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Hitler - Unmensch oder Charismatischer Führer? Die Repräsentation in der "Arbeiter Zeitung" und im "Basler Volksblatt" zur Nazizeit

Titel: Hitler - Unmensch oder Charismatischer Führer? Die Repräsentation in der "Arbeiter Zeitung" und im "Basler Volksblatt" zur Nazizeit

Seminararbeit , 2003 , 51 Seiten , Note: gut

Autor:in: Isabelle Fol (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Ein weiteres Problem, nämlich, dass das Privatleben von Politiker in den damaligen
Zeitungen keinen hohen Nachrichtenwert innehielt, tauchte erst bei der Codierung der
ausgewählten Meldungen auf. Da sich meine Arbeit aber mit Hitler als Person beschäftigen sollte,
war dieses Faktum anfänglich ein wenig enttäuschend, muss aber als Resultat gewertet werden.
Der Aufbau meiner Arbeit lässt sich in vier Hauptteile gliedern. Der erste Teil beinhaltet
eine kurze Darstellung Hitlers in der Rolle des Politikers und des Privatmenschens und einen
kurzen Abriss der Schweizer Presse vor und während dem Zweiten Weltkrieg. Der zweite Teil
befasst sich mit dem Untersuchungsgegenstand, indem er die Geschichte der beiden untersuchten
Zeitungen behandelt und deren Ausgaben zur Nazizeit inhaltlich und formal genauer
charakterisiert. Danach werden im dritten Teil der theoretischen Basis die Nachrichtenwerttheorie
und die Methode der Inhaltsanalyse vorgestellt, damit im vierten Teil der empirischen Erhebung
auf diese beiden Grundlagen des Projekts zurückgegriffen werden kann. In diesem vierten Teil
wird zunächst das Projekt in seinen Einzelheiten vorgestellt und danach anhand der Resultate und
Auswertungen versucht, Antworten auf die Fragestellung zu geben, die Hypothesen zu
falsifizieren oder verifizieren und die Erkenntnisse und Resultate zu guter Letzt in den
historischen Kontext einzubetten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Adolf Hitler – Deutscher Politiker und Diktator zur Nazizeit

2.1 Politischer Werdegang

2.2 Hitler als Privatperson

3 Die Schweizer Presse vor und während dem Zweiten Weltkrieg

3.1 Die Schweizer Presse bis 1930

3.2 Der Krieg und die Presse

4 Die beiden Regionalzeitungen „Arbeiter Zeitung“ und „Basler Volksblatt“

4.1 Geschichte der „Arbeiter Zeitung“

4.2 Geschichte des „Basler Volksblattes“

4.3 Die „Arbeiter Zeitung“ und das „Basler Volksblatt“ in der Nazizeit

5 Die Nachrichtenwerttheorie

6 Die Methode – Die Inhaltsanalyse

7 Fragestellung, Hypothesen und das Kategoriensystem

7.1 Fragestellung

7.2 Hypothesen

7.3 Artikelauswahl und Analyseeinheit

7.4 Kategoriensystem

7.5 Reliabilitätstest

8 Die Resultate der empirischen Erhebung

8.1 Allgemeine Feststellungen betreffend Kategoriensystem

8.2 Quantitative und Qualitative Auswertung und Überprüfung der Hypothesen

8.2.1 Formale Variablen

8.2.2 Inhaltliche Variablen

9 Schlussfolgerungen

10 Bibliographie

10 Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die mediale Repräsentation Adolf Hitlers in den Schweizer Regionalzeitungen „Basler Volksblatt“ und „Arbeiter Zeitung“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Ziel ist es, mittels einer Inhaltsanalyse zu ermitteln, ob und wie Hitler als Person dargestellt wurde, welche Rollenzuweisungen erfolgten und inwieweit die unterschiedliche politische Ausrichtung der Zeitungen die Berichterstattung beeinflusste.

