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Venationes. Über die Tierhetzen in der Antike

Title: Venationes. Über die Tierhetzen in der Antike

Seminar Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jasmin Pöltl (Author)

World History - Early and Ancient History
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Diese Proseminararbeit wurde im Rahmen des Proseminars zur Alten Geschichte vom Sommersemester 2017 geschrieben. Sie beschäftigt sich mit dem Thema "Venationes - Über die Tierhetzen in der Antike". Zu Beginn der Arbeit möchte ich kurz den Begriff Tierhetzen (venationes) erläutern und zeitlich deren Ursprung eingrenzen. Danach werde ich mich mit den Tiere, deren Herkunft und den Transportmöglichkeiten beschäftigen. Dabei gehe ich dann genauer auf die Tiere, die Jagd nach diesen wilden Tieren, sowie den Transport und Verschiffung dieser ein. Der dritte Abschnitt der Seminararbeit behandelt das eigentliche Schauspiel (ludi), in dem ich auf den Ablauf der Tierhetzen und die verschiedenen Arten der venationes eingehen werde. Nachstehend werde ich noch erläutern, was mit den Leichen und Kadavern passierte. Abschließend werde ich die wichtigsten Eckpunkte der Proseminararbeit zusammenfassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Einleitung

3 Die Tiere

3.1 Welche Tiere wurden herbeigeschafft?

3.2 Wie wurden sie gefangen und transportiert?

4 Venationes

4.1 Das Morgenprogramm: Tierhetzen und Tierkämpfe

4.2 Nach der Vorstellung: Wohin mit den Tierkadavern?

5 Conclusio

6 Bibliographie

6.1 Primärquellen

6.2 Sekundärquellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historischen Hintergründe, die Organisation und den Ablauf der sogenannten Venationes (Tierhetzen) im Römischen Reich. Sie beleuchtet dabei kritisch sowohl die Beschaffungswege der exotischen Tiere als auch deren Einsatz als Instrument der Machtdemonstration und der Unterhaltung im antiken Arena-Spektakel.

  • Etymologie und Ursprung der Venationes
  • Beschaffung, Transport und Haltung der Tiere
  • Ablauf und Inszenierung der Tierhetzen und Tierkämpfe
  • Umgang mit Tierkadavern und Verwertung nach den Vorstellungen
  • Soziale und politische Funktion der Spiele im Römischen Reich

Auszug aus dem Buch

3.1 Welche Tiere wurden herbeigeschafft?

Wie schon zuvor beschrieben, wurden zumeist wilde und vor allem exotische Tiere wie etwa Löwen, Tiger, Leoparden, Panther, Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Antilopen, aber auch einheimische Tiere wie Stiere, Bären, Eber und Hunde eingefangen. Dabei unternahm man große Reisen nach Afrika, Indien und Äthiopien.

Anfangs fing man die Tiere in heimischen Gebieten und Landstreifen. Da jedoch bei den ludi immer mehr und vor allem exotischere Tiere angefordert wurden, ist in den Quellen ein Rückgang der wild lebenden Tiere festgehalten. Die Kultivierung großer Landflächen für Getreideanbau, Oliven- oder Weinanbau schadete den Tieren und verdrängte sie von ihrem angestammten Lebensraub. Somit mussten sich viel mehr Tiere in einem Gebiet aufhalten und wurden dort auch noch von Jägern gejagt, was auch in manchen Regionen zu einem enormen Rassensterben dieser exotischer Wesen führte.

Wenn man sich die Quellenlage zu diesem Thema genauer anschaut, bemerkt man auch den enormen finanziellen Aufwand, der hinter solchen Schauspielen wie den Tierhetzen stecken musste. Aufgrund der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und schwankender Preise im Römischen Reich erließ Kaiser Diokletian (284−305 n. Chr.) im Jahr 301 n. Chr. ein sogenanntes Höchstpreisedikt. Dieses legte auch die Transport- und Kaufpreise wilder und exotischer Tiere fest. Demzufolge kostete zum Beispiel ein Löwe 125 000 bis 150 000 Denare, ein Leopard 70 000 oder ein Bär zwischen 20 000 bis 25 000 Denare. Pflanzenfresser wie Strauße oder Wildscheine waren um einiges billiger.

