Virtuelle Währungen. Chancen und Risiken am Beispiel Bitcoin


Bachelor Thesis, 2018
72 Pages, Grade: 1,3

Excerpt

Inhaltsverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und V orgehensweise

2 W ahrungen und Zahlungstechnologien
2.1 Geldarten
2.2 Funktionen des Geldes
2.2.1 Tausch- und ZaMungsmittelfunktion
2.2.2 Wertaufbewahrungsfunktion
2.2.3 Recheneinheitsfunktion
2.3 Die Entwicklung von Geld zur Kryptowahrung
2.4 Grundlagen von Bitcoin
2.4.1 Blockchain
2.4.2 Bitcoin-Adressen
2.4.3 Transaktionen
2.4.4 Konsensus
2.4.5 Mining
2.4.6 Wertschopfung
2.4.7 Wallets

3 Wirkungsfeld von Bitcoins
3.1 Wertentwicklung
3.2 Image
3.3 Anwendungsbereiche in Deutschland
3.4 Chancen und Risiken
3.4.1 Anonymitat
3.4.2 Blockchain-Attacken
3.4.3 Hackerangriffe
3.4.4 Regulierung
3.4.5 Investitionsobj ekt
3.4.6 Konsumentenschutz und rechtliche Einordnung
3.5 Zukunftige Bedeutung der virtuellen Wahrung Bitcoin

4 Fazit

Quellenverzeichnis

Internetquellenverzeichnis

Abkiirzungsverzeichnis

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Geldformen nach Samuelson/Nordhaus (2007)

Abbildung 2: Entwicklung der Miinzen seit Einfuhrung des Euro

Abbildung 3: Entwicklung der Banknoten seit Einfuhrung des Euro

Abbildung 4: Das Prinzip der Blockchain

Abbildung 5: Kursentwicklung BTC/USD im Zeitraum 01.01.-30.06.2017

Abbildung 6: Kursentwicklung BTC/USD im Zeitraum 01.07.-31.12.2017

Abbildung 7: Kursentwicklung BTC/USD im Zeitraum 01.01.-31.05.2018

Abbildung 8: Google-Trend-Analyse zum Begriff ,Bitcoin‘

Abbildung 9: Hashrate-Verteilung auf die Mining-Pools

Abbildung 10: Kursentwicklung BTC/USD von April 2013 bis April 2018

Abbildung 11: Kursentwicklung EUR/USD von April 2013 bis April 2018

1 Einleitung

1.1 Problemstelhing

Der Einfluss virtueller Wahrungen und Zahlungstechnologien nimmt sowohl im Finanz- markt als auch unter Verbrauchem1 stetig zu. Eine Umfrage der Untemehmensberatung BearingPoint zum Thema ,Virtuelle Wahrungen und Zahlungstechnologien2 zeigt, dass 72 % der Befragten diese innovativen Zahlungsmethoden und Wahrungen kennen oder von ihnen gehort haben. Dabei ist die namhafteste virtuelle Wahrung Bitcoin mit 80 %, gefolgt von Pay Coin (27 %) und BitShares (15 %).3 Allerdings haben der Studie zufolge auch erst 5 % der Verbraucher mit virtuellem Geld bezahlt.

Bitcoins (BTC) sind digitale Zahlungsmittel, die 2008 von einem Entwickler oder Ent- wicklerteam unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erfunden wurden und auf dem Grundgedanken basieren, eine Wahrung zu schaffen, die virtuell erzeugt und gehandelt wird.4 Diese weltweit erste Kryptowahrung soil ein autonomes Geldsystem hervorbrin- gen, das autark von Staaten, Banken oder anderen Behorden fimktioniert, Transaktionen beschleunigt und Kosten minimiert.[4] Fur die praktische Umsetzung brachte Nakamoto zum Jahreswechsel 2009 eine Software zum Bitcoin-Austausch heraus, jedoch wurde die Wahrung aufgrund des geringen Wertes anfanglich nur erzeugt und nicht genutzt. Der weltweit erste dokumentierte Kauf eines greifbaren Gutes oder Services mit Bitcoin er- folgte am 22. Mai 2010 durch den Amerikaner Laszlo Hanyecz.5 Zu diesem Zeitpunkt war der Wert so gering, dass Hanyecz vier Tage warten musste, bis ihm ein 18-jahriger Englander unter dem Pseudonym ,Jercos‘ fur sein Angebot iiber 10.000 BTC zwei groBe Pizzen im Wert von 20 EUR hat liefem lassen. Dies war ein Meilenstein in der noch jungen Geschichte des Bitcoins, der Wert der beiden Pizzen hatte am 31.05.2018 64.017.000 EUR betragen.6

Durch die 2008 ausgebrochene Finanzkrise - mit geschatzten volkswirtschaftlichen Scha- den von rund 3,8 Billionen EUR die groBte seit der Weltwirtschaftskrise 1929 - wurden die Geld- und Finanzinstitute fundamental erschiittert.7 Die Aktienmarkte kollabierten und die Kreditvergabe kam zum Erliegen. Aufgrund der unklaren Zukunft blieben Inves- titionen aus und Banken erlitten Verluste.8 Durch diese Folgen und aus Angst vor weite- ren Zusammenbriichen oder Insolvenzen im Bankensektor sank das Vertrauen in die Sta­bility von Staaten sowie in die Soliditat von Finanzinstituten.9 Das Vertrauen bildet al- lerdings eine existenzielle Grundvoraussetzung fur funktionierende Kreditmarkte - ohne dieses konnen sie nicht funktionieren.

