Entrepreneurship (2009) und Gerbaulet, Reputator (2017). Letzterer bereichert in seiner Dissertation mit dem Reputator die Diskussion um eine weitere interessante dynamische Unternehmerfunktion (siehe auch Kapitel 3.1.1.).

[38] Vgl. hierzu und im Folgenden Marshall, Social Entrepreneur (2011), S. 185-188.

[39] Für einen Überblick über den Unternehmer bei Cantillon siehe z.B. Hébert/Link, Entrepre-neurship (2009), S. 7-23.

[40] Vgl. hierzu und im Folgenden Dees, Meaning (2001), S. 1-5. Für die Unternehmerfunktionen siehe Drucker, Innovation (1985), Stevenson, Entrepreneurship (1983) und für einen Überblick über den Unternehmer bei Say z.B. Hébert/Link, Entrepreneurship (2009), S. 7-23.

[41] Vgl. Dees/Anderson, Framing (2006), S. 51. Siehe ähnlich auch Tab. 2.

[42] Vgl. Birkhölzer, Perspektiven (2011), S. 25 und Peredo/McLean, Concept (2006), S. 59-61.

[43] Vgl. Peredo/McLean, Concept (2006), S. 64.

[44] Vgl. Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 17 f., Schwingenstein, Sozialunternehmer (2013), S. 25-26 sowie Boschee, Perils (2006), S. 359.

[45] Vgl. Boschee/McClurg, Understanding (2003), S. 1.

[46] Vgl. Schwingenstein, Sozialunternehmer (2013), S. 30, Porter/Kramer, Value (2011), S. 10 und ähnlich Day/Mody, Typologies (2017), S. 67, Boschee, Perils (2006), S. 360, Meyskens/Carsrud/ Cardozo, Role (2010), S. 432 sowie Thompson/MacMillan, Business Models (2010), S. 292.

[47] Vgl. Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 11.

[48] Vgl. Mair/Marti, Research (2006), S. 38-44, Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 15-22, Boschee, Perils (2006), S. 360 f., Heister, Finanzierung (2010), S. 1, Martin/Osberg, Social Entrepreneurship (2007), S. 34 f. und Auerswald, Social Value (2009), S. 51.

[49] Vgl. Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 1 und Day/Mody, Typologies (2017), S. 67.

[50] Vgl. Austin/Stevenson/Wei-Skillern, Entrepreneurship (2006), S. 3.

[51] Vgl. Birkhölzer, Perspektiven (2011), S. 25 und Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 8-10.

[52] Vgl. Heister, Finanzierung (2010), S. 30.

[53] Vgl. Schwingenstein, Sozialunternehmer (2013), S. 30 und Meyskens/Carsrud/Cardozo, Role (2010), S. 428.

[54] Vgl. Austin/Stevenson/Wei-Skillern, Entrepreneurship (2006), S. 3.

[55] Vgl. Leppert, Social Entrepreneurship (2013), S. 80-82.

[56] Vgl. Leppert, Social Entrepreneurship (2013), S. 75 f.

[57] Vgl. Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 20, Roder, Reporting (2011), S. 51-53 und Martin/Osberg, Social Entrepreneurship (2007), S. 30-38.

[58] Vgl. Nicholls/Cho, Structuration (2006), S. 100-107.

[59] Vgl. Dredge, Support (2017), S. 37, El Ebrashi, Social Impact (2013), S. 202, Buzinde et al., Theorizing (2017), S. 24 und Martin/Osberg, Social Entrepreneurship (2007), S. 34-38.

[60] Vgl. hierzu und im Folgenden Roder, Reporting (2011), S. 31-63.

[61] Ähnlich Achleitner/Pöllath/Stahl, Finanzierung (2007), S. 7, Dees, Meaning (2001), S. 1, Martin/Osberg, Social Entrepreneurship (2007), S. 30 und Nicholls, Introduction (2006), S. 21-23.

[62] Vgl. auch Schumpeters Innovationsbegriff bei Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 78 sowie Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 10.

[63] Roder, Reporting (2011), S. 50.

[64] Ähnlich im Hinblick auf die Bedeutung der Wirkung und der Wirkungsreichweite als Abgrenzungskriterium zwischen Social Entrepreneurship und einer wohltätigen Organisation siehe Martin/Osberg, Social Entrepreneurship (2007), S. 35-38 und Dees/Anderson, Framing (2006), S. 52.