Aufgrund der Inflation kann man ab dem 3. Jh. n. Chr. eine kleine Wende in der Tierauswahl erkennen. Man ging großteils weg von den Fleischfressern und kaufte vermehrt Pflanzenfresser wie Hirsche, Steinböcke, Gazellen oder Strauße ein, um etwas Geld zu sparen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Verfasserin erläutert ihre Motivation zur Themenwahl und gibt einen Überblick über den geplanten Aufbau der Arbeit.

2 Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Venationes im Kontext der römischen Freizeitkultur und widerlegt die Annahme, dass diese Spiele rein aufgrund christlicher Einflüsse an Bedeutung verloren hätten.

3 Die Tiere: Hier wird das Spektrum der eingesetzten Tiere sowie deren aufwendige Beschaffung, der schwierige Transport und die wirtschaftlichen Aspekte der Tierhaltung beleuchtet.

4 Venationes: Das Hauptkapitel beschreibt den Ablauf der Spiele, die Rolle als Machtinstrument und die logistische Bewältigung der Tierkadaver nach den Veranstaltungen.

5 Conclusio: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Bedeutung der Venationes als zentraler Bestandteil römischer Ludi unterstrichen.

6 Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Venationes, Tierhetzen, Römische Spiele, Arena, Ludi, Bestiarii, Venatores, Damnatio ad bestias, Antike, Exotische Tiere, Gladiatoren, Tierhaltung, Kaiser Augustus, Diokletian, Gladiatorenspiele

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den antiken Tierhetzen, den sogenannten Venationes, und ihrer Bedeutung für die römische Gesellschaft und Kultur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Herkunft der Tiere, deren Transport unter widrigen Bedingungen, der Ablauf der Arena-Kämpfe und die Entsorgung beziehungsweise Verwertung der Tierkadaver.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein umfassendes Bild über die logistische Planung und die ideologische Bedeutung der Tierhetzen in der Antike zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und quellenbasierte Analyse, bei der antike Schriftzeugnisse und moderne wissenschaftliche Sekundärliteratur ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der konkrete Ablauf der Spiele, die verschiedenen Kampfarten sowie die ökonomischen und organisatorischen Herausforderungen der Tierbeschaffung detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Venationes, Arena, Bestiarii, Ludi und das Römische Reich.

Wie gingen die Römer mit den Kadavern nach den Spielen um?

Kadaver wurden entweder aus der Arena entfernt und in Schluchten entsorgt oder teilweise als Fleischquelle an die ärmere Bevölkerung verteilt.

Welche Rolle spielte Kaiser Augustus für die Venationes?

Kaiser Augustus nutzte die Venationes intensiv als politisches Machtinstrument, dokumentierte seine Ausgaben dafür in den "Res Gestae" und förderte die Zurschaustellung exotischer Tiere bei Gebäudeeinweihungen.

Warum änderte sich die Tierauswahl ab dem 3. Jahrhundert?

Aufgrund der Inflation und der schwierigen wirtschaftlichen Lage wurden zunehmend günstigere Pflanzenfresser anstelle der teuren Raubtiere eingesetzt.

Wie wurden Tiere für die Spiele gefangen?

Dies erfolgte meist durch Jäger und Soldaten, die durch Fallen, Netzmethoden oder Treibjagden mit Fackeln die Tiere lebend zu fangen versuchten.

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Details

Title
Venationes. Über die Tierhetzen in der Antike
College
University of Applied Sciences Burgenland
Course
Proseminar zur Alten Geschichte
Grade
2
Author
Jasmin Pöltl (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V442213
ISBN (eBook)
9783668808874
ISBN (Book)
9783668808881
Language
German
Tags
Venationes Tierhetzen Römer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Pöltl (Author), 2018, Venationes. Über die Tierhetzen in der Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442213
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