In dem von Satoshi Nakamoto 2008 veroffentlichten Whitepaper ,Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System' wird das traditionelle Finanzsystem kritisiert und auf Verletzun- gen des Vertrauens durch zentrale Behorden und folglich auch durch konventionelle Wahrungen hingewiesen.10 Der Zeitpunkt der Veroffentlichung im Oktober 2008 ist fur die Befurworter des Bitcoins kein Zufall, sondem aufgrund der ausgebrochenen Finanz­krise im gleichen Jahr bewusst gewahlt.11 Mit der Implementierung des Bitcoins im nach- folgenden Jahr wurde aus der Idee einer virtuellen Wahrung eine mogliche Alternative zum Zentralbankgeld geschaffen. Das Vertrauen in zentrale Instanzen sowohl als finanz- politischer Regulator als auch als Aufsichtsorgan wird bei Kryptotransaktionssystemen durch das Vertrauen in einen Computeralgorithmus und damit in die obligatorischen Ge- setze der Mathematik ersetzt.12 Zudem wurde im Bitcoin-Code die Geldmenge auf 21 Millionen Bitcoins beschrankt, was der Wahrung einen deflationaren Charakter verleiht und zugleich einen der Nachteile von Fiat-Wahrungen, mithin die unendliche Geldschop- fung, verhindem soil.13 Durch den erwahnten Vertrauensverlust und anlasslich des Dis- kurses, ob Privatkunden und Wirtschaftsuntemehmen mit ihren Einlagen bei den Banken haften sollten, gewann die auBerhalb des Systems von Staaten und Banken existierende, nicht regulierte Wahrung direkt zu Beginn an Popularity.14

Auch wenn Bitcoin von den Regierungen in vielen Landem weltweit toleriert wird und seit iiber acht Jahren verfugbar ist, steckt die Technologie in den Kinderschuhen und die zukiinftige Entwicklung ist ungewiss. Zwar ist sie, trotz Imageproblemen und einer Viel- zahl von Konkurrenzwahrungen, die am starksten frequentierte virtuelle Wahrung. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob die Entwicklung so weit gehen wird, dass in Zukunft mehr Handler das digitale Zahlungsmittel akzeptieren, Endverbraucher Bitcoin als regu- lares Geldmittel verwenden und Banken diese transferieren. Bitcoin-Unterstiitzer erhof- fen sich einen revolutionaren Zusammenbruch des Finanzmarktes, der bisher allerdings ausblieb. Ob es dazu kommen wird, lasst sich nicht vorhersagen.

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

In der Fachliteratur existiert bereits eine hohe Anzahl an wissenschaftlichen Abhandlun- gen zu virtuellen Wahrungen im Bereich der Informatik, die sich u. a. mit den technischen Aspekten im Bereich der Verschlusselung und der Hashwert-Berechnung befassen. Im okonomischen Kontext wurde Bitcoin bislang weniger Beachtung geschenkt.

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, am Beispiel von Bitcoin ein Verstandnis fur die grundlegenden Aspekte dezentraler, virtueller Wahrungen zu vermitteln und mittels Ge- gemiberstellung der Chancen und Risiken zu analysieren, von welchen Aspekten Angebot und Nachfrage abhangen. Um dies am Ende bewerten zu konnen, werden folgende Fra- gestellungen behandelt: Wie ist die Akzeptanz von Bitcoin aktuell in Deutschland? Was sind die Erfolgsfaktoren? Welchen Risiken steht ein potenzieller Nutzer gegeniiber? Wel- che Faktoren beeinflussen das Vertrauen in virtuelle Wahrungen? Die Sekundarforschung soil eine moglichst prazise Beantwortung der Forschungsfragen und somit der Zielerrei- chung erlauben.

In Kapitel zwei wird zunachst fur die Einordnung von virtuellen Wahrungen geklart, was Geld ist, in welchen Formen es auftritt und welche Funktionen es hat. Mit dieser theore- tischen Grundlage erfolgt ab Unterkapitel 2.4 eine genauere Betrachtung von Bitcoin. Das Verstandnis fiir die technische Funktionsweise ist ausschlaggebend, um das Bitcoin-Sys- tem zu begreifen. Die Grundidee der Kryptografie sowie die Wertschopfung von Bit- coins, deren Transaktionen und die Blockchain werden erklart. Auf diese Weise kann nun der praktische Einsatz von Bitcoin verstandlich beschrieben werden.

Darauffolgend befasst sich das dritte Kapitel mit dem Wirkungsfeld von Bitcoin. Dabei werden zunachst die Wertentwicklung und femer das Image sowie die Anwendungsbe- reiche in Deutschland untersucht. AnschlieBend werden mittels Sekundarforschung die Chancen und Risiken herausgearbeitet. Dabei geht es zum einen um die Anonymitat, Blockchain-Attacken und mogliche Ziele fiir Hackerangriffe. Dies ist auch fur Trader und Spekulanten relevant, da Bitcoin als Investitionsobjekt verwendet werden kann. Zum an- deren hat die rasante Entwicklung Einfluss auf verschiedene Lebensbereiche, u. a. auf den Zahlungsverkehr. Daher werden im weiteren Verlauf der Eingriff durch Regierungen in Form von Regulierungen, der Konsumentenschutz und die rechtliche Handhabung the- matisiert. Im Anschluss daran erfolgt eine Bewertung zur Fragestellung uber die zukunf- tige Bedeutung der virtuellen Wahrung Bitcoin.

