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Berücksichtigung des § 18 KWG im Rahmen der Kreditvergabe an bilanzierende Unternehmen

Title: Berücksichtigung des § 18 KWG im Rahmen der Kreditvergabe an bilanzierende Unternehmen

Seminar Paper , 2005 , 8 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tanja Hollederer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Spätestens seit der internationalen Bankkrise von 19311 gilt es als unbestritten, dass
ein funktionierender Bankensektor zu den wichtigsten Voraussetzungen für das
Wohlergehen einer Volkswirtschaft zählt, „denn nur ein stabiles Finanzsystem kann
seine gesamtwirtschaftliche Funktion […] erfüllen“2. Die Zahlungsunfähigkeit einer
Bank hätte weit reichende Konsequenzen nicht nur für private Anleger, deren
Einlagen gefährdet wären, sondern auch und in erster Linie für die gesamte
Wirtschaft eines Landes, da Banken für jedes Unternehmen einen wichtigen
Finanzierungspartner darstellen. Vor allem über die Vergabe von
Investitionsdarlehen beeinflussen sie als Geldgeber das wirtschaftliche Wachstum
maßgeblich. Tatsache ist, dass das Kreditgeschäft innerhalb der bankwirtschaftlichen
Aktivitäten nach wie vor eine zentrale Position einnimmt und deren Ertragslage
wesentlich beeinflusst3. Gleichzeitig sind „auf den Kredit- und Finanzmärkten die
Risiken stärker in den Vordergrund gerückt“4. Aus genannten Gründen bestehen in
Deutschland bereits seit 1934 besondere gesetzliche Bestimmungen und seit 1961
ist unter diesen das Kreditwesengesetz (KWG) hervorzuheben5. Ziel dieses
Gesetzes ist es, die Funktionsfähigkeit des Kreditgewerbes zu erhalten und zu
sichern. Dazu enthält es unter anderem Vorschriften zur Eigenmittelausstattung
eines Kreditinstitutes und Meldebestimmungen für Kredite in bestimmter Höhe6.
Wenn es um die Kreditvergabe geht ist aus der Perspektive der
Kreditwürdigkeitsprüfung eine Richtlinie von entscheidender Bedeutung. Es handelt
sich um §18 KWG, der die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse verla ngt und
den Mittelpunkt dieser Arbeit darste llt. Dabei soll der Grundsatz dieses Paragraphen
im Vordergrund stehen, nicht eine Reihe von Ausnahmen, und ausschließlich das
Vorgehen bei der Kreditvergabe an bilanzierende Unternehmen behandelt werden.
1 vgl. Nirk (1999), S. 11 2 http://www.bafin.de/bafin/aufgabenundziele/htm Zugriff: 16.11.2004 3 vgl. Dicken (1999), S. 1 4 Schulte (1997), S. 9 5 vgl. Nirk (1999), S. 11 f 6 vgl. http://www.aspect-online.de/prodinfo/abc_bank/kreditwesen.htm Zugriff: 16.11.2004

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt, Ziel und Auslegung des § 18 KWG

3. Auswertung der Kreditunterlagen im Sinne des § 18 KWG

3.1 Bilanzanalyse

3.2 Bilanzkritik

3.3 Unternehmensprognose

4. Umsetzung des § 18 KWG in der bankwirtschaftlichen Praxis

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Bedeutung und praktische Umsetzung des § 18 KWG bei der Kreditvergabe an bilanzierende Unternehmen zu analysieren und aufzuzeigen, wie Kreditinstitute die gesetzlichen Anforderungen zur Offenlegung wirtschaftlicher Verhältnisse in ihre Prozesse integrieren.

  • Grundlagen und Zielsetzung des § 18 KWG im Kreditwesen
  • Methodik der Kreditwürdigkeitsprüfung anhand von Jahresabschlüssen
  • Differenzierung zwischen Bilanzanalyse, Bilanzkritik und Unternehmensprognose
  • Praktische Implementierung durch DV-gestützte Instrumente in Kreditinstituten
  • Bedeutung der laufenden Kreditüberwachung zur Risikominimierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Bilanzkritik

Als Bilanzkritik gilt eine „wertende und vergleichende Untersuchung“ der aus der Bilanzanalyse gewonnenen Erkenntnisse. Diese Interpretation der Ergebnisse darf nach einer ausführlichen Berechnung der Kennzahlen keinesfalls fehlen sondern muss vielmehr die Hauptleistung des Kreditsachbearbeiters darstellen. Vergleichsmöglichkeiten sind z.B. im Rahmen eines Zeitvergleichs sowie eines Branchenvergleichs gegeben.

Der Zeitvergleich versucht den entscheidenden Makel jeder Bilanz zu relativieren: die Statik. Eine Bilanz ist immer zeitpunkt- und vergangenheitsbezogen. Über den Vergleich mehrerer aufeinander folgender Bilanzen kann eine Entwicklung der Bilanzkennzahlen und Positionen zu verschiedenen Zeitpunkten verdeutlicht werden.