[65] Vgl. Leppert, Social Entrepreneurship (2013), S. 33.

[66] Vgl. Austin/Stevenson/Wei-Skillern, Entrepreneurship (2006), S. 2 und Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 8.

[67] Vgl. Martin/Osberg, Social Entrepreneurship (2007), S. 30.

[68] Vgl. Leppert, Social Entrepreneurship (2013), S. 13 ff.

[69] Eigene Darstellung basierend auf Unterberg et al., Gründung (2015), S. 21.

[70] Vgl. Boschee, Perils (2006), S. 359-362, Marshall, Social Entrepreneur (2011), S. 183-196 sowie ähnlich Meyskens/Carsrud/Cardozo, Role (2010), S. 427-430, Roberts/Woods, Shoestring (2005), S. 45-51 und Scheuerle et al., Social Entrepreneurship (2013), S. 8-13.

[71] Vgl. Spiess-Knafl, Finanzierung (2012), S. 37 und Kim Alter, Models (2006), S. 205.

[72] Faltin, Kopf (2008), S. 168.

[73] Vgl. Jähnke/Christmann/Balgar, Perspektiven (2011), S. 9 und ähnlich Faltin, Kapital (2015), S. 34-36.

[74] Vgl. Barraket/Yousefpour, Evaluation (2013), S. 448, Evers, Capital (2001), S. 296, Kim Alter, Models (2006), S. 205, Bielefeld, Issues (2009), S. 71-73 sowie Nicholls/Cho, Structuration (2006), S. 102 und Nicholls, Introduction (2006), S. 4 und 11­ f. In der Literatur finden sich, z.T. mit spezifischen Abgrenzungen, auch die Begriffe Social Business, Social Impact Business, Social Entrepreneurial Venture, Social Business Enterprise und Social Venture (vgl. Leppert, Social Entrepre-neurship (2013), S. 87, Spiegel, Business (2011), S. 134-138, Bacq/Janssen, Review (2011), S. 388, Yunus, Solution (2006), S. 42 und Heister, Finanzierung (2010), S. 2 und 25). Hinsichtlich der Verwendung des Begriffs Sozialunternehmen siehe FN 35.

[75] Vgl. Wittmann, Unternehmung (1959), S. 14, Coenenberg/Haller/Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 18, Wagenhofer/Ewert, Unternehmensrechnung (2015), S. 49-51 und Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 7 f. Wöhe unterscheidet hinsichtlich der bedarfsgerechten Informationsbereitstellung zwischen der Dokumentations-, Planungs- und Kontrollfunktion (vgl. Wöhe, Einführung (2002), S. 823 und Coenenberg et al., Rechnungswesen (2016), S. 5).

[76] Vgl. Küpper, Controlling (2001), S. 109 ff. und Wagenhofer/Ewert, Unternehmensrechnung (2015), S. 4 sowie Wöhe, Einführung (2002), S. 823.

[77] Vgl. Küpper, Controlling (2001), S. 109 ff., Wöhe, Einführung (2002), S. 823-825 und Coenenberg et al., Rechnungswesen (2016), S. 6-8.

[78] Ähnlich Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 7 und Achleitner et al., Standard (2009), S. 30. Hinsichtlich der Definition der Anspruchsgruppen und Adressaten siehe Kapitel 2.3.

[79] Vgl. Coenenberg/Haller/Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 1268.

[80] Vgl. Wöhe, Einführung (2002), S. 865-870, Coenenberg et al., Rechnungswesen (2016), S. 54-58 und Achleitner/Bassen/Roder, Framework (2009), S. 5.

[81] Vgl. Wöhe, Einführung (2002), S. 853-856.

[82] Vgl. Wagenhofer/Ewert, Unternehmensrechnung (2015), S. 5-9 und 144 f., Coenenberg et al., Rechnungswesen (2016), S. 20 sowie Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 8.

[83] Vgl. Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 8.

[84] Siehe Kapitel 3.1.2 sowie Coenenberg/Haller/ Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 982.

[85] Vgl. Roder, Reporting (2011), S. 69.

[86] Vgl. Barraket/Yousefpour, Evaluation (2013), S. 448 und Nicholls, Value (2009), S. 757.