Kapitel vier bildet den Abschluss dieser Studie und beinhaltet eine Zusammenfassung und einen Zukunftsausblick. Es erfolgen eine Reflektion der Zielsetzung und eine kriti- sche Wiirdigung, in der die Erreichung der Ziele uberpruft wird.

2 Wahrungen und Zahlungstechnologien

Der Begriff ,Geld‘ ist allgegenwartig im taglichen Leben. Die meisten Personen assozi- ieren damit zunachst Miinzen und Banknoten. Nahezu jeder nutzt es, ohne sich indessen Gedanken dariiber zu machen, was im okonomischen oder auch rechtlichen Sinne bei der Verwendung tatsachlich geschieht.

In der heutigen Wirtschaft wird ein Vermogensgegenstand, mit dem Guter ungleicher Beschaffenheit ausgetauscht werden konnen und der folglich die Tauschmittelfunktion erfullt, als Geld bezeichnet. Eine einheitliche Definition des GeldbegrifFs in den Wirt- schaftswissenschaften fehlt.15 John Hicks formulierte es einst als „Money is what money does“16. Dabei stehen nicht die intrinsischen Eigenschaften des Mediums Geld im Fokus, sondem die Funktionen. Aus okonomischer Sicht wird Geld als all das definiert, was zur Bezahlung von Gutem und Dienstleistungen wie auch zur Tilgung von Schulden akzep- tiert wird. Konkretisiert wird diese Definition durch die drei Funktionen des Geldes als

Tausch- und Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und als Recheneinheit, auf die in Unterkapitel 2.2 naher eingegangen wird.17

Eine Wahrung ist das staatlich geregelte Geldwesen eines Landes. Die Herausgabe erfolgt durch Emittenten; dabei handelt es sich in der Regel um staatlich beauftragte Zentralban- ken. Sie werden gesetzlich beauftragt, die Wahrung herzustellen und zu emittieren, um so iiber die Geldmenge eine Preisstabilitat gewahrleisten zu konnen.18 Kryptowahrungen werden bisher ausschlieBlich von privaten Nutzem emittiert, eine Abhangigkeit von staat- lichen Institutionen existiert hierbei nicht. GemaB dieser Definition handelt es sich bei Bitcoin nicht um eine Wahrung, sondem um eine Werteinheit. In den USA hat sich den- noch von Beginn an die Begrifflichkeit,Virtual Currency[6] eingebtirgert. Diese wurde di- rekt in virtuelle Wahrungen iibersetzt und hat sich gleichsam auf dem deutschen Markt etabliert.19 Aufgrund der Gebrauchsgelaufigkeit wird in dieser Abhandlung der Begriff ,Wahrung[6] fur Bitcoin herangezogen.

2.1 Geldarten

Im Laufe der Zeit haben sich die Erscheinungsformen des Geldes gewandelt. Die Defini­tion von Samuelson und Nordhaus (2007) beschreibt eine Evolution vom Natural-/Wa- rengeld zu Zeiten des Tauschhandels etwa im Jahre 10.000 vor Christus fiber Gold um ca. 2.000 vor Christus, hiemach fiber Mttnzen und Papiergeld zu stoffwertlosem Buch- bzw. Giralgeld. Das Bar- und Buchgeld wird dabei als Kreditgeld bezeichnet. Abbildung 1 veranschaulicht die Unterscheidung in:20

- Natural-/Warengeld: allgemeines Tauschmittel mit eigenem Gebrauchswert, z. B. Tiere, Lebensmittel, Perlen;
- Bargeld: Mfinzen mit Pragung und Papiergeld mit aufgedrucktem Wert; diese be- ziehen ihren Wert aus der allgemeinen Akzeptanz und dem begrenzten Angebot;
- Buch-/Giralgeld: Sichtguthaben bei Noten- oder Geschaftsbanken durch die Kre- ditgewahrung oder durch Einzahlung von Bargeld.

Abbildung 1: Geldformen nach Samuelson/Nordhaus (2007)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Samuelson/Nordhaus, Volkswirtschaftslehre, 2007, S. 719

Beim Kreditgeld handelt es sich urn ein allgemein anerkanntes Zahlungsmittel in Form von Bar- und Buchgeld, wobei der Nennwert den Materialwert des fast stoffwertlosen Bargelds und des Buchgelds, das keinen Eigenwert hat, im Allgemeinen ubersteigt. In der Okonomie gehoren zum Kreditgeld auch die sogenannten Fiat-Wahrungen, wie beispiels- weise Euro und US-Dollar. Der Ursprung geht zuriick auf das englische Wort ,Fiat Mo­ney[4]. Dabei handelt es sich urn Geld, das durch Regierungen kontrolliert wird und nicht notwendigerweise durch andere Wahrungen oder Rohstoffe gedeckt sein muss - es be- steht somit keine Einldseverpflichtung seitens des Emittenten.21 Die Akzeptanz ist aus- schlieBlich durch gesetzliche Vorschriften geregelt und begriindet sich auf dem Vertrauen in die Papierwahrung. Wenn dieses fehlt, besitzt das Geld in der Praxis keinen Wert. Horst Gischer, Professor fiir Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universitat Mag­deburg, beschreibt dies wie folgt: „Geld wird nicht akzeptiert, weil es Wert hat, sondem es hat Wert, weil es akzeptiert wird.“22

