Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule


Einsendeaufgabe, 2016
14 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Personengruppen im gewahlten Setting
1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten
1.4 Ableitung von Handlungsschwerpunkten

2 SCHWERPUNKTTHEMA FUR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITS- FORDERUNG IM GEWAHLTEN SETTING

3 RECHERCHE MODELLPROJEKT

4 LITERATURVERZEICHNIS

5 TABELLENVERZEICHNIS

1 Analyseder Ausgangssituation

Die folgende Einsendeaufgabe bezieht sich auf das Setting Schule.

1.1 Rahmenbedingungen

Name und Art der Institution: Der Name lautet XY-Gymnasium. Es handelt sich hierbei um eine Bildungseinrichtung, genauer um eine weiterfuhrende Schule, ein Gymnasium.

Branche: Die allgemein bildende Schule ^ Gymnasium gehort der Branche der Bil- dungsinstitutionen an.

Standort: Das Gymnasium befindet sich im XY, die genaue Adresse lautet: XY.

GroBe: Insgesamt verfugt das Gymnasium uber 81 Lehrer/innen und 1129 Schuler/ in-nen, 2 Hausmeister und eine Sekretarin. Die Einrichtung besteht aus einem Haupt- und einem Nebengebaude, auBerdem gehoren eine Sporthalle, eine Aula und das Wiehltal-stadion dieser Einrichtung an.

Arbeits-/ Offnungszeiten: Die geregelten Arbeitszeiten der Sekretarin gehen von 7.30 bis 15.00 Uhr von montags bis freitags. Der Unterricht der Schuler startet gewohnlich ab 7.55 und kann auch mal bis in die Nachmittagsstunden fuhren. Die letzte Schulstun-de (meist Oberstufe) gehtbis 16.45 Uhr.

1.2 Personengruppen im gewahlten Setting

In dem oben genannten Bildungsinstitut verbringen neben den hauptsachlichen Akteu- ren (Lehrer/innen, Schuler/innen), zwei Hausmeister und eine Sekretarin ihren Alltag.

Die ausgewahlten Personengruppen sind die Lehrer/innen und die Schuler/innen, diese werden im Folgenden hinsichtlich Anzahl, Altersstruktur und Geschlechterverhaltnis ge­nauer dargestellt.

An dem Gymnasium unterrichten 47 Lehrerinnen und 34 Lehrer, insgesamt sind es 81 Lehrer/innen. Die Altersspanne befindet sich zwischen 27 und 64 Jahren, der Mittelwert belauft sich auf36 Jahre.

Der Alltag in einem Lehrerberuf wird von unterschiedlichen Anforderungen bestimmt. Im Zentrum steht der Unterricht, seine Vorbereitung, sowie Nachbereitung. Morgens

werden einige Stunden unterrichtet, dazwischen ein oder mehrere kurze Gesprache mit Schulern oder Kollegen gefuhrt, kurze Mittagspause und dann geht es weiter mit Unter- richt oder Zuhause wartet die Schreibtischarbeit. Der Arbeitsplatz wird sozusagen in einen schulischen und hauslichen Ort eingeteilt, die Arbeitszeiten sind unvollstandig ge- regelt, und die Aufgaben oftmals grenzenlos, denn es bleibt den einzelnen Lehrkraften weitestgehend selbst uberlassen, wie viel Zeit sie fur Vorbereitungen/Nachbereitungen des Unterrichtes, Korrekturen, Organisationsaufgaben o. A. aufbringen.

Daraus ergibt sich die Gefahr, dass manche Lehrkrafte alien Anforderungen genugen wollen, schlecht Prioritaten setzten und sich dadurch uberarbeiten konnen. Somit stellen zu hohe Anforderungen, sowie mangelndes Selbstmanagement Risikofaktoren fur die Gesundheitssituation dar.

Das Gymnasium besuchen insgesamt 1129 Schuler, davon sind 603 weiblich und 526 mannlich. Die Schuler/innen besuchen die Klassen 5 bis 12 (Unter-, Mittel-, Oberstufe) und sind zwischen 10 und 19 Jahren alt. In Ausnahmefallen konnen manche Schuler/in­nen junger/alter sein, so wie es zurzeit der Fall ist, denn eine Schulerin ist 20 Jahre alt.

Die Schuler verbringen ihren schulischen Alltag uberwiegend im Sitzen wahrend sie aufmerksam dem Unterricht folgen sollen. In den Pausen laufen die wenigstens herum, manche stehen herum oder sitzen auf dem Sofa im „SchulerCafe“. Nach 6 Stunden Un­terricht ist der Schulalltag in der Regel geschafft, die Oberstufenschuler haben noch ein zwei Stunden langer Unterricht. In den Nachmittagsstunden findet meistens der Sport- unterricht statt, wovon die Schuler 2-3 Schulstunden pro Woche auf dem Stundenplan stehen haben.

Das Essverhalten der Schuler weist ungesunde Verhaltensweisen auf. Die Schuler essen kaum in den Pausen, zwischendurch gibt es einige „Snacks“, wie z.B. ein Riegel „Snickers“ oder eine kleine Tute Chips.

Dass ein Schuler gesunde Lebensmittel wie z.B. Gemuse oder Obst verzehrt, ist selten der Fall.

Den Schuler werden ahnlich wie den Lehrkraften hohe Anforderung abverlangt.

Dem Unterricht uber Stunden aufmerksam folgen konnen, die Hausaufgaben fur die einzelnen Facher ausfuhrlich erledigen, sich engagieren o. A.

AuBerdem besteht wenig Ausgleich zu den oben genannten Tatigkeiten, die alle im Sit­zen durchgefuhrt werden. Die Mehrheit der Schuler ist zwar ausreichend in ihrer Frei- zeit aktiv, allerdings gibt es immer einige Ausnahmefalle.

Folglich sind als Risikofaktoren zum einen hohe Anforderungen unter Anderem Erwar- tungen der Eltern, teils mangelnde Bewegung, sowie ungesundes Essverhalten zu ver- zeichnen.

1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten

Im Folgenden wird die allgemeine Datenlage zurjeweiligen Gesundheitssituation aus der aktuell verfugbaren Literatur herausgestellt und analysiert.

Hierbei wird bei den Personengruppen auf die Gesundheitssituation, das Gesundheits- verhalten, sowie auf settingspezifische Belastungen eingegangen.

Personengruppe Lehrkrafte:

- Gesundheitssituation: Physische Belastungen und psychosomatische Belastun­gen kommen bei den Lehrkraften haufiger vor als in anderen Berufen, ebenso verhalt es sich mit unspezifischen Beschwerden wie z.B. Erschopfung, Mudig- keit oder Kopfschmerzen. Der Krankenstand der gesetzlich versicherten Lehr­krafte liegt in der Regel unter dem aller Pflichtversicherten. AuBerdem ist dieser in den neuen Bundeslandern hoher als in den alten. Positiv zu verzeichnen ist der Ruckgang krankheitsbedingter Fruhpensionierungen. Er ist seit 2001 von uber 60% stetig rucklaufig und macht einen Anted, bei einem Durchschnittsalter von 58 Jahren der verbeamteten Lehrkraften, 19 % aus (Scheuch, Haufe, Seibt, 2015).

- Gesundheitsverhalten: Lehrkrafte weisen im Vergleich zu der Allgemeinbevolke- rung eine geringere Auspragung kardiovaskularer Risikofaktoren z.B. Uberge- wicht oder Fettstoffwechselstorungen auf. AuBerdem besteht ein vermehrt ge- sundheitsbewusstes Verhalten wie z.B. Sport- oder Bewegungsaktivitaten (Scheuch, Haufe, Seibt, 2015).

- Settingspezifische Belastungen: Der Lehrerberuf gehort nach wie vor zu den Be­rufen, die besonders im Zusammenhang mit psychischen Belastungen stehen (Schaarschmidt & Fischer, 2001). Spezifische Belastungen sind z.B. Zunahme der Aufgaben, Verschlechterung der Bedingungen, Verhaltensprobleme der Schuler, nachlassende Unterstutzung der Eltern.

- Erorterung: Da die alltagliche Situation der Lehrkrafte nach wie vor am Arbeits- platz Schule, als auch Zuhause als anspruchsvoll/umfangreich zu sehen ist, kann sich dies negativ auf die Gesundheitslage auswirken. Stress auBert sich oft wie oben beschrieben in unspezifischen Beschwerdebildem wie z.B. Kopfschmer- zen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass dies oft nicht als Wamsignal des Korpers fur Uberbeanspruchung wahrgenommen wird. Besonders bei andauern- der Uberarbeitung wird es gefahrlich. Es konnen psychosomatische Krankheiten entstehen.

Personengruppe Schuler/ Jugendliche:

- Gesundheitssituation: Ergebnissen einer bundesweiten Studie zur Gesundheit von Kindem und Jugendlichen (KiGGS) zufolge scheint die Mehrheit der Schu­ler eine gute Gesundheit aufzuweisen (ca. 85%). Dies ist allerdings mit Vorsicht zu betrachten, denn relevante Gesundheitsrisiken (z.B. psychische Belastungen, falsche Ernahrung) sind, besonders gruppenspezifisch d.h. nach Geschlecht, so- zialem Status, Migrationshintergrund, alarmierend. Beispielsweise ist der Anted ubergewichtiger Kinder weiter ansteigend (uber 20%) (Staatsinstitut fur Schul- qualitat und Bildungsforschung).

Ergebnissen des Robert-Koch-Institutes zufolge sind 18,9% der Madchen und 18,3% der Jungen der 11-13 Jahrigen ubergewichtig. In der Altersgruppe von 14-17 Jahren sind es bei den Madchen 17% und bei den Jungen 17,2% (RKI, 2008).

- Gesundheitsverhalten: Bezuglich des Gesundheitsverhaltens weisen die Schu- ler/innen in ihrer Freizeit ein gutes Bewegungsverhalten auf. Der sporttreibende Anted in der Altersgruppe von 11-13 Jahren liegt bei den Madchen bei 79,9% und bei Jungen bei 85,3%. Gesamt macht dies einen Anted von 82,7 % aus. In der Altersgruppe der 14-17 Jahrigen sind die Werte etwas niedriger, der Gesamt- wert liegt bei 80,3% (Manz et al., 2014, S.843).

Im Bezug auf das Essverhalten schneiden die Kinder deutlich schlechter ab. Nach Ergebnissen des Robert-Koch-Institutes hinsichtlich der verzehrten Menge an Obst und Gemuse pro Tag, verzehren fast die Halfte der Kinder von 3-17 Jah­ren mindestens eine, aber weniger als 3 Portionen. Bei den Madchen handelt es sich um einen Anted von 48,2% und bei den Jungen um 49,6%. Lediglich 12,2% der Madchen und 9,44% der Jungen verzehren die empfohlene Mindestanzahl von 5 Portionen oder mehr (RKI, 2014).

- Settingspezifische Gesundheitsbelastungen: Stress und hohe Belastungen sind an Gymnasien keine Seltenheit. Nach einer Studie der Ludwig-Maximilians-Uni- versitat berichten 80 % befragter Gymnasiasten aus Munchen, an Kopfschmer- zen oder Ahnlichen Symptomen zu leiden. Diese Folgen stehen sicherlich auch in engem Zusammenhang mit dem extremen Leistungsdruck und der abnehmen- den Freizeitgestaltung der Schuler (Bayrischer Lehrer- und Lehrerinnenverband, 2012).

- Erorterung: Aufgrund der bestehenden Alltagssituation im Schulalltag der Kin­der, muss erwahnt werden, dass Schule die Kinder nicht nur im positiven Sinne beeinflusst.

Die Bewegungsaktivitaten ist bei den meisten gut, aber leider besteht bei dem Rest trotzdem mangelhafte Bewegung. Mogliche Konflikte und Fehlernahrung spielen daruber hinaus eine tragende Rolle im Einfluss auf die Gesundheitslage der Kinder.

1.4 Ableitung von Handlungsschwerpunkten

Aus der recherchierten Datenlage zur Gesundheitssituation fur die beschriebenen Perso- nengruppen stellt sich ein grundlegender Bedarf zur Gesundheitsforderung im gewahl- ten Setting heraus. Ebenso lassen sich Handlungsschwerpunkte ableiten.

Fur die Personengruppe der Lehrer/innen soil in erster Linie eine MaBnahme hinsicht- lich des Handlungsfeldes Stressmanagement erfolgen.

Begrundung: Die hohe Verantwortung, Unbegrenztheit der Aufgaben, sowie die Arbeits- platzteilung, stellen ein groBes Anforderungsprofil der Lehrkrafte dar. Aufgrund dieser hohen Belastungen, die oftmals nicht als diese zugestanden werden (wollen), gilt der Faktor Stress als enorm einwirkende Komponente auf die Gesundheit. Deshalb ist es wichtig Lehrkraften Entspannungsmethoden aufzuzeigen, um psychisch belastenden Stress abbauen zu konnen.

Eine weitere MaBnahme soil im Handlungsfeld Bewegung Anwendung finden.

Die MaBnahme bezieht sich konkret auf die Kraftigung der Ruckenmuskulatur.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,2
Autor
Jahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V442410
ISBN (eBook)
9783668806108
ISBN (Buch)
9783668806115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitsmanagement, Lebenswelten, Prävention, Einsendeaufgabe
Arbeit zitieren
Saskia Ziegler (Autor), 2016, Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/442410

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