  • Analyse der Berichterstattung über Hitler in der „Arbeiter Zeitung“ und im „Basler Volksblatt“ zwischen 1933 und 1945.
  • Untersuchung des Einflusses politischer Gesinnung und Parteitreue auf den Inhalt der Nachrichten.
  • Anwendung der Nachrichtenwerttheorie zur Bewertung der Selektionsentscheidungen.
  • Überprüfung von Hypothesen bezüglich der Kritiklosigkeit bzw. kritischen Distanz gegenüber dem NS-Regime.
  • Vergleich der Rollendarstellung Hitlers (z.B. als Politiker vs. Privatperson).

Auszug aus dem Buch

2.2 HITLER ALS PRIVATPERSON

Am 20. April 1889 wurde Adolf Hitler in Braunau am Inn als Sohn eines österreichischen Zollbeamten, Alois Hitler, und seiner Frau Clara geboren. Er durchlebte eine unglückliche Kindheit und Jugend geprägt von Schicksalsschlägen (Von seinen fünf Geschwistern verstarben vier im Kindesalter. Sein Vater starb, als Adolf 14 Jahre alt war; vier Jahre später starb dann auch noch seine Mutter.) Ab 18 lebte er mehrere Jahre in Wien und München und arbeitete als Bauhilfsarbeiter und Zeichner. Hitler war ein unscheinbarer junger Mann; alles deutete auf ein Leben in Unbedeutsamkeit und Mittelmässigkeit hin. Sein Leben als „Nobody“ änderte sich jedoch, als er im August 1914 der Armee beitrat und nach seiner Teilnahme im Ersten Weltkrieg 1918 für seine vorbildhaften Taten ausgezeichnet wurde. Der Erste Weltkrieg kann als eine entscheidende Zeitperiode in Hitlers Leben bezeichnet werden, da Hitler danach mehr Selbstsicherheit entwickelte und persönliche Fähigkeiten entdeckte, die er zuvor nie erkannt hatte.

Zum Beispiel genoss er sein Ansehen in der NSDAP, wo er als begnadigter Reder bewundert wurde. Auch wenn Hitler schliesslich als Führer Deutschlands grosse persönliche Erfolge verbuchen konnte, blieb er im Privaten ein unsicherer und psychisch angeschlagener Mensch, was sich auf seine Gesundheit auswirkte: Er litt an chronischen Schlafstörungen, Magenbeschwerden und tendierte zur Hypochondrie. Hitler wurde auch von sogenannter Zeitangst (nach Fritz Redlich, 1999) geplagt und war folglich konstant von der Angst gequält, er würde nicht lange genug leben, um seine Mission zu erfüllen. Hitlers Unsicherheit zeigte sich auch in seinem Umgang mit Frauen. Er lebte nach dem KKK-Prinzip (Kinder, Küche und Kirche) seines Vaters (Redlich, 1999: 260), welches Frauen eine klar untergeordnete Rolle zuteilte. In Hitlers Augen sollten Frauen somit den Männern dienen, reinrassige Deutsche Kinder gebären und ein ansehnliches Äusseres besitzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Arbeit, die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung einer Inhaltsanalyse der Berichterstattung über Hitler in zwei Schweizer Regionalzeitungen.

2 Adolf Hitler – Deutscher Politiker und Diktator zur Nazizeit: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über Hitlers Aufstieg, seine politische Laufbahn und seine psychologische Verfasstheit.

3 Die Schweizer Presse vor und während dem Zweiten Weltkrieg: Hier wird der mediale Kontext in der Schweiz, inklusive der Herausforderungen durch Pressezensur und Neutralitätsdebatten, beleuchtet.

4 Die beiden Regionalzeitungen „Arbeiter Zeitung“ und „Basler Volksblatt“: Dieses Kapitel stellt die Geschichte und die politische Ausrichtung der beiden untersuchten Zeitungen detailliert dar.

5 Die Nachrichtenwerttheorie: Vorstellung der theoretischen Grundlagen für die Nachrichtenselektion und deren Bedeutung für die Inhaltsanalyse.

6 Die Methode – Die Inhaltsanalyse: Erläuterung des methodischen Vorgehens der empirischen Inhaltsanalyse sowie der Gütekriterien Objektivität, Validität und Reliabilität.

7 Fragestellung, Hypothesen und das Kategoriensystem: Definition der fünf Hypothesen und des Systems zur Codierung der Meldungen sowie Beschreibung der Artikelauswahl.

8 Die Resultate der empirischen Erhebung: Präsentation und Auswertung der erhobenen Daten, inklusive der Überprüfung der Hypothesen anhand quantitativer und qualitativer Ergebnisse.

9 Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Beantwortung der Fragestellung und Einordnung der Ergebnisse in den historischen und medienpolitischen Kontext.

10 Bibliographie: Verzeichnis der für die Arbeit verwendeten Literatur und Quellen.

10 Anhang: Bereitstellung ergänzender Materialien wie Gegenüberstellungen, Konzeptentwürfe und detaillierte Codebücher.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Inhaltsanalyse, Schweizer Regionalzeitungen, Nazizeit, Arbeiter Zeitung, Basler Volksblatt, Nachrichtenwerttheorie, Pressezensur, Mediale Repräsentation, Politische Kommunikation, Zweiter Weltkrieg, Diktatur, Propaganda, Medienforschung, Journalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie die Schweizer Regionalzeitungen „Arbeiter Zeitung“ und „Basler Volksblatt“ zwischen 1933 und 1945 über Adolf Hitler berichteten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die mediale Darstellung Hitlers, der Einfluss politischer Ideologien auf die Berichterstattung und die Auswirkungen der damaligen Pressezensur.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Hitler als Person in den gewählten Zeitungen thematisiert wurde und ob unterschiedliche politische Positionen der Blätter zu einer differierenden Darstellung führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet die Inhaltsanalyse, wobei sie sowohl quantitative als auch qualitative Ansätze (Valenzanalyse) kombiniert, um die Meldungen zu kategorisieren und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Teil über Hitler und die Schweizer Presse, die theoretische Basis zur Nachrichtenwerttheorie, die methodischen Grundlagen sowie die empirische Auswertung anhand eines Kategoriensystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Inhaltsanalyse, Arbeiter Zeitung, Basler Volksblatt, Nazizeit, Mediale Repräsentation und Nachrichtenwerttheorie.

Warum wurde ausgerechnet die „Arbeiter Zeitung“ und das „Basler Volksblatt“ ausgewählt?

Die Zeitungen wurden gewählt, weil sie politisch gegensätzliche Positionen einnahmen – die eine sozial-demokratisch, die andere katholisch-konservativ –, was einen Vergleich der unterschiedlichen Berichterstattung ermöglicht.

Welches Paradoxon entdeckte die Autorin in der Berichterstattung?

Ein Paradoxon war, dass Hitler kurz nach seinem Tod plötzlich intensiv als Person und Privatmensch thematisiert wurde, während er zu Lebzeiten in den Zeitungen in dieser Rolle weitgehend ignoriert wurde.

Welche Rolle spielt die Zensur in dieser Untersuchung?

Die Pressezensur war ein prägender Faktor. Die Autorin stellt fest, dass sich Zeitungen teilweise durch Zensur eingeschüchtert zeigten, während andere (wie die Arbeiter Zeitung) trotz Zensur versuchten, eine kritische Haltung zu wahren.

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Details

Titel
Hitler - Unmensch oder Charismatischer Führer? Die Repräsentation in der "Arbeiter Zeitung" und im "Basler Volksblatt" zur Nazizeit
Hochschule
Universität Basel  (Institut für Medienwissenschaften)
Veranstaltung
Seminar
Note
gut
Autor
Isabelle Fol (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
51
Katalognummer
V44210
ISBN (eBook)
9783638418560
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitler Unmensch Charismatischer Führer Repräsentation Arbeiter Zeitung Basler Volksblatt Nazizeit Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Fol (Autor:in), 2003, Hitler - Unmensch oder Charismatischer Führer? Die Repräsentation in der "Arbeiter Zeitung" und im "Basler Volksblatt" zur Nazizeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44210
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Leseprobe aus  51  Seiten
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