Die Bedeutung von Corporate Social Responsibility im Rahmen einer erfolgreichen Unternehmensführung


Hausarbeit, 2016

28 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1 Corporate Social Responsibility
2.1.1 Definition
2.1.2 CSR und Nachhaltige Entwicklung
2.2 Unternehmensführung
2.2.1 Hierarchieebenen der Unternehmensführung
2.2.2 Prozess der Unternehmensführung
2.2.3 Führungsebenen

3. CSR in der Unternehmensführung
3.1 Integration von CSR in die Unternehmensführung
3.2 Phasen des Unternehmens hin zum nachhaltig agierenden Unternehmen ..
3.3 Nutzen von CSR
3.4 Treiber von CSR
3.5 Erfolgsfaktoren für die Integration von CSR in die Unternehmensführung

4. Fazit

Quellenverzeichnis

ITM-Checkliste

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Das dreidimensionale Dreieck der nachhaltigen Entwicklung

Abbildung 2: Ebenen der Unternehmensführung

Abbildung 3: Prozess der Unternehmensführung

Abbildung 4: Wesentlichkeitsmatrix

Abbildung 5: Aspekte zur Integration von CSR

Abbildung 6: Phasen hin zu einem nachhaltigen Unternehmen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Begriffe Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsi- bility (CSR) sind durch Diskussionen über Klimawandel, Ressourcenverknappung und demografischer Wandel allgegenwärtig1. Eine Nachhaltige Entwicklung stellt ein Leit- bild dar, welches für eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung der Menschheit plä- diert2. Die Gesellschaft mit ihren verschiedenen Akteuren verlangt von Unternehmen immer mehr ein verstärktes Handeln in Richtung ökologischer, ökonomischer und so- zialer Nachhaltigkeit. Der Druck von extern steigt, unternehmerische Verantwortung - Corporate Social Responsibility (CSR) - ist zu einem bedeutsamen Thema in der Un- ternehmensführung geworden mit der Vision eines wirtschaftlich tragfähigen Unter- nehmens, welches soziale Verantwortung übernimmt und die Schonung von Umwelt- ressourcen in sein Handeln integriert3.

Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen, welche sich mit dem Thema ausei- nander setzen müssen. Bereits ein Großteil der Unternehmen ist aktiv und unternimmt Aktivitäten in diesem Bereich. Allerdings oft noch partiell und ohne vorhandenes Sys- tem, sodass der Nutzen der Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung nicht oder nur wenig sichtbar ist. Es passieren einzelne Maßnahmen, aber das Konzept CSR ist nicht in die Unternehmensführung integriert. Doch damit das Konzept CSR auch Erfolgsfaktor für ein Unternehmen ist, muss es in die Unternehmensführung inte- griert werden, wodurch beide Seiten, das Unternehmen und seine Umwelt, Vorteile aus dem Konzept ziehen.

Welche Bedeutung CSR für ein Unternehmen hat und wie CSR erfolgreich in ein Unternehmen integriert werden kann, soll in der vorliegenden Hausarbeit gezeigt werden. Um das Ziel zu erreichen, sollen folgende Leitfragen geklärt werden:

- Was bedeutet CSR?
- Was versteht man unter Unternehmensführung?
- Welchen Nutzen hat das Unternehmen von der Integration von CSR? Wie wird CSR in ein Unternehmen integriert?
- Was sind die Treiber im Unternehmen für das Thema?
- Was sind die Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Umsetzung von CSR?

Um das Ziel zu erreichen, werden zunächst im anschließenden Kapitel die Begriffe CSR und Unternehmensführung erklärt. Im dritten Kapitel werden die beiden Begriffe miteinander verknüpft. Es wird erläutert, welchen Nutzen CSR für ein Unternehmen hat und wie CSR im Unternehmen umgesetzt werden kann. Außerdem werden die Phasen, die ein Unternehmen bei der Integration von CSR durchläuft, beschrieben. Es wird näher auf die Treiber des Themas intern und extern eingegangen, bevor an- schließend die Faktoren, welche notwendig sind, um CSR erfolgreich im Unternehmen umzusetzen genannt. Abschließend wird im fünften Kapitel ein Fazit gezogen.