In Deutschland sowie im gesamten Euro-Wahrungsgebiet gilt der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel. Dadurch ist die hiesige Wirtschaft zur Annahme des Bargeldes in Form von Munzen und Banknoten verpflichtet. Gesetzlich eingeschrankt wurde dabei die Zah- lung mit Geldmunzen. Im deutschen Mtinzgesetz ist unter § 3 Abs. 1 MunzG (kurz: § 3 I MiinzG) geregelt, dass kein Glaubiger dazu verpflichtet ist, mehr als 50 Munzen oder

Miinzen im Wert von iiber 200 EUR pro Zahlung zu akzeptieren. Demgegeniiber gibt es bei Banknoten keine Mengenbegrenzung, sondem jeder Glaubiger muss zur Erfullung seiner Forderung vom Schuldner zur Tilgung seiner Geldschuld Banknoten in unbegrenz- tem Umfang akzeptieren, vgl. § 14 Abs. 1 Satz 2 BBankG (kurz: § 14 12 BBankG).

Die Regierungen der einzelnen Mitgliedstaaten der Euro-Wahrungsunion zeichnen sich fur die Ausgabe der Mtinzen nach einer Priifung durch die Europaische Zentralbank (EZB) verantwortlich. In Deutschland ist diese Aufgabe dem Bundesministerium der Fi- nanzen zugeordnet. Sie lassen die Munzen in funf Pragestatten in Deutschland herstellen und verkaufen diese an die Deutsche Bundesbank, die sie dann in Umlauf bringt.23 Im Januar 2002 wurden zur Einfuhrung des Euro 38,1 Milliarden Munzen mit einem Ge- samtwert von 12,3 Milliarden EUR gepragt - nach iiber 15 Jahren befinden sich im Juni 2017 123,7 Milliarden Munzen mit einem Wert von 27,4 Milliarden EUR im Umlauf, was in Abbildung 2 visualisiert wird.24 Die Mengenentwicklung in den vergangenen Jah­ren ist dabei mit 325 % starker ausgepragt als die Wertentwicklung mit 224 %.

Abbildung 2: Entwicklung der Munzen seit Einfuhrung des Euro

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an European Central Bank, Banknotes and coins circulation, 2017, o. S.

Anders verhalt es sich bei den Banknoten, zu deren Ausgabe lediglich die EZB und die nationalen Zentralbanken berechtigt sind. In Deutschland besitzt dieses Recht ausschliefi- lich die Deutsche Bundesbank. Bevor sie jedoch neue Banknoten durch Herausgabe an die Geschaftsbanken im Umlauf bringen darf, muss dies von der EZB legitimiert wer- den.25 Das sogenannte Eurosystem, bestehend aus der EZB und den nationalen Zentral­banken der Euro-Wahrungsunion, muss den Euro aufgrund seiner Prasenz als Fiat-Wah- rung nicht mit anderen Vermogensgegenstanden decken. Dadurch kann es seine Anleihen in seiner eigenen Wahrung, dem Euro, immer bedienen und folglich in Euro nicht illi- quide werden. Zum Zeitpunkt der Einfuhrung des Euro waren 7,8 Milliarden Euroscheine mit einem Wert von 221,5 Milliarden im Umlauf; im Juni 2017 sind es 20,5 Milliarden mit einem Wert von 1,1 Billionen.26 Die mengenmaBige Entwicklung ist dabei mit 263 % im Verhaltnis zur wertmafligen Entwicklung mit 513 % gering (vgl. Abbildung 3).

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Entwicklung der Banknoten seit Einfuhrung des Euro

Quelle: In Anlehnung an European Central Bank, Banknotes and coins circulation, 2017, o. S.

Die dritte Studie der Deutschen Bundesbank zum Thema ,Zahlungsverhalten in Deutsch­land 2014‘ hat ergeben, dass das Bargeld am Point-of-Sale mit 53 % trotz eines jahrlichen Riickgangs von 0,8 Prozentpunkten zwischen 2008 und 2014 das am meisten verwendete Zahlungsinstrument reprasentiert.27 Dies gilt indes nur noch fur Kleinstbetrage - ab einem Transaktionswert von 50 EUR werden unbare Zahlungsinstrumente wie die Bankkarte haufiger als Zahlungsmethode verwendet als das Bargeld.28 Das dahinterstehende Buch- geld, auf das mittels Kredit- und Debitkarten zuriickgegriffen wird, hat in den vergange- nen Jahren durch die anhaltende Digitalisierung an Bedeutung gewonnen und gehort zu den am meisten verbreiteten Erscheinungsformen als Zahlungsmittel.29 Im Juni 2017 be- trug das Gesamtvolumen der Sichteinlagen im Euro-Wahrungsgebiet 6,367 Billionen EUR - der Bargeldumlauf war um 82 % mit 1,164 Billionen EUR geringer.30

Buchgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, allerdings wird es aufgrund der Moglich- keit, dass es jederzeit in Bargeld umgewandelt werden kann und somit die Bargeldfiink- tionen erfiillt, in der Okonomie allgemein akzeptiert.31 Das Bankensystem hat seinen Ur- sprung in Italien, weshalb sich fur das Buchgeld auch der Begriff ,Giralgeld‘ (Italienisch: giro = Rundreise) begriindet. Beim bargeldlosen Zahlungsverkehr werden die Sichteinla­gen zu Zahlungszwecken von Bankkonto zu Bankkonto verschoben, was vor allem im Vergleich zum Bargeld bei groBeren Betragen bequemer und sicherer ist.32 Als Zahlungs­instrumente stehen dabei die folgenden zur Verfiigung:33

