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Inanspruchnahme der Influenzaimpfung in Abhängigkeit von Migrationshintergründen

Eine epidemiologische Querschnittsstudie anhand der GEDA 2010 Daten

Titel: Inanspruchnahme der Influenzaimpfung in Abhängigkeit von Migrationshintergründen

Seminararbeit , 2017 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.Sc. David R. (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen mit Migrationshintergrund stoßen vermehrt auf Barrieren im Gesundheitssystem und sind dadurch bei der Inanspruchnahme spezifischer präventiver Gesundheitsangebote benachteiligt. Ableitend stellt sich daher die Frage, ob eine Benachteiligung auch im Bereich der Influenzaimpfung vorliegt, welche sich in der verringerten Inanspruchnahme des Gesundheitsangebotes niederschlägt.

Influenza, auch echte Grippe genannt, ist eine Erkrankung mit teils erheblichen Folgen für Betroffene, deren Angehörige sowie für Gesellschaften als Ganzes. Saisonale Abweichungen der Virenstämme sowie eine vergleichsweise schnelle Mutation führen dazu, dass das Risiko einzelner Influenzawellen nur schwer vorherzusagen ist. Die drastischen Folgen einer Influenzapandemie lassen sich am historischem Beispiel der Spanischen Grippe verdeutlichen, in Folge dessen 1918/19 schätzungsweise 40 Millionen Menschen verstarben.

Ein Jahrhundert später ist die spezifische Schutzimpfung fester Bestandteil des Influenzarisikomanagements. Im Vergleich zum Umgang mit anderen impfpräventablen Krankheiten wird diese Form der Vorsorge insgesamt allerdings seltener in Anspruch genommen, was unter anderem durch die Notwendigkeit einer sich saisonal wiederholenden Impfung erklärbar ist. Die Häufigkeit, mit der sich Menschen aus Influenza-Risikogruppen um einen Impfschutz kümmern müssen, fordert den Betroffenen nicht nur spezifisches Wissen zur Erkrankung ab, sondern erfordert auch einen routinierten und möglichst barrierefreien Austausch mit dem Gesundheitssystem.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund

2.1. Influenzaerkrankung und Impfprophylaxe

2.2. Einflussfaktoren auf Impfverhalten

2.3. Migration in Deutschland

3. Methodisches Vorgehen

3.1. Zum GEDA 2010 Datensatz

3.2. Deskription der Variablen

3.3. Statistische Modellierung

4. Ergebnisse

4.1. Deskriptive Ergebnisdaten

4.2. Induktive Ergebnisdaten

5. Diskussion und Schlussfolgerungen

5.1. Interpretation der Ergebnisse

5.2. Einschränkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob Unterschiede in der Inanspruchnahme der Influenzaimpfung zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland bestehen. Auf Basis des GEDA 2010 Datensatzes analysiert die Studie den Einfluss des Migrationsstatus unter Berücksichtigung soziodemografischer Kovariaten, um gesundheitliche Ungleichheiten in der präventiven Versorgung zu identifizieren.

  • Analyse der Influenzaimpfquoten bei Migranten vs. Nicht-Migranten
  • Einfluss sozioökonomischer und geografischer Faktoren auf das Impfverhalten
  • Methodische Herausforderungen der Definition von Migrationshintergrund
  • Multivariate logistische Regression zur Identifikation von Einflussgrößen
  • Diskussion von Barrieren im deutschen Gesundheitssystem

Auszug aus dem Buch

5.1. Interpretation der Ergebnisse

Die Besonderheiten des Ergebnisses ergeben sich aus Spezifika des untersuchten Gesundheitsangebotes in Verbindungen mit den besonderen Anforderungen an die untersuchte Gruppe von Menschen. Sowohl sprachliche und kulturelle Faktoren, als auch Alleinstellungsmerkmale der Influenzaimpfung können erklärend herangezogen werden.

So sind Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur häufiger sprachlichen Barrieren im Gesundheitswesen ausgesetzt, sondern die gegenseitige Verständigung im Gespräch zwischen Fachpersonal und Patienten/-innen wird insgesamt schlechter beurteilt, wie die Ergebnisse von Ullrich et al. (2016, 212f.) verdeutlichen. Passend zu dem hier vorgestellten Ergebnis argumentiert Kriwy (2007, 62ff.), dass derartige sprachliche Barrieren zumindest für den Fall der Masern, Mumps und Röteln Impfungen von Kindern zu einer höheren Bereitschaft führen, den Anweisungen von medizinischem Personal Folge zu leisten. Die höhere Bereitschaft fußt damit auf der Benachteiligung, beispielsweise bei Arztkonsultationen, indem intendierte Nachfragen und Bedenken nicht ausreichend geäußert werden können (vgl. Kriwy 2007, 62).