[87] Die (Unternehmens-)Reputation beschreibt den guten Ruf bzw. das Ansehen eines Unternehmens und beruht auf den Erfahrungen der Vergangenheit sowie der daraus resultierenden Glaubwürdigkeit und dem Vertrauen (vgl. Gardberg/Fombrun, Reputation (2002), S. 304). Für eine ausführliche Darstellung und Diskussion siehe z.B. Fombrun/Gardberg/Sever, Reputation (2000), S. 241-243 und Gerbaulet, Reputator (2016), S. 115 ff.

[88] Vgl. Carman, Accountability (2009), S. 385 f.

[89] Vgl. Achleitner et al., Standard (2009), S. 30.

[90] Vgl. Achleitner et al., Standard (2009), S. 31.

[91] Vgl. Achleitner/Bassen/Roder, Framework (2009), S. 6.

[92] Vgl. Achleitner et al., Standard (2009), S. 33.

[93] Vgl. Freeman, Approach (2010), S. 46.

[94] Vgl. Freeman, Theory (1994), S. 411, Kochan/Rubinstein, Stakeholder (2000), S. 369 und Mitchell/Agle/Wood, Identification (1997), S. 854-858.

[95] Vgl. Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 21.

[96] Vgl. Roder, Reporting (2011), S. 81.

[97] Roder, Reporting (2011), S. 82.

[98] Vgl. Achleitner/Spiess-Knafl/Volk, Finanzierung (2011), S. 271-278 und Roder, Reporting (2011), S. 82.

[99] Vgl. Rauscher/Mildenberger/Krlev, Wirkungsmodell (2015), S. 53.

[100] Vgl. Nicholls, Reporting (2010), S. 403.

[101] Vgl. Achleitner et al., Standard (2009), S. 30.

[102] Siehe bspw. Wöhe, Einführung (2002), S. 823 f., Küting/Reuter, Bilanzierung (2004), S. 231, Candler/Dumont, Framework (2010), S. 262-267 und Roder, Reporting (2011), S. 82 f.

[103] Weitere Ausführungen hierzu siehe Kapitel 3.2.

[104] Vgl. Picot/Dietl, Transaktionskostentheorie (1990), S. 178 und Richter/Furubotn, Einführung (2003), S. 54.

[105] Pfnür/Glock, Transaktionskosten (2009), S. 3.

[106] Vgl. Richter/Furubotn, Einführung (2003), S. 55-65, Williamson, Capitalism (1985), S 18 und Pfnür/Glock, Transaktionskosten (2009), S. 3.

[107] Vgl. Picot/Dietl, Transaktionskostentheorie (1990), S. 178, Richter/Furubotn, Einführung (2003), S. 58-65, Pfnür/Glock, Transaktionskosten (2009), S. 3 und Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 279 f.

[108] Vgl. Pelzmann, Vertrauen (2005), S. 212.

[109] In dem Begriffsverständnis Dowlings ist das (Unternehmens-)Image ein personenabhängiges, individuelles und kurzfristiges Phänomen, quasi der affektive Gesamteindruck bzw. das Bild oder die subjektive Wahrnehmung eines Unternehmens (vgl. Dowling, Images (1986), S. 109 f. sowie Dowling, Asset (1993), S. 101 f.).

[110] Vgl. Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 280 und Picot et al., Organisation (2015), S. 70-77 sowie ähnlich Eierle/Ritzer-Angerer, Vertrauen (2016), S. 549 f.

[111] Vgl. Gerbaulet, Reputator (2016), S. 166 und 169 sowie Eierle/Ritzer-Angerer, Vertrauen (2016), S. 549.

[112] Vgl. Achleitner/Heister/Stahl, Überblick (2007), S. 20.

[113] Vgl. Meyskens/Carsrud/Cardozo, Role (2010), S. 432.

[114] Vgl. Achleitner/Heister/Stahl, Überblick (2007), S. 21 f.

[115] Bspw. http://www.globalgiving.com, http://www.give.org, http://www.helpdirect.org, http://www.spendenportal.org, http://www.justgiving.com, http://www.charitynavigator.org oder http://www.dzi.de/spenderberatung.

[116] Vgl. Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 27, Achleitner et al., Standard (2009), S. 30 und Achleitner/Bassen/Roder, Framework (2009), S. 3.