- Uberweisung: Der Kontoinhaber erteilt der Bank einen Auftrag zur Uberweisung eines bestimmten Betrags uber eine International Bank Account Number (IBAN) an einen bestimmten Zahlungsempfanger; dies ist mit beleghaften (einheitliche, elektronisch lesbare Vordrucke) oder beleglosen Uberweisungen (Terminal oder Online-Banking) moglich.
- Dauerauftrag: Der Kontoinhaber weist seine Bank an, zu regelmaBigen Terminen eine Uberweisung in gleichbleibender Hohe an einen bestimmten Empfanger zu tatigen.
- Lastschrift: Mithilfe einer rechtlichen Legitimation fur einen Einzugsauftrag lasst der Empfanger einen bestimmten Betrag durch seine Bank vom Konto des Zah- lenden abbuchen; dieser kann bis zu acht Wochen nach der Belastung ohne An- gabe von Griinden das Geld zuriickbuchen.
- Bankkarte (Debitkarte): Der Handler best mittels eines elektronischen Kassenter- minals die Kontodaten von der Karte des Kunden aus. Beim Zahlverfahren wird zwischen electronic cash und elektronischem Lastschriftverfahren unterschieden: Bei electronic cash autorisiert der Karteninhaber die Zahlung mit seiner personli- chen Identifikationsnummer (PIN) und es erfolgt ein Abgleich, ob das Konto aus- reichend gedeckt ist. Bei positiver Rtickmeldung erhalt der Verkaufer eine Zah- lungsgarantie. Anders verhalt sich dies beim elektronischen Lastschriftverfahren: Hier erfolgt die Autorisierung durch Unterschrift des Karteninhabers. Ein Konto- abgleich findet nicht statt, weshalb der Handler auch keine Zahlungsgarantie hat.
- Kreditkarte: Die Funktionsweise ist wie bei der Bankkarte, nur erfolgt je nach Kreditkartenart die Belastung des Betrags erst zu einem spateren Zeitpunkt, wodurch der Kunde einen voriibergehenden zinslosen Kredit erhalt.

Unabhangig von der Art des Zahlungsinstruments, ist fur die Ubermittlung und Verrech- nung des Zahlungsverkehrs das Bankensystem zustandig. Es sorgt daflir, dass sich das Kontoguthaben des Zahlungsempfangers entsprechend erhoht und dasjenige des Zahlers vermindert. Die am meisten verwendete Form zur Bezahlung an Kassen im Einzelhandel ist neben dem Bargeld die Bankkarte. Sie bietet zudem die Moglichkeit, unabhangig von den Offnungszeiten der Banken die Sichteinlagen mittels Eingabe der PIN am Geldauto- mat in Bargeld umzuwandeln. Durch die Einzahlung von Bargeld bei einer Geschaftsbank entsteht wiederum unmittelbar Buchgeld. Die Bank kann dieses unter Beriicksichtigung des bei der EZB zu hinterlegenden Mindestreservesatzes von 2 % fur Sichteinlagen und dem eigenen Interesse einer Barreserve verwenden, um anderen Kunden damit einen Kre­dit zu gewahren.34 Eine Barreserve wird eingehalten, um den Auszahlungswunschen der

Kunden gerecht zu werden. Wenn diese beispielsweise bei 8 % liegt, entsteht unter Ein- haltung der Liquiditatsreserve eine Buchgeldschopfung in Hohe von 90 % der urspriing- lichen Einzahlung. Mit dem dadurch in Umlauf gebrachten Geld kann durch das gleiche Vorgehen weiteres Buchgeld geschaffen werden.

Eine weitere zu unterscheidende Geldform ist das elektronische Geld (E-Geld). Die EZB definiert dieses als elektronische Werteinheiten auf geschutzten digitalen Speicherme- dien, mit deren Hilfe Transaktionen nicht tiber Bankkonten getatigt werden mtissen.35 Die Ausgabe von E-Geld unterliegt der Finanzaufsicht, weshalb lediglich die Kreditinstitute zur Ausgabe legitimiert sind. Die nicht vorhandene Verknupfung mit dem Bankkonto fur Zahlungen an diverse Empfanger ist zugleich der essenzielle Unterschied zu anderen Zah- lungsmitteln, wie beispielsweise der Bankkarte. Um Bezahltransaktionen tatigen zu kon- nen, muss vorab E-Geld gegen andere Geldwerte getauscht und auf den Speicher geladen werden, wodurch diese Werteinheiten als vorausbezahltes Inhaberinstrument fimgieren.36 Unterschieden wird dabei von der EZB zwischen zwei Arten von E-Geld:37

- kartengestiitzte Produkte, bei denen durch Vorauszahlung ein Geldbetrag von bis zu 200 EUR in digitalen Werteinheiten auf dem Chip einer Prepaid-Kreditkarte iibertragen wurde;
- softwaregestiitzte Produkte, bei denen digitale Werteinheiten mithilfe einer spezi- ellen Software zur Nutzung von Zahlungen tiber Telekommunikationsnetze wie dem Internet verwendet werden konnen.

Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Mischformen gebildet, da unter Zuhilfenahme von Hardware- und Softwareprodukten (z. B. Kartenleser, Intemetzugang) die kartenge- stiitzten Varianten auch ftir Zahlungen tiber Telekommunikationsnetze genutzt werden konnen. Sobald E-Geld tiber Telekonmumikationsnetze ubertragen wird, handelt es sich um ,Netzgeld‘, unabhangig davon, ob es software- oder hardwaregestiitzt ist.38

Das sich im Umlauf befindende E-Geld ist von umgerechnet zwei Millionen EUR im Jahr 1995 auf 10.575 Millionen EUR im Juni 2017 gestiegen.39 Die Verwendung von E-Geld konnte sich im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte nicht in der von der EZB erwarteten Weise etablieren, sodass das Volumen an E-Geld im Euro-Wahrungsgebiet mit 0,9 % des Bargeldumlaufs fur Wirtschaftsanalysen vemachlassigbar gering ist.40

Mit dem technischen Fortschritt haben sich virtuelle Wahrungen und Zahlungstechnolo- gien wie Online-Uberweisungen und Online-Bezahlsysteme etabliert. Ein Online-Be- zahldienst ist beispielsweise PayPal. Es wird fur die Begleichung von Rechnungen im Online-Handel verwendet, wobei der Dienst mit dem Konto des Nutzers verbunden ist und dieser sich fur die Nutzung nur mit seiner E-Mail-Adresse imd einem Kennwort ve- rifizieren muss. Dadurch sieht der Verkaufer lediglich die E-Mail-Adresse des Kaufers und keine Kontodaten. Die neueste Erscheinungsform bilden die einleitend erwahnten Kryptowahrungen, wie das von Satoshi Nakamoto entwickelte und als ,Bitcoin‘ bezeich- nete System.41 Hierauf wird im spateren Verlauf naher eingegangen - zuvor erfolgt eine Betrachtung der Funktionen des Geldes.

2.2 Funktionen des Geldes

Zu Beginn von Kapitel 2 wurde bereits auf die Geldfunktionen hingewiesen, um darzu- legen, wann ein Gut als Geld bezeichnet und zugleich als Zahlungsmittel akzeptiert wer- den kann. Eine bestimmte Werteinheit wird dabei erst zum gesetzlichen Zahlungsmittel, wenn der Staat sie durch Proklamation zu Geld erklart.42 Damit wird allerdings nur seine Gultigkeit erwirkt, nicht sein Wert.

Bei der fimktionalen Betrachtung des Geldes in einer Volkswirtschaft gilt die Tausch- und Zahhmgsmittelfunktion als bedeutendste. Sie ermoglicht es, Geld gegen jedes belie- bige Gut tauschen zu konnen. Damit eine Akzeptanz als Zahlungsmittel eintritt, miissen femer die Wertaufbewahrungsfunktion und die Recheneinheitsfunktion erfullt sein. Nachstehend wird im Detail erklart, was darunter zu verstehen ist.

2.2.1 Tausch- und Zahlimgsmittelfunktion

In einer reinen Naturaltauschwirtschaft wird zwischen zwei Personen jeweils ein Gut mit einem anderen Gut simultan getauscht. Dies setzt eine Koinzidenz von Bediirfhissen vo- raus, da sich eine Situation ergeben muss, bei der zwei Personen fiir den Tausch auf ihr eigenes Gut verzichten und gleichzeitig das Gut des jeweils anderen begehren.43 Diese eher seltene Konstellation hat hohe Transaktionskosten zur Folge, da entsprechende Tauschpartner gesucht, die passenden Giiter vorhanden sein und diese von Menge sowie GroBe beeinflussten Giiter anschlieBend transportiert werden miissen. Erschwerend fur den unmittelbaren Tausch von Giitem kommt hinzu, dass zur Festlegung des Wertes der Handelsgegenstande ein einheitlicher MaBstab fehlt.

Durch die Einfuhrung des Mediums Geld als anerkanntes Tauschmittel wird der Aus- tausch von Giitem vereinfacht. Der Vorgang des Naturaltauschs wird dabei in die beiden unabhangigen Vorgange Kauf und Verkauf gespalten. Einen Vorteil verkorpert die Fle- xibilitat - der Handel wird nun betrieben durch den Tausch von Geld gegen Dienstleis- tungen oder Giiter und nicht mehr direkt durch Produkt gegen Produkt. Tauschpartner sind aufgrund der allgemeinen Akzeptanz von Geld schnell gefunden. Aus der wechsel- seitigen Ubereinstimmung von Angebot und Nachfrage, der sogenannten doppelten Koin­zidenz, wird durch den indirekten Tausch eine einfache Koinzidenz und die Transakti­onskosten verringem sich.44

Die Funktion als Tauschmittel ist konstitutiv fiir das Geldwesen. Die Bedeutung der Funktion des Geldes als Zahlungsmittel ist dabei noch weitreichender, da es zur Beglei- chung von Steuem, zur Gewahrung von Krediten und zur Tilgung von Schulden verwen- det werden kann.45

2.2.2 Wertaufbewahrungsfunktion

Geld muss nicht immer als Tauschmittel eingesetzt und ausgegeben werden, es kann auch eine Funktion zur Wertaufbewahrung erfiillen. Diese weitere, bedeutsame Geldfimktion lost dabei das zeitliche und raumliche Problem in einer Naturalwirtschaft, das nicht selten auftritt. Wenn beispielsweise als Warengeld ein Lebensmittel verwendet wird, so wiirde bei einer Ubersattigung des Marktes der Wert der Ware sinken. Zu einer Wertsteigerung kame es hingegen, sollte das Lebensmittel am Markt lediglich in geringer Menge vorhan- den sein. Die Funktion der Wertaufbewahrung wiirde dieses Warengeld aufgrund der Volatilitat nicht erfiillen.46 Dahingegen muss unter Verwendung des Tauschmittels Geld der Zeitpunkt von Kauf und Verkauf nicht identisch sein, da sich der Wert des Geldes nicht andert, sofem der Vorgang der Inflation vemachlassigt wird. Dementsprechend ist es moglich, ein Gut zu verkaufen und mit dem erlangten Geld zu einem spateren Zeit­punkt ein anderes Produkt ohne Wertverlust zu erwerben.

Der Wertaufbewahrungsfiinktion wird in der volkswirtschaftlichen Betrachtung eine hohe Bedeutung beigemessen - in den Vordergrund riickt bei ihr der Vermogensaspekt.47 Sie ermoglicht es, dass Wirtschaftssubjekte ihr erwirtschaftetes Geld durch den Verkauf von Giitem oder Dienstleistungen zuriickhalten und erst bei entsprechendem Bedarf ver- wenden oder es sparen.48 Beim Sparen wird das Geld zuriickgehalten und der Wert kon- serviert, sodass bei einem spateren Bedarf dariiber verfugt werden kann. Das Geld wird zumeist fur diesen Zeitraum Finanzinstituten iiberlassen, die als Ausgleich fur den Ver- zicht Zinsen zahlen. Es eignen sich auch weitere Vermogensgegenstande zur Wertaufbe­wahrung, wie beispielsweise Sachgiiter und Wertpapiere, jedoch weist das Geld als ent- scheidenden Vorteil den hochsten Liquiditatsgrad auf.49 Dies ermoglicht es, Zahlungsver- pflichtungen schneller nachzukommen. Alternative Vermogensformen wie Sachgiiter und Wertpapiere sind in dieser Hinsicht unflexibel, sie werden gemeinhin nicht als Zah- lungsmittel akzeptiert und mussen erst in Geld gewechselt werden. Gleichwohl bergen sie den Vorteil, dass anhand der Wertaufbewahrungsfimktion Ertrage durch Dividenden, Mieten oder Zinsen generiert werden konnen.50 Zu beachten ist dabei das potenzielle Ri- siko eines Wertverlustes, wenn beispielsweise durch unvorhersehbare und auBergewohn- liche Ereignisse der Kurs der Wertpapiere sinkt oder Sachgegenstande ruiniert werden.

Die Geldwertstabilitat ist essenziell fur die Wertaufbewahrungsfunktion. 1st diese nicht gegeben und kommt es zu einem Geldwertverlust - wie etwa bei einer Inflation - verrin- gert sich die Bereitschaft, Ware gegen Geld zu tauschen, und die Funktion als Wertauf- bewahrung verfallt. Damit einhergehend steht der Verlust der ZaUungsmittelfunktion.51 Zu einer Inflation kam es beispielsweise zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Um den Krieg zu finanzieren, wurden Kriegsanleihen, die der Staat nie zuriickzahlen konnte, her- ausgegeben. Nach Kriegsende wurden Deutschland hohe Reparationszahlungen aufer- legt, woraufhin unkontrolliert Geld gedruckt und folglich vermehrt wurde. Der Hohe- punkt dieser Inflation, die am Ende als Hyperinflation in die Geschichte einging, wurde im Jahr 1923 zu Zeiten der Weimarer Republik erreicht. Deutschland war aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage mit der Zahlung der Reparationszahlungen in Verzug geraten. Franzosische Truppen marschierten in Deutschland ein, als Widerstand streikten zwei Millionen Arbeiter. Der Staat druckte wieder das benotigte Geld und ubemahm so- mit ihren Lohn. Durch die rasche Geldentwertung innerhalb dieser zehn Jahre sank kon- tinuierlich das Vertrauen in die Wahrung und gleichsam die Bereitschaft, Waren gegen Papiermark zu tauschen. Um wieder eine Geldwertstabilitat einzufuhren, wurde die Ren- tenmark im November 1923 mit einem Wechselkurs von 1:1 Billion zur Papiermark als neues Zahlungsmittel herausgegeben.52 Mit dem Verfall der Wertaufbewahrungsfunktion durch die Inflation haben vor allem die Menschen aus dem Mittelstand ihre gesamten Erspamisse verloren.

2.2.3 Rechenemheitsfimktion

Die Zahlungsmittel- und die Wertaufbewahrungsfunktion zahlen zu den grundlegenden Geldfimktionen - sie kennzeichnen eine Geldwirtschaft. Einen Nutzen aus den beiden Funktionen konnen nur diejenigen natiirlichen oder juristischen Personen ziehen, die im Besitz von Geld sind. Anders verhalt es sich bei der Rechenemheitsfimktion. In der Volks wirtschaft dient zwar in der Regel die Geldeinheit als einheitlicher WertmaBstab, um mit ihrer Hilfe die unterschiedlichen Giiter zu bewerten, jedoch ist dabei der Besitz des Geldes nicht von Bedeutung.53

[...]


1 Aus Griinden der besseren Lesbarkeit wird lediglich der manniiche Terminus verwendet, gemeint sind jedoch stets beide Geschlechter.