Der Branchenvergleich stellt den Bilanzpositionen und Kennzahlen einer Bilanz Durchschnittswerte der Branche, in der sich das zu untersuchende Unternehmen bewegt, gegenüber. So können stark abweichende Sondersituationen eines Unternehmens aufgedeckt werden, selbst wenn nur ein Jahresabschluss zur Auswertung vorliegt.

Immer schließt sich an solche Vergleiche eine Wertung an, d.h. Auffälligkeiten werden hinterfragt und auf mögliche Ursachen zurückgeführt. Gleichzeitig wird herausgestellt, ob bestimmte Sachverhalte sich positiv oder negativ auf eine anstehende Kreditentscheidung auswirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung des Bankensektors für die Volkswirtschaft und stellt den § 18 KWG als entscheidende Richtlinie für die Kreditwürdigkeitsprüfung vor.

2. Inhalt, Ziel und Auslegung des § 18 KWG: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Offenlegungspflichten von Kreditnehmern sowie die Pflichten der Banken zur turnusmäßigen Kreditüberwachung definiert.

3. Auswertung der Kreditunterlagen im Sinne des § 18 KWG: Dieses Kapitel beschreibt den dreistufigen Prozess der Kreditwürdigkeitsprüfung, bestehend aus der technischen Aufbereitung, der kritischen Interpretation und der zukunftsorientierten Unternehmensprognose.

4. Umsetzung des § 18 KWG in der bankwirtschaftlichen Praxis: Der Fokus liegt hier auf dem Einsatz moderner DV-gestützter Instrumente, die es ermöglichen, die gesetzlichen Anforderungen in einem Massengeschäft effizient zu bewältigen.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Verantwortung der Kreditinstitute gegenüber der Volkswirtschaft und der Notwendigkeit einer standardisierten Bonitätsbeurteilung.

Schlüsselwörter

§ 18 KWG, Kreditvergabe, Jahresabschluss, Kreditwürdigkeitsprüfung, Bilanzanalyse, Bilanzkritik, Unternehmensprognose, Cashflow, Bankenaufsicht, Bonitätsbeurteilung, Kreditengagement, Finanzierung, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit primär?

Die Arbeit thematisiert die gesetzlichen Anforderungen des § 18 KWG, die Banken verpflichten, bei der Vergabe von Krediten ab einer bestimmten Höhe die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer bilanzierenden Kunden eingehend zu prüfen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben den rechtlichen Grundlagen stehen die methodischen Schritte der Bilanzanalyse, die kritische Würdigung der Ergebnisse sowie die praktische Umsetzung mittels IT-gestützter Systeme im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kreditinstitute durch eine strukturierte Auswertung von Kreditunterlagen die gesetzliche Offenlegungspflicht erfüllen und gleichzeitig ihr eigenes Kreditrisiko minimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung bankbetrieblicher Prozesse, ergänzt um Beispiele aus der Praxis wie der Einzelbilanzanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Bilanzprüfung (Analyse, Kritik, Prognose) und die praktische Anwendung in der Bankwirtschaft.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die zentralen Begriffe sind Kreditwesengesetz, Offenlegungspflicht, Bonitätsanalyse und Risikomanagement.

Warum ist eine Unternehmensprognose für die Bank so wichtig?

Da eine Kreditvergabe nicht nur die aktuelle wirtschaftliche Lage berücksichtigt, sondern die Sicherstellung der Zins- und Tilgungsleistung über die gesamte Laufzeit erfordert, ist eine Prognose zwingend notwendig.

Welche Rolle spielt die EDV bei der Umsetzung des § 18 KWG?

Aufgrund der großen Masse an zu prüfenden Kreditengagements unterstützen DV-gestützte Systeme die Banken bei der Verwaltung von Fristen und der automatisierten Kennzahlenberechnung.

Inwieweit hilft ein Branchenvergleich bei der Bilanzprüfung?

Der Branchenvergleich ermöglicht es, das zu untersuchende Unternehmen ins Verhältnis zu Durchschnittswerten zu setzen, um ungewöhnliche Entwicklungen oder Sondersituationen schneller zu identifizieren.

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Details

Title
Berücksichtigung des § 18 KWG im Rahmen der Kreditvergabe an bilanzierende Unternehmen
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
1,0
Author
Tanja Hollederer (Author)
Publication Year
2005
Pages
8
Catalog Number
V44213
ISBN (eBook)
9783638418591
Language
German
Tags
Berücksichtigung Rahmen Kreditvergabe Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Hollederer (Author), 2005, Berücksichtigung des § 18 KWG im Rahmen der Kreditvergabe an bilanzierende Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44213
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