Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Waldkunst-Projekt. Ein nachhaltiges KiTa-Projekt zur Förderung der Kreativität und der sozialen Kompetenzen der Kinder und zur Verbesserung des Betriebsklimas

Ein Abschlussbericht

Title: Waldkunst-Projekt. Ein nachhaltiges KiTa-Projekt zur Förderung der Kreativität und der sozialen Kompetenzen der Kinder und zur Verbesserung des Betriebsklimas

Elaboration , 2017 , 85 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Heinrich Bellinghausen-Thomas (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das hier vorgestellte Waldkunst-Projekt ist ein Projekt, welches auf acht Vorschulkinder einer Kita-Einrichtung zielt. Es führt die Kinder an fünf Nachmittagen in einem wöchentlichen Abstand und für einen Zeitraum von jeweils 90 Minuten in einem spielerischen Rahmen an die Natur des Waldes und den kreativen Umgang mit den dort vorgefundenen Materialien heran. Ziel ist es, mit den Kindern einen kleinen, natürlichen Skulpturengarten zu schaffen, der nach dem Abschluss des Projekts solange bleibt, bis dass Wind, Wetter oder die Waldarbeiter anderes mit ihrer Waldkunst vorhaben. Bei diesem Projekt werden dem Wald keinerlei Materialien hinzugefügt und keine entfernt – die Kinder arrangieren diese natürliche Welt also lediglich um und geben dem Begriff Um-Welt somit eine neue Bedeutung.

Die zweite Komponente dieses Projektes besteht in der Analyse und Reflexion problematischer Arbeitsbedingungen in der Kita im Wechselspiel mit vermeintlichen oder tatsächlichen sozialen Auffälligkeiten der Kinder. Neben der Verbesserung kreativer und sozialer Kompetenzen der Kinder und deren Förderung in ihren positiven Bezügen zur Natur zielt dieses Projekt also ebenso auf das Kita-Team als Adressatinnen, auf eine Qualitätsverbesserung ihres Handelns und schließlich auch auf eine Verbesserung des Arbeitsklimas.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung/Ausgangssituation

2.1 Das Problem

2.1.1 Neuausrichtung von Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsaufgaben

2.1.2 Heterogene Erwartungshaltungen in der Elternschaft

2.1.3 Jedes fünfte Kind mit Auffälligkeiten

2.1.4 Berufliche und gesundheitliche Belastungen der Beschäftigten

2.2 Ausgangssituation

2.3 Hypothesen zu möglichen Zusammenhängen

2.4 Bisherige Lösungsversuche

2.5 Interessen und Motive

2.6 Das Team – beteilige Personen/Institutionen

3. Projektplanung

3.1 Ressourcen

3.2 Gewünschte Ziele / Ergebnisse

3.3 Theoretischer Hintergrund

3.3.1 Erlebnispädagogik

3.3.2 Waldpädagogik

3.3.3 Kunstpädagogik

3.3.4 Supervision – Kollegiale Beratung – Intervision

3.4 Ergebnis- und prozessbezogene Operationalisierung

3.4.1 Spaß und Freude für die teilnehmenden Kinder

3.4.2 Sinnliche Erfahrung von Natur und Umwelt

3.4.3 Stärkung der kreativen Potenziale

3.4.4 Vermittlung eines respektvollen Umgangs der Kinder untereinander

3.4.5 Unterstützung bei konstruktiver Kommunikation und Interaktion

3.4.6 Erfassung von Kompetenzen der Kinder

3.4.7 Arbeitsentlastung des Kita-Personals während Nachmittagsschichten

3.4.8 Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungskompetenz im Kita-Team

