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Visuell induzierte Perturbation des Center of Pressure (CoP)

Eine explorative Studie mittels einer Prismenbrille

Titel: Visuell induzierte Perturbation des Center of Pressure (CoP)

Bachelorarbeit , 2017 , 95 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: David R. (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das effektive Zusammenspiel des Gleichgewichtssystems mit dem System der Körperhaltungskontrolle ermöglicht es dem Menschen annähernd eine Gleichgewichtsposition zu erlangen und seine Stabilität nicht nur im Stehen oder in Ruhepositionen zu bewahren, sondern auch bis zu einem gewissen Maße bei einer Störung eines der sensitiven Systeme. Aber schon unter weniger anspruchsvollen Gleichgewichtskonditionen des Alltages kommt es bei Menschen mit einer Störung der sensitiven Systeme zu Gleichgewichtsproblemen.
Diese Bachelorarbeit ist eine explorative Arbeit und ein Vorversuch für weitere Studien und soll überprüfen, ob die angewandte Methodik und Messinstrumente für zukünftige Studien geeignet sind.

Jahrelang wurde das leichte Schädelhirntrauma (Commotio cerebri, SHT) im Sport bagatellisiert und die Diagnostik und Behandlung wurde häufig vernachlässigt. Neuere Erkenntnisse zeigen gravierende und rezidivierende Langzeitschäden aufgrund von unzureichender Therapie nach Schädel-Hirn-Verletzungen.
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es daher Center of Pressure (CoP) Messwerte mit einer Kraftmessplatte von gesunden Probanden zu erheben, während diese eine Prismenbrille tragen.

Die Prismenbrille wird verwendet, weil wir davon ausgehen, dass sie ähnliche Gehirnareale beeinflusst wie ein leichtes SHT. Reagiert der Sportler auf die Prismenbrille später bei einem Feldversuch zum Beispiel mit Schwindel, Übelkeit oder Gleichgewichtsverlust, könnte dies ein Zeichen für ein leichtes SHT sein und die sportliche Aktivität müsste umgehend eingestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Die Kontrolle der Körperhaltung

1.1.1 Das visuelle System

1.1.2 Das vestibuläre System

1.1.3 Das Propriozeptive System

1.1.4 Körperschwerpunkt vs. Druckmittelpunkt

1.1.5 Die Rambling und Trembling Komponenten des CoP

1.2 Die Posturographie

1.2.1 Die statische und dynamische Posturographie

1.2.2 Die direkte und indirekte Posturographie

1.3 Visuell induzierte Perturbation mittels Prismenbrille

1.3.1 Historischer Überblick

1.3.1 Die Prismenbrille

1.4 Zielsetzung und Fragestellung der Arbeit

2. Methodik

2.1 Versuchspersonen

2.2 Messinstrumente

2.3 Das Protokoll und die Aufgaben

2.4 Messvariablen

2.5 Datenauswertung/ - analyse

3. Ergebnisse

3.1 Aufgabe "Stehen"

3.2 Aufgabe "Schwanken"

4. Diskussion

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht explorativ, inwieweit eine visuell induzierte Perturbation mittels einer Prismenbrille die posturale Kontrolle gesunder Probanden beeinflusst. Ziel ist es, die Eignung der Methodik und Messinstrumente als Vorversuch für zukünftige Studien zur Diagnostik eines leichten Schädel-Hirn-Traumas (SHT) zu evaluieren.

  • Analyse posturaler Schwankungen bei statischen und dynamischen Aufgaben
  • Einsatz von Prismenbrillen zur visuellen Irritation
  • Vergleich der Messbedingungen: Augen offen, Augen geschlossen und Prismenbrille
  • Untersuchung der CoP-Komponenten Rambling und Trembling
  • Validierung der Messdaten für den feldfähigen Einsatz

Auszug aus dem Buch

1.1.5 Die Rambling und Trembling Komponenten des CoP

Der Ansatz, dass der Körper nicht um einen festen Punkt, sondern um einen wandernden Punkt schwankt, wurde genutzt, um die posturalen Schwankungen in eine Rambling und in eine Trembling Komponente der CoP Trajektorie zu zerlegen. Diese Methode analysiert separat den Verlauf der CoP Trajektorie sowohl in AP als auch in ML Richtung (vgl. Duarte & Zatsiorsky, 1999).

Die Rambling-Trembling Hypothese von Duarte & Zatsiorsky (2000) betrachtet folgende Punkte:

1. Das ZNS legt eine bestimmte Position des Körpers fest. Diese Position wird durch einen Referenzpunkt auf der Auflagefläche vorgegeben, in der das Körpergleichgewicht beibehalten werden soll.

2. Der Referenzpunkt wandert und kann einen bewegten Anziehungspunkt betrachten.

3. Der Körper schwankt aus zwei Gründen: Zum einen aufgrund der Bewegung des Referenzpunktes und zum anderen aufgrund der Abweichung weg vom Referenzpunkt.