2. Grundlagen

Um später die Verbindung von CSR zum Unternehmen herstellen zu können, wird zunächst näher auf die beiden Begriffe eingegangen.

2.1 Corporate Social Responsibility

Der Begriff CSR hat sich in den letzten Jahren zu einem immer häufiger verwendeten Begriff entwickelt. Was hinter diesem Begriff steht, wird nachfolgend erläutert.

2.1.1 Definition

Die Anzahl an unterschiedlichen Definitionen von CSR ist enorm, gleich haben sie alle die Beziehung zur Gesellschaft. So wird CSR häufig als soziale oder gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens definiert. So definiert die ISO 26.000 CSR als „Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Aktivitäten auf die Gesellschaft und die Umwelt durch transparentes und ethisches Verhalten, das

- Zur nachhaltigen Entwicklung, Gesundheit und Gemeinwohl eingeschlossen, beiträgt;
- Die Erwartungen der Anspruchsgruppen berücksichtigt;
- Anwendbares Recht einhält und im Einklang mit internationalen Verhaltens- standards steht; und
- In der gesamten Organisation integriert ist und in ihren Beziehungen gelebt wird.“4

Die EU-Kommission definiert CSR als „Verantwortung von Unternehmen für ihre Aus- wirkungen auf die Gesellschaft.(…) Damit die Unternehmen ihrer sozialen Verantwor- tung in vollem Umfang gerecht werden, sollten sie auf ein Verfahren zurückgreifen können, mit dem soziale, ökologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherbe- lange in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie integriert werden.“5 Auch der Stakeholderbezug ist in allen Definitio- nen vorhanden. Denn Unternehmen agieren nicht alleine, sondern sind abhängig von ihren Stakeholdern, welche es zu berücksichtigen gilt. Stakeholder bzw. Anspruchs- gruppen sind im engeren Sinne Gruppen oder Individuen, von denen das Unterneh- men abhängig ist, z.B. Kapitalgeber, Vorstand oder Mitarbeiter, und im weiteren Sinne Gruppen oder Individuen, die durch die Aktivitäten des Unternehmens tangiert werden, z.B. Gewerkschaften, Nichtregierungs-Organisationen oder lokale Gemeinden. Diese stehen in Wechselwirkung mit Unternehmen und stellen Anforderungen an dieses, wodurch Unternehmen neben ökonomischer auch soziale und ökologische Verantwor- tung übernehmen müssen6.

Eine Weiterentwicklung des CSR-Begriffs wird in dem Konzept „Shared Value“ von Michael E. Porter und Mark Kramer gesehen. Das Ziel hinter dem Konzept ist, dass Unternehmen ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und gleichzeitig ihr soziales und ökonomisches Umfeld langfristig verbessern. Es werden die unternehme- rischen Interessen mit denen der Gesellschaft und der Umwelt verknüpft7. Des Weite- ren ändert sich die Sichtweise des Unternehmens, weg von einem komplett produkt- zentrierten Unternehmensverständnis hin zu einem kunden- und gesellschaftsorien- tierten Verständnis, wodurch sich langfristig der Unternehmenswert erhöht8. Das Kon- zept basiert darauf, dass Produkte und Märkte neu (weiter-)entwickelt werden, um nachhaltigere Produkte herzustellen, Die Wertschöpfungsaktivitäten neu definiert werden, um die Qualität und Quantität mit Berücksichtigung der Kosten zu verbessern und gleichzeitig natürliche Ressourcen zu schützen, die lokale Wirtschaft ins Unternehmen integriert wird und eine stetige Wechselwirkung entsteht9.

2.1.2 CSR und Nachhaltige Entwicklung

Die Einbeziehung von sozialen und ökologischen Engagement macht CSR zu einem Konzept zur Erreichung einer Nachhaltigen Entwicklung. Eine Nachhaltige Entwicklung ist ein gesamtgesellschaftlich ausgerichtetes Leitbild, welches für eine zukunftsfähige Entwicklung der Menschheit plädiert. Erstmals in der Holzwirtschaft verwendet, tauch- te der Begriff Nachhaltigkeit erneut 1972 in der Publikation „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome und 1987 in dem Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ der Brundtland Kommission auf10. In diesem wurde erstmals ein Konzept zur Nachhaltigen Entwicklung formuliert und definiert11. Demnach ist eine Nachhaltige Entwicklung eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“12.

Dargestellt wird der Begriff Nachhaltigkeit mithilfe des Nachhaltigkeitsdreiecks, wie in Abbildung 1 abgebildet. Es besteht aus den drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales13. Die ökologische Dimension beschäftigt sich mit dem Erhalt der natür- lich verfügbaren Ressourcen, die ökonomische Dimension beinhaltet die langfristige Sicherung der wirtschaftlichen Existenz. Die soziale Dimension umfasst das soziale Kapital der Gesellschaft wie psychische und physische Gesundheit, sozialen und kul- turellen Frieden14. Das Nachhaltigkeitsdreieck stellt die Verbindung der einzelnen Di- mensionen zueinander dar und soll verdeutlichen, dass alle Aspekte zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung wichtig sind. Dabei sind alle drei Aspekte gleichbedeu- tend zu betrachten15.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das dreidimensionale Dreieck der nachhaltigen Entwicklung (Lohre, D. et al. (2015): S. 18)

2.2 Unternehmensführung

Um näher auf den Begriff der Unternehmensführung eingehen zu können, muss zunächst geklärt werden, was unter einem Unternehmen zu verstehen ist.

Schubert et al. beschreibt Unternehmen als wirtschaftliche Einheiten, welche mithilfe der Faktoren Arbeit, Betriebsmittel, und Werkstoffe Leistungen erstellen. Ziel einer Unternehmung ist es, den Gewinn zu maximieren. Dies wird mithilfe von Planung und Zielsetzung erreicht. Entscheidenden Einfluss auf den langfristigen Erfolg ist die Unternehmensumwelt, welche zum einen das Unternehmen mit materiellem und immateriellem Input versorgt und zum anderen den materiellen und immateriellen Output der Unternehmung wieder aufnimmt16.

Hungenberg et al. fasst ein Unternehmen wie folgt zusammen: Ein Unternehmen ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine komplexe Einheit, welche Produkte und Dienst- leistungen herstellt und vermarktet. Dies geschieht auf Basis von Zielen. Um die Ziele zu erreichen, werden Ressourcen eingesetzt. Dazu interagiert das Unternehmen mit seiner Umwelt, beeinflusst diese und wird selbst durch sie beeinflusst. Das unterneh- merische Handeln drückt sich in Kennzahlen aus, welche den Unternehmenserfolg wiederspiegeln17.

Die Einheit Unternehmen besteht aus vielen kleineren Teilbereichen, welche zusam- men das Unternehmen ergeben. Diese Teilbereiche haben unterschiedliche Ziele und Aufgaben. Um die Ziele und Aufgaben der einzelnen Bereiche zu vereinen und als Unternehmen erfolgreich zu sein, gilt es, die Teilbereiche zu koordinieren. Die Koordi- nation ist notwendig, um das Handeln der einzelnen Bereiche auf das Gesamtziel der Unternehmung auszurichten. Des Weiteren müssen die Teilbereiche im Alltag immer wieder so ausgerichtet werden, dass sie möglichst aufeinander abgestimmt arbeiten und die Unternehmensaufgaben möglichst effizient erfüllen. Diese Koordination der einzelnen Bereiche und Ausrichtung auf das Unternehmensziel wird als Unterneh- mensführung oder Management bezeichnet18.

2.2.1 Hierarchieebenen der Unternehmensführung

Die Unternehmensführung findet auf verschiedenen Hierarchieebenen statt. Teil der Unternehmensführung sind Personen, die weisungsbefugt gegenüber anderen Perso- nen sind. Die Gesamtheit an Personen mit Einfluss auf Personen ergibt die interne Führung. Führung findet durch Führungskräfte auf unterschiedlichen Ebenen statt, wie in Abbildung 2 dargestellt. Man unterscheidet zwischen oberen, mittleren und unterem Management. Im unteren Management führen Führungskräfte Mitarbeiter ohne Füh- rungsverantwortung. Ihre Vorgesetzte sind die Führungskräfte der mittleren Ebene. Führungskräfte der oberen Führungsebene nehmen Funktionen ein, die das Gesamt- unternehmen betreffen.19

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ebenen der Unternehmensführung (eigene Darstellung nach Hungenberg et al. (2015): S. 21)

2.2.2 Prozess der Unternehmensführung

Die verschiedenen Führungsebenen führen, indem sie Entscheidungen treffen. Die Entscheidungen dienen dazu, die Arbeit der Menschen im Unternehmen zu koordinie- ren und das Unternehmen weiterzuentwickeln. Der Prozess der Unternehmensführung kann mithilfe eines Entscheidungsprozesses dargestellt werden. Dieser ist unterteilt in die Phasen Planung, Steuerung und Kontrolle, wie in Abbildung 3 dargestellt, unterteilt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Prozess der Unternehmensführung (Quelle: Eigene Darstellung nach Hungenberg et al. (2015): S. 22)

Innerhalb der Planungsphase wird festgelegt, was erreicht werden soll und wie dies geschehen soll. Es werden Ziele definiert und Maßnahmen festgelegt, die zur Zielerreichung dienen. Die nächste Phase umfasst die Steuerung. In dieser Phase werden Ziele in Aufgaben umgesetzt, welche an die Mitarbeiter zur Bearbeitung herangetragen werden. Die letzte Phase umfasst die Kontrolle. Sie überprüft den Erfolg der Ziele, ob diese erreicht wurden. Falls dies nicht der Fall ist, werden an dieser Stelle neue Maßnahmen ergriffen. Die Kontrollphase schließt den Führungsprozess ab, ist aber gleichzeitig wiederum Ausgangspunkt für die neue Planung20.

2.2.3 Führungsebenen

Die Unternehmensführung kann in die drei Betrachtungsebenen normativ, strategisch und operativ unterteilt werden. Die normative Unternehmensführung gibt dem Unter- nehmen die Identität und die Daseinsberechtigung. Sie legt den Zweck und das Ziel einer Unternehmung fest und verknüpft diese mit den Werten des Unternehmens. Dies geschieht mit der Definition der Vision, der Mission und den grundlegenden Zielen des Unternehmens21.

[...]


1 Vgl. FH Münster (2012), S. 6.

2 Vgl. Aachener Stiftung Kathy Beysa 2015.

3 Vgl. BMU/econsense/CSM 2007, S. 3

4 ISO 26000 (2011), S. 17.

5 EU-Kommission (2011), S. 7.

6 Vgl. Wentges, P. (2002), S. 91.

7 Vgl. D’heur, M. (2015), S. 345.

8 Vgl. Gastinger, K. et al. (2015), S. 288.

9 Vgl. D’heur, M. (2015), S. 345.

10 Vgl. Aachener Stiftung Kathy Beysb (2015).

11 Vgl. Thul, M. et al. 2007, S. 12.

12 Aachener Stiftung Kathy Beysc (2015).

13 Vgl. Lohre, D. et al. (2015), S. 18.

14 Vgl. Thul, M. et al. (2007), S. 13.

15 Vgl. Lohre, D. et al. (2015), S. 18.

16 Vgl. Bürkle (2005), S. 378f.

17 Vgl. Hungenberg et al. (2015), S. 18.

18 Vgl. Hungenberg et al. (2015), S. 18.

19 Vgl. Hungenberg et al. (2015), S. 20.

20 Vgl. Hungenberg et al. (2015), S. 21ff.

21 Vgl. Bergmann, R. et al. (2012), S. 24.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung von Corporate Social Responsibility im Rahmen einer erfolgreichen Unternehmensführung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Dortmund früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
28
Katalognummer
V442182
ISBN (eBook)
9783668804661
ISBN (Buch)
9783668804678
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, corporate, social, responsibility, rahmen, unternehmensführung
Arbeit zitieren
Christin Wessels (Autor), 2016, Die Bedeutung von Corporate Social Responsibility im Rahmen einer erfolgreichen Unternehmensführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442182

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