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Zu Patrick Süskinds "Das Parfum". Eine olfaktorische Schrift?

Titel: Zu Patrick Süskinds "Das Parfum". Eine olfaktorische Schrift?

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Patrick Süskinds Debütroman "Das Parfum" aus dem Jahr 1985. Bei der Analyse des Romans wird folgende Fragestellung im Mittelpunkt stehen: Inwiefern lässt sich das Werk als eine olfaktorische Schrift bezeichnen?

Einleitend wird der Text Pesthauch und Blütenduft - eine Geschichte des Geruchs von Alain Corbin mit dem Roman verglichen, um die Bedeutung der Olfaktion zu Grenouilles Lebenszeit darzulegen. Im Hauptteil erfolgt dann die Analyse des Romans im Hinblick auf die genannte Fragestellung an ausgewählten Szenen, wie beispielsweise dem Beginn des Romans, Grenouilles Jugend im Kinderheim und seine Zeit in einer Höhle des Plomb du Cantal. Dabei ist die Arbeit in fünf Unterkategorien eingeteilt: Grenouilles Geburt, seine Animalität, seine Sprache, sein Geruchssinn und seine Geruchslosigkeit. Es folgt dann noch ein Blick auf die Duftbeschreibungen im Roman, bevor zum Schluss die Eingangsfrage beantwortet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Der Stellenwert der Olfaktion im 18. Jahrhundert

2. Hauptteil: Grenouille als olfaktorische Figur

2.1 Grenouilles Geburt

2.2 Grenouilles Animalität

2.3 Grenouilles Sprache

2.4 Grenouilles Geruchssinn

2.5 Grenouilles Geruchlosigkeit

3. Duftbeschreibungen im Roman

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" unter der zentralen Fragestellung, inwiefern das Werk als "olfaktorische Schrift" bezeichnet werden kann, indem sie die Bedeutung von Gerüchen und Grenouilles Charakterentwicklung untersucht.

  • Analyse der olfaktorischen Figur Jean-Baptiste Grenouille (Geburt, Sprache, Geruchssinn, Geruchlosigkeit).
  • Vergleich des Romans mit Alain Corbins "Pesthauch und Blütenduft" zur Einordnung des 18. Jahrhunderts.
  • Untersuchung der sprachlichen Darstellung von Düften und Gerüchen im Roman.
  • Interpretation der Animalität des Protagonisten durch eine olfaktorisch geprägte Wortwahl.
  • Erörterung der Geruchlosigkeit als zentrales Motiv und Kälteempfinden der Umwelt.

Auszug aus dem Buch

2.2 Grenouilles Animalität

Prägnant für den gesamten Roman ist die animalische Darstellung Grenouilles. Diese zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk und lässt sich bereits an der Namensgebung des Hauptcharakters feststellen. ‚Grenouille’ ist ein sprechender Name und bedeutet im Französischen Frosch. Eine Animalisierung Grenouilles erfolgt aber nicht nur durch den Autor, sondern auch durch den Erzähler. Dieser bezeichnet ihn immer wieder als Zecke. Dabei verwendet er verschiedene Attribute wie „der kleine häßliche Zeck“ oder „der einsame Zeck“.

Neben Autor und Erzähler erfolgt schließlich noch die Animalisierung Grenouilles durch andere Figuren des Werkes. Bei Pater Terrier riecht Grenouille nicht einfach etwas, er schnuppert. Dies ist ein Begriff, den man in der Regel eher für Tiere verwendet. Ebenso beschreibt der Pater Grenouilles Nasenlöcher als Nüster. Bei solchen handelt es sich eigentlich um die Nasenlöcher von größeren Tieren, wie zum Beispiel Pferden. Ambivalent ist jedoch, dass Grenouilles Nasenlöcher nur einige Zeilen zuvor noch als winzig beschrieben wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit das Werk als olfaktorische Schrift zu verstehen ist, und skizziert den methodischen Vergleich mit historischen Quellen.

1.1 Der Stellenwert der Olfaktion im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel vergleicht Süskinds Roman mit Alain Corbins geschichtlichem Werk, um die Bedeutung von Gerüchen und die hygienischen Verhältnisse im 18. Jahrhundert aufzuzeigen.

2. Hauptteil: Grenouille als olfaktorische Figur: Der Hauptteil bietet die strukturierte Analyse des Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille hinsichtlich seiner Geburt, seiner Sprache, seinem Geruchssinn und seiner Geruchlosigkeit.

2.1 Grenouilles Geburt: Hier wird die Geburt des Protagonisten an einem der stinkendsten Orte von Paris als Kontrast zu seiner späteren Geruchslosigkeit beleuchtet.

2.2 Grenouilles Animalität: Dieses Kapitel analysiert die wiederkehrende Metaphorik des Tiers, die Grenouille als zecken- oder schlangenhaftes Wesen charakterisiert.

2.3 Grenouilles Sprache: Die Analyse zeigt auf, wie Grenouilles unvollständiges Vokabular und seine Abneigung gegenüber abstrakten Begriffen seine soziale Isolation verstärken.

2.4 Grenouilles Geruchssinn: Hier wird der außergewöhnliche Geruchssinn Grenouilles untersucht, der ihn befähigt, seine Umwelt ausschließlich über olfaktorische Wahrnehmung zu erfassen.

2.5 Grenouilles Geruchlosigkeit: Dieses Kapitel behandelt das Fehlen eines Eigengeruchs bei Grenouille und seine Versuche, diesen Mangel durch die Kreation künstlicher Düfte zu kompensieren.

3. Duftbeschreibungen im Roman: Diese Sektion untersucht die literarischen Techniken, die Süskind nutzt, um Gerüche sprachlich greifbar und differenzierbar zu machen.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Roman aufgrund der Fülle olfaktorischer Techniken als olfaktorische Schrift kategorisiert werden kann.

Schlüsselwörter

Das Parfum, Patrick Süskind, Jean-Baptiste Grenouille, Olfaktion, Geruchssinn, Geruchlosigkeit, olfaktorische Schrift, 18. Jahrhundert, Alain Corbin, Literaturanalyse, Animalität, Duftbeschreibung, Paris, Parfümerie, Geschichte des Geruchs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Debütroman "Das Parfum" von Patrick Süskind und untersucht, ob das Werk aufgrund seiner intensiven Thematisierung von Gerüchen als "olfaktorische Schrift" klassifiziert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die olfaktorische Wahrnehmung des 18. Jahrhunderts, die animalische Darstellung des Protagonisten, die Problematik der Sprachlosigkeit bei abstrakten Begriffen sowie die Bedeutung des Geruchssinns und der Geruchlosigkeit für die Charakterentwicklung Grenouilles.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, mittels einer Analyse ausgewählter Szenen und unter Einbeziehung des historischen Werks von Alain Corbin nachzuweisen, inwiefern der Roman eine olfaktorische Erzählweise nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit historischen und fachspezifischen Sekundärquellen (wie Corbin) vergleicht und in Kategorien unterteilt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Jean-Baptiste Grenouille als olfaktorische Figur, unterteilt in seine Geburt, seine Animalität, seine Sprache, seinen Geruchssinn und seine Geruchlosigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem: Das Parfum, Grenouille, Olfaktion, Geruchssinn, Geruchlosigkeit und olfaktorische Schrift.

Warum wird Grenouille im Text als "Zecke" bezeichnet?

Die Bezeichnung "Zecke" wird sowohl vom Autor als auch vom Erzähler genutzt, um Grenouilles animalisches Wesen, sein Verhalten und seine soziale Stellung innerhalb des Werkes zu unterstreichen.

Wie geht Grenouille mit seiner eigenen Geruchslosigkeit um?

Grenouille erkennt seine Geruchslosigkeit als "geruchliche Nacktheit" und versucht, diese durch die Herstellung eines persönlichen Menschendufts und später durch das Streben nach einem übermenschlichen "Engelsduft" zu überwinden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu Patrick Süskinds "Das Parfum". Eine olfaktorische Schrift?
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V442378
ISBN (eBook)
9783668806009
ISBN (Buch)
9783668806016
Sprache
Deutsch
Schlagworte
patrick süskinds parfum eine schrift
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Zu Patrick Süskinds "Das Parfum". Eine olfaktorische Schrift?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442378
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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