4. Wenn die Auslenkung nicht zu groß ist, stellt die Rückstellkraft die intrinsische Steifigkeit der Muskulatur dar.

Die Rambling Trajektorie widerspiegelt dabei die willkürliche Schwankung des Menschen und enthüllt die Bewegung des sich bewegenden Referenzpunktes. Die Trembling Komponente widerspiegelt die Oszillation um die Trajektorie des Referenzpunktes und stellt die unwillkürliche Schwankung des Menschen dar. Die Differenz aus der CoP Trajektorie und der Rambling Komponente ist definiert als die Trembling Komponente (siehe Abbildung 3) (vgl. Duarte & Zatsiorsky, 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die theoretischen Grundlagen der Körperhaltungskontrolle, das visuelle, vestibuläre und propriozeptive System sowie die physikalischen Grundlagen der Posturographie und der visuell induzierten Perturbation.

2. Methodik: Erläutert das Studiendesign, die Charakteristika der Versuchspersonen, die eingesetzten Messinstrumente (Kraftmessplatte, iPad), das Testprotokoll sowie die statistischen Auswertungsverfahren.

3. Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Messdaten der Aufgaben "Stehen" und "Schwanken", unterteilt in die verschiedenen Messbedingungen und Schwankungsrichtungen, inklusive Regressionsanalysen.

4. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender Literatur, Diskussion der Validität der Methode und Ausblick auf die Anwendbarkeit bei Patienten mit leichtem Schädel-Hirn-Trauma.

5. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und betont die Bedeutung der Prismenbrille für weiterführende posturale Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Körperhaltungskontrolle, Center of Pressure, CoP, Posturographie, Prismenbrille, visuelle Perturbation, statisches Gleichgewicht, dynamisches Gleichgewicht, Rambling, Trembling, leichte Schädel-Hirn-Trauma, SHT, Biomechanik, Gleichgewichtsstörung, neuromuskuläre Kontrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer visuell induzierten Störung (Perturbation) mittels Prismenbrillen auf das Gleichgewicht und die Körperhaltung gesunder Personen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die menschliche Posturographie, die Analyse von Körperschwankungen mittels des Druckmittelpunkts (CoP) und die experimentelle Beeinflussung der visuellen Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob die verwendeten Messmethoden geeignet sind, um in zukünftigen Studien leichte Schädel-Hirn-Traumata (SHT) bei Sportlern diagnostizieren zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine explorative Studie mit 20 Probanden durchgeführt, bei der mittels einer Kraftmessplatte Schwankungsparameter unter verschiedenen visuellen Bedingungen (offene Augen, geschlossene Augen, Prismenbrille) erfasst werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Beschreibung der experimentellen Methodik sowie die statistische Auswertung und Darstellung der erhobenen Schwankungsdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Körperhaltungskontrolle, Center of Pressure (CoP), Posturographie, Prismenbrille, visuelle Perturbation, Trembling und das leichte Schädel-Hirn-Trauma.

Welchen Effekt hat die Prismenbrille im Vergleich zu geschlossenen Augen?

Die Studie zeigt, dass die Prismenbrille einen ähnlichen, teils aber spezifisch instabileren Effekt auf die Körperhaltungskontrolle hat, insbesondere in der medialen-lateralen Schwankungsrichtung.

Warum wird die "Schwanken"-Aufgabe als neue Methode betrachtet?

Die Aufgabe "Schwanken" zielt darauf ab, über das statische Stehen hinaus zusätzliche dynamische Anforderungen an das Gleichgewichtssystem zu stellen, um sensiblere Parameter der posturalen Kontrolle zu identifizieren.

Was besagt die Rambling-Trembling Hypothese in der Studie?

Sie dient dazu, die Körperschwankungen in eine willkürliche Komponente (Rambling) und eine unwillkürliche, oszillierende Komponente (Trembling) zu zerlegen, um präzisere Aussagen über die Haltungskontrolle zu treffen.

Welche Schlussfolgerung ergibt sich für die zukünftige Diagnostik bei Sportlern?

Die Arbeit legt nahe, dass der feldfähige Test mit iPad und Prismenbrille Potenzial bietet, bei Verdacht auf ein SHT ergänzende objektive Daten zur Haltungskontrolle zu liefern, die über subjektive Fragebögen hinausgehen.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Visuell induzierte Perturbation des Center of Pressure (CoP)
Untertitel
Eine explorative Studie mittels einer Prismenbrille
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Angewandte Bewegungswissenschaften)
Veranstaltung
Forschungsmethoden & Analyseverfahren
Note
2,0
Autor
David R. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
95
Katalognummer
V442122
ISBN (eBook)
9783668804340
ISBN (Buch)
9783668804357
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Visuell induzierte Perturbation Center of Pressure Center of Mass Center of Gravity Explorativ Prismenbrille Prismabrille Bachelor Körperhaltung Körperschwerpunkt Druckmittelpunkt Schwankung Körperschwankung Posturographie Rambling Trembling Kraftmessplatte Romberg Quotient Jerk Trajektorienlänge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David R. (Autor:in), 2017, Visuell induzierte Perturbation des Center of Pressure (CoP), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442122
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Leseprobe aus  95  Seiten
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