[117] Vgl. Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 26.

[118] Vgl. Arthurs/Busenitz, Boundaries (2003), S.147, Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 250, Picot et al., Organisation (2015), S. 89-91 und Coenenberg/Haller/Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 1266.

[119] Vgl. Petersen, Delegationsproblem (1989), S. 111, Picot et al., Organisation (2015), S. 92 f., Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 251-253, Coenenberg/Haller/Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 1266 f. und Eierle/Ritzer-Angerer, Vertrauen (2016), S. 550 f.

[120] Vgl. Petersen, Delegationsproblem (1989), S. 110 und Arthurs/Busenitz, Boundaries (2003), S.147.

[121] Vgl. Wagenhofer/Ewert, Unternehmensrechnung (2015), S. 146 und Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 251.

[122] Vgl. Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 251-253, Eierle/Ritzer-Angerer, Vertrauen (2016), S. 552-557, Picot et al., Organisation (2015), S. 92 f., Oder, Eigentümerkontrolle (1989), S. 262 und Coenenberg/Haller/Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 1266.

[123] Vgl. Mark, Kreditfinanzierung (2007), S. 84.

[124] Vgl. Kormaier, Unternehmensberichterstattung (2008), S. 28 und Picot et al., Organisation (2015), S. 95-98.

[125] Vgl. Welge/Eulerich, Unternehmensführung (2014), S. 14-16 und Hering/Vincenti, Unternehmensgründung (2005), S. 253-257. Siehe bzgl. der Transaktionskosten Kapitel 3.1.1.

[126] Vgl. Achleitner/Bassen/Roder, Framework (2009), S. 4 und Picot et al., Organisation (2015), S. 95-98.

[127] Vgl. Coenenberg/Haller/Schultze, Jahresabschluss (2014), S. 1267.

[128] Vgl. Nicholls, Reporting (2010), S. 397.

[129] Vgl. Achleitner/Heister/Stahl, Überblick (2007), S. 19, Achleitner et al., Standard (2009), S. 30 und Eierle/Ritzer-Angerer, Vertrauen (2016), S. 557.

[130] Vgl. Welge/Eulerich, Unternehmensführung (2014), S. 33, Arthurs/Busenitz, Boundaries (2003), S.154 und Davis/Schoorman/Donaldson, Stewardship (1997), S. 20 und 24.

[131] Vgl. Roder, Reporting (2011), S. 72 sowie Van Slyke, Stewards (2007), S. 164 und 181 f.

[132] Vgl. Welge/Eulerich, Unternehmensführung (2014), S. 25, Van Slyke, Stewards (2007), S. 159-165, Davis/Schoorman/Donaldson, Stewardship (1997), S. 21 und 27 sowie Arthurs/Busenitz, Boundaries (2003), S.146. Für eine generelle Diskussion der Bedeutung der Stewardship-Theorie im Kontext der Berichterstattung siehe Coy/Fischer/Gordon, Accountability (2001).

[133] Vgl. Mark, Kreditfinanzierung (2007), S. 89.

[134] Vgl. Mark, Kreditfinanzierung (2007), S. 90 und ähnlich Davis/Schoorman/Donaldson, Stewardship (1997), S. 28-30.

[135] Vgl. Achleitner/Bassen/Roder, Framework (2009), S. 4. Für eine Gegenüberstellung beider Theorien und den Einflussfaktoren siehe Davis/Schoorman/Donaldson, Stewardship (1997), S. 37.

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten

Details

Titel
Soziales Unternehmertum. Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship
Autor
Jahr
2018
Seiten
101
Katalognummer
V441877
ISBN (eBook)
9783960954125
ISBN (Buch)
9783960954132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Social Entrepreneurship, Berichterstattung, Reporting, Anspruchsgruppen, Stakeholder, Sozialunternehmen, Berichtsadressaten, Unternehmensberichterstattung, Wirkungskette, SROI, Social Return on Investment, Social Reporting Standard, SRS, Social Entrepreneur, Wirkungsorientierte Berichterstattung, Sozialunternehmer, Impact Value Chain
Arbeit zitieren
Marc Schneidewind (Autor), 2018, Soziales Unternehmertum. Unternehmensberichterstattung im Social Entrepreneurship, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441877

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