2 Vgl. Brock, H. und Bieberstein, /., Multi- und Omnichannel-Management, 2015, S. 127.

3 Vgl. BearingPoint, Virtuelle Wahrungen, 2016, o. S.

4 Vgl. Nakamoto, S., Bitcoin, 2008, S. 1 ff.

5 Vgl. Hosp, J, Kryptowahrungen einfach erklart, 2017, S. 128 f.

6 Alle Kurswerte von BTC/USD stammen aus der Tabelle 1 im Anhang der digitalen Version.

7 Vgl. FAZ.net, Finanzkrise, 2009, o. S.

8 Vgl. Zimmermann, K. F., Das Wirtschaftswundeijahr 2009,2009, S. 3.

9 Vgl. Heinen, N., Mission Vertrauen, 2012, S. 17.

10 Vgl. Nakamoto, S., Bitcoin, 2008, S. 1.

11 Vgl. Sbct, E., Bitcoins und andere dezentrale Transaktionssysteme, 2017, S. 62.

12 Vgl. ebenda.

13 Vgl. ebenda.

14 Vgl. Panster, C., Bankenkrise triffi Sparer, 2017, o. S.

15 Vgl. Issing, O., Geldtheorie, 2011, S. 1.

16 Hicks, J., Critical essays in monetary theory, 1979, S. 1.

17 Vgl. Issing, O., Geldtheorie, 2011, S. 1 f.

18 Vgl. Veit, O., Grundriss der Wahrungspolitik, 1969, S. 87.

19 Vgl. Kerscher, D., Bitcoin, 2013, S. 12.

20 Vgl. Samuelson, P. A. und Nordhaus, W. D., Volkswirtschaftslehre, 2007, S. 719.

21 Vgl. Turk, J. und Rubino, J., Der Kollaps des Dollars, 2006, S. 89.

22 Peters, S., Geld, 2017, S. 8.

23 Vgl. Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, 2010, S. 23.

24 Vgl. European Central Bank, Banknotes and coins circulation, 2017, o. S.

25 Vgl. Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, 2010, S. 23.

26 Vgl. European Central Bank, Banknotes and coins circulation, 2017, o. S.

27 Vgl. Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2014,2015, S. 27.

28 Vgl. ebenda, S. 30.

29 Vgl. Jarchow, H.-J., Grundriss der Geldtheorie, 2010, S. 5 f.

30 Vgl. European Central Bank, Monetary statistics, 2017, S. 1.

31 Vgl. Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, 2010, S. 56 f.

32 Vgl. ebenda.

33 Vgl. Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, 2010, S. 63 ff.

34 Vgl. Adrian, R., Der Bankbetrieb, 2000, S. 13 f.

35 Vgl. European Central Bank, Report on electronic money, 1998, S. 7.

36 Vgl. Hartmann, M, Elektronisches Geld und Geldpolitik, 2013, S. 63.

37 Vgl. European Central Bank, Report on electronic money, 1998, S. 7.

38 Vgl. European Central Bank, Monatsbericht November 2000, 2000, S. 56.

39 Vgl. European Central Bank, Electronic money, 2017, S. 2.

40 Vgl. European Central Bank, Monatsbericht November 2000, 2000, S. 59.

41 Vgl. Nakamoto, S., Bitcoin, 2008, S. 1.

42 Vgl. Knapp, G. F., Staatliche Theorie des Geldes, 1923, S. 17 f.

43 Vgl. Jevons, W S., Money and the Mechanism of Exchange, 1919, S. 3 f.

44 Vgl. Hordes, H.-D. u. a., Grundziige der Volkswirtschaftslehre, 2002, S. 430.

45 Vgl. Issing, O., Geldtheorie, 2011, S. 1.

46 Vgl. Jevons, W S., Money and the Mechanism of Exchange, 1919, S. 14.

47 Vgl. Jacob, K.-D., Geldlehre, 2013, S. 34.

48 Vgl. Jarchow, H.-J., Grundriss der Geldtheorie, 2010, S. 3.

49 Vgl. Issing, O., Geldtheorie, 2011, S. 2.

50 Vgl. Jarchow, H.-J., Grundriss der Geldtheorie, 2010, S. 3.

51 Vgl. Hordes, H.-D. u. a., Grundziige der Volkswirtschaftslehre, 2002, S. 431.

52 Vgl. Graham, F. D., Exchange, prices, and production in hyper-inflation, 1967, S. 3.

53 Vgl. Jacob, K.-D., Geldlehre, 2013, S. 35.

Excerpt out of 72 pages

Details

Title
Virtuelle Währungen. Chancen und Risiken am Beispiel Bitcoin
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,3
Author
Year
2018
Pages
72
Catalog Number
V442326
ISBN (eBook)
9783668830660
ISBN (Book)
9783668830677
Language
German
Notes
Die Arbeit wurde am 26.06.2018 abgegeben und mit 1,3 gewertet. Nicht dabei ist in dieser Version der Anhang, der die Kurswerte von BTC/EUR und USD/EUR der letzten zehn Jahre enthielt.
Tags
Virtuelle Währung, Bitcoin, Kryptowährung, Blockchain, Konsensus, Mining, Wallets, BTC, Hashrate, Kursentwicklung, digitale Zahlugsmittel, Satoshi Nakamoto, A peer-to-peer, A peer-to-peer electronic cash system, Dezentrale Währung, digitale Währung, Double-Spending, Distributed Ledger Technology, Transaktionshistorie, Private Key, Public Address
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Rene-Pascal Wagner (Author), 2018, Virtuelle Währungen. Chancen und Risiken am Beispiel Bitcoin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442326

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