3.4.9 Reflexion des Umgangs mit verhaltensauffälligen Kindern in der Kita

3.4.10 Eltern lernen neue Aspekte ihrer Kinder kennen

4. Ablauf / Umsetzung des Projekts

4.1 Planung und Vorbereitung

4.2 Waldkunst – Die Arbeit mit den Kindern

4.2.1 Laub-Mandala (15.11.2016)

4.2.2 Waldflussbett mit Krokodil (22.11.2016)

4.2.3 Baum-Skulpturen (29.11.2016)

4.2.4 Hexenhütte (13.12.2016)

4.2.5 Baumgesichter / Präsentation der Waldkunst-Galerie (20.12.2016)

4.3 Vorstellung der Potential-Profile / Reflexionsgespräche

4.4 Feedback-Flyer für die Kinder

5. Evaluation – Ergebnisse des Projekts

5.1 Feld, Gegenstand und Methode der Untersuchung

5.2 Indikatoren, Fragen und Erfolgsspannen

5.3 Durchführung und Ergebnisse der Evaluation

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, ob ein kurzfristig angelegtes „Waldkunst-Projekt“ in einer Kindertagesstätte dazu beitragen kann, soziale, kreative und umweltbezogene Kompetenzen bei Vorschulkindern nachhaltig zu fördern und gleichzeitig den Erzieherinnen neue Impulse für ihren Arbeitsalltag sowie eine Entlastung zu bieten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Können Projekte in Kitas dazu beitragen, dass Kinder in ihren sozialen, kreativen und umweltbezogenen Kompetenzen nachhaltig gefördert werden?“ und „Wie müsste hierfür der Transfer der Projekterfahrungen auf die Kita-Institution gestaltet werden?“

  • Förderung der sozialen, kreativen und umweltbezogenen Kompetenzen von Kindern durch Erlebnispädagogik und Kunst.
  • Analyse und Reflexion der Arbeitsbedingungen in Kitas zur Verbesserung des Betriebsklimas.
  • Methodische Verknüpfung von Naturerfahrung (Wald) mit kunstpädagogischen Ansätzen.
  • Implementierung von Reflexionsangeboten für das pädagogische Team zur Stärkung der Erziehungskompetenz.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Erlebnispädagogik

Das Grundprinzip der Erlebnispädagogik, dass unmittelbares Lernen über die Sinne erfolgreicher als belehrende Formen des erzieherischen Handelns mit den Lebenswelten der Kinder in Einklang zu bringen ist, blickt mit den pädagogischen und naturbezogenen Ansätzen Jean-Jacques Rousseaus und David Henry Thoreaus im 18. bzw. 19. Jahrhundert auf eine lange Tradition zurück. Mit reformpädagogischen Ansätzen Anfang des 20. Jahrhunderts werden „Erlebnis, Augenblick, Unmittelbarkeit, Gemeinschaft, Natur, Echtheit und Einfachheit“ (Galuske 2013: 253) zu Kernpunkten erlebnispädagogischer Ausrichtung. Als Therapie gegen gesellschaftliche Verfallserscheinungen wie Mangel an menschlicher Anteilnahme, Mangel an Sorgsamkeit, Verfall körperlicher Leistungsfähigkeit sowie Mangel an Initiative und Spontaneität stützt sich Kurt Hahn in seinem Konzept auf vier Elemente um die Prinzipien Erleben statt Belehren und Erziehung durch Gemeinschaft umzusetzen: Dienst am Nächsten, körperliches Training, Expeditionen mehrtägiger Touren und eine Umsetzung als zeitlich befristetes, handwerkliches oder künstlerisches Projekt mit einem vorab klar definierten Produkt an dessen Ende. Hahn ist der Überzeugung, dass je intensiver und außergewöhnlicher entsprechende Erlebnisse von den Teilnehmer_innen wahrgenommen werden, desto tiefgreifender wird die heilende Wirkung ausfallen (Galuske 2013: 253 f.).

In Anlehnung an Hufenus‘ Definition der Erlebnispädagogik als „…eine Methode, die Personen und Gruppen zum Handeln bringt mit allen Implikationen und Konsequenzen bei möglichst hoher Echtheit von Aufgabe und Situation in einem Umfeld, das experimentelles Handeln erlaubt, sicher ist und den notwendigen Ernstcharakter besitzt“ (Hufenus 1993: 86 zit. in Galuske 2013: 256) lassen sich einige charakteristische Merkmale für eine erlebnispädagogische Arbeit ableiten, welche auch in das Waldkunst-Projekt einfließen sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Waldkunst-Projekts als Maßnahme zur Förderung von Kinderkompetenzen und zur Entlastung des Kita-Teams sowie Definition der Forschungsfragen.

2. Problemstellung/Ausgangssituation: Analyse der komplexen Anforderungen an Kitas, wie rechtliche Änderungen, heterogene Erwartungen der Eltern, kindliche Auffälligkeiten und die hohe Arbeitsbelastung des Personals.