Die Hausarztpraxis ist primärer Ort des ärztlichen Kontaktes und damit auch zentral für Empfehlungen bezüglich von Präventionsmaßnahmen (vgl. Wahle 2009, 65f.). Mit Blick auf die medizinische Ausbildung ist davon auszugehen, dass Hausärzte/-innen Impfungen gegenüber generell positiv eingestellt sind und damit dementsprechende Empfehlungen äußern. Damit ist denkbar, dass Menschen mit Migrationshintergrund den Empfehlungen eher folgen, da lückenhafte Sprachkenntnisse kritische Nachfragen verhindern. Ebenso könnten Sprachbarrieren dazu führen, dass die Aufklärung von Seiten des medizinischen Fachpersonals kürzer ausfallen, als bei Menschen ohne Migrationshintergrund, womit die Impfentscheidung gewissermaßen ausgelagert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die gesundheitliche Relevanz der Influenza ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund bei präventiven Gesundheitsangeboten.

2. Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen der Influenza, Einflussfaktoren auf das Impfverhalten und diskutiert die methodische Problematik bei der Definition des Begriffs Migrationshintergrund.

3. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Datengrundlage des GEDA 2010 Datensatzes, die Operationalisierung der Variablen sowie das gewählte multivariate logistische Regressionsmodell beschrieben.

4. Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die deskriptiven Häufigkeitsverteilungen der Stichprobe sowie die induktiven Ergebnisse der Regressionsanalyse bezüglich der Impfentscheidung.

5. Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den Kontext bestehender Literatur eingeordnet und die Limitationen sowie der weitere Forschungsbedarf kritisch diskutiert.

Schlüsselwörter

Influenzaimpfung, Migrationshintergrund, GEDA 2010, Impfverhalten, Gesundheitswesen, Prävention, Sozioökonomischer Status, Sprachbarrieren, Logistische Regression, Gesundheitsungleichheit, Impfprophylaxe, Gesundheitsmonitoring, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob es Unterschiede in der Inanspruchnahme der Influenzaimpfung zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Influenza-Prävention, die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund und die Analyse von Einflussfaktoren auf das individuelle Impfverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis des GEDA 2010 Datensatzes zu ermitteln, ob sich ein Migrationshintergrund signifikant auf die Bereitschaft auswirkt, sich gegen Influenza impfen zu lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative Analyse durchgeführt, die deskriptive Statistik (Chi²-Tests) sowie ein multiples logistisches Regressionsmodell mit der Statistik-Software STATA 14.2 verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des Hintergrunds, die Beschreibung der Datenbasis und Variablendefinition, die Präsentation der deskriptiven und induktiven Ergebnisse sowie eine abschließende Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Influenzaimpfung, Migrationshintergrund, GEDA 2010, Impfverhalten, Gesundheitsungleichheit und multivariate Regressionsanalyse.

Wie definiert die Studie den Migrationshintergrund?

Die Studie verwendet eine erweiterte Definition, die alle Personen einschließt, bei denen eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit vorliegt, die nach der Geburt zugewandert sind oder bei denen mindestens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurde.

Was war das überraschende Ergebnis der Untersuchung?

Entgegen der ursprünglichen Vermutung zeigte sich, dass Menschen mit Migrationshintergrund eine geringfügig höhere Inanspruchnahme der Influenzaimpfung aufweisen als die Vergleichsgruppe ohne Migrationshintergrund.

Wie werden die Ergebnisse in der Diskussion interpretiert?

Die Autoren vermuten, dass sprachliche Barrieren im Gesundheitssystem dazu führen könnten, dass Patienten seltener kritische Nachfragen stellen und eher den Empfehlungen des medizinischen Fachpersonals folgen.

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Details

Titel
Inanspruchnahme der Influenzaimpfung in Abhängigkeit von Migrationshintergründen
Untertitel
Eine epidemiologische Querschnittsstudie anhand der GEDA 2010 Daten
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Soziologie und Epidemiologie)
Veranstaltung
Fortgeschrittene Methoden der Gesundheitsforschung
Note
1,3
Autor
M.Sc. David R. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V442085
ISBN (eBook)
9783668807471
ISBN (Buch)
9783668807488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inanspruchnahme der Influenzaimpfung Influenza Grippe Grippeimpfung Grippeschutzimpfung Migrationshintergrund Epidemiologie GEDA 2010 Querschnittsstudie Impfen Ausländer STATA Gesundheitsforschung Statistik Forschungsmethoden Fortgeschrittene Forschungsmethoden Barrieren im Gesundheitssystem Barrieren Gesundheitssystem
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
M.Sc. David R. (Autor:in), 2017, Inanspruchnahme der Influenzaimpfung in Abhängigkeit von Migrationshintergründen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442085
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Leseprobe aus  26  Seiten
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