3. Projektplanung: Detaillierte Darstellung der Ressourcen, Zielsetzungen (Wirkungs- und Handlungsziele) sowie der theoretischen Grundlagen (Erlebnis-, Wald- und Kunstpädagogik).

4. Ablauf / Umsetzung des Projekts: Beschreibung der vier Projektphasen: Vorbereitung, Aktionsphase mit den Kindern im Wald, Reflexion mit dem Team und Evaluation.

5. Evaluation – Ergebnisse des Projekts: Erläuterung der Untersuchungsmethode und Darstellung, inwieweit die gesetzten Handlungsziele für Kinder, Erzieherinnen und Eltern erreicht wurden.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Projekterfolgs und Reflexion über die Nachhaltigkeit bei verändertem Personalschlüssel und weggefallenen Reflexionsterminen.

Schlüsselwörter

Waldkunst-Projekt, Erlebnispädagogik, Waldpädagogik, Kunstpädagogik, Sozialkompetenz, Kindertagesstätte, Projektarbeit, Supervision, Intervision, Arbeitsklima, Nachhaltigkeit, Gesundheitsprävention, frühkindliche Bildung, Evaluation, Kita-Team.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit dokumentiert und evaluiert ein Praxisprojekt namens "Waldkunst-Projekt", das in einer Kindertagesstätte durchgeführt wurde, um sowohl die Kompetenzen der Kinder als auch die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Erlebnispädagogik, Wald- und Kunstpädagogik sowie die professionelle Reflexion und Beratung (Intervision) im Kita-Team.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Kindern durch kreative Naturerfahrung ein wertschätzendes Verhältnis zur Umwelt zu vermitteln und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken, während gleichzeitig Entlastung für das Team geschaffen werden soll.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um ein praxisorientiertes Projekt, das durch Selbstevaluation nach den Methoden von Hiltrud von Spiegel und unter Einbezug pädagogischer Konzepte (z.B. Waldpädagogik) wissenschaftlich ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Problemstellung, die theoretische Fundierung der eingesetzten Methoden, die konkrete Ablaufplanung der Projekteinheiten und die anschließende Evaluation der Handlungsziele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Waldkunst, Sozialkompetenz, Projektarbeit, Supervision, Nachhaltigkeit und pädagogische Qualitätsentwicklung aus.

Warum spielt der Wald eine so zentrale Rolle im Konzept?

Der Wald dient als idealer pädagogischer Raum mit natürlichem Aufforderungscharakter, der ohne komplexe Technik die Sinne fördert und den Kindern einen freien Raum zur Entfaltung von Kreativität und Bewegung bietet.

Wie gehen die Autoren mit dem Problem der Verhaltensauffälligkeiten um?

Durch die Arbeit in kleinen, fokussierten Gruppen und durch die Unterstützung des Kita-Teams in Reflexionsrunden soll eine ressourcenorientierte Sichtweise gefördert werden, die starre Stigmatisierungen aufbricht.

Was war die größte Herausforderung bei der Umsetzung?

Die größte Herausforderung war der unerwartete Wegfall der Finanzierung für die Reflexionsphase, was die geplante nachhaltige Einbindung der Erzieherinnen in Intervisionsprozesse erschwerte.

Excerpt out of 85 pages  - scroll top

Details

Title
Waldkunst-Projekt. Ein nachhaltiges KiTa-Projekt zur Förderung der Kreativität und der sozialen Kompetenzen der Kinder und zur Verbesserung des Betriebsklimas
Subtitle
Ein Abschlussbericht
College
University of Applied Sciences Wiesbaden Rüsselsheim Geisenheim
Grade
1,0
Author
Heinrich Bellinghausen-Thomas (Author)
Publication Year
2017
Pages
85
Catalog Number
V442379
ISBN (eBook)
9783668820081
ISBN (Book)
9783668820098
Language
German
Tags
Praxisprojekt Kita Waldpädagogik Erlebnispädagogik Kunstpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heinrich Bellinghausen-Thomas (Author), 2017, Waldkunst-Projekt. Ein nachhaltiges KiTa-Projekt zur Förderung der Kreativität und der sozialen Kompetenzen der Kinder und zur Verbesserung des Betriebsklimas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442379